Barcelona, die zweite: Von Pintxos und Panellets

Casa BillyDie zwei Tage Barcelona im Sommer waren sozusagen das Tapa – nun folgte der Hauptgang, vier weitere Tage in der katalanischen Metropole. Dank eines Billigfluges und eines günstigen, aber höchst stylischen B&B (Casa Billy, Foto links) hatten meine Freundin Martina und ich noch genügend Taschengeld, um Boutiquen in den Stadtvierteln Barri Gòtic, Raval und El Borne zu durchstöbern und Halt zu machen in netten Bars und Konditoreien. Dass es jederzeit und fast überall Häppchen zu essen gibt, fanden wir großartig: So konnten wir immer wieder unsere pflastermüden Füße ausruhen. Wahlweise gab’s dann Cafe con leche mit süßem Gebäck oder einen Cava mit einer Auswahl von Pintxos.

Diese verlockenden Spießchen bestehen aus einer Scheibe Baguette mit den unterschiedlichsten Belägen: Käse-Nuss-Creme auf Rucola, Anchovies, Thunfischmousse in Paprikaschote, Manchego mit Quittenmus, Räucherlachs, Serrano-Schinken mit fritierten Zwiebeln, Kroketten mit Klippfisch, Olivenpaste, Kartoffeltortilla. Man nimmt sich einfach das gewünschte Häppchen von der Theke und sammelt die Zahnstocher, die den kunstvollen Turm zusammen halten. Beim Abrechnen zählt der Kellner die Zahnstocher: Pro Pintxo (oder kastilisch Pincho) sind um die 1,50 € fällig und wer Spieße auf den Boden plumpsen lässt, ist entweder Engländer oder sollte sich was schämen 🙂

Wir fanden die Häppchen in der baskischen Taberna Irati (Foto oben) am appetitanregendsten, gut gefiel uns zudem die Atmosphäre in der Bar des Palau de la Música Catalana (Foto unten links). Wer hier keine der knappen Karten für die Besichtigung des spektakulären Saales bekommt, kann immerhin in historischer Umgebung snacken. Das interessanteste Cafe war sicherlich das Caelum (unten rechts), das Produkte aus spanischen Klöstern vertreibt. Im Kellergewölbe sitzt man herrlich ruhig bei Kerzenlicht vor einem verlockendem Buffet aus Kuchen, Keksen und den für Allerheiligen ganz typischen Panellets, einer Art Marzipankugel in Pinienkernhülle.

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