Hmm, so lange blogge ich schon??? Drei Spargelmenüs habe ich im Crockyblog bereits vorgestellt – naja, eigentlich nur jeweils Vor- und Hauptspeise, denn beim Hauptgang ändert sich nix: Spargel mit Schinken und Hollandaise, dazu neue Kartoffeln. Genauso hätte es auch in diesem Jahr sein sollen, wenn ich nicht zwei Stunden, bevor meine Stammtisch-Frauen eintrafen, festgestellt hätte, dass mein großer Spargeltopf nicht da war – verliehen! Wie also den Spargel kochen? Gar nicht – denn mir kam Ilkas und Ullis Rezept für Spargel in der Folie in den Sinn. Eine ideale Zubereitungsweise für Gäste: Die Herdplatte bleibt frei für anderes und die Portionspäckchen lassen sich wirkungsvoll servieren. Zum Auftakt gab es diesmal Frittata mit Grünspargel auf Rucolasalat, das Dessert bildete die bereits verbloggte Rhabarbermousse.
Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus heisst der Buchtitel, in dem US-Autorin Cris Evett die Unterschiede der Geschlechter im Alltagsleben auf die Schippe nimmt. Ich habe auch ein Beispiel beizutragen: Kochen für viele. Mann fährt ins Pfingstlager und nimmt einen Anhänger voll Technik mit, nämlich einen überdimensionierten Gas-Grill, der schon beim Verladen für Rücken- und Leistenprobleme bei mindestens drei Helfern sorgt. Frau fährt in dasselbe Pfingstlager und packt eine Klappkiste: exotische Gewürze, das Lieblings-Gemüsemesser, die Knoblauchpresse und diverse Backformen. Mann ist für’s Abendessen zuständig und kalkuliert für 30 Personen (darunter 10 unter 18 Jahren) 21 Hähnchen bzw. 15 kg Spießbraten: Ein Pfund Fleisch pro Person darf’s ja wohl sein, oder nicht? Frau plant Abendessen und kauft für 30 Personen 3 Kilo Fleisch (zur Hälfte Hack und Hähnchenbrust) ein, aber 12 Kilo diverser Gemüsesorten. Einig waren sich beide Geschlechter bei der Kalkulation von Fladenbrot (je mehr, desto besser) und darin, dass sowieso alles superlecker schmeckt, nachdem man sich den ganzen Tag bei bestem Wetter am Strand in Renesse getummelt hat. Und wem die Rezeptauswahl des Tapasabends (siehe nächste Seite) zu gemüselastig war, der konnte ja immer noch die vom Vortag übrig gebliebenen Hähnchen verzehren…
Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 | Von: admin
Kategorie : Menüs
Schlagwörter: Birnen, Eis, Rind, Weihnachten
Was ich mir (spätestens!) nächstes Jahr zu Weihnachten wünsche, weiß ich jetzt schon: Einen neuen Backofen. Meiner backt in letzter Zeit bei Heißluft irgendwie ungleichmäßig (oben viel stärker als unten) und dass er keine kostanten 80 Grad Ober- und Unterhitze hält, habe ich gemerkt, als ich heute mittag das “falsche Filet” vom Rind anschnitt: Baaah, nicht gar – und das trotz sechs Stunden im Ofen. Dabei hatte ich sonst immer beste Erfahrungen mit Niedertemperatur gemacht… Lediglich mein Vater erklärte das arg rötliche Fleisch kurzerhand zum Steak und aß es mit großem Apptit – wir anderen 13 mutierten zu Kurzzeit-Vegetariern und hielten uns an Feldsalat, Spargelgratin, Pilzrahm und Herzoginkartoffeln. Glücklicherweise waren Vorspeise und Dessert vollkommen gelungen!
Veröffentlicht am 10. Oktober 2009 | Von: admin
Kategorie : Menüs
Schlagwörter: für Gäste, Herbst, Schokolade, Zwiebeln
Der Hauptgang des alljährlichen Frauenclub-Herbstessens bedarf keines Gedankens: Zwiebelkuchen, was sonst? Das Drumherum erfordert jedoch einige Überlegungen: Eine von uns ist hochgradig allergisch gegen Meeresfrüchte, eine mag keine Ziegen- oder Schafsmilchprodukte essen. Fisch- und viele Käsegerichte fallen daher schon mal weg. Was bleibt, war hier bereits nachzulesen (2006, 2007, 2008) – in diesem Jahr habe ich mich für einen französischen Akzent entschieden: Als ersten Gang gab es eine rustikale Bauernterrine mit Blattsalaten, als Dessert eine zweifarbige Mousse au Chocolate mit einem Kompott aus getrockneten Aprikosen.
Veröffentlicht am 29. Juli 2009 | Von: admin
Schlagwörter: Finger Food, für Gäste, internationale Küche, Sommer
Nachdem wir mit unserem Austauschschüler Carlos aus Ecuador quasi einen eigenen Dolmetscher zur Verfügung haben, stand das Ziel des Sommerurlaubes schnell fest. Spanien! Am Freitag geht es ab nach Barcelona und zur Costa Dorada, wo Kultur (Mutter), Shoppen (Tochter), Fußball (Söhne & Mann) sowie Faulenzen & Strandleben (alle) geplant sind. Als kulinarische Einstimmung für den Urlaub habe ich eine kleine Tapas-Party veranstaltet. Lecker war’s, gemütlich war’s – und bleibt’s, denn ich verzichte darauf die Rezepte aus Kochblogs & Foodwebseiten nochmals abzutippen, ich verlinke einfach
Was es also alles gab: Oliven, Aioli, Chorizo, Brot, Datteln im Speckmantel, Kartoffel-Tortilla, Meeresfrüchtesalat mit Weißweinessig, Bohnensalat mit Tunfisch, marinierte Gemüse mit Mandeln und Pinchos mit Senf-Honig-Marinade, zum Nachtisch natürlich Flan. Weiter lesen
Bleichspargel, Hollandaise, Kartoffeln, Schinken: Nach so-und-so-vielen Jahren habe ich mit der Tradition gebrochen und meinem Stammtisch beim alljährlichen Spargelmenü das Gemüse mal auf andere Art serviert – nämlich auf italienisch. Das Rezept für den gebratenen Grünspargel mit Pasta und Garnelenspießen ist allerdings auch schon ein persönlicher Klassiker und kommt zur Spargelzeit regelmäßig auf den Tisch, weil’s schnell geht und superlecker ist. Passend zum Hauptgang das Dessert: Eine rosmaringewürzte Limoncello-Creme mit Erdbeeren (Rezept unten). Ebenfalls zur Nachahmung wärmstens empfohlen!
“Amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist wirklich mehr als Hamburger und Hot Dogs” – ja, ich weiss, dass ich das gelegentlich gebetsmühlenartig wiederhole
Gestern abend habe ich statt Worten Taten sprechen lassen und eine Frauenrunde zum Amerika-Menü nach Südstaaten-, genauer gesagt Cajun-Art, eingeladen. Einige Rezepte habe ich von USA kulinarisch, die restlichen von der Webseite von Emeril Lagasse, einem berühmten US-Fernsehkoch. Er begann seine Kochkarriere im berühmten Commander’s Palace in New Orleans und führt jetzt die Kette Emeril’s. Es gab also:
- Warm Nut Encrusted Goat Cheese Salad with Bacon Lardons (Salat mit warmem Ziegenkäse und Speck)
- Bourbon Chicken mit Rice Pilaf, Maple Carrots und Spinach Gratin
- Coffee Custard and Cinnamon Plums
Ein Weihnachtsmenü für unsere Familie zusammenzustellen, erfordert weit mehr Diplomatie und Langmut als Kochkunst. Bitte nichts exotisches, halbgar gebratenes, krustentieriges, prominent käsiges oder bitteres. Bitte Saucen und Dressings immer separat (einer von uns isst nur trocken), bitte keinerlei Alkohol im Essen (einer von uns ist trocken). Ich bemühe mich, die Einschränkungen als Herausforderung zu sehen und habe nach ausgiebigem Stöbern vor allem auf der Essen&Trinken-Webseite folgende Zusammenstellung gewählt:
- Wintersalate mit Kartoffeldressing und Lachsbonbons
- Putenbrust mit Steinpilzfüllung, Speckbohnen, Möhren mit Ahornsirup und Prinzessinkartoffeln
- Orangen-Panna-Cotta mit Mango-Minzsalat
Die schönste FoodbloggerInnen-Jahreszeit ist leider vorbei – zumindest, wenn es darum geht, zum Abendessen einzuladen und trotzdem genügend Licht zum Dokumentieren der zubereiteten Gerichte zu haben (wie auch sie und sie feststellen). Ich habe beim traditionellen Zwiebelkuchen-Essen meiner Frauenrunde daher gemogelt: Meine Tochter bekam nachmittags eine Portion der schön angerichteten Federweißer-Mousse mit Traubenkompott und Feigen serviert, meine kurz vorbei schauende Mutter kostete um fünf Uhr das vorbereitete Wildreis-Hühnersüppchen. Die abends erst frisch gebackenen Zwiebelkuchen und Kürbisquiche entgingen der Digiknipse – aber die sind eh Herbstmenü-Standard und waren hier schon zu sehen.
Statt eines kulinarischen Länderabends, mit dem wir uns üblicherweise nach dem Urlaub bei den zahlreichen Haus-, Garten- und Haustiersittern unseres “Anwesens” bedanken, gab’s diesmal ein Länderfrühstück – denn die amerikanische Küche hat vor allem, was Frühstücksspezialitäten angeht, eine Menge zu bieten. Da gibt’s Herzhaftes wie Rührei mit Speck oder Süßes wie French Toast mit Ahorn- und Orangensirup. Schlichtes Backwerk wie Bagel lässt sich durch Räucherlachs oder raffinierte Frischkäse-Aufstriche aufpeppen. Ich hoffe, den Gästen hat’s so gut geschmeckt, dass sie auch im nächsten Jahr Kübelpflanzen wässern, Pferdestall ausmisten, Hunde Gassi führen oder Katze füttern






