Durch Petras herrlichen Artikel über die Hitliste der schrägsten Gerichte fiel es mir wieder ein: Da gab’s doch diese fantastische US-Webseite mit unsäglichen Food-Fotos vergangener Jahrzehnte? Eine Google-Suche brachte sie zutage: Lilek’s Gallery of Regrettable Food. Unfassbar, was Kochbuchverlage und Rezeptschreiber damals für appetitanregend hielten – Gelatinekreationen aus Dosengemüse und Tomatensuppe, Schinken in 7-Up-Marinade, aufrecht in Kartoffelpü platzierte Knackwürstchen, Barbecue-Burger mit Kondensmilch. Schon die Bilder lassen einen wohlig schaudern, wer die englischen Begleittexte von Autor James Lileks versteht, kommt vor Lachen kaum noch zum Luftholen: “Da sind Sie jetzt die ganze Nacht aufgeblieben, um die Schweinehoden mit diesem hübschen Riffelmuster zu versehen und niemand wollte sie essen. Und auch der Dip aus Hirnmasse, Blut und Käse fand keine Abnehmer…” Übrigens auch empfehlenswert: Lilek’s “Interior Desecrations” – Einrichtungsentweihungen der 60er Jahre.
Meine Kinder sind (glücklicherweise!) inzwischen 18 und 16 Jahre alt und den Zeiten, als sie noch Babies waren, trauere ich nicht wirklich hinterher. Pampers und Nucki mitschleppen, Fütterungs-Stundenplan im Kopf behalten, Schlafliedlichen singen – gut, dass ich dass nicht mehr muss. Obwohl: Wenn sie dann mal eingeschlafen waren, sahen sie so friedlich und herzerwärmend aus – wenn auch nicht so einfallsreich gebettet wie die kleine Mila auf dieser Webseite. Während Baby schläft, arrangiert Milas Mama kunstvolle Traumwelten aus Stoff und Haushaltsgegenständen um sie herum. Das Ergebnis ist sowas von niedlich – und ich überlege mir gerade, wie das aussehen würde, wenn ich den “Großen” in seinem After-Party-Tiefschlaf etwas dekorieren würde
Kategorie : Fundstücke
Danke für den Tipp, Isa: www.abgespeist.de kannte ich bislang noch nicht, ist jetzt aber (wie es neudeutsch so schön heisst) gebookmarkt. In trendiger Werbeoptik, garniert mit den passenden Slogans (“Jetzt neu – mit verschlechterter Rezeptur”, “Außen Bio – innen Schwindel!”) stellt FoodWatch Mogelpackungen bloß und entlarvt Werbelügen auf Lebensmitteln: “Vitamine” in Bonbons, “Edelkakao” im Fertigpudding, Wellness-Drinks ohne Wellness und joghurt-schwere Schokolade. Per Mausklick lassen sich Protestbriefe an die jeweiligen Unternehmen verschicken.
Adobe Photoshop kann fast alles – sogar Kekse backen! Den Beweis liefert das Video von Lait Noir (gefunden via Schlauer Backen): Cut + Paste mit Kuchenteig, “make new layer” auf dem Kuchenblech, Gradationskurven für die richtge Bräunung, witzige Idee
Adobe Photoshop Cook from Lait Noir on Vimeo.
Die zwei Tage Barcelona im Sommer waren sozusagen das Tapa – nun folgte der Hauptgang, vier weitere Tage in der katalanischen Metropole. Dank eines Billigfluges und eines günstigen, aber höchst stylischen B&B (Casa Billy, Foto links) hatten meine Freundin Martina und ich noch genügend Taschengeld, um Boutiquen in den Stadtvierteln Barri Gòtic, Raval und El Borne zu durchstöbern und Halt zu machen in netten Bars und Konditoreien. Dass es jederzeit und fast überall Häppchen zu essen gibt, fanden wir großartig: So konnten wir immer wieder unsere pflastermüden Füße ausruhen. Wahlweise gab’s dann Cafe con leche mit süßem Gebäck oder einen Cava mit einer Auswahl von Pintxos. Weiter lesen
Ich hab’s auch gerade erst erfahren, sonst hätte ich es schon eher bekannt gegeben: Morphy Richards verlost heute einen digitalen Slowcooker (Fassungsvermögen 6,5 l) im Wert von € 69. Die Teilnahme ist denkbar einfach: Einfach eine Mail an morphyrichards@glendimplex.de mit dem Text “Ich will” senden. Also nichts wie ran an die Tasten und sofort schreiben! Sorry, die Aktion ist definitiv abgelaufen, bitte keine Mails mehr schicken! Glückliche Gewinnerin des Slowcookers ist übrigens Eva, nun haben wir haben also demnächst noch eine Bloggerin, die Crocky-Rezepte austüfelt
Wer hat’s erfunden? Ein Schweizer natürlich! Robert von Lamiacucina (hier selbst im Bild) hat in seinem kulinarischen Gruselkabinett bislang genau 50 zum Schaudern schön-schröckliche Figuren vorgestellt. Allesamt sehr gute Beispiele dafür, wie man Appetit verhindert statt erzeugt, Gäste vertreibt statt einlädt. In genau diese Kategorie würde ich auch den Gartenzwerg einordnen, der im Intratuin Duiven bei Arnheim auf Käufer wartet und wartet und wartet und wartet… Oder würden Sie sich – selbst wenn Sie Metzger von Beruf wären – so einen Schrat mit blutbefleckten Händen in den Vorgarten stellen? Man beachte die anatomisch unkorrekte Darstellung des halbierten Schweineschädels und den glasigen Blick des Zwergs. Hmm, dabei steht er doch im Gartencenter und nicht im Koffieshop! PS: Danke für’s Foto, Isabell!
Was war zuerst da – die Henne oder das Ei? Der Crockpot oder der Stuplich-Topf? Dank Leser Peter habe ich die Webseite des Koblenzer Stuplich-Vertriebes sowie den Stuplich-Topf entdeckt. Ohne einen je live gesehen zu haben, würde ich behaupten, der funktioniert wie ein Crocky bzw. der Crocky wie ein Stuplich-Topf: Keramikeinsatz in elektrisch beheizter Hülle, dicht schließender Deckel. Was die beiden unterscheidet, ist der Preis – 50 Euro gegenüber 200 Euro. Vielleicht lässt sich das ja durch die Herstellung in Deutschland rechtfertigen oder zumindest durch die mitglieferten Ernährungsinformationen
Dass MartinThomas zwei statt eines Slowcookers besitzt, ist eine längere Geschichte. Jedenfalls reicht ihm einer für seinen Haushalt aus und so gibt er den zweiten kostenlos ab – schließlich hat er ihn ja auch gratis als Nach-Weihnachtsgeschenk von Morphy Richards erhalten. Die Devise lautet also Slow-Cooker zu verschenken – wer interessiert ist, findet auf Balus Homepage die völlig unkomplizierten Teilnahmebedingungen. Tolle Idee, Thomas!
Dank Isabell gerade gefunden: Toxel.com » 27 Beautiful and Creative Cake Designs. Und ich dachte schon, Jutta scheut keinen Aufwand für einen spektakulären Kuchen – aber die hier toppen alles. Mini-Mac, Gitarre, Spielkonsole, Lego-Roboter, Turnschuhe – alles aus Teig, viel Zuckerguss und noch mehr Buttercreme.
Does my blog look good in this – steht das meinem Blog? Klar, so ein DMBLGIT-Banner steht wohl jedem Foodblog, selbst wenn es in diesem Fall nicht Auszeichnung, sondern nur Dekoration ist
Zorra hat mich nämlich eingeladen, gemeinsam mit ihr, Lorraine, Robert und Shari die Jury für die Januar-Ausgabe des bekannten Food-Foto-Wettbewerbes zu bilden. Ich bereite mich innerlich schon darauf vor, beim Sichten der Bilder diverse Heißhungerattacken zu erleiden, so “droolworthy” (appetitanregend) sind die eingereichten Bilder üblicherweise!
Wer den Wettbewerb noch nicht kennt, die Details finden sich hier und unten in Kurzform:
- Jeder Teilnemer darf ein Bild mit dem Thema Essen, Getränke, Lebensmittel einreichen. Es muss im Dezember 08 erschienen sein.
- Das Foto muss vom Teilnehmer selbst stammen und unbeschriftet sein (ein Copyrightvermerk ist in Ordnung).
- Die verlangte Bildbreite ist 500 Pixel, die Höhe spielt keine Rolle.
- Meldungen bis zum 20. Januar an die Mailadresse judgemypic(at)gmail.co
In den Seitenleisten anderer Food-Blogs stößt man manchmal auf echte Linkperlen: Bei ihr habe ich FoodBuzz entdeckt, bei ihr das Banner für Click. Bei diesem Event geht es nicht darum, Rezepte zu einem bestimmten Thema einzureichen, sondern Foodfotos. Die dürfen auch ruhig schon älter sein oder noch gar nicht veröffentlicht oder aus einer Nicht-Profi-Küche oder von einem Nicht-Profi-Fotografen: Hauptsache, sie treffen das Thema und wirken appetitanregend! Obwohl ich meine Fotos meist nicht sonderlich gut finde (einige Glückstreffer ausgenommen), ist mir zum aktuellen September-Thema “crusts” das Foto der Sweet Vanilla Challah eingefallen. Die schmeckt übrigens noch besser aus sie aussieht! Wer mal bei Click reinschauen möchte: Hier werden bisherige und neue Themen aufgelistet, hier stehen die schönsten Fotos der letzten Events.




