Gerätetest: 9-in-1 Intellichef von Morphy Richards

intellichefUPDATE AUG 2013: So weit ich weiß, wird der 9-in-1 nicht mehr hergestellt. Eine andere Firma bietet angeblich noch etwas ähnliches als Star-Chef an.

Schongaren, backen, kochen, Reis garen, Reis expressgaren, dampfgaren, anbraten, warmhalten, aufwärmen – alles in einem Topf? Der „Intellichef“ 9-in-1-Multigarer von Morphy Richards soll all das können und zwar zeitgesteuert: Uhrzeit vorwählen, zu der das Gericht fertig sein soll, Programm eintippen – fertig. Fertig? Klingt zu gut, um wahr zu sein – und auch der Flavour Savour, den ich jüngst testete, erwies sich zwar als hübsch und praktisch, aber gewiss nicht als eierlegende Wollmilchsau der Kochgeräte. Insofern war ich skeptisch – auch wenn der Topf  im Wunderkessel-Forum ausgeprochen gut wegkommt. Denn da mag man auch hässliche Thermofexe, die 1000+ Euro kosten 😉

Grundsätzliches zum Intellichef: Anders als der Flavour Savour (erster Testbericht siehe hier) ist er keine optische Bereicherung der Küche. Als eher unförmiger weiß-türkiser Kunststoff-Klotz mit grauen Bedienelementen nimmt er reichlich Platz auf der Arbeitsfläche weg. In der Plastikhülle befindet sich ein herausnehmbarer, antihaft-beschichteter Topf, der gut vier Liter fasst. Der Deckel schließt dicht und lässt sich auf Knopfdruck öffnen. Durch ein Ventil entweicht Wasserdampf, aber kaum Geruch.

Als Pluspunkte empfinde ich Details wie eine Löffelhalterung, den Tragegriff  und den wirklich hochwertig beschichteten Innen-Topf. Negativ fällt mir dagegen bei einem Gerät auf, welches knapp 200 Euro kostet, dass lediglich ein 12seitiges Heftchen als Bedienanleitung beiliegt – ein Rezeptbüchlein wäre für die ersten „Gehversuche“ schön gewesen. So muss man Maximalmengen  durch eigene Versuchsreihen herausfinden und raten, ob 45 Minuten Backzeit im Backprogramm wohl passen. Schließlich waren beim Flavour Savour genau die vorgegeben Garzeiten (die sich nicht anpassen ließen) das Kriterium, das ihn in meinen Augen scheitern ließ.

Zur Funktionsweise des Intellichef: Die Zutaten werden in den Einsatz gefüllt und bei verschlossenem Deckel auf der gewünschten Heizstufe für die vorgegebene Zeit gegart. Lediglich beim Anbraten ist es notwendig, den Deckel öfter zu öffnen, um unzurühren. Die Programmierung des Topfes fand ich ganz einfach, obwohl es mehrere „Multifunktionstasten“ gibt. Alle vorgegebenen Garzeiten sind flexibel und breit angelegt (zum Beispiel Schmoren von einer bis vier Stunden, Dampfgaren von 5 bis 42 Minuten). Ausnahme ist das Backen (45 Minuten fest). Bei Reis und Nudeln soll der Topf anhand Wasser- und Zutatenmenge automatisch erkennen, welche Zeit erfoderlich ist.

GulaschDer 9-in-1-Multigarer im Einsatz:  Als erstes habe ich ein klassisches Gulasch in dem Topf zubereitet und dabei für 750 g Fleisch und 500 g Zwiebeln die Anbratstufe benutzt. Die voreingestellte Zeit von 42 Minuten für Fleisch erschien mir arg lang – erwies sich letztlich für diese Menge aber als exakt passend. Ich habe den Deckel – nach einer Art Anheizphase – regelmäßig zum Umrühren geöffnet und am Ende geöffnet gelassen, damit sich keine Flüssigkeit ansammelt. Am Ende hatte ich schön gebräuntes Fleisch und es hing nichts an. Ich habe Fond und Wein angegossen und eine Stunde Stufe „Schmoren“ programmiert. Da ich das Garzeitende verpasst habe, lief der Topf noch eine Weile danach automatisch auf „Warmhalten“. Das Gulasch jedenfalls war zart und saftig. Während wir es verzehrten, arbeitete der Intellichef  bereits wieder – befüllt mit einem Möhrenkuchenteig und auf Stufe „Backen“. Darüber werde ich in meinem nächsten Artikel berichten.

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