Lese-Kostprobe: Effilee & eine Abhandlung über Produkttests

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Hier hatte ich noch geschrieben, dass ich mich nicht für etabliert halte – aber die Produktproben-Welle hat mich doch erreicht. Wie Ulrike (Joghurt) oder Foodfreak (Suppenbasis) habe ich auch schon Lebensmittel gestetet – und den mir zugedachten Butteraufstrich zwar aufgegessen, aber nicht besprochen. Was sollte ich auch groß sagen? Weder die Tatsache, dass das Kerrygold Extra direkt aus dem Kühlschrank streichbar ist, noch die Reduktion an Fettprozenten haut mich um: Butter bewahre ich in der Speisekammer auf (und da ist sie eh streichbar) und die Konsistenz von Halbfett-Irgendwas behagt mir nicht. Entweder ich esse Butter und damit auch das entsprechende Fett – oder ich lasse es. “Lassen” ist das Stichwort: Gestern haben mich zwei Hefte und eine hübsche schwarze Schürze von Effilee, eines recht neuen Koch- und Lifestylemagazins aus Hamburg erreicht. Während mich der Inhalt durchaus begeistert, stoßen mich die hohläugigen Models in den Modestrecken einfach nur ab. Reportagen über Pferde als Fleischlieferant, die Herstellung von “Plastikspeisen” für Restaurants oder die Idee, ein Rezept in drei Varationen in drei Ländern kochen zu lassen, heben sich wohltuend vom Einerlei anderer Kochzeitschriften ab. Auch die Foodfotos gefallen mir – aber bitte lasst die unterernährten Fotomodelle der Modebeiträge außen vor! Die vermitteln alles mögliche – aber nicht das Konzept Lebensfreude. Da lobe ich mir Brigitte, die auf Mode ohne Models setzt.

5 Kommentare zu “Lese-Kostprobe: Effilee & eine Abhandlung über Produkttests

  • 8. Januar 2010

    Gerne möchte ich mich als Mitarbeiterin von Kerrygold zu dem Beitrag von “Ulrike” äußern, da diese Aussage leider nicht den Tatsachen entspricht. Auf jeder Kerrygold Butter steht zwar eine deutsche Identifikationsnummer, jedoch dient die nicht der Angabe des Herkunftsortes, sondern der Qualitätssicherung. Der Betrieb, der auf der Packung steht, hat das Produkt zuletzt bearbeitet/ verarbeitet. So kann im Falle eines Qualitätsmangels der entsprechend verantwortliche Betrieb ausfinding gemacht und zur Haftung herangezogen werden.
    Im Fall von Kerrygold Butter ist der letzte Produktionsschritt lediglich das Verpacken und Portionieren der Butter. Die komplette Herstellung erfolgt in Irland. Somit ist Kerrygold Butter keinesfalls ein “Schummelprodukt”. Ich habe noch einmal einen Link angefügt, in dem alles noch einmal genau erklärt wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Genusstauglichkeitskennzeichen
    Ich hoffe damit einen informativen Beitrag leisten zu können und wünsche allen einen guten und gesunden Start in das Jahr 2010!

  • 21. Dezember 2009

    Kerry Gold würde ich schon allein deshalb nicht testen wollen, weil das Irland suggeriert aber alles aus Deutschland kommt. Und Effilee finde ich teuer und das Titelbild der derzeitigen einfach abstoßend. Meine 10 ct.

  • 18. Dezember 2009

    @ Jutta: Das Locken vernehme ich auch, aber meinen Kaufbedarf kann ich bremsen, wenn ich sehe, was die Zeitschrift kostet – hmm, sechs Euro…

    @ Foodfreak: “zu lifestylig” – schön gesagt :-) Vom Journalistischen her gefällt mir die Zeitschrift ausgsprochen gut (auch Serien wie “Ein Teller”, “Drei Töpfe” oder “Schnelle Teller”), aber Mager-Models in Sterne-Restaurant-Kulisse kann ich echt nicht haben.

  • 18. Dezember 2009

    Ich muss gestehen mich reisst Effilee nicht vom Hocker – wirklich toll finde ich Paulsens Deutschstunde – diesen Monat übrigens Königsberger Klopse… ;) Der Artikel über das Plastikfood war ganz spannend, besonders wenn man japanophil veranlagt ist wie ich. Aber mir ist das ganze vielleicht einen Tacken zu lifestylig aufgemacht. Die geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden ;)

  • 18. Dezember 2009

    In Herrn Paulsens Blog habe ich des öfteren von der Zeitschrift gelesen. Daraufhin musste ich mir das vorletzte Exemplar mit dem überforderten Hausmädchen auf dem Cover zulegen. Schlags begeistert bin ich – oh je, schon wieder ein Erzeugnis, das mich ruft und lockt und bei mir sein will.

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