Backen statt Kochen: Rosenkohl-Maronen-Tarte

rostarte_kl.jpgFür unsere Region – Westfalen – sind Esskastanien eher untypisch. So untypisch, dass ich sie bis vor drei Jahren nie probiert hatte. Damals tauchte auf der Bocholter Herbstkirmes der erste „Maronistand“ auf und neugierig habe ich mir ein Tütchen gekauft. BÄÄHHH – sorry, die Großbuchstaben mussten wirklich sein! Muffig, mehlig, angekokelt – die westfälischen Maroniverkäufer hatten vom Maronirösten offensichtlich so wenig Ahnung wie ich bis dahin vom Maroni-Geschmack. Meine zweite Maroni-Kostprobe passierte unfreiwillig in einem Restaurant, in das ich eingeladen worden war. Dort gab es zu geschmorten Entenkeulen (BÄAHH, sorry, ich mag einfach keine Ente!) eine Beilage aus Rosenkohl und Maronen. Nachdem ich schon das Fleisch nicht essen mochte, habe ich mich ans Gemüse gehalten. Was für ein kulinarisches Aha-Erlebnis: Hier schmeckten die Maronen zwar auch etwas mehlig, aber vor allem nussig-süsslich, was hervorragend mit dem herben Rosenkohl harmonierte. Das fand ich so lecker, dass ich daraus eine Tarte gemacht habe.


Das Originalrezept stammt von der Knorr-Webseite und enthält außer Halbfettmargarine (benutze ich nicht) auch einen Beutel-Fix-Produkt, um aus Wasser eine Creme-Fraiche-Soße zu erzeugen. Da habe ich doch lieber gleich Creme Fraiche genommen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Rosenkohltarte mit Maronen und Schinken
Kategorien: ???
Menge: 1 Rezept

=============================== TEIG ===============================
250 Gramm Mehl
1/2 Teel. Salz
125 Gramm Butter, kalt
80 ml Wasser, eiskaltes oder 1 Eigelb + 2 EL eiskaltes
— Wasser

============================== FÜLLUNG ==============================
500 Gramm Rosenkohl
1 Dicke Scheibe gekochter Schinken (150 g)
250 Gramm Maronen (vakuumverpackt)
2 Eier
200 Gramm Creme Fraiche
1 Knoblauchzehe, durchgepresst
Salz, Pfeffer, Prise Muskat, getr. Majoran

============================== QUELLE ==============================
— Erfasst *RK* 13.12.2007 von
— Gabriele Frankemölle

Teigzutaten zu einem glatten Teig verkneten. Im Kühlschrank 1 Stunde
ruhen lassen. Teig ausrollen und in eine gefettete Quicheform (28 cm
Durchmesser) legen, dabei einen kleinen Rand formen.

Rosenkohl putzen, waschen, große Röschen evtl. halbieren. Rosenkohl
in wenig Salzwasser 8 – 10 Minuten vorgaren und abtropfen lassen.

Schinken würfeln und mit den Rosenkohlröschen und Maronen
gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Aus Crème Fraîche und Eiern einen Guss rühren und kräftig mit den
Gewürzen abschmecken. Über Rosenkohl, Schinken und Maronen gießen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft: 180) 30 bis 35
Minuten backen.

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5 Kommentare zu “Backen statt Kochen: Rosenkohl-Maronen-Tarte

  • 31. Dezember 2007

    Tolle herbstlich-winterliche Kombination – Rosenkohl mit Maronen. Lecker!!!

    Den Maronen-Geschmack habe ich als Kind zum Glück gleich richtig mitbekommen, über Deine Schilderung musste ich schmunzeln. Schön, dass Du Maronen nochmal versucht hast! 🙂

  • 26. Dezember 2007

    Das Rezept wurde soeben in der Rubrik: „Unbedingt nachmachen“ abgelegt – sieht ja soooo lecker aus und ü-ber-haupt nicht BÄÄÄH!!

  • 14. Dezember 2007

    Sieht schön aus, obwohl ich kein Rosenkohlfan bin. Und was es heute alles für Tüten gibt – furchtbar!!!
    Schönen dritten Advent…

  • 13. Dezember 2007

    Rosenkohl und Maroni sind ein perfektes Paar!

    Kann man wirklich aus Wasser Creme fraiche machen? Klingt fast nach einem Wunder. :-)))
    (Ok, ich bin ziemlich unbedarft, was diese Tüten angeht.)

  • 13. Dezember 2007

    Das klingt aber sehr appetitlich, das werde ich bestimmt bald nachmachen (lassen)!

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