World Bread Day ’06: Rosinenstuten

World Bread Day '06 Heute ist . Den hat der Internationale Verband der Bäcker und Bäcker-Konditoren ausgerufen und Zorra hostet dazu ein Blogevent: Backt ein Brot und schreibt darüber! Ich finde, ein westfälischer Rosinenstuten verdient es sehr wohl, bei so einem Ereignis auch vertreten zu sein. Blöderweise kann ich kein Foto beisteuern – meine Digiknipse ist seit vier Wochen zu Reparatur, vermutlich nach Korea eingeschickt, auf dem Seeweg 🙁 Wer trotzdem einen Eindruck gewinnen möchte: Die Biogemeinschaft Hunsrück hat eine Abbildung von einem Stuten, der meiner hätte sein können…


>>Der Westfale hat so seine Eigenheiten – auch in kulinarischer Hinsicht. Gebratene Blutwurst isst er mit Rübensirup, Quark mit Pumpernickel-Krümeln und Rosinenbrot mit Käse. Ja, Rosinenbrot mit Käse. Wer’s noch nie probiert hat, sollte es tun – der Kontrast von süß und salzig, von weicher Krume und würziger Käsescheibe mit etwas Biss ist wirklich lecker. Anfänger wählen vielleicht einen Butterkäse, Fortgeschrittene den krümelig-scharfen „Old Amsterdam“-Gouda.

Rosinenbrot war früher hier in der Gegend der typische „Sonntagsstuten“, weil Weißmehl und Rosinen recht teuer waren. Und noch heute findet man ihn bevorzugt zum Wochenende in den Bäckereien. Ich backe mein Rosinenbrot aber lieber selber, das macht wenig Arbeit und die lässt sich auch noch nebenbei erledigen. Überhaupt: Wieso eigentlich bei vielen dieser Respekt vor Hefe? Solange man nichts heißes an den Teig gibt und ihm ordentlich Zeit lässt, aufzugehen, kann eigentlich nix schief gehen.<< ========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1 Titel: Rosinenstuten Kategorien: Backen, Brot Menge: 1 Gr. Brot 500 ml Vollmilch 1 kg Weizenmehl Typ 550 1 Essl. Zucker 30 Gramm Frische Hefe (oder eine Tüte Trockenbackhefe) 2 Eier 50 Gramm Butter 1/2 Teel. Salz 200 Gramm Rosinen ============================== QUELLE ============================== eigenes Rezept -- Erfasst *RK* 15.10.2006 von -- Gabriele Frankemölle Milch kurz erwärmen (höchstens lauwarm), die Hefe kleinbröseln, daruntergeben und mit dem Zucker und 500 g Mehl verrühren, bis eine breiartige Masse entsteht. Anschließend den Vorteig gehen lassen, bis er Blasen und Risse zeigt. Tipp: Backofen auf 50 Grad erwärmen, ausschalten und den Teig zum "gehen lassen" hineinstellen. Die Butter schmelzen und zusammen mit den Eiern, Salz und Rosinen unter den aufgegangenen Teig rühren. Das restliche Mehl unterkneten, am besten per Hand, bis er nicht mehr klebt. Den Teig in eine gefettete große Kastenform legen und an der Oberfläche leicht einritzen. Eine weitere Stunde abgedeckt gehen lassen. Umluftherd vorheizen, das Brot bei 150 Grad 5 bis 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200 Grad erhöhen und nochmals knapp 40 Minuten backen. Bei normaler Unter- und Oberhitze verlängert sich die Backzeit um ca. 10 Minuten. ===== >>Kleiner Exkurs, wegen der Appetitlichkeit lieber *nach* dem Rezept: Westfälische „Blagen“, die so schnell vor nix fies sind und gegen einen ordentlichen Wetteinsatz auch Regenwürmer probieren (ich gestehe, ich habe es getan, mit acht und für 50 Pfennig) treiben den Brot-Belag-Gegensatz gern auf die Spitze: Sie krönen die Rosinenbrot-Käse-Kombi noch mit Marmelade oder kleben eine Scheibe Kinderwurst (Mortadella) auf eine Nutellaschicht. Nee, das würde ich nicht zur Nachahmung enpfehlen – das mit den Regenwürmern übrigens auch nicht!<<

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