Wenn man dieses Koch-Tagebuch so liest, könnte man meinen, ich sei Superwoman am Herd. Sorry, falls es so rüberkommt – bin ich nämlich bestimmt nicht! Mir brennt oft was an, Fleisch krieg ich mit schönster Regelmäßigkeit nicht butterzart und Rezepte, die sich wer-weiß-wie-toll lasen, erweisen sich als geschmackloser Pamps. In die Rubrik “Pleiten, Pech und Pannen” ordne ich auch diese Rollenplätzchen ein – obwohl aussehen tun sie klasse
Die Kombination von Minze und Schokolade – wie in “After Eight” – finde ich superlecker. Das Rezept für “Chocolate Mint Pinwheels” von Land’o'Lakes-Butter hat mich also enorm gereizt, auch wenn ich dafür erst ein Fläschchen JHP Rödler besorgen musste. Aber Minzöl braucht man/frau zu Winterzeiten sowieso mal, wenn wieder Erkältungen zuschlagen.
Ich habe also das Originalrezept übersetzt, den Teig entsprechend zubereitet und mich schon beim Naschen des weißen Teiges über das zugegebenermaßen sehr frische Mundgefühl gewundert. Beim Öffnen des Ofens nach dem Backen strömten mir dann die Tränen nur so aus den Augen und der erste abgekühlte Keks in meinem Magen fühlte sich, naja, sagen wir mal, irgendwie therapeutisch an. Ein Viertel Teelöffel Minzextrakt? Hmm, der amerikanische ist offensichtlich sehr viel weniger intensiv – ein Viertel Teelöffel JHP reicht, um ein Pferd umzuhauen.
Obwohl – stimmt auch wieder nicht! Unsere Nancy hat sich als begeisterter Abnehmer der hochdosierten Plätzchenladung erwiesen. Ich habe die Kekse dann nochmal mit nur fünf Tröpfchen Minzöl gebacken – das war okay, aber einen After-Eight-Charakter haben sie irgendwie nicht. Wird also wohl nicht mehr nachgebacken…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: After-Eight-Rollen
Kategorien: Backen, Weihnachten
Menge: 1 Rezept
125 Gramm Zucker
125 Gramm Butter
1 Ei
1/2 Pack. Vanillezucker
1 Teel. Backpulver
1 Prise Salz
300 Gramm Mehl
25 Gramm Zartbitter-Schokolade, geschmolzen
5 Tropfen Minzöl
============================== QUELLE ==============================
Land’o'Lakes-Webseite
– Erfasst *RK* 06.12.2006 von
– Gabriele Frankemölle
Aus den Zutaten von Zucker bis Mehl einen glatten Mübeteig kneten,
Menge halbieren. Unter die eine Hälfte des Teiges das Minzöl kneten,
unter die andere die geschmolzene Schokolade. Beide Teige in
Klarsichtfolie rollen und mindestens eine Stunde kühlen.
Die Teige auf bemehlter Fläche zu länglichen Rechtecken (30 mal 15
cm) ausrollen, den hellen Teig auf den dunklen legen. Von der
breiten Seite her zu “Schnecken” rollen, diese wieder in Folie
wickeln und sehr gut kühlen (eine Nacht im Kühlschrank oder 1 Stunde
im Tiefkühler).
Von der Teigrolle 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden, auf gefettete
Backbleche legen und etwa sieben bis neun Minuten bei 200 Grad im
vorgeheizten Ofen (Umluft 175 Grad) hellbraun backen.
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oooh schade, als ich den rezepttitel gelesen hab hatt ich mich schon gefreut. ich bin ja ein “after eight junkie”.
aber nach deinen beschriebenen “erfolgen” hört sich das nicht nachahmenswert an
Wenn du ihn irgendwo bekommst, kann ich Dir den Torani- oder DaVinci-Sirup Pfefferminze empfehlen für solche Zwecke (und in Kakao!), der gibt auch gleich eine nette grüne Farbe. Von Riemerschmid gibt’s was ähnliches, das aber im Vergleich mit den genannten eher penetrant schmeckt.
[...] und Pannen sorgte. Mit Schaudern Frösteln erinnere ich mich noch an die hochgradig überdosierten After-Eight-Rollen, die letztlich als Pferdefutter dienten, oder das medizinisch schmeckende Schoko-Minz-Eis. Versuch [...]
[...] sollte. Ansonsten gebe ich meine Versuche mit dem Nachbau von After Eight besser auf – auch in gebackener Form war das nämlich ein [...]
[...] selten von Erfolg gekrönt – sei es, weil das Rezept tatsächlich nicht schmeckt (siehe hier) oder schlicht den Aufwand nicht wert ist. In den erlauchten Kreis der Keks-Klassiker dürften [...]
[...] Plätzchen. Allein die Minz-Schoko-Tannen werde ich vielleicht noch versuchen – nach den Pleiten hier und hier muss doch Kombi doch irgendwann mal schmecken! Sonderheft 09 wird also vermutlich im [...]