Food-o-grafie 2: Meine Kamera & Objektiv(e)

foodografie #2Gezwungenermaßen fotografiere ich seit mehr als 30 Jahren. Gleich am ersten Arbeitstag als 18jährige Redaktionsvolontärin beim BBV drückte mir ein Kollege eine Canon A1 mit den Worten in die Hand: „Einen Fotografen haben wir nicht, die Bilder musst du schon selbst machen!“ Was ich dann mehr schlecht als recht auch tat – glücklicherweise hatte die A1 als erste Spiegelreflexkamera überhaupt eine Programmautomatik, die auch einem Einsteiger ohne Kenntnisse von Blende und Verschlusszeit akzeptable Fotos ermöglichte. Die schwere, laute, aber stabile A1, die ich jahrelang mit mir zu Terminen herumschleppte, hat meine Kamerapräferenzen geprägt: Ich habe gern etwas in der Hand beim Fotografieren, so eine filigrane digitale „Knipsbox“ ist nichts für mich. Insofern habe ich lange an meiner privaten analogen Nikon F50 und meinen drei Non-AF-Wechselobjektiven festgehalten und bin erst 2003 auf Digitaltechnik umgestiegen, als Konica-Minolta mit der Dimage A1 eine „großformatigere“ Kamera auf den Markt brachte.

Die ließ sich zwar wunderbar herumschleppen und in der Hand halten, aber ich fand sie grottenlangsam und zu empfindlich. Ich weiß nicht, wie oft sie zur Reparatur eingeschickt werden musste, offenbar auf dem Seeweg nach Korea, den ich war sie meist 6 bis 8 Wochen los… Irgendann im letzten Sommer reichte es mir und ich habe kurzentschlossen nach Durchsicht diverser Testberichte eine Sony Alpha 200 erstanden und eine Offenbarung erlebt: Jawoll, DAS ist wieder echtes Kameragefühl! Als digitale Spiegelreflexkamera hat sie einen ordentlichen Sucher zum Durchgucken, ein sattes Auslösegeräusch, wiegt ein gutes Pfund und nervt mich nicht mit Dingeldongel-Tönen, Klappmonitoren oder Video-Funktion. Das mitgelieferte Standardobjektiv (18 – 55 mm) gefiel mir allerdings nicht, so habe ich als erstes bei eBay ein lichtstärkeres (1 : 2.8) Sigma-AF- Objektiv  mit einer Brennweite von 28 – 105 mm ersteigert. Auf Dauer hätte ich schon gerne ein Makroobjektiv und ein gutes Tele, aber für die meisten Einsatzzwecke und Foodfotos reicht das Sigma erst einmal aus.

Bei Foodfotos bevorzuge ich Blendenautomatik. Ich mache die Blende weitmöglichst auf (hier auf Blende 4, 1/50 sec bei Brennweite 105 mm), damit der Tiefenschärfebereich klein bleibt und nur der Teller im Fokus liegt.

Auch hier wieder Blendenautomatik: Brennweite 90 mm, Blende 4, 1/15 sec bei 400 ISO.

Der aktuelle Blick aus meinem Bürofenster: Brennweite 105 mm, Blende 8, 1/320 sec bei 100 ISO.

4 Kommentare zu “Food-o-grafie 2: Meine Kamera & Objektiv(e)

  • 6. Januar 2009

    Da bin ich Banause. Meine Pics werden ausschliesslich mit unseren beiden Ixus gemacht. Eine Alte und eine Neue. Ausser Blitz On/off oder Nahaufnahme on/off ändere ich nicht viel beim fotografieren. Sogar mein 3,2 mpx Handy macht doch recht annehmbare Bilder.

  • 6. Januar 2009

    Seitdem ich in der VHS einen Fotokurs besuchte, habe ich eine entfernte Ahnung davon bekommen, was die anderen lustigen Buchstaben auf dem Rädchen bedeuten könnten. Mittlerweile benutze ich auch schon mal A. Schöner Blick aus dem Fenster. Vogelhäuschen und Schnee sehe ich auch, wenn ich rausschaue.

  • 5. Januar 2009

    @ Zorra: Ich glaube, ich habe 15 Jahre mit nix anderem als „P“ fotografiert 😉

  • 5. Januar 2009

    Schöner Blick aus dem Bürofenster. Ich sollte auch mal mit der die Blendenautomatik fotografieren. Zurzeit nutze ich immer nur die Funktion P. 😉

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