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Gerätetest: Morphy Richards Sear & Stew – ein Crocky, der anbrät

Slowcooker mit Anbratfunktion

Slowcooker mit Anbratfunktion

Hatten wir das nicht schon mal – ein Crocky, der anbrät? Stimmt, nämlich hier und hier. Doch während mich der hässliche Klotz Intellichef (ich möchte nicht programmieren lernen, um zu kochen) und der schnieke Flavour Savour (der leider viel zu schnell kochte, als ihn unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen) nicht überzeugten, tat es der neue Morphy Richards Slow Cooker 48702 mit Schmorfunktion (amazon-Link). Und zwar vollkommen! (Update: Naja, es gibt doch Minuspunkte, siehe ganz unten).

Grundsätzliches zum Gerät: Der sehr ansehnliche knallrote Kocher ist von der Optik her ein ganz normaler 3,5-l-Slowcooker, der aus ovalem, äußeren Heizelement, Glasdeckel und Topfeinsatz besteht. Letzerer ist jedoch nicht aus Keramik, sondern aus antihaftbeschichtetem Metall.  Sie können also damit anbraten – aber nicht im/auf dem Gerät (was bei den anderen beiden Modellen zu unwägbaren Ergebnissen führte), sondern indem Sie ihn auf die Herdplatte stellen. Wie ein herkömmlicher Slowcooker verfügt der rote „Sear & Stew“ (Anbraten und schmoren) über die Heizstufen LOW, MEDIUM und HIGH.

Zur Funktionweise: Um anzubraten, anzurösten oder vorzukochen, nimmt man den Innentopf aus der Heizhülle und setzt ihn auf den Herd. Die ovale Form ist zwar nicht ideal für die üblichen runden Herdplatten, aber es funktioniert. Die Teflonbeschichtung scheint sehr gut zu sein – bei mir hing nichts an, die Zwiebeln für das erste Curry bräunten gut und flott. Nachdem Sie die Vorarbeiten, für die Sie sonst einen separaten Topf benutzen mussten, erledigt haben, kommt der Teflontopf zurück in die Slowcooker-Hülle. Nachdem der Glasdeckel aufgesetzt wurde, schalten Sie den Slowcooker ein und garen  das Gericht mehrere Stunden zu Ende. Dabei garte der Slowcooker auf SLOW genauso slow (also arg slow), wie es alle MR-Töpfe offenbar tun 🙂  Nachdem sich eine Stunde lang im Currytopf  überhaupt nichts tat, habe ich das Gericht drei Stunden lang auf MEDIUM zu Ende gegart – genau wie ich es in meinem „alten“ Topf auch üblicherweise tue. Die Tatsache, dass der Topf bereits heiß ist, wenn man ihn in die Slowcooker-Hülle setzt, scheint also nicht groß ins Gewicht zu fallen. Das werde ich bei weiterem Ausprobieren aber noch genauer im Blick behalten.

Garen im SlowcookerFazit: Ja, das ist wirklich ein Slowcooker, der anbraten UND slow kochen kann – und zwar beides gut. So macht man keinen separaten Topf mehr schmutzig, wenn man sein Schmor- oder Bratenfleisch lieber bräunen möchte, bevor man es schongart. Der neue, knallrote „Sear & Stew“ scheint mir gut verarbeitet, der Innentopf brät gut, die Slowcooker-Garzeiten passen zu den Erfahrungswerten, die ich bislang gesammelt habe – sprich: ich traue mich, den auch unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Und der Preis? Keine 50 Euro (amazon-Link), also nicht mal fünf Euro mehr als der herkömmliche (amazon-Link). Bei A*a+on habe ich den Topf inzwischen außer in rot auch schon in mattem Schwarz gesehen.

UPDATE April 2015: Die Teflon-Innenbeschichtung hat sich als sehr empfindlich erwiesen. Ich habe – unachtsam wie ich bin – mehrfach mit Metalllöffeln im Innentopf gerührt und dabei eine Menge Kratzer verursacht. Ich bin daher zurück zu meinem „klassischen“ Steinguttopf – nicht weil ich Angst vor Giftstoffen in der der Beschichtung habe, sondern weil ich darin rühren und pürieren kann, wie ich will!

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15 Kommentare

  • Antworten
    Dinkelhexe Renate
    1. Oktober 2013 um 19:02

    Vielen Dank für deinen sehr informativen Bericht.
    Heute wurde mein Slowcooker in schwarz geliefert.
    Jetzt gehts los…! :o)
    Liebe Grüße
    Renate

  • Antworten
    Norasofie
    2. Oktober 2013 um 13:10

    Hallo Gabi, ich hab zwar schon den Intellichef, aber dieser kleine Crocky würde mich schon interessieren. Ganz wichtig für mich: funktioniert der bratende Innentopf auch auf Induktionsherden?
    Liebe Grüße
    Norasofie

  • Antworten
    Dominik
    2. Oktober 2013 um 17:20

    Hi Norasofie,
    ich bin zwar nicht Gabi, aber mein MR ist gestern auch angekommen, und ich kann dir sagen, der Innentopf ist definitiv NICHT für Induktion geeignet. Sorry!

    • Antworten
      Gabi
      2. Oktober 2013 um 20:13

      Danke für dne Hinweis, Dominik – ich habe den Hersteller angeschrieben, aber du warst schneller mit deiner Antwort 🙂

    • Antworten
      Norasofie
      3. Oktober 2013 um 19:07

      Hi Dominik,

      vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Schade, das wär dann die Krönung gewesen… 😉
      Muss ich eben weiter den Intellichef nutzen,mit dem ich aber auch sehr zufrieden bin.

  • Antworten
    Sabine
    2. Oktober 2013 um 19:51

    Liebe Gabi, herzlichen Dank für die Info, für mich ist das ein Novum… und wie ich finde, eine sehr sinnvolle Verbesserung (obwohl ich mit meinen MR sehr zufrieden bin). Danke, dass Du wieder für uns getestet hast.
    Schönen Feiertag und liebe Grüße von Sabine

    • Antworten
      Gabi
      2. Oktober 2013 um 20:11

      Dir auch, Sabine – ich fahre übrigens morgen wieder in deine alte Heimat 🙂 Erst hole ich meinen Sohn ab, der seit kurzem in Wildau/KW studiert, und dann fahren wir nach Cottbus… Liebe Grüße, Gabi

      • Antworten
        Sabine
        3. Oktober 2013 um 4:12

        Na dann viel Spaß, gucke etwas sehnsüchtig hinterher *schnief*…spuck mal für mich in die Spree ;-)).
        Liebe Grüße von Sabine

  • Antworten
    sabo
    2. Oktober 2013 um 22:29

    Super Gabi! Danke fürs Austesten und berichten.
    Übrigens – ja, es gibt ihn in schwarz (den normalen MR) ich hab nämlich einen 😉
    Liebe Grüße,
    Sabo

  • Antworten
    Andrea
    12. Oktober 2013 um 13:28

    Hallo Gabi,

    ich bin ja noch Neuling, was den Pott angeht.
    Ich habe diesen hier, http://www.ebay.de/itm/261290224920?ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1439.l2649
    dort steht Schmortopf, bin mir aber nicht sicher, b er zum Schmorren geeignet ist. Vielleicht kannst du mir das ja Beantworten.
    Liebe Grüße, Andrea

    • Antworten
      admin
      12. Oktober 2013 um 13:37

      Hallo, Andrea – wenn dein Topf einen Steingut-Innentopf hat, ist der NICHT dafür geeignet, ihn auf die Herdplatte zu stellen 🙂 Das geht nur mit den ganz neuen 3,5-l-Modellen, deren Innentopf aus beschichtetem Metall ist. Viele Grüße, Gabi

      • Antworten
        Andrea
        13. Oktober 2013 um 15:35

        Danke, ja hat er, aber macht nichts, vielleicht leg ich mir irgendwann einen anderen zu.
        LG Andrea

  • Antworten
    Crockyblog » Blog Archive » Aus dem Crockpot: Potage Crécy oder Karotten-Lauch-Suppe
    13. Oktober 2013 um 17:01

    […] französische Landküche lässt mich im Moment nicht los. Und genauso wenig mein neuer Test-Slowcooker, der Sear & Stew von Morphy Richards. Gestern habe ich darin eine herzhaft-winterliche […]

  • Antworten
    Anita Bölke
    15. Oktober 2013 um 15:23

    ich hab das rote Prachtstück seit ein paar Wochen und bin begeistert hatte mir auch gleich das Kochbuch von Fr. Frankemölle bestellt …ist ja schließlich mein erster Slowcooker und frau muß ja wissen wie es geht ….. meine Familie und ich sind total begeistert…lecker , lecker wir haben uns schon so ziemlich durch gut die Hälfte der Rezepte gefuttert, und da meine Männer und der Rest der Familie gute Esser sind ist uns der 3,5l Topf bei manchen Gerichten fast zu klein ….heute kam sein großer Kollege mattsilber und 6,5 l allerdings diesmal mit Keramiktopf , hätte mir gewünscht das es den Großen auch als Sear & Stew gäbe ….und das Suppenkochbuch ist jetzt auch meins …was gibts Besseres in der kalten Jahreszeit als einen großen Pott Eintopf ….

    • Antworten
      admin
      15. Oktober 2013 um 16:42

      Freut mich, dass es eine neue Crocky-Enthusiastin gibt und dass Ihnen die Bücher gefallen 🙂 Vieleicht haben Sie ja auch Lust, einige Zeilen bei Amazon dazu zu schreiben – das würde mir sehr helfen!

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