spoon

Nachlese: Das Weihnachtsmenü 2010 in Bildern

6

Kategorie : Menüs

Weihnachtsdeko Weil wir übermorgen zu unserer dreiwöchigen Ecuador-Reise starten, fielen sowohl Weihnachtsdekoration als auch Weihnachtsvorbereitungen im Hause Frankemölle spärlich aus: Kein Baum, nur vier Plätzchensorten, keine “süßen Teller”, keine Lichterketten draußen. An aufwändiger Tischdeko und am Feiertags-Familien-Menü wollten wir jedoch nicht knapsen. Auf der Tafel (nach dieser Inspiration rotweiß geschmückt) landeten also folgende Gerichte: Als Vorspeise kleine Birnen-Gorgonzola-Tartes auf Rucola, als Hauptgang “der perfekt gebratene Truthahn” mit einer Maronen-Brot-Füllung, als Beilagen Kartoffel-Kürbis-Gratin, Wirsing mit Pfifferlingen und karamelisierte Zwiebeln.  Den Nachtisch bildete das bereits vorgestellte Bratapfel-Tiramisu.

Die Vorspeise: Mildsüße Birnenspalten unter einer Gorgonzola-Käsecreme auf Rucolasalat. Sehr lecker – stammt ja auch von der Lecker-Webseite ;-)   – einer meiner Lieblings-Kochzeitschriften, vor allem wegen der wunderschönen Fotos und dem ansprechenden Layout mit tollen Schriften.

Das besondere am Weihnachtsputer: Er wurde (wie Martha Stewart es hier vormacht) 24 Stunden in einer Würzlake mariniert und dann langsam gebraten. Das sorgte für sehr saftiges Fleisch, die Haut schien mir allerdings arg salzig – mein Mann und Sohn fanden sie perfekt, sie salzen sonst aber auch gern nach…

Das Bratapfel-Tiramisu – wenn auch nicht spektakulär, so zumindest mehrheitsfähig…

Weihnachtsdessert: Bratapfel-Tiramisu

4

Kategorie : Desserts

Bratapfel-Tiramisu Alle Jahre wieder… Die Frage, was ich Weihnachten auf den Tisch bringe, beschäftigt mich schon seit Wochen. Da sich sowohl junge Mäkler als auch erwachsene abstinente Gourmets und bodenständige Senioren, die Krustentiere und exotische Zutaten nicht mögen, um den Tisch versammeln, kommen viele Rezepte per se nicht in Frage. In Sachen Vorspeise (Räucherforellen-Mousse? Rosenkohl-Cremesüppchen? Kleine Birnentartes mit Gorgonzola?) schwanke ich noch, als Hauptgang hat sich die Mehrheit inzwischen Pute gewünscht – und das Dessert steht seit einem Probekochen letzte Woche fest: Bratapfel-Tiramisu. Diese Schichtspeise lässt sich super vorbereiten, sieht ausgesprochen hübsch aus und passt mit seinem apfel-vanillig-zimtigem Aroma wunderbar in die Jahreszeit. Das Originalrezept enthält drei Sorten Alkohol (Eierlikör, Weißwein, Kaffeelikör) – selbst ich als Nicht-Abstinenzler finde das arg durcheinander. Selbst wenn ich mit Alkohol kochen könnte, würde ich den Kaffeelikör allemal weglassen und die Kekse lieber dem Saft des Bratapfelkompotts tränken.

Weiter lesen

Pyrolyse-Prüfung: Hähnchen auf Wurzelgemüse

6

Kategorie : Kochen

Brathuhn mit WurzelgemüseAus Budgetgründen sind bei meiner neuen Küche einige Extras dem Rotstift zum Opfer gefallen – die Granit-Arbeitsplatte und der Induktionsherd zum Beispiel. Nicht verzichten wollte ich auf den XL-Kühlschrank und auf einen Herd mit Pyrolyse – denn gar wundertätige Dinge hatten mir Bekannte davon berichtet und gar schröcklich finde ich das Putzen des  Garraumes. Gestern habe ich die Funktion nun zum ersten Mal getestet, nachdem ich den Ofen mit einem auf Wintergemüse gerösteten Brathuhn ordentlich versudelt hatte. Was soll ich sagen? Fantastisch! Alle Spritzer, Flecken restlos verschwunden, nicht mal Asche zum Auswischen blieb übrig. Ach ja – das Huhn selbst war lecker-saftig und lohnt die Zubereitung bestimmt  auch, wenn man den Ofen hinterher von Hand säubern muss…

Weiter lesen

Winter-Dessert: Lebkuchen-Crème-Brûlée mit Orangenfilets

4

Kategorie : Crockpot allgemein, Desserts

Lebkuchen-Crème-BrûléeDass ich eigentliche keine solo-funktionalen Küchen-Kleingeräte mag, hatte ich hier schon mal ausgeführt: Können wenig und nehmen viel Platz weg.  Ausnahmen von der Regel sind mein Eisbereiter und – neuerdings – ein Crème-Brûlée-Brenner. Nachdem ich mir schon -zig mal die Finger an den Schlangen des Ofengrills verbrannt habe oder die Finger in Karamel badete, beschloß ich, 25 Euro in Arbeitsschutz zu investieren und ärgere mich, dass ich das noch nicht früher getan habe: Mit dem kleinen Brenner ist es ein Klacks, die knackige Zuckerkruste zu produzieren. Die Ankündigung “Zum Nachtisch gibt es Crème Brûlée” hat damit viel von ihrer einstigen Dramatik verloren und das köstliche Dessert kommt jetzt viel häufiger auf den Tisch.

Weiter lesen

Pleiten, Pech & Pannen: Kasutera, japanischer Biskuit

1

Kategorie : Backen

Kasutera, japanischer BiskuitJapanische Küche ist irgendwie nicht die meine. Seetang, Algen und Wasabi finde ich gewöhnungsbedürftig, rohem Fisch traue ich nur unmittelbar an Küstenabschnitten, aber bestimmt nicht in einer Sushibar im Ruhrgebiet. Brot und süßes Backwerk, was mir eigentlich immer schmeckt und meine Einschätzung retten könnte, kennt die japanische Küche nicht. Falsch! Makiko stellt in ihrem Foodblog Just Hungry einen wunderbar saftig aussehenden Kuchen vor – Kasutera oder Castella. Der Honig- oder Grüntee-aromatisierte Biskuit wird als nachmittäglicher Snack (Oyatsu) gegessen. Sein Ursprung liegt in Portugal  oder Spanien (dann sicherlich ohne Grünteearoma!)  und wurde einstmals von Missionaren nach Asien gebracht.

Weiter lesen

Deutsch-amerikanische Freundschaft in Kuchenform

5

Kategorie : Backen

Deutsch-Amerikanischer ApfelkuchenEinem Apfelkuchen, den ich gar nicht mag, bin ich bisher noch nicht begegnet. Ob schwer oder zart, zimtig oder marzipanig, mit oder ohne Sahne, Nüsse und Rosinen – irgendwie schmeckt Apfelkuchen immer gut. Mein Favorit, was die Füllung angeht, ist amerikanischer Apple Pie mit viel Zimt, getrockneten Cranberries und Ahornsirup. Weniger prickelnd finde ich dagegen den amerikanischen Pasteten-Teig, der die saftige Füllung umhüllt. Er ist schwer zu verarbeiten und liegt mit seinem hohen Gehalt an Pflanzenfett oder gar Schmalz schwer im Magen. Da lobe ich mir doch klassisch-süßen 1-2-3-Mürbeteig – und habe jetzt kurzerhand deutschen Teig, US-Füllung und amerika-typische Gitterdeko (hier eine gute Schritt-für-Schritt-Anweisung) kombiniert. Nur der Apfel ist niederländisch – mit Boskoop lässt es sich nun mal am besten backen.

Weiter lesen

Zum Frühstück: Bircher Müsli

5

Kategorie : Sonstige Rezepte

Bircher MüsliManche Dinge erledigen sich von selbst. So meine geplante Recherche zum Thema Bircher Müsli, das ich jüngst zu einem Sonntagsfrühstück serviert habe. Bevor ich “mein” Rezept (ein abgewandeltes von der Hüttenhilfe) bloggen konnte, hatte Claudia alles Wissenswerte bereits in diesem Artikel erläutert. Sie mischt frische Himbeeren unter, mir schmeckt die Kombination aus säuerlichen geriebenen Apfeln, süßen Weintrauben und knackigen Haselnüssen am besten.

Weiter lesen

Entdeckung des Monats: Kleine Orangentorte

1

Kategorie : Backen

Kleine OrangentorteVanilliger, weicher, saftiger Rührkuchen (ja, der fertig gekaufte aus dem Cellophanpack) ist eine meiner geliebten Geschmacksverirrungen.  In Holland heisst er Hotelcake und hier hatte ich schon mal vergeblich versucht, den nachzuempfinden. Völlig unerwartet ist es mir jetzt gelungen: Auf der Suche nach einem Rezept, in dem ich den Saft einiger verschrumpelter Orangen und Mandarinen verwerten konnte, entdeckte ich die kleine Mandarinen-Orangen-Zitronen-Torte der Hedonistin (schade, dass sie sich so rar macht!). Lemon-Curd für eine Füllung hatte ich zwar nicht, stattdessen strich ich eine Frischkäse-Creme obenauf. Im Teig ersetzte ich den Naturjoghurt durch Vanillejoghurt – aber ob das der Grund war, dass der Teig so schön dicht-vanillig-saftig-superlecker wurde? Keine Ahnung, vermutlich hat einfach zufällig die Relation von Flüssigkeit-Fett-Mehl optimal gepasst. Wie auch immer – dieser Kuchen wird ins Standardrepertoire aufgenommen.

Weiter lesen

Köln: Adressen für Deko-Süchtige und Foodblogger

6

Kategorie : Crockpot allgemein

Köln - Foto von Isabell RaschkeMein letzter Köln-Trip (anno 2006 zur Photokina) endete in Düsseldorf. Nach stressiger Messe, gefrustet von -zig Umleitungen in der Altstadt und hoffnungslos überfüllten Parkhäusern drehten wir kurzerhand ab und erholten uns stattdessen beim nördlichen Rivalen. Seitdem habe ich die Domstadt auch nicht mehr angesteuert – bis gestern. Und nun bereue ich meine lange Abwesenheit, denn so eine Fülle interessanter Shops für Gourmets und Foodblogger habe ich auf kleinem Raum (alles innerhalb von zwei Stunden zu erlaufen!) noch nirgendwo entdeckt…

Weiter lesen

DFssgF 6 – ein Dankeschön nach Potsdam!

4

Kategorie : Persönliches

DFssgF-Paket aus Potdsam von ChocolateriverJa, so sieht es aus, das mustergültige DFssgF-Paket: Etwas Selbstgemachtes (Hagebuttenmarmelade von der Tante), etwas Regionaltypisches (echte Teltower Rübchen), etwas Süßes (Schoholadentäfelchen mit Potsdamer Motiven), etwas Salziges (Kettle Chips) und was Persönliches (USA-Leckereien extra für mich im Expat-Shop eingekauft). Und was schließen wir daraus? Tina von Chocolateriver hat zwar zum ersten Mal beim Päckchentausch mitgemacht, bekommt von mir aber definitiv eine Eins mit Sternchen! Nicht dass es bei DFssgF Noten gäbe, aber das aufmerksame und liebevoll gepackte Päckchen hat mich wirklich total gefreut…

Weiter lesen

Leser-Rezept: Schneller Kürbis-Rührkuchen

Kategorie : Backen

KürbiskuchenAls langjährige Leserin meiner Amerika-Kochseite hat sich Gilda jetzt zu Wort gemeldet und ein Kürbiskuchen-Rezept geschickt, das weder Pie noch Cheesecake oder Muffin ist. Da mir genau das in der Sammlung noch fehlte, habe ich es zum Halloween-Brunch und der inoffiziellen Kücheneinweihung ausprobiert. Es muss prima gewesen sein – als ich nach den herzhaften Leckerein schlußendlich selbst ein Stückchen probieren wollte, war keines mehr da. “Wie Gewürzkuchen”, fand meine Tochter…

Weiter lesen

Impressionen von der “Zimt & Sterne”

4

Kategorie : Persönliches

Alpen-DekoWenn’s nur nicht so voll gewesen wäre… Dann hätte ich mir vermutlich Plätzchen-Ausstechform Nummer 56 bis 67 gekauft, ein paar Teelichtpöttchen in Bauernsilber erstanden, etwas von der Bratapfelmarmelade oder dem Champagnerstollen gekostet, mir ein Set der herzigen Baumfiguren zusammen gesucht, bei der Tortenvorführung tatsächlich was gesehen, die Filzerin nach den tollen gestrickten Cupcakes gefragt oder in der Kiste mit den reduzierten Backbüchern gekramt. So aber haben meine Freundin Isa und ich bei der Zimt&Sterne wahlweise in der zweiten bis vierten Reihe an den Ständen gestanden, um auf Zehenspitzen einen Blick auf all die Back- und Dekoherrlichenkeiten zu erhaschen. Das hatte natürlich auch seine Vorteile: Günstig war’s, denn in dem Gedränge machte Schummeln und Kaufen keinen Spaß. Also habe ich keine schönen Dinge, sondern nur schöne Fotos mitgebracht…

Weiter lesen