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5 In Brot

World Bread Day ’07: Schnelles Dinkel-Buchweizen-Brot


Was Backzutaten angeht, sitze ich an der Quelle – mit einem Mann, der in einer Mühle arbeitet, und auf Zuruf Anruf selbst ausgefallenste Mehle mitbringt. Spezialität des Familienbetriebes ist das Schälen des harten Buchweizens. Gerade zwei Mühlen in Deutschland verstehen sich noch darauf! Buchweizen hat mit Weizen nichts zu tun, sondern ist ein Knöterichgewächs, das kargen Boden bevorzugt. Aus Buchweizenmehl, Wasser und kaltem Kaffee (kein Witz!) werden in unserer Region die traditionellen westfälischen „Pannekoken“ gebacken. Als Brotmehl ist der dunkle, nussige Buchweizen weniger bekannt – Grund genug, zum World Bread Day ein Buchweizenbrot zu backen! Das Rezept stammt aus einem kleinen Kochbuch der Mühle mit Buchweizen- und Kamut-Rezepten und ist das wohl schnellste Brot, das ich bisher gebacken habe. Der Teig muss nicht einmal gehen, sondern wird kurzerhand in der Kastenform in den nicht vorgeheizten Ofen geschoben.


An der ungewöhnlichen Methode der Teigführung hatte ich schon meine Zweifel: Ob da nicht nur ein Ziegelstein aus dem Ofen kommt? Nein, kam er nicht. Das Brot ist aufgegangen, wenn auch etwas ungleichmäßig. Innen ist es schön saftig und gar nicht „hefig“, was ich bei der doch erheblichen Menge Treibbmittel eigentlich erwartet hätte. Ich glaube, mit ein wenig Gehzeit wäre es noch besser geworden…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Dinkel-Buchweizen-Brot
Kategorien: Brot, Backen
Menge: 1 Brot

400 Gramm Dinkelmehl
100 Gramm Buchweizenmehl
Je 80 g Sonnenblumenkerne, Sesamsamen, Leinsaat
2 Teel. Salz
1 Teel. Honig
2 Essl. Obstessig
1 Würfel Hefe (keine Trockenhefe verwenden!)
1/2 Ltr. Wasser, lauwarm

============================== QUELLE ==============================
Kochen & backen mit Buchweizen, www.kolks-muehle.
com
— Erfasst *RK* 16.10.2007 von
— Gabriele Frankemölle

Hefe im Wasser verrühren, dann mit allen anderen Zutaten verrühren
der Teig ist eher klebrig. Teig in eine gefettete, mit Sesam
ausgestreute Kastenform geben und in den kalten Ofen (untere
Schiene) stellen. Herd auf 220 Grad anstellen und das Brot eine
Stunde backen.

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5 Kommentare

  • Antworten
    Barbara
    16. Oktober 2007 um 16:01

    Das klingt ja schön und unkompliziert!

    Ob ich da wohl auch frischen gemahlenen Dinkel und Buchweizen (müßte ich mal wieder kaufen) verwenden kann?

  • Antworten
    Gabi
    16. Oktober 2007 um 16:28

    Klar, ich schätze schon, dass das geht – aber meine Erfahrung in Sachen Mehl beschränkt sich (wie gesagt) auf Anrufe wie „Ich brauche zwei Kilo Weizenmehl Typ 550 und ein Kilo Dinkelvollmehl…“

  • Antworten
    Barbara
    16. Oktober 2007 um 20:49

    Das mit den Anrufen ist auch praktisch! 🙂

    Mir werden solche spezielleren Mehle immer alt, als Korn hält sich das besser frisch… Das Brot ist auf der Nachbackliste, dann probiere ich es mal aus.

  • Antworten
    Jutta
    17. Oktober 2007 um 20:45

    So ein Zufall – gerade heute habe ich bei tegut Buchweizenmehl gefunden und natürlich sofort auf Verdacht mitgenommen. Dieser hat sich dann ja schneller erhärtet, als gedacht, super!

  • Antworten
    zorra
    19. Oktober 2007 um 11:37

    Ich habe Y. vorgeschlagen, er soll sich sofort bei einer Mühle bewerben. 😉
    Das Brot sieht zum Reinbeissen aus!
    Danke für deine Teilnahme am WBD.

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