Braucht man das? Temperaturmessungen

Braucht man das?“ ist eine neue Serie, die ich in lockerer Form hier veröffentlichen möchte. Dabei stelle ich Geräte, Zubehör, Rezepthefte, Rezepte und was-auch-immer-vor, das mir unter die Augen kommt und etwas mit dem Slowcooker zu tun hat.

Temperaturen messen

Was ist das?

„Hilfe – nach sechs Stunden hatte mein Slowcooker 93 Grad. Ist das Gerät kaputt und muss ich es zurück schicken?“ Neuerdings bekomme ich hier, in Mails oder in den Slowcooker-Fangruppen bei Facebook immer öfter Fragen zu angeblich richtigen oder falschen Temperaturwerten beim Langsamkochen. Weiter lesen

Braucht man das? Der Slowcooker-Liner

Braucht man das?“ ist eine neue Serie, die ich in lockerer Form hier veröffentlichen möchte. Dabei stelle ich Geräte, Zubehör, Rezepthefte, Rezepte und was-auch-immer-vor, das mir unter die Augen kommt und etwas mit dem Slowcooker zu tun hat.

Slowcooker Liner

Was ist das?

„Slowcooker Liner“ sind spezielle Plastikbeutel, mit denen man den Keramik-Innentopf des Slowcookers auslegen kann. Sie sind für den Einmalgebrauch bestimmt (man wirft sie also nach dem Kochen weg). Laut Packungsbeschreibung ist das Material für Temperaturen bis zu 175 Grad geeignet, aber nicht für den Gebrauch in einem normalen Backofen. Man kann Lebensmitteln in den Beuteln im Kühlschrank lagern und sie dann direkt in den Slowcooker legen. Erklärtes Ziel: Der Keramikbehälter bleibt sauber, es sind später keine Speisereste oder Verkrustungen zu entfernen. Weiter lesen

Honey Garlic Chicken bei tasty: Video-Wunsch & Wirklichkeit

Honig-Knoblauch Huhn fertig

Ich gestehe: Ich bin ein Tasty-Junkie und finde diese knackig-kurzen Rezeptvideos echt klasse. Sogar so gut, dass ich selbst schon Rezepte als „Slowcooker Quickie“ verfilmt habe, äh, habe verfilmen lassen. Manch Rezeptideen finde ich großartig und das Ergebnis war ebenso –  siehe Mozzarella-Hackbällchen in Tomatensauce.  Andere musste man für meinen Geschmack/Kochphilosophie erst einmal um Fertigsaucen, Konservendosen und Würzmixe bereinigen (siehe Taco-Casserole) und in die dritte Kategorie fallen die nicht umsetzbaren/nicht essbaren/fehlerhaften. Weiter lesen

Langsamkochen bei Westwing und Glamour

glamour1/2016

„Crockpots sind die neuen It-Bags“ befindet Glamour in der Ausgabe 1/2016, in der die Redaktion die neuen Trends zu prophezeien versucht. Ein schnödes Küchengerät zwischen all den neuen und hippen Mustern, Farben, Schminkstilen, Urlaubszielen? Naja, nicht ganz! Im Foto präsentiert wird natürlich nicht der hausbackene 25-Euro-Kocher, sondern selbstredend der mattsilberne Multikocher von KitchenAid, der zehnmal soviel kostet (und mich bekanntlich nicht vom Hocker gehauen hat). Aber immerhin: Der Miniartikel lenkt Aufmerksamkeit auf das Kochen, für das man nicht in der Küche stehen muss!

Westwing Genussguide Foodilicious

Und noch ein weiteres Magazin präsentiert den Slowcooker: Foodilicious, der Genuss-Guide von Online-Einrichtungshaus Westwing, stellt das Gerät, mich und das Rezept Bacon Bombs hier vor. Genau wie Glamour hat auch Foodilicious nach aktuellen Foodtrends Ausschau gehalten – und Infinite Food (immer verfügbar), Spiritual Food (Essen als neue Religion), Fast Good (hochwertiges fast Food), Paleo-Ernährung und barrierefreies Essen ausgemacht. Die dazu passenden Rezepte gibt es natürlich auch!

+++BESSERWISSERMODUS AN: Ich habe ja immer gesagt, dass das Thema Langsamkochen einfach nur noch nicht richtig entdeckt wurde 🙂 BESSERWISSERMODUS AUS+++

Gar nicht fabelhaft: Fab.de

fabKüchengedöns jeglicher Art ist meine Achillesferse. Schönes Besteck, witziges Geschirr, originelle Sets, Läufer, Vasen – you name it, I want it. Das macht mich zur idealen Zielperson (oder auch Opfer) für Shoppingclubs wie Westwing (eher gediegen & edel) oder Fab (jünger & trendig), die einem allmorgendlich Geschirr- und Deko-Schnäppchen unter die Nase reiben. 70 Prozent reduziert! Restposten! Halber Preis! Sonderauflage! Buy 2, get 3! Trendfarben! Limitiert!

Bei beiden ärgert mich allerdings, dass die Produktpräsentation fast immer unter der stylischen Reduktion leidet: Schon mal versucht, weißes Porzellan zu beurteilen, wenn man pro Artikel gerade mal eine Draufsicht bekommt (siehe unten)? Ist das jetzt dünn oder dick, mit gewölbtem oder glattem Rand? Ist es glänzend, matt, strukturiert? Da wird der Einkauf zum Glücksspiel – zum misslungenen, wie im Falle meines Premierenkaufes bei Fab.

Weißes Porzellan

Im Überschwang der Gefühle hatte ich dort das schlichte, weiße Porzellan, das zu meinem neuen Küchenstandard werden sollte, gleich für 12 Personen bestellt.  Als es nach fast drei Wochen (eher schnell für solche Clubs, die erst Bestellungen sammeln, bevor sie ordern) eintraf, stellte mir mein freundlicher DHL-Postbote eine einzige, dafür aber 27 Kilo schwere Kiste in die Garage. Als ich die endlich in die Wohnung gehievt und ausgepackt hatte, kam die Ernüchterung: Das schlichte, weiße Porzellan war – beige. Alle fünf bestellten Sets. Nein, nicht gebrochen weiß, nicht creme, sondern beige. Mochte ich nicht, wollte ich nicht, musste ich also zurückschicken, obwohl mich der Gedanke grauste, die Monsterbox zur Post schaffen zu müssen.

Doch halt – so weit sind wir noch nicht. Zunächst suchte ich nämlich auf der Bestellseite bei Fab vergeblich nach einem Link „Zurücksenden“ oder Hinweisen, wie man vorgehen muss. Nach nur zehn Minuten Warteschleife in der Fab-Servicehotline geriet ich jedoch an einen freundlichen jungen Herrn, der sich auch nicht erklären konnte, wieso der Umtauschen-Button ausgerechnet in meinem Konto fehlte. Immerhin schickte er mir prompt einen Retourenschein. Den klebte ich aufs Geschirrpaket, packte das und eine Sackkarre ins Auto (übrigens: Ich fahre Polo und musste für die Box die Rückbank umklappen). Vor der Postfiliale hievte ich mit Hilfe eines netten Passanten das Paket aus dem Kofferraum auf die Sackkarre, um es in die Filiale zu rollen und aufzugeben.

Und nun passierte – nichts. Auf meine Nachfrage nach zehn Tagen, ob die Retoure eingetroffen sei und ob man für eine Rückzahlung meine Kontonummer benötige, meldete sich der Fab Support mit dem wohlmeinenden Hinweis: „Möchtest du alle Artikel zurückschicken? Selbstverständlich kannst du dies kostenlos tun. Dazu gehe bitte in dein Fab-Konto unter „Meine Bestellungen“ und…“ Der hippe „Crackerjack“  (so nennen sich da die Support-Mitarbeiter) hatte nicht mal den ersten Satz meiner Mail zu Ende gelesen…

Also noch eine Mail. Und diesmal kam eine weniger hippe, aber dafür ordentliche Antwort:  „Wir prüfen, ob die Retoure im Lager ist und werden den Betrag schnellstmöglich erstatten.“ Hey, schnellstmöglich war dann wirklich schnell: Schon am nächsten Tag kam die Bestätigung über die Rückerstattung, über… ähem, über drei Sets, wo ich doch fünf Geschirr-Packungen bestellt und sämtliche wieder zurück geschickt hatte. Also noch eine Mail – und bislang keine Antwort.  Ich warte – übrigens auch auf die nächste Geschirrlieferung von der Konkurrenz, von der ich hoffe, dass schlicht und weiß dort tatsächlich schlicht und weiß ist 🙂

Nachtrag: Zwei Mails, zwei Hotline-Anrufe und zwei Tage später habe ich jetzt auch den restlichen Betrag zurückerstattet bekommen…

Köln: Adressen für Deko-Süchtige und Foodblogger

Köln - Foto von Isabell RaschkeMein letzter Köln-Trip (anno 2006 zur Photokina) endete in Düsseldorf. Nach stressiger Messe, gefrustet von -zig Umleitungen in der Altstadt und hoffnungslos überfüllten Parkhäusern drehten wir kurzerhand ab und erholten uns stattdessen beim nördlichen Rivalen. Seitdem habe ich die Domstadt auch nicht mehr angesteuert – bis gestern. Und nun bereue ich meine lange Abwesenheit, denn so eine Fülle interessanter Shops für Gourmets und Foodblogger habe ich auf kleinem Raum (alles innerhalb von zwei Stunden zu erlaufen!) noch nirgendwo entdeckt…

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Das Gruselkabinett der Food-Fotografie

Durch Petras herrlichen Artikel über die Hitliste der schrägsten Gerichte fiel es mir wieder ein: Da gab’s doch diese fantastische US-Webseite mit unsäglichen Food-Fotos vergangener Jahrzehnte? Eine Google-Suche brachte sie zutage: Lilek’s Gallery of Regrettable Food.  Unfassbar, was Kochbuchverlage und Rezeptschreiber damals für appetitanregend hielten – Gelatinekreationen aus Dosengemüse und Tomatensuppe, Schinken in 7-Up-Marinade, aufrecht in Kartoffelpü platzierte Knackwürstchen, Barbecue-Burger mit Kondensmilch. Schon die Bilder lassen einen wohlig schaudern, wer die englischen Begleittexte von Autor James Lileks versteht, kommt vor Lachen kaum noch zum Luftholen: „Da sind Sie jetzt die ganze Nacht aufgeblieben, um die Schweinehoden mit diesem hübschen Riffelmuster zu versehen und niemand wollte sie essen. Und auch der Dip aus Hirnmasse, Blut und Käse fand keine Abnehmer…“ Übrigens auch empfehlenswert: Lilek’s „Interior Desecrations“ – Einrichtungsentweihungen der 60er Jahre.

Linktipp: Mila’s daydreams – wie süüüüß

Meine Kinder sind (glücklicherweise!) inzwischen 18 und 16 Jahre alt und den Zeiten, als sie noch Babies waren, trauere ich nicht wirklich hinterher. Pampers und Nucki mitschleppen, Fütterungs-Stundenplan im Kopf behalten, Schlafliedlichen singen – gut, dass ich dass nicht mehr muss. Obwohl: Wenn sie dann mal eingeschlafen waren, sahen sie so friedlich und herzerwärmend aus – wenn auch nicht so einfallsreich gebettet wie die kleine Mila auf dieser Webseite. Während Baby schläft, arrangiert Milas Mama kunstvolle Traumwelten aus Stoff und Haushaltsgegenständen um sie herum. Das Ergebnis ist sowas von niedlich – und ich überlege mir gerade, wie das aussehen würde, wenn ich den „Großen“ in seinem After-Party-Tiefschlaf etwas dekorieren würde 😉

Linktipp: www.abgespeist.de

abgespeistDanke für den Tipp, Isa: www.abgespeist.de kannte ich bislang noch nicht, ist jetzt aber (wie es neudeutsch so schön heisst) gebookmarkt. In trendiger Werbeoptik, garniert mit den passenden Slogans („Jetzt neu – mit verschlechterter Rezeptur“, „Außen Bio – innen Schwindel!“) stellt FoodWatch Mogelpackungen bloß und entlarvt Werbelügen auf Lebensmitteln: „Vitamine“ in Bonbons, „Edelkakao“ im Fertigpudding, Wellness-Drinks ohne Wellness und joghurt-schwere Schokolade. Per Mausklick lassen sich Protestbriefe an die jeweiligen Unternehmen verschicken.