Kochbuchpräsentation in „Freddy Leck seine Waschküche“

Freddy Leck sein Waschsalon

Ja, das sind die Momente im Leben, wo man merkt, dass man auf dem Dorf so einiges verpasst:  Die Stiftung Warentest hat zur Kochbuchpräsentation nach Berlin geladen und statt fand das Ganze in „Freddy Leck sein Waschsalon“ in Berlin-Moabit. Bei uns in Westfalen gibt es keine Waschsalons (da hat man selbst eine Maschine oder bringt die Wäsche zur Mama, die üblicherweise drei Straßen weiter wohnt) und schon gar keine im kultigen 60er Jahre Ambiente mit  großgemusterten Tapeten und reichlich Nippes. Nebendran befindet sich praktischerweise die ebenso dekorierte „Waschküche„, in der  Guido Vinci für uns Gäste einen italienisches Gourmet-Dinner kochte.

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Oops, ausverkauft: 52 Wochen – 52 Suppen

Man sollte öfter in seinen Abstellraum schauen und dort vor allem die funzelige Energiesparlampe gegen eine gute alte 75-W-Glühbirne tauschen. Die ist nämlich sofort hell und nicht erst nach fünfminütiger Vorheizphase. Dann hätte man auch gewusst, dass sich in dem Karton in der Ecke keineswegs noch 50 Suppenkochbücher befinden, sondern schnödes Paketfüllmaterial, sprich Papierschnippsel. Das Kochbuch „52 Wochen – 52 Suppen“ ist also RESTLOS AUSVERKAUFT – soll ich mich nun freuen oder nicht? Einerseits habe ich die gedruckten Exemplare viel schneller verkauft als kalkuliert, andererseits habe ich genau jetzt (Weihnachtsgeschäft, Haare rauf…) nicht ein einziges Exemplar mehr. Und bis ich welche nachgedruckt bekomme, werden sicherlich zwei bis drei Wochen vergehen. Weiter lesen

52 Wochen – 52 Suppen: Das Wallpaper zum Buch

Als „Appetithappen“ und zur Überbrückung der Wartezeit auf das neue Slowcooker-Grundkochbuch  habe ich kurzerhand das Cover meines Suppenkochbuches (siehe hier) zu einem Desktopmotiv umgewandelt. Um Ihren Computerbildschirm damit kostenlos zu schmücken, gehen Sie folgendermaßen vor: Klicken Sie das Format an, das Sie benötigen, damit sich das Motiv in einem neuen Fenster oder neuem Tab Ihres Browsers öffnet. Dort wiederum klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Grafik und wählen Sie “Als Hintergrundbild einrichten” – fertig!

Ansonsten liegen wir „in den letzten Zügen“ für das neue Grundkochbuch „Langsam kocht besser“. Ich hoffe, dass die Layoutarbeiten in dieser Woche abgeschlossen werden und dass wir nach einer letzten Korrekturphase das Druck-PDF schreiben. Wenn dann die Druckerei mitspielt, kann das Buch in drei Wochen verkauft werden, freu…

Nachgebacken: Kokos-Cupcakes mit Mango-Buttercreme

Kokos-CupcakesNachdem die Muffinwelle etwas abflaut, entwickeln sich Cupcakes zum Backtrend, der aus den USA zu uns herüber schwappt. Das erste deutschsprachige Cupcake-Buch hat Katharina Saheicha (schreibt auch unter cupcakes-cupcakes.de) bereits 2009 veröffentlicht, jetzt gibt es den Nachfolger – Cupcakes: Für die schönsten Feste des Jahres, das mir zur Rezension zur Verfügung gestellt wurde. In dem Band finden sich 60 Rezeptvariationen für die hübschen Küchlein zu „klassischen“ Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit oder Weihnachten, aber auch zur Babyparty, zu Halloween oder zum Christopher Street Day. Der Kuchenpart ist mir persönlich zu häufig schokoladig (ich mag lieber Mandeln, Nüsse, Obst, Liköre), aber die Teigmenge passte bei den von mir getesteten Rezepten genau für 12 Muffinförmchen (keine Selbstverständlichkeit bei Muffinrezepten!) und die Küchlein gingen wunderbar auf. Die vorgeschlagenen Frostings fand ich sehr lecker, nicht übersüß – allerdings war mir die Menge zu reichlich. Ich habe jeweils die Hälfte Aufstrich zubereitet, das reichte auch noch für ein Frosting-Wölkchen, wenn auch keine us-typische Mega-Wolke. Layout und Schriften des Buches fand ich sehr sympathisch und übersichtlich, nur die Fotos scheinen mir von zwei verschiedenen Quellen zu stammen: Einmal ausdekoriert und professionell, einige wenige eher lieblos auf unpassendem Hintergrund mit wenig appetitlichem Gesamteindruck. Trotzdem – die Rezepte sind den Kaufpreis allemale wert. Weiter lesen

Jamie Olivers „Chicken on Chickpeas“

Kichererbsen mit HuhnDiesen Kichererbsentopf listet Jamie Oliver in seinem Amerika-Kochbuch im Abschnitt Los Angeles.  Wieso er das tut, ist mir allerdings schleierhaft – das Gericht hat nordafrikanische und Latino-Einschläge, aber wird es dadurch zu amerikanischer/kalifornischer Küche? Auch der knappe Einleitungstext gibt keinerlei Hinweise, wieso es im Kochbuch gelandet ist: „Dieser Kichererbseneintopf mit Huhn lässt selbst erklärte Gegner der Hülsenfrüchte schwach werden.“ Damit hat Jamie allerdings recht: Selbst mein Mann mochte ihn und hat nicht einmal gemerkt, wieviel Knoblauch enthalten war. Das Vorab-Garen der Zehen macht das Aroma wirklich viel milder.

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Jamies Amerika: Killer Mac’n’Cheese

Jamies AmerikaWas Kochbücher angeht, so kaufe ich lieber Standardwerke wie das oder das hier statt Rezeptkollektionen von Promis mit oft kurzer Halbwertszeit und manchmal geringem Nutzwert. Aber wenn Jamie Oliver über Amerika schreibt, komme ich selbstredend daran nicht vorbei – schließlich ist die US-Küche meine erste kulinarische Liebe, ich konnte eher Brownies als Bisquitboden backen! Ich habe also bestellt – und es nicht bereut: Schon beim ersten Durchblättern haben mich die wunderschönen atmosphärischen Fotos und die sympathischen Begleittexte zu Regionen (New York, Louisiana, Arizona, Los Angeles, Georgia, Wildwest) und Rezepten begeistert. Jamie selbst hat sich für meinen Geschmack zu oft im Bild platziert – typisch Promi-Kochbuch eben. Aber das Layout ist frisch und übersichtlich, Schriften und Farben symbolisieren mit viel Rot und Blau förmlich „USA“.

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1000 Recipes to try before you die: Eine Lebensaufgabe…

1000 RezepteFast zweieinhalb Kilo schwer und 2048 Seiten stark: 1000 recipes to try before you die (trotz des Titels mit deutschem Inhalt) ist definitiv das massigste Kochbuch, das bei mir im Regal steht. Beziehungsweise es liegt auf dem Wohnzimmertisch und ich habe es nach vielen Abenden Durchblättern schon mit reichlich „Fähnchen“ bei Rezepten versehen, die ich gerne nachkochen möchte. Schon komisch, wenn sich das verlockend klingende Bohnen-Reis-Gericht aus Costa Rica auf Seite 1728 wiederfindet – solche Seitenzahlen ist man sonst nur von Meyers Konversationslexikon gewohnt! Masse bietet der Band also reichlich – aber angesichts des doch sehr günstigen Preises von 20 Euro auch Klasse? Weiter lesen

Urlaubs-Mitbringsel: Applesauce Coffee Cake

Neben zwei Pfund zusätzlich auf den Hüften (sein Urlaubsland muss man sich schließlich auch er-essen!) gehört üblicherweise ein Kochbuch zu meinen Reisemitbringseln. Diesmal ist es das „The Martha Stewart Living Cookbook: The New Classics“, 672 Seiten stark und – bis auf eine kurze Introsektion mit Food-Fotos – unbebildert. So hat die erstaunliche Zahl von 1200 Rezepten darin Platz. Das sind alles Gerichte, die seit dem Jahre 2000 im Living-Magazin der (allzu) geschäftstüchtigen Über-Hausfrau Martha Stewart erschienen sind. „New Classics“ trifft es: Amerikanische Standards wie Meatloaf, Sandwich, Pies werden in Richtung Asien oder Italien aufgepeppt. In den Zutatenlisten finden sich also reichlich Pak Choi, Sojasauce, Pesto, Balsamico, Rucola. Sehr verlockend lasen sich die Wrap-Rezepte, von denen ich den arabisch gewürzten „Roasted Eggplant, Zucchini and Chickpea Wrap“ bereits ausprobiert, aber nicht fotografiert habe. Er schmeckte großartig, aber das Wrap-Brot bröselte so unansehnlich 😉 Als erste Kostprobe gibt’s hier stattdessen den Applesauce-Coffee-Cake, für den ich mich entschieden habe, weil ich dringend noch etwas Apfelmus aufbrauchen musste…

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Secret Cupcakes – geheimnisvolle Schokoküchlein

chocmayo_kl.jpgDen sehr kitschig anmutenden Namen habe ich diesen lockeren Schokoteilchen mit Bedacht verpasst. Im Original heißen sie nämlich Schokoladen-Mayonaise-Cupcakes und das ist eine Bezeichnung, die die meisten wohl sehr abschreckend finden. Auch ich habe erst eine ganze Reihe anderer Rezepte aus Cynthia Barcomi’s Backbuch nachgebacken, bevor mich das hinreißende Foto zu diesen Törtchen doch noch verleitet hat, das Experiment zu wagen. Mayo im Kuchen? Das ist übrigens gar nicht so abwegig, wie es klingt, denn gute Majonaise besteht schließlich aus kaum mehr als Öl und Eigelb. Die schlichte, vollfette sollte es für dieses Rezept allerdings schon sein, keine Salatcreme, keine Remoulade, keine mediterrane Variante mit Olivenöl und schon gar nicht – Gott bewahre! – Aioli :-) Die Schokoteilchen werden sehr schön locker und schmecken gar nicht nach Mayo. Das Frosting aus saurer Sahne und weißer Schokolade gefiel mir ausgesprochen gut, es ist cremig und (sehr unamerikanisch!) nicht zu süß.

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Blogvent XXX – Ingwer: Hähnchenwürfel mit warmer Ingwersauce

ingwer_kl.jpgIngwer mag man – oder man mag ihn nicht. Ich mag ihn nicht und leider hat mich auch Sarah Wieners Rezept „Hähnchenwürfel mit warmer Ingwersauce“ nicht vom Gegenteil überzeugen können. Der Geflügelpart war lecker und ausgesprochen kindgerecht (quasi eine Hausmacher-Version von McD Nuggets), die Sauce fand ich grässlich! Als Hauch in fernöstlichen Gerichten schmeckt mir Ingwer noch, aber wenn er so prominent daher kommt wie hier, dann endgültig nicht mehr. Mein Beitrag für das Blogevent XXX – Ingwer, diesmal ausgerichtet von Kochschlampe, bekommt also von mir selbst die Note „Sechs, setzen, Thema verfehlt“. Denn ich habe die Sauce weggeschüttet und stattdessen unsere bewährte süß-saure zubereitet :-)

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