Gedanken zum Sonntagessen und ein Retro-Dessert

multicreme_kl.jpg„Gibt es das überhaupt noch? Ein Sonntagessen?“ hatte Claudio von den Anonymen Köchen in diesem Beitrag gefragt und ein paar sehr schöne Antworten gleich mitgeliefert. Ich gebe zu: Auch bei uns gibt’s selten Sonntagessen – zumindest am Sonntag. Langes Ausschlafen und ausgiebiges Frühstück verträgt sich schlecht mit einem dreigängigen Vorsuppe – Braten – Dessert -Sonntagessen, das wohlmöglich auch schon um 12 Uhr auf dem Tisch stehen soll. Der Ostersonntag bildete diesmal eine rühmliche Ausnahme: Das Frühstück fiel aus, stattdessen gab’s Wunschessen nach der Devise „nie machst du (beliebiges Traditionsgericht einzusetzen)“ – eine Beschwerde, die auch Petra von Chili und Ciabatta anscheinend öfter hört. Auf eine klassische Rindfleischsuppe folgten bei uns also Rouladen mit Rotkraut. Das Dessert war mein Wunsch: Ein „Nachbau“ des Majala-Puddings, der zu meiner Jugend häufig den krönenden Abschluss des Sonntagessens bildete. Majala gab’s in Orangen- und Zitronengeschmack und der Clou war ein kleines Fläschchen mit Orangen- bzw. Zitronenöl, das separat mitgeliefert wurde und das man in den heißen Pudding rühren musste. Die quadratischen Packungen sind schon lange aus den Regalen verschwunden – oder habe ich sie nur übersehen?


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Multivitamin-Creme
Kategorien: Dessert, Retro-Food
Menge: 12 Portionen

1 Ltr. Multivitamin-Saft
2 Pack. Vanille-oder Sahne-Puddingpulver
4-5 Essl. Zucker
1 Vanilleschote
400 Gramm Sahne, geschlagen

============================== QUELLE ==============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
744511177024231/Multivitaminsaft-Creme.html
— Erfasst *RK* 24.03.2008 von
— Gabriele Frankemölle

Das Puddingpulver mit etwas Multivitaminsaft anrühren und 4 -5 EL
Zucker (je nach Süße des Saftes) zugeben. Den restlichen Saft mit
dem ausgekratzten Vanillemark und der Schote aufkochen. Die Schote
entfernen und das angerührte Puddingpulver einrühren. Unter
ständigem Rühren aufkochen lassen, bis der Saft eindickt.

Den Pudding in eine Rührschüssel füllen. Die Oberfläche mit
Frischhaltefolieabdecken, sodass sich beim Erkalten keine Haut
bilden kann. Auskühlen lassen und kalt stellen. Den durchgekühlten
Pudding mit einem Schneebesen gut aufschlagen. Nochmal abschmecken,
ob er süß genug ist. Gegebenenfalls noch etwas Zucker zur Sahne
geben. Sahne steif schlagen und unter den Pudding heben.

Die fertige Creme in Portionsschalen füllen und noch einmal kalt
stellen. Mit Obststückchen und Sahne verzieren.

Anm. Gabi: Sehr lecker, säuerlich-erfrischend!

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4 Kommentare zu “Gedanken zum Sonntagessen und ein Retro-Dessert

  • 25. März 2008

    Ach vergessen: Rotweincreme von Dr.O. gibt es wieder! Neulich erst im Regal gesehen und fast schwach geworden!

  • 25. März 2008

    Sonntagsessen – naja das kommt schon hin und wieder wirklich am Sonntag vor, aber auch mal unter der Woche, je nach Einkauf und Zeit.
    Den Pudding kenne ich nicht – aber es gibt eine Aranca-Creme, die hat auch so ein Zitronen-/Orangen-Öl Kapselchen dabei.
    Rouladen hätte es bei uns auch fast gegeben, aber dann kam Ilkas Lamm dazwischen und das war auch gut so!
    Liebe Grüße

  • 24. März 2008

    Genau! Majala-Traumcreme, daran kann ich mich auch noch erinnern. Oh Gott, ist das schon lange her…

    Der absolute Höhepunkt war aber Rotweincreme von Dr. Oetker (glaube ich). Chemie mit einer Flasche Rotwein und Sahne aufschlagen. Ich kam mir immer sehr mondän vor, wenn ich das essen durfte und unglaublich erwachsen.

    Sonntagsessen gibt es bei uns auch nicht. Wir essen mitten in der Woche einen tollen Fisch oder Braten und sonntags Eintopf oder Brote – je nach Gusto. Aber wir sind auch nur zu zweit und uns in diesen und den meisten anderen Dingen immer einig. Praktisch!

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