0
10 In Desserts

Blogevent LXVI: Rübenkrauteis mit Püfferkes

Rübenkraut-Eis mit Püfferkes

Rübenkraut-Eis mit PüfferkesSo wie es in Deutschland einen Weißwurstäquator gibt, existieren vermutlich auch die Labskauslinie (irgendwo bei Bremen) oder die Rübenkraut-Region. Wo sich letztere befindet, lässt sich ganz leicht ermitteln: Erscheint Ihnen die Vorstellung von süßem Sirup auf Speckpfannkuchen , über Grützwurst oder Kartoffelreibeplätzchen eklig, wohnen Sie jenseits davon. Im Rheinland und in Westfalen ist Grafschafter Goldsaft dagegen Standard im Küchenschrank – als Brotaufstrich und als besagter süßer Kontrapunkt zu pikanten Pfannengerichten. Auch beim Backen ist er unverzichtbar – er macht das Schwarzbrot schön süßlich und ersetzt in amerikanischen Rezepten den Charakter, den dort der braune Zucker bringt. Genau wie Jutta huldige also auch ich beim aktuellen Blogevent Kulinarische Reise durch das Rheinland dem dunklen Zuckerzeugs. Ich habe in der Rheinischen Post ein Rezept für ein Rübenkrauteis gefunden, das mit gleich einer zweiten rheinischen Spezialität gepaart wird: Püfferkes, kleinen Hefepfannkuchen.  Ein tolle Kombination und vermutlich der optimale Abschluss für ein rheinisches Sauerbratenmenü…

Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Rübenkrauteis mit Püfferkes
Kategorien: Dessert, Rheinland, Deutsche Küche
Menge: 4-6 Portionen

========================== FÜR DAS EIS ==========================
300        ml  Milch
250     Gramm  Sahne
1            Ei
2            Eigelb
25     Gramm  Zucker
100     Gramm  Rübenkraut

======================= FÜR DIE PÜFFERKES =======================
250     Gramm  Mehl
175-200        ml  Milch
15     Gramm  Hefe
1      Essl. Zucker
1            Ei
1     Prise  Salz
15     Gramm  Butter
50     Gramm  Rosinen (In Rum eingelegt)
1            Zitrone; die Schale
Öl oder Schmalz zum Backen

============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.rp-online.de/app/feed/
permalink/910410
— Erfasst *RK* 07.04.2011 von
— Gabriele Frankemölle

Milch und Sahne vermischen. Eier und Eigelb mit Zucker und
Rübenkraut cremig rühren, anschließend die Milch-Sahne einrühren.
Die Masse im Kühlschrank vorkühlen und dann in einer Eismaschine
gefrieren lassen.

Für die Püfferkes Hefe mit etwas lauwarmer Milch anrühren, Mehl in
eine Schüssel geben und darauf die angerührte Hefe geben. Mit etwas
Mehl vermischen und eine Viertelstunde lang aufgehen lassen. Dann
die übrigen Zutaten hinzugeben, den Teig durch tüchtiges Schlagen
geschmeidig machen und ihn etwa eine Stunde lang aufgehen lassen.

Anschließend in einer Pfanne kleine, runde Kuchen herausbacken. Die
Püfferkes mit Zucker und Zimt bestreuen (optional) und anschließend
mit dem Eis und einigen Früchten der Saison anrichten. Mit einem
Löffel etwas Rübenkraut obenauf geben.

=====

 

Vielleicht gefällt Ihnen auch...

10 Kommentare

  • Antworten
    Sivie
    7. April 2011 um 18:07

    Ich finde zwar Speckpfannekuchen oder Grützwurst mit Sirup eckelig, aber der Goldsaft hatte schon immer einen Dauerplatz in unserem Schrank. Sogar in der ersten Reihe. Das Eis werde ich bestimmt testen, wenn es mal wärmer ist.

  • Antworten
    Mestolo
    7. April 2011 um 18:47

    Super! Wie hat’s denn geschmeckt?Ich liebe Rübenkraut!

    • Antworten
      Gabi
      10. April 2011 um 9:38

      Es hat hervorragend geschmeckt – kleine Einschränkung: mir. Die Familie mochte die Püfferkes, fand aber, das Eis schmecke ein bisschen wie Karamel und das mögen sie nicht…

  • Antworten
    Wendy
    9. April 2011 um 23:01

    Ha – meine Eltern sind 1975 aus dem Norden Deutschlands nach jenseits der Donau „ausgewandert“ und meine Mutter mußte feststellen, daß die Versorgung mit Sirup auf einmal schwierig wurde. Im ganzen Ort (immerhin eine 250.000 Einwohner-Stadt) ließ sich nur in einem Geschäft das begehrte Gut auftreiben (ich vermute bis heute, nur aufgrund von Fehldispositonen….). Heute – 36 Jahre später – ist die Versorgungslage erheblich besser – den „Zugroasten“ sei dank.
    Pfannkuchen mit Sirup – oder ne bestimmte Sorte Weihnachtsplätzen gehen gar nicht ohne!

    • Antworten
      Gabi
      10. April 2011 um 9:38

      Globalisierung auf deutscher Ebene 😉 Ihr kriegt Rübenkraut und ich kann Weißwürstl kaufen …

  • Antworten
    Jutta
    10. April 2011 um 23:41

    Gabi, du bist meine Heldin. Das wird ja sowas von probiert. Das schmeckt bestimmt super auf fetten Speckwaffeln, in einem belgischen Waffeleisen gebacken. Püfferkes sind aber auch nicht zu verachten.

    Haste nicht zufällig auch das Gewinnerrezept vom Marmeladen-Wettbewerb der Rheinischen Post? Irgendwas mit Tonka-Bohnen, Erdbeeren und ich glaube, grünem Pfeffer? Ein Herr Sowieso hat wohl gewonnen und das Rezept wurde in der RP vorgestellt. Meine Mutter findet es nicht mehr und ich habe gegoogled wie blöde, ohne Erfolg.

  • Antworten
    Gemuesekorb
    11. April 2011 um 7:46

    Wow! Rübenkrauteis! Was es nicht alles gibt…

  • Antworten
    Edekaner
    15. April 2011 um 21:05

    Rübenkrauteis, das ist mal Genial. Vielen Dank für deine Teilnahme am Blogevent.

  • Kommentar schreiben