Ein Weihnachtsmenü für unsere Familie zusammenzustellen, erfordert weit mehr Diplomatie und Langmut als Kochkunst. Bitte nichts exotisches, halbgar gebratenes, krustentieriges, prominent käsiges oder bitteres. Bitte Saucen und Dressings immer separat (einer von uns isst nur trocken), bitte keinerlei Alkohol im Essen (einer von uns ist trocken). Ich bemühe mich, die Einschränkungen als Herausforderung zu sehen und habe nach ausgiebigem Stöbern vor allem auf der Essen&Trinken-Webseite folgende Zusammenstellung gewählt:
- Wintersalate mit Kartoffeldressing und Lachsbonbons
- Putenbrust mit Steinpilzfüllung, Speckbohnen, Möhren mit Ahornsirup und Prinzessinkartoffeln
- Orangen-Panna-Cotta mit Mango-Minzsalat

Der Vorspeisensalat mit den “Lachsbonbons”: Die Fischhäppchen in Strudelteig lassen sich gut vorbereiten und sind in Minutenschnelle gar gebraten.
Den Putenbraten habe ich leider nicht fotografiert – aber hier ist das Originalfoto zu sehen. Nachdem der Backofen mit Prinzessinkartoffeln und Bohnenbündeln schon ziemlich belegt sein würde, habe ich mir überlegt, den Braten im Slowcooker zuzubereiten. Ich habe das Fleisch morgens gefüllt, scharf angebraten und es dann gut dreieinhalb Stunden auf Stufe HIGH im Pilzsud gegart. Das Ergebnis war ein supersaftig und würzig – und dabei hatte ich kaum Arbeit.

Das Rezept der Prinzessinkartoffeln stammt von den Kochbanausen – sehr zu empfehlen (Blog & Rezept)!

Das Dessert (Orangen-Panna-Cotta mit Mango-Minzsalat) hatte ich im Dezember schon einmal zubereitet und hier vorgestellt.






Ohhh das klingt aber lecker. Bei uns gab es Ente. Wäre aber auch mal gerne zu dir gekommen probieren
Lieber Gruß
Admin von W wie Weblog
http://www.w-wie-weblog.over-blog.de
Das klingt nach einem kulinarischen Weihnachtsfest (trotz der genannten Rahmenbedingungen). Insbesondere die Panna Cotta sieht klasse aus.
Das hast du gut gemeister, an deiner Tafel wäre ich auch gerne gesessen.
Freut uns, dass die Prinzesskartoffeln geschmeckt haben
). Und Gratulation zur gelungenen Zusammenstellung. Mich zu motivieren, würde mir glaube ich bei den ganzen “wenn und abers” schwerfallen. Aber was tut man nicht alles für die Familie – Hut ab davor
).
Klingt alles sehr lecker, trotz der Schwierigkeiten. Ich hoffe ihr hattet auch sonst schöne Tage.
Da konnten sich Deine Mitesser nur noch freuen. Fabelhaft!
essen wie der weihnachtsmann bei crocky
)) tolle zusammenstellung!
[...] Das Weihnachtsmenü 2008 [...]
[...] Alle Jahre wieder… Die Frage, was ich Weihnachten auf den Tisch bringe, beschäftigt mich schon seit Wochen. Da sich sowohl junge Mäkler als auch erwachsene abstinente Gourmets und bodenständige Senioren, die Krustentiere und exotische Zutaten nicht mögen, um den Tisch versammeln, kommen viele Rezepte per se nicht in Frage. In Sachen Vorspeise (Räucherforellen-Mousse? Rosenkohl-Cremesüppchen? Kleine Birnentartes mit Gorgonzola?) schwanke ich noch, als Hauptgang hat sich die Mehrheit inzwischen Pute gewünscht – und das Dessert steht seit einem Probekochen letzte Woche fest: Bratapfel-Tiramisu. Diese Schichtspeise lässt sich super vorbereiten, sieht ausgesprochen hübsch aus und passt mit seinem apfel-vanillig-zimtigem Aroma wunderbar in die Jahreszeit. Das Originalrezept enthält drei Sorten Alkohol (Eierlikör, Weißwein, Kaffeelikör) – selbst ich als Nicht-Abstinenzler finde das arg durcheinander. Selbst wenn ich mit Alkohol kochen könnte, würde ich den Kaffeelikör allemal weglassen und die Kekse lieber dem Saft des Bratapfelkompotts tränken. [...]
[...] ergab das ein irgendwie alpenländisches Bild Dazu passte dann auch die Speisenfolge – wie hier schon ausgeführt immer eine Auswahl nach dem Motto “kleinster gemeinsamer Nenner” [...]