Thai-Menü für 12: “Bitte nicht so scharf”…

Der Tisch - mit OrchideendekoBis Ende April litt ich unter einem Luxusproblem: Ich hatte zwei Jobs, die mir wirklich viel Spaß machten – einmal eine angestellte Tätigkeit als Content Managerin und PR-Frau bei einem mittelständischen Familienunternehmen, zum anderen meine Selbständigkeit als Blog- und Buchautorin. Weil sich letzteres so wunderbar entwickelte, machten mir allerdings die Arbeitszeiten keinen Spaß mehr: 25 Stunden pro Woche “außer Haus” und dann nochmal 20, 30 oder sogar 40 im “Home Office”? Nein, das funktioniert auf die Dauer nicht. Schweren Herzens nahm ich also Abschied von meinen Kollegen. Nachdem die sich dankenswerterweise in den vergangenen vier Jahren häufig auch als Kuchen- oder Slowcooker-Kreationen-Testesser zur Verfügung gestellt hatten, mussten sie ein letztes Mal als Versuchskaninchen herhalten: Es gab Thai-Küche, angelehnt an das Rezeptheftchen der Thai Charm Cooking School, wo ich während meines Asienurlaubs einen Kochkurs absolviert hatte. Was Kochlehrer Haeng dort als “Schärfe für Babies” titulierte, reicht in Deutschland vermutlich für ein ganzen Saal voller Erwachsener – ich war also vorsichtig mit den Chilies. Trotzdem war’s noch ganz schön scharf, aber offenbar nicht so scharf, dass kein Nachschlag genommen wurde. Letztendlich waren sämtliche Schüsseln leer und meine Mutter hätte  kommentiert: “Tja, wäre mehr da gewesen, wär auch mehr gegessen worden!” Weiter lesen

Nachlese: Das Weihnachtsmenü 2014 in Bildern

http://www.chefkoch.de/rezepte/1540431260282175/Joghurt-Bombe.html

“Wir nehmen nächstes Jahr wieder einen!” Im Überschwang der Gefühle, endlich einen freilaufenden XXL-Truthahn als Weihnachtsbraten ergattert zu haben, hatte ich im Dezember 2013 dem Biobauern gleich für 2014 zugesagt. Das war, bevor ich wusste, was es mit sich bringt, einen Riesenvogel zuzubereiten. Nun, aus der Nummer kam ich nicht mehr raus – also gab es in diesem Jahr wieder Truthahn, zur Freude der Mitesser, für mich mit den bereits geschilderten logistischen Herausforderungen. Die erheblichste: An einem Feiertag um sechs (!) Uhr aufstehen, damit der Vogel um sieben in den Ofen wandern konnte. Die Ära XXL-Pute (diesmal hatte sie 12 Kilo) findet damit definitiv ihren Abschluss. Im nächsten Jahr gibt’s was handlicheres – Medaillons vom Schwein,  Shrimps auf Pasta, Zürcher Geschnetzeltes. Hauptsache, die Garzeit überschreitet keine 15 Minuten :-)

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Ostermenü mit Bärlauch, Spargel und Erdbeeren

Ostermenü 2014

Das Familien-Ostermenü (im Prinzip der größte gemeinsame Teiler von 12 Essern, wie hier schon beschrieben) orientierte sich diesmal extrem am Angebot des örtlichen Direktvermarkters. Weil die “Spargelbude” außer dem dem Bleichgemüse auch noch herrliche Erdbeeren, Rhabarber und Kräuter im Angebot hatte, gab es ein Bärlauchsüppchen, bei Niedertemperatur gegartes Schweinefilet mit Kräuterkruste und als Dessert Rhabarber-Erdbeer-Crumble mit Vanilleeis.

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Weihnachtsmenü 2013 – auf us-amerikanisch

Tischdeko 2013“Bigger is better” lautete das inoffizielle Motto des Weihnachtsmenüs 2013. Jeder andere Slogan verbot sich angesichts des 14,4-kg schweren Truthahns, der den spektakulären Mittelpunkt des Familien-Festessens bildete. Spektakulär waren auch die logistischen und zeitlichen Herausforderungen, die der Riesenvogel mit sich brachte.  Ich würde daher zu wirklich gründlicher Überlegung raten, bevor Sie in Betracht ziehen, so ein Monster zuzubereiten! (direkt zur Menüfolge) Weiter lesen

Herbstmenü mit Zwiebelkuchen, die achte…

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Kaum zu glauben: Ich habe gerade festgestellt, dass es den Crockyblog inzwischen bereits im achten Jahr gibt und dass ich seitdem jedes Jahr ein Spargel-, ein Weihnachtsmenü und ein Herbstessen mit Zwiebelkuchen gebloggt habe. Letzteres wurde in diesem Jahr sogar zweimal zubereitet: Einmal für meine Stammtisch-Frauen, einmal für meine “Urlaubsfreundinnen”.  Aus Zeitmangel gab es allerdings keine drei Gänge (seitdem ich nicht mehr freiberuflich, sondern angestellt arbeite, ist es schwerer,  sich viel Zeit fürs Kochen freizuschaufeln), sondern nur zwei – es hat sich aber niemand beschwert ;-) Weiter lesen

Spargelmenü 2013: Drei Gänge auf die Schnelle

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Wie viele Variationen von Grünspargel, Bleichspargel und Erdbeeren kann man in einem Frühlingsmenü eigentlich unterbringen? Eine ganze Menge ;-)  Seit 2007 dokumentiere ich auf diesem Blog das alljährliche Spargelmenü für meinen Frauen-Stammtisch und jedes Jahr auf’s Neue gab es die rot-weiß-grüne Kombination. Mal auf italienisch, mal aus dem Repertoire von Starköchen, mal mit asiatischem Einschlag. In diesem Jahr lautete das Motto “Hopplahopp” oder “auf die Schnelle”: Da ich wenig Zeit zum Kochen hatte, gab es vor der traditionellen Kombi Spargel, Kartoffeln& Schinken eine Blitz-Vorspeise. Die Bruschetti mit grünem Spargel und Tomaten habe ich unverändert von der Chefkoch-Webseite zubereitet, allerdings noch einige würzige Parmesanspäne obenauf gegeben. Das Dessert – eine Buttermilchmousse mit Erdbeeren und Minz-Cashew-Pesto – lässt sich ausgesprochen gut schon am Vortag vorbereiten, naja, zumindest der Mousse- und Pesto-Part. Die Erdbeeren habe ich kurz vor dem Servieren gewaschen, geschnitten und mit etwas Orangenlikör und Puderzucker aromatisiert.

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Am Sonntagnachmittag: Cream Tea auf westfälisch

Scones auf der TeetafelSechs ausgewählte süße Häppchen, vier Scones, vier Fingersandwiches, zwei pikante Mini-Muffins – stolze 26 Pfund (pro Person !) haben wir jüngst im noblen Royal Horseguards Hotel in London für den Afternoon Tea gezahlt. Gut, dafür sitzt man mit Blick auf die Themse in edlen Samtsesselchen, die Teekanne ist aus Silber, der Tee aus Himalaya-Hochlagen und die Häppchen-Etagere mit antikem Porzellan bestückt. So edel geht es bei uns zuhause nicht zu –  zur Einstimmung auf das London-Foto-Gucken mussten es westfälische Eichenstühle, das Alt-Luxembourg-Geschirr und Silberlöffelchen tun. Auch die Häppchenauswahl war eingeschränkter, aber dafür die Portionen größer, so dass alle auch tatsächlich satt wurden – was man vom Londoner Tee nicht behaupten konnte. Weiter lesen

Weihnachtsmenü 2012: Vorbereitung ist alles

Weihnachtsmenü 2012“Dass du dir das immer antust”, schüttelt meine Mutter den Kopf.  Ich finde, ich tue mir gar nichts an, wenn ich zu Weihnachten für meine (erweiterte) Familie mit 12 bis 14 Personen ein Festmenü koche. Im Gegenteil, ich finde, ich tue mir etwas Gutes: Ich kann wochenlang in Rezepten stöbern, um für jeden der Mitesser mit seinen spezifischen Vorlieben/Abneigungen (und davon gibt es viele!)  etwas zu finden. Ich kann planen, berechnen, einkaufen, nach Herzenslust vorbereiten, darf mich loben lassen und muss – ganz wichtig – hinterher nicht spülen und aufräumen, denn dafür finden sich immer Helfer. Das eigentliche Zubereiten/Kochen strecke ich über einige Tage, immer mal wieder ein bisschen – wenn sich so vieles vorbereiten lässt, wird der eigentliche Festtag ganz stressfrei. Weiter lesen

Winter-Dessert: Joghurt-Mousse mit Bratapfel-Kompott

Honigmousse

Irgendwie ist es immer dasselbe: Wenn ich eine Speisenfolge plane, fällt mir als erstes das Dessert ein, danach die Hauptspeise und für die Vorspeise oder den Fischgang muss ich üblicherweise 15 Kochbücher wälzen und ähnlich viele Foodblogs besuchen, bis ich das Passende habe. Das anstehende Weihnachtsmenü (wie hier zu lesen eine ziemliche Herausforderung) bildet keine Ausnahme. Rinderfilet Wellington soll es geben und  das Dessert wird diese luftig-cremige Mousse mit aromatischem Apfelkompott. Bleibt noch die Suche nach der Vorspeise… Hat jemand einen Vorschlag? Aber wie gesagt: Keine Krustentiere oder Innereien, nichts blutiges, nichts prominent käsiges, kein Alkohol und Saucen nur separat servieren ;-) Weiter lesen

Geburtstagsbuffet: Orient grüßt Tchibo

Das GeburtstagsbuffetEines meiner Geburtstagsgeschenke in diesem Jahr kam von Tchibo: Ein Überraschungspaket mit Grillpfanne,  Kochmesser, Fingerschutz, Burgerpresse und Gemüse-Backform. Zur aktuellen Themenwelt  “Steak & Burger” wurden einige Foodblogger mit diesem Zubehör bedacht und zu einem Rezeptwettbewerb eingeladen. Steaks & Burger – das müsste doch eigentlich das USA-kulinarisch-Thema sein! Tja, könnte man denken – aber erstens esse ich kaum noch rotes Fleisch, zweitens hatte ich genau zur Blogparade meine Geburtstagsparty anstehen, bei der ich 25 Personen bekochte wollte. Und zwar weder mit Steaks (siehe Punkt 1) noch mit Burgern (die Mottoparty hatten wir schon mal).

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