Ich kann keine Braten!

Eigentlich hab ich’s nicht mit den Elektrokleingeräten in der Küche. Ich brauche keinen Eierkocher, ich rühre und knete Teige gern per Hand, ich hacke Kräuter auf dem Brett. Vorwerk verdient nichts an mir, Tupper ebenso wenig. Warum dann – um Himmels willen – so’n Crockpot/Slowcooker aus den USA?


Tja, gute Frage! Und ganz einfach zu beantworten: Ich backe leidenschaftlich gerne und koche ganz passabel. Mit einer Ausnahme: Fleischgerichte. Butterweiche Braten, saftiges Gulasch, zartrosa Lendchen? Kann ich nicht oder klappt nur selten. Ich glänze mit Beilagen und rühre raffinierte Sößchen, nur um von dem weniger gut gelungenen Stück Fleisch abzulenken, das eigentlich den Mittelpunkt des Tellers bilden sollte.

(Notiz an meinen Stammtisch: Was meint ihr, warum ich mich immer für das klassische Spargelmenü im Frühling und das Zwiebelkuchenessen im Herbst melde? Dabei muss ich kein Fleisch braten!)

Aber jetzt kann ich Fleisch: Mit dem Slowcooker oder Crockpot. Schon vor 20 Jahren habe ich bei einer meiner Gastmütter in den USA so einen elektrisch beheizten, irdenen Schmurgeltopf in Aktion gesehen – sie kochte gallonenweise Spaghetti-Sauce für den Vorrat. Nachdem Deutschland jahrzehntelang Crocky-Diaspora war, gibt es die Töpfe neuerdings umgerüstet auf 220 V im Internet zu kaufen. Und damit begann auch für mich die Zeit des butterzarten Bratens!

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