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10 Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Sie FoodbloggerIn sind

challah_kl.jpgDie Frühjahrsmüdigkeit geht bei einigen von uns FoodbloggerInnen offenbar auch mit Schreib- und Kochunlust anheim. Kathi kann sich nur schwer aufraffen, Barbara tageweise ebenso – und auch bei mir reichen im Moment weder Energie noch Zeit für ausgefeilte Beiträge. Obwohl: Als ich Kathis Formulierung „draußen ist es dunkel, da wird das Foto nichts“ las, musste ich doch grinsen über dieses typische Foodblogger-„Problem“. Davon gibt es noch einige weitere – und die habe ich mal trotz Kochunlust zusammen gestellt zu „10 Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Sie FoodbloggerIn sind“…


Zehn Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Sie FoodbloggerIn sind

  1. Sie halten auf dem Flohmarkt nicht mehr nach Silberschmuck oder Büchern Ausschau, sondern nach Austerngabeln, Messerbänkchen, Serviettenringen.
  2. Sie verlegen die Abendessenszeit nach vorne, weil um sechs das Licht einfach besser ist als um sieben.
  3. Sie verschieben das Frühstück nach hinten, denn um sieben sind Sie noch nicht wach genug für krümel- und kleckerfreies Anrichten, um 9 dagegen schon.
  4. Sie sind die einzige in Ihrer Familie, die den Zusammenhang zwischen steigender Stromrechnung und Zahl Ihrer Blogbeiträge erkennt.
  5. Sie lesen fließend Englisch und Französisch – sofern es sich um Rezepte handelt.
  6. Essenswünsche Ihrer Familie nehmen Sie ungern entgegen, denn die passen erfahrungsgemäß schlecht in Ihr Konzept von „Habe ich schon gebloggt – möchte ich noch bloggen“.
  7. Zur Ausstattung Ihrer Küche gehören eine Stehlampe, ein Strahler, ein Bettlaken und ein großer, weißer Karton.
  8. Sie bemerken, dass Ihr Speiseplan ebenso von Blogevents bestimmt wird wie von Jahreszeiten oder Geldbeutel. „Ein Kaviarevent? Da mach ich mit!“
  9. Bei Essenseinladungen suchen Sie mit geübtem Blick gut beleuchtete Stellflächen für gefüllte Teller.
  10. Sie kaufen Geschirr nicht mehr für sechs oder für 12 Personen, sondern für eine – Herrn bzw. Frau Digicam.

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15 Kommentare

  • Antworten
    Bolli
    9. April 2008 um 17:22

    Oups, ist es denn so bei Dir?
    Ich glaube, dass es bei einigen wohl so sein wird…..

  • Antworten
    Petra
    9. April 2008 um 17:23

    Beim Lesen habe ich gerade dauernd mit dem Kopf genickt und musste am Schluss laut lachen 🙂 Situation voll erfasst – wie Recht du doch hast!

  • Antworten
    Ulrike aka ostwestwind
    9. April 2008 um 18:03

    Zu Punkt 6: :-)))) und nie kochst du uns ….

    Grinsen über alles!

  • Antworten
    Ulrike aka ostwestwind
    9. April 2008 um 18:06

    Ein Punkt fehlt noch: Wenn die Kinder fragen: „Dürfen wir jetzt essen oder musst du erst noch ein Photo machen?“

  • Antworten
    Hedonistin
    9. April 2008 um 18:21

    Ertappt. :-)))

  • Antworten
    Barbara
    9. April 2008 um 19:30

    Hihi, schön!!! 🙂

    Ja, manche von uns haben fast richtige Fotostudios – und ehrlich gesagt sieht man das den teilweise wirklich perfekten Fotos dann auch an. Es ist jedes Mal ein Genuss, solch einen Beitrag anzuschauen.

    Wenn ich so darüber nachdenke, ich glaube, bei mir trifft nur Punkt 8 zu… Bin ich jetzt keine Foodbloggerin?

  • Antworten
    Sivie
    9. April 2008 um 20:25

    Bei Punkt1 kann ich noch hinzu fügen: Ich gucke nach Kochbüchern.
    Und Ulrikes Kinderfrage kann ich auch nur bestätigen.

  • Antworten
    lavaterra
    9. April 2008 um 21:54

    Herrlich! Gelesen und laut gelacht.

  • Antworten
    Petra
    10. April 2008 um 15:54

    Klasse! Foto muß sein, aber nicht zu aufwendig, sonst ist das Essen kalt und ich beginne eh schon immer als letzte…

  • Antworten
    lamiacucina
    12. April 2008 um 6:40

    das habe ich mir ausgedruckt und werde damit um Verständnis werben.

  • Antworten
    Iris
    12. April 2008 um 10:30

    Sehr schön beobachtet! Läßt sich auch mühelos auf andere Bloginhalte übertragen.

    Ich bin ja eher eine Wein- als eine Foodbloggerin (bei mir zu Hause kocht mein Freund), deshalb nehme ich gerne die Gelegenheit wahr, bei Freunden oder im Restaurant erstmal den Teller ins rechte Licht zu stellen – besonders auffällig, wenn die Gastgeberin für dezentes Kerzenlicht bei Tisch gesorgt hat.

    Aber unsere Freunde haben sich auch schon darauf eingestellt, dass ich manchmal in die fremde Küche eindinge, um den Riesenknödel oder den Braten noch vor dem Tranchieren ins Bild zu bekommen…

    Und natürlich auch im Weinberg niemals ohne meine Finepix in der Hosentasche:-)

    Wein hat natürlich den Vorteil, dass er bei längerer Wartezeit im Glas nur besser wird, schließlich muss er, im Gegensatz zum Soufflé erst noch atmen, ehe er sein volles Aroma verströmt.

  • Antworten
    Dolce
    20. April 2008 um 21:26

    Genau so ist es – Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich musste sehr Schmunzeln beim Lesen, schöne Aufzählung!

  • Antworten
    sammelhamster
    23. April 2008 um 8:17

    endlich!
    jetzt weiss ich, was mit mir los ist 🙂
    danke für die hilfe zur selbsterkenntnis ;-))

  • Antworten
    Ursula
    30. Mai 2008 um 20:49

    Ich habe mich köstlich amüsiert, nur Punkt drei trifft noch nicht auf mich zu, da die bloggerei erst nach der Arbeit beginnt.
    Guter Tipp zu Punkt 7, weißen Karton haben wir schon, arbeiten aber noch mit Tageslicht…

  • Antworten
    Christel
    9. Juni 2008 um 22:06

    wie jetzt???? Eine Fotoecke in der Küche mit Baustellenlampe und weißem Brett mit Hohlkehle ist nicht normal???*grübel*

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