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3 In für Slowcooker

Le Crock: Daube de boeuf (Rindfleisch in Rotwein)

Daube de boeuf (Rindfleisch in Rotwein)

Daube de boeuf (Rindfleisch in Rotwein)

Mit französischer cuisine raffinée habe ich noch keine großen Erfahrungen, wohl aber ein paar mit französischer Landküche. Und nachdem mich die seinerzeit sehr begeistert hat, habe ich mir gleich das passende Kochbuch zugelegt: Trish Deseine: Meine französische Landküche (amazon-Link). Daraus habe ich schon vieles erfolgreich nachgekocht, zum Beispiel eine göttliche Zwiebelmarmelade (noch nicht verbloggt) oder hauchdünne Apfeltarte. Auch Trishs „Boeuf de Carottes“, geschmortes Rindfleisch in Rotweinsauce mit Karotten lockte mich, das Rezept für den Slowcooker abzuwandeln. Die 1,5  Liter Rotwein, die dort in der Sauce landeten, schreckten mich allerdings gehörig: Schließlich kocht im Crocky nichts ein und was, wenn die Sauce nachher penetrant alkoholisch-säuerlich schmeckt? Schade um das schöne Bio-Rindfleisch…

Letztlich habe ich dann eine eigene Version zusammen gebastelt – aus Trishs Rezept und Katrins Daube de boeuf, die mit einem halben Liter Rotwein auskommt. Das Ergebnis war großartig, ein würziges Ragout, mit butterzartem Rind. Schmoren ist eben doch die Paradedisziplin des Slowcookers! Auf das Anbraten des Fleisches, das Anrösten von Zwiebeln, Speck, Tomatenmark sowie das Köcheln der Sauce würde ich in diesem Fall nicht verzichten. Ohne Röststoffe und mit mehr Alkohol hätte die Sauce sicherlich nicht so „dicht“ geschmeckt.

Daube de boeuf - Rindfleisch in Rotwein (Slowcooker-Rezept)
 
Französische Landküche - hmm! Rindfleisch wird in Rotwein und Gewürzen eingelegt und dann mit Zwiebeln, Speck und Möhren fertig geschmort. Aufwändig, aber jede Minute der Arbeit wert.
Ergibt: 4 - 6 Portionen
Zutaten
ZUM EINLEGEN
  • 1 kg Rindfleisch zum Schmoren
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 klein. Möhren
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 Bio-Orange
  • ½ Bund Thymian
  • 1 Teel. Wacholderbeeren
  • ½ Ltr. Rotwein
ZUM ANBRATEN
  • 5 Essl. Öl
  • 2 Zwiebeln
  • 50 Gramm Frühstücksspeck (Bacon)
  • 3 Essl. Tomatenmark
  • 1 Essl. Mehl
ZUM FERTIGGAREN
  • 3 Möhren, groß, in Scheibchen
  • 200 ml Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • 1 Teel. Kräuter der Provence (getrocknet)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Teel. Honig
Zubereitung
  1. Am Vortag Zwiebel, Knoblauch, Sellerie und Möhre würfeln. Orange heiß abwaschen, die Schale dünn abschälen und den Saft auspressen. Alles zusammen mit dem Thymian, Wacholderbeeren und Rotwein mischen. Das Fleisch in ca. 2 cm große Stücke schneiden, dazugeben und über Nacht zugedeckt marinieren.
  2. Am nächsten Tag Möhren putzen und die Scheibchen in den Einsatz des Slowcookers legen. Zwiebeln in feine Ringe, Bacon in Streifen schneiden. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. In einer Schmorpfanne jeweils 2 EL Öl erhitzen und das Fleisch bei starker Hitze in zwei Portionen rundum anbraten. Aus der Pfanne nehmen, auf die Möhrenscheiben im Slowcooker legen, Pfeffer aus der Mühle darüber mahlen. Erneut 1 EL Öl erhitzen, darin Zwiebel und Bacon hellbraun anbraten. Mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen, Tomatenmark einrühren.
  3. Den Rinderfond und die Rotwein-Marinade (durch ein Sieb gießen) in die Pfanne geben, Gewürze hinzufügen und alles einige Minuten köcheln lassen, leicht salzen. Flüssigkeit auf das Fleisch und die Möhren geben, Slowcooker verschließen.
  4. Auf Stufe MEDIUM sechs Stunden garen (auf HIGH sind es vier, auf LOW mindestens acht).
  5. Am Ende mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Als Beilage passen Salzkartoffeln oder Baguette. Bei uns gab es dazu Semmelknödel, weil wir Altbrot aufbrauchen mussten…
Bemerkungen
In den kleinen 3,5-l-Slowcooker passen sicherlich auch 1,5 kg
Rindfleisch, die sonstigen Zutaten kann man fast unverändert lassen, wenn
man keinen Wert auf superviel Sauce legt. Ansonsten einfach mehr Fond
angießen.

abgewandelt von http://www.morenz.de/2012/06/10/daube-de-boeuf/

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3 Kommentare

  • Antworten
    Jens
    30. September 2013 um 19:21

    Ich finde Deine „Marinade“ extrem verführerisch 🙂
    Ich stelle mir das Fleisch danach absolut traumhaft vor!

    Gruss,
    Jens

  • Antworten
    Claudia Richter
    2. Oktober 2013 um 18:43

    Auf so ein Rezept habe ich schon lange gewartet. Schmeckt einfach koestlich und das ganze Haus duftet wunderbar.

  • Antworten
    Crockyblog » Blog Archive » Aus dem Crockpot: Potage Crécy oder Karotten-Lauch-Suppe
    13. Oktober 2013 um 16:59

    […] französische Landküche lässt mich im Moment nicht los. Und genauso wenig mein neuer Test-Slowcooker, der Sear & Stew […]

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