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Gar nicht fabelhaft: Fab.de

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Kategorie : Fundstücke, Persönliches

fabKüchengedöns jeglicher Art ist meine Achillesferse. Schönes Besteck, witziges Geschirr, originelle Sets, Läufer, Vasen – you name it, I want it. Das macht mich zur idealen Zielperson (oder auch Opfer) für Shoppingclubs wie Westwing (eher gediegen & edel) oder Fab (jünger & trendig), die einem allmorgendlich Geschirr- und Deko-Schnäppchen unter die Nase reiben. 70 Prozent reduziert! Restposten! Halber Preis! Sonderauflage! Buy 2, get 3! Trendfarben! Limitiert!

Bei beiden ärgert mich allerdings, dass die Produktpräsentation fast immer unter der stylischen Reduktion leidet: Schon mal versucht, weißes Porzellan zu beurteilen, wenn man pro Artikel gerade mal eine Draufsicht bekommt (siehe unten)? Ist das jetzt dünn oder dick, mit gewölbtem oder glattem Rand? Ist es glänzend, matt, strukturiert? Da wird der Einkauf zum Glücksspiel – zum misslungenen, wie im Falle meines Premierenkaufes bei Fab.

Weißes Porzellan

Im Überschwang der Gefühle hatte ich dort das schlichte, weiße Porzellan, das zu meinem neuen Küchenstandard werden sollte, gleich für 12 Personen bestellt.  Als es nach fast drei Wochen (eher schnell für solche Clubs, die erst Bestellungen sammeln, bevor sie ordern) eintraf, stellte mir mein freundlicher DHL-Postbote eine einzige, dafür aber 27 Kilo schwere Kiste in die Garage. Als ich die endlich in die Wohnung gehievt und ausgepackt hatte, kam die Ernüchterung: Das schlichte, weiße Porzellan war – beige. Alle fünf bestellten Sets. Nein, nicht gebrochen weiß, nicht creme, sondern beige. Mochte ich nicht, wollte ich nicht, musste ich also zurückschicken, obwohl mich der Gedanke grauste, die Monsterbox zur Post schaffen zu müssen.

Doch halt – so weit sind wir noch nicht. Zunächst suchte ich nämlich auf der Bestellseite bei Fab vergeblich nach einem Link “Zurücksenden” oder Hinweisen, wie man vorgehen muss. Nach nur zehn Minuten Warteschleife in der Fab-Servicehotline geriet ich jedoch an einen freundlichen jungen Herrn, der sich auch nicht erklären konnte, wieso der Umtauschen-Button ausgerechnet in meinem Konto fehlte. Immerhin schickte er mir prompt einen Retourenschein. Den klebte ich aufs Geschirrpaket, packte das und eine Sackkarre ins Auto (übrigens: Ich fahre Polo und musste für die Box die Rückbank umklappen). Vor der Postfiliale hievte ich mit Hilfe eines netten Passanten das Paket aus dem Kofferraum auf die Sackkarre, um es in die Filiale zu rollen und aufzugeben.

Und nun passierte – nichts. Auf meine Nachfrage nach zehn Tagen, ob die Retoure eingetroffen sei und ob man für eine Rückzahlung meine Kontonummer benötige, meldete sich der Fab Support mit dem wohlmeinenden Hinweis: “Möchtest du alle Artikel zurückschicken? Selbstverständlich kannst du dies kostenlos tun. Dazu gehe bitte in dein Fab-Konto unter “Meine Bestellungen” und…” Der hippe “Crackerjack”  (so nennen sich da die Support-Mitarbeiter) hatte nicht mal den ersten Satz meiner Mail zu Ende gelesen…

Also noch eine Mail. Und diesmal kam eine weniger hippe, aber dafür ordentliche Antwort:  “Wir prüfen, ob die Retoure im Lager ist und werden den Betrag schnellstmöglich erstatten.” Hey, schnellstmöglich war dann wirklich schnell: Schon am nächsten Tag kam die Bestätigung über die Rückerstattung, über… ähem, über drei Sets, wo ich doch fünf Geschirr-Packungen bestellt und sämtliche wieder zurück geschickt hatte. Also noch eine Mail – und bislang keine Antwort.  Ich warte – übrigens auch auf die nächste Geschirrlieferung von der Konkurrenz, von der ich hoffe, dass schlicht und weiß dort tatsächlich schlicht und weiß ist :-)

Nachtrag: Zwei Mails, zwei Hotline-Anrufe und zwei Tage später habe ich jetzt auch den restlichen Betrag zurückerstattet bekommen…

Das Auge isst mit: Ziegenkäsetaler & Forellenmousse-Happen

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Kategorie : Persönliches, Sonstige Rezepte

Hatte ich schon erwähnt, das Küchenzierrat mit Glashaube und/oder auf Fuß meine große Schwäche ist? Ein Blick auf meinen Geschirrschrank (Foto unten) lässt es erahnen. Und dann gibt es da auch noch den halbhohen Schrank mit Backofen/Mikrowelle und den amerikanischen Kühlschrank und die Fensterbank und die andere Fensterbank… Prachtstück meiner Sammlung ist ein Geburtstagsgeschenk meiner Freundin Isa, das sie in einem niedlichen Lädchen im benachbarten Winterswijk (“Dot” an der Spoorstraat, keine Homepage, leider!) entdeckt hat: Eine Etagere, zusammengesetzt aus elfenbeinfarbenem Shabby-Chic-Porzellan. Zuckersüß – und genau richtig, um darauf Petit Fours zu präsentieren.

Wobei – ich muss zu meiner Schande gestehen: Ich habe noch nie welche angefertigt und so etwas wie Fondantüberzug überlasse ich eh lieber Tortenkünstlerinnen wie Monika oder Jutta. Bei mir gab es also kleine Cracker mit Thymian-Ziegen-Frischkäse und etwas Honig sowie Forellenmousse auf Schwarzbrotalern – vielleicht eine nette Fingerfood-Idee für Weihnachten oder Silvester?

 

 

Loire: Zehn Schlösser in fünf Tagen

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Kategorie : Persönliches

Garten von Schloss Villandry24 Jahre hat es gedauert, bis ich Frankreich eine zweite Chance gegeben habe. Nachdem ich mir bei meinem ersten (und bis dato letzten) Frankreichurlaub 1987 vorkam wie ein unkultivierter Wurm  (und zum Teil auch so behandelt wurde), habe ich bewusst-unbewusst andere Reiseziele bevorzugt. Woanders in Europa fühlte ich mich willkommener – auch wenn ich außer “danke” und “bitte” nur einige Brocken der Landessprache beherrschte und mich ansonsten der “Krücken” Englisch, Spanisch oder Niederländisch bedienen musste. Insofern war ich innerlich skeptisch, als meine Freundin mich zu einem Herbst-Kurzurlaub an der Loire überredete. Doch meine Vorbehalte wurden voll und ganz ausgeräumt: Sämtliche Infoseiten, ob nun von Schlössern, Parks, Museen oder Städten, gibt es auf Englisch. Die Mitarbeiter der Tourismusbehörde und die Madames und Monsieurs der Chambres d’Hôtes (Bed & Breakfasts), mit denen wir zu tun hatten, waren allesamt sehr nett, hilfsbereit – und sprachen gutes Englisch. Und selbst beim Abendessen in der Pension, am Tisch des Gastgebers (Table d’Hôte),  gaben sich die anderen Gäste alle Mühe, einige englische Brocken einzustreuen und uns ins Gespräch einzubeziehen.  Kurzum: In Verbindung mit der wirklich unglaublichen Dichte an Kulturgütern und Parks, dem wunderbaren Essen und Trinken, den ihren Preis unbedingt werten Unterkünften sowie der tollen Landschaft haben wir einen wunderschönen Urlaub verlebt. Und es wird bestimmt nicht wieder 24 Jahre dauern, bis ich erneut nach Frankreich fahre!

 

 

Entdeckungen: Erfurt und Eisenach

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Kategorie : Persönliches

Bistro MundlandungThüringen war bislang ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Deutschland-Karte. Irgendwie lag die Region immer nur neben dem Weg von A nach B – ein echtes Versäumnis, habe ich jetzt gemerkt. Vor allem die Landeshauptstadt Erfurt hat mich begeistert: Wo ich vor meinem geistigen Auge einen Mix aus austauschbarer Zweck-Architektur der Post-Wende-Ära, übrig gebliebenen Plattenbauten und Günstig-Kaufhäusern gesehen hatte, wartet stattdessen eine liebevoll restaurierte Altstadt, sauber, gepflegt, fast ohne Leerstände – dafür mit vielen charmanten kleinen Läden und Restaurants.  Selbst die Hauptgeschäftsstraße, der Anger, wirkt trotz der allgegenwärtigen Zaras, H&Ms, Douglas, Mangos fast kleinteilig und schön altmodisch.

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“Offene Gartenpforte”: Seufz…

Kategorie : Persönliches

GartenzaunAnders als Garten- und Lifestyleausstellungen sind “offene Gartenpforten” trotz Blumen- und Dekoleidenschaft  recht ungefährlich: Schließlich kann man nur gucken (und anfassen), aber nicht kaufen. Von wegen – gemeinerweise hatten die Bewohner vom Gut Voshövel gestern einen Staudenverkauf eingerichtet und auf Anhieb fielen meiner Freundin und mir -zig Stellen ein, die noch eine Iris, einen Geißbart oder eine Hosta vertragen könnten… So brachten wir doch wieder etwas mit nach Hause, vor allem aber Seufzer: Ja, so eine Veranda hätten wir auch gerne, so einen uralten Baumbestand auch, solch üppigen Staudenbeete ebenfalls. Nur auf das Jäten und Gießen würden wir verzichten wollen… Mehr Bilder von wunderschönen Gärten und Termine für “Offene Gartenpforten” im Rheinland gibt es übrigens hier.

Idylllische Veranda Blühende Lupinen

Gartenthema - die Krone Traumhaft schöne Veranda...

Und noch einmal - die Krone Vogelhäuser, seufz...

Tee gefällig? Und noch ein Vogelhaus...

Impressionen vom “Westfälischen Gartenfestival”

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Kategorie : Persönliches

Bei manchen Veranstaltungen weiß ich vorher schon, dass ich sie besser nicht besuche: Schlagerpartys (“Hölle, Hölle, Hölle” versetzt mich in Sekundenschnelle in eben jene), Weinproben (ich habe immer hinterher Kopfschmerzen, weil ich so schlecht nein sagen kann) oder Wohn- und Gartenausstellungen. So etwas wie das “Westfälische Gartenfestival” im Warendorfer Landesgestüt ist mein Untergang, denn trotz aller guter Vorsätze komme ich stets mit Teelichtpöttchen, Tischläufern, Tellern, Topfblumen (meine Freundin Isa würde sagen “Stehrümchen”) wieder. Obwohl: Heute war ich standhaft und habe nur Nützliches gekauft – süß gepunktete Servietten, eine ultrascharfe Rosenschere und zwei Töpfe mit frischen Kräutern. Kommentar meines Mannes: “Geht doch!”

Zwei süße Hasen Kaltblüter-Vorführung Meine Lieblingsblumen: Bellis

Tulpen-Deko Osterdeko in edlem Grau Farbtrend Lila...

Die gute Gartenfee Osterdeko in Neonfarben Für Birgit: Blaue Blumen!

Westfalenwappen gepflanzt... Staudenstand vor historischer Kulisse Ranunkeln und fast schwarze Stiefmütterchen

 

Ecuador: Kulinarische Notizen

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Kategorie : Persönliches

QuitoAuf der Weltkarte ist Ecuador nur ein kleiner Fleck, aber geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Vor allem aber ist es die Heimat unseres Gastschülers Carlos, der ein Jahr bei uns gelebt hat und jetzt in Guayaquil Architektur studiert. Seine Einladung – und die riesige Gastfreundschaft seiner Familie, Verwandten und Freunde – machten es uns möglich, zwei Wochen Costa und Sierra zu bereisen und das Land dabei ein bisschen kennen zu lernen.

Für uns Europäer dabei am ungewöhnlichsten ist sicherlich die klimatische Bandbreite des Landes: Während an der pazifischen Westküste (der Costa) Reis, Bananen, Zuckerrohr und Ananas wachsen, wähnt man sich gerade zwei Autostunden entfernt (hier die Sierra bei Azogues) in der Schweiz:

In den Höhen von 1500 bis 4000 Meter ist es so kühl, dass man sich mit traditionellen Getränken wieder aufwärmt. Probiert habe ich Morocho (Mais-”Milch” mit Zimt, Nelken und Rosinen), Canelazo (zimtiger Fruchtpunsch mit mehr oder weniger Aguardiente) und Chocolate Caliente. Die reichert man im Restaurant “Vista Hermosa” in Quito (Foto unten, wahrhaft ein traumhafter Blick über die Altstadt) mit Würfeln von ganz mildem Weichkäse an. Hört sich seltsam an, schmeckt aber gut – ein bisschen sahnig.

Die Straßenmärkte des Landes spiegeln den klimatischen Reichtum des Landes wieder. Im Hochland findet man vor allem Kartoffeln, Mais, Bohnen, Kohl und Obst, das wir auch aus heimischen Breitengraden kennen: Äpfel, Birnen, Trauben. Kleine “Tiendas”, die es an wirklich jeder Ecke gibt, liefern dazu Wasser, Colas, Kekse oder einfache Brötchen:

In den Küstenregionen ist die Küche eher reis- als maislastig, es wird viel Fisch gegessen. Kochbananen (Plantains) dienen als Chips (Chifles), als “Pommes” (Patacones) oder als Grundlage für Suppen und Eintöpfe.

In den nach US-Vorbild gestylten Supermärkten der Großstadt Guayaquil gibt es wirklich alles zu kaufen: Mahi-Mahi und Leberpastete, “Jägermeister” ($36) und “Ron Fuego 100″ ($6),  Feldsalat und Yucca. Kirschen und Trauben liegen neben Guaven, Papayas und -zig Obstsorten, deren Namen ich nicht einmal weiß. Obst und Gemüse (und Blumen!) sind spottbillig, Fleisch, Brot und Milchprodukte liegen etwas darüber. Als extrem happig empfand ich die Preise für jegliche Importware – Bekleidung, Schuhe, Autos, Elektronik, Möbel, Maschinen, weil das Land außer Erdöl und landwirtschaftlichen Gütern kaum etwas selbst produziert. Die Bevölkerung der Kleinstädte (hier Gualaceo) versorgt sich in Markthallen, die meinen verwöhnten Wohlstandskindern vor Augen führten, dass ein Schwein nicht aus Schinken und ein Huhn nicht nur aus Brust besteht. Ja, hier finden auch Kuhschwänze und Hahnenköpfe Abnehmer!

Im oberen Stockwerk des Gebäudes servieren Garküchen Getränke und landestypische kleine Gerichte wie Maisfladen, Hühnereintopf, Suppen oder auch Hornado, in Riesenöfen geröstete ganze Schweine mit knuspriger Kruste. Dazu gibt es Llapingachos, gebratene Taler aus würzigem Kartoffelpüree. Wie die Verkäuferin das Gericht servierte (ein beherzter Griff ins Innere, um das Fleisch heraus zu zupfen), verdarb meinen Kinder wiederum den Appetit – mir schmeckte das zarte Fleisch.

Einen Strich habe ich allerdings bei Cuy gezogen: Geröstete Meerschweinchen, eine Spezialität der Sierra. Sie sind größer als unsere Haustiere und glattfellig. Abgezogen werden sie auf dicke Stöcke gesteckt und über offenem Feuer geröstet. Schmecken sollen sie wie Hühnchen – ich war froh, dass keiner der Braten fertig war, denn dann hätte mir einer meiner Gastgeber bestimmt etwas angeboten…

Was uns dagegen allen schmeckte: Die frisch gepressten Säfte (Ananas, Naranjilla, Baumtomate, Orange, Brombeere) für Pfennigbeträge. Um den Vitaminüberschuss gleich wieder auszugleichen, bestellten wir dazu meist Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Pan de Yuca (Yucca-Brötchen, die wie kleine Käsewindbeutel schmecken) , Humitas (Maispastetchen) oder Bolon de Verde (grüne Kochbananenklöße).

DFssgF 6 – ein Dankeschön nach Potsdam!

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Kategorie : Persönliches

DFssgF-Paket aus Potdsam von ChocolateriverJa, so sieht es aus, das mustergültige DFssgF-Paket: Etwas Selbstgemachtes (Hagebuttenmarmelade von der Tante), etwas Regionaltypisches (echte Teltower Rübchen), etwas Süßes (Schoholadentäfelchen mit Potsdamer Motiven), etwas Salziges (Kettle Chips) und was Persönliches (USA-Leckereien extra für mich im Expat-Shop eingekauft). Und was schließen wir daraus? Tina von Chocolateriver hat zwar zum ersten Mal beim Päckchentausch mitgemacht, bekommt von mir aber definitiv eine Eins mit Sternchen! Nicht dass es bei DFssgF Noten gäbe, aber das aufmerksame und liebevoll gepackte Päckchen hat mich wirklich total gefreut…

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Impressionen von der “Zimt & Sterne”

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Kategorie : Persönliches

Alpen-DekoWenn’s nur nicht so voll gewesen wäre… Dann hätte ich mir vermutlich Plätzchen-Ausstechform Nummer 56 bis 67 gekauft, ein paar Teelichtpöttchen in Bauernsilber erstanden, etwas von der Bratapfelmarmelade oder dem Champagnerstollen gekostet, mir ein Set der herzigen Baumfiguren zusammen gesucht, bei der Tortenvorführung tatsächlich was gesehen, die Filzerin nach den tollen gestrickten Cupcakes gefragt oder in der Kiste mit den reduzierten Backbüchern gekramt. So aber haben meine Freundin Isa und ich bei der Zimt&Sterne wahlweise in der zweiten bis vierten Reihe an den Ständen gestanden, um auf Zehenspitzen einen Blick auf all die Back- und Dekoherrlichenkeiten zu erhaschen. Das hatte natürlich auch seine Vorteile: Günstig war’s, denn in dem Gedränge machte Schummeln und Kaufen keinen Spaß. Also habe ich keine schönen Dinge, sondern nur schöne Fotos mitgebracht…

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Jemand am Wochenende bei Zimt & Sterne?

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Kategorie : Persönliches

Unter dem Motto “Backen, Naschen, Dekorieren” steht die Ausstellung Zimt & Sterne, die am kommenden Wochenende in der Halle Münsterland stattfindet. Ich liebe Backen, ich nasche leidenschaftlich gerne und die neue Küche möchte auch noch an dieser oder jeder Ecke gern dekoriert werden. Also fahre ich hin – und vielleicht treffe ich da ja auch noch die/den einen oder anderen Co-BloggerIn aus dem nordwestdeutschen Raum ? Ist jemand von Euch am Sonntag in Münster? Vielleicht könnte man gemeinsam ein paar Dominosteine verzehren, einige Mandelsplitter knabbern oder zusehen, wie Tortenkunstwerke entstehen…

Küchenrenovierung – 13 Do’s und Dont’s

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Kategorie : Persönliches

Puuh, die Küchenrenovierung ist (fast) abgeschlossen. Es fehlen zwar noch Kleinigkeiten, aber die meiste Arbeit ist erledigt (worden) und die Zeit der (buchstäblich) kalten Küche vorbei. Zeit für ein kleines Resumee:

  1. Ziehen Sie die Umbauphase ruhig in die Länge, denn pro Woche werden Sie etwa ein Kilo (Über-)Gewicht verlieren. Schließlich können Sie weder kochen noch backen und Zeit, appetitanregende Food-Seiten im Internet zu lesen, haben Sie erst recht nicht.
  2. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Ihnen bestimmte Fehler nur bei der Planung der ersten Küche passierten, aber bestimmt kein zweites Mal. Nein, in manchen Dingen ist man unbelehrbar – die Arbeitsplatte empfindlich? Ach was – sieht aber so gut aus, putze ich einfach einmal öfter drüber…
  3. Beauftragen Sie eine weibliche Tapeziererin. Die weiß, was Sie mit “Cafe Latte” als Wandfarbe meinen und wird im Gegensatz zu Küchenverkäufern  niemals behaupten, Latexfarbe hinter dem Herd sei als Fettschutz durchaus ausreichend.
  4. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Sie nach dem Küchenumbau mehr Platz in der Küche haben. Sollten tatsächlich einige Auszüge und Schubladen noch nicht bis zum Bersten gefüllt sein, finden Sie garantiert im Keller/Vorratraum noch Dinge, bei denen Sie sich immer geärgert haben, dass Sie bis in Keller/Vorratsraum laufen mussten, um diese zu holen. Plätzchenausstecher sollten das ganze Jahr über griffbereit sein, oder nicht?
  5. Prophylaxe ist wichtig. Cremen Sie Ihre Hände schon Monate vorher regelmäßig ein, besorgen Sie sich eine Großpackung Haushaltshandschuhe und beginnen Sie damit, alte Bettlaken zu Lappen zu zerschneiden. Denn Sie werden putzen, putzen, putzen…
  6. Lassen Sie sich Preisschätzungen schriftlich geben. Aussagen wie “Ein Rolladenmotor kostet 80 bis 100 Euro” kann sich sonst durchaus zu 154 Euro plus Märchensteuer entwickeln. Beschwerden zwecklos: “Wir haben aber ein besonders gutes Modell eingebaut…” Wie ich das kontrollieren kann, wenn das gute Stück im frisch tapezierten Rolladenkasten verschwunden ist??? Gar nicht – genau.
  7. Halten Sie eine Ersatzbank an Handwerkern bereit. Dann bringt es Sie auch nicht aus der Fassung, wenn der Putzer plötzlich auf Mallorca urlaubt, der Klempner erst nächste Woche kann oder dem Türeneinbauer seine Kreissäge kaputt gegangen ist.
  8. Fahren Sie vor, während und nach dem Küchenumbau NICHT zu Ikea, besuchen Sie NICHT die Impressionen-Webseite, gehen Sie NICHT los in Dekogeschäfte und ziehen Sie aus einer ausstehenden Erbschaft o.ä. KEINE 4000 Euro ein. Sie werden Sie restlos verbaseln für Teelichtpöttchen, Bilderrahmen, Blumentöpfe oder ähnlichen Krimskrams, der so wunderbar zum neuen Dekoschema passt.
  9. Wenn Sie doch zu Ikea oder Dekogeschäften fahren, nehmen Sie NIEMALS Ihre Freundinnen mit, sondern Ihren Mann. Der wird Ihnen uncharmant-unverblümt klarmachen, dass soviel Teelichtpöttchen doch kein Mensch braucht, während Ihre Freundinnen die Notwendigkeit von stilistisch zur neuen Küche passenden Geschirrtüchern vollkommen verstehen.
  10. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass die beauftragten Handwerker schon wissen, was sie tun. Rechnen Sie mit angesägten Wasserrohren oder mit Dunstabzugshauben, die sich auch von der Tür aus anschalten lassen – ist doch viel bequemer so, oder nicht?
  11. Kalkulieren Sie die Zahl der benötigten Steckdosen großzügig – und rechnen Sie dann nochmals fünf dazu. Ja, fünf – mindestens. Und Sie werden feststellen, dass Sie letztendlich annähernd genug haben, wenn auch nicht immer an den richtigen Stellen.
  12. Sichern Sie sich vorab die Mitarbeit eines bauerfahrenenen Rentners. Der hat erstens immer Zeit, Löcher zu verschmieren oder Handlangertätigkeiten zu erledigen. Zweitens wirkt er als Autorität in Baumärkten und bringt Bestellungen wie “fünf Sack Rotband-Fertigputz, zweimal Montagekleber und drei neunziger Styrodurplatten mit Alu” viel besser rüber. Danke, Papa!
  13. Sichern Sie sich vorab das Wohlwollen Ihrer Nachbarn und/oder Verwandten. Dann dürfen Sie dort gelegentlich fremdkochen oder fremdspülen, statt immer nur Suppe aus dem Crockpot zu essen oder die Teller in der Dusche zu reinigen. Danke, Mama und Schwiegermama!

Marketing from Hell oder wenn der UPS-Mann zweimal klingelt

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Kategorie : Persönliches

Während ich gerade den Anstrich meiner neuen Küche begutachtete, bog der farblich exakt dazu passende UPS-Kastenwagen in die Einfahrt. Da ich eh einige Pakete erwartete (Küchendeko!), kritzelte ich ohne groß nachzudenken meine Unterschrift auf das Touchpad und nahm einen kleinen Karton entgegen. Hmm, kein Absender, hmm, rappelnder Inhalt – die bestellte Lampe schon kaputt? Von wegen – der Inhalt des Kistchens bestand aus einigen Handvoll Erdnüssen und der mit usa-kulinarisch.de beschrifteten Fotomontage von Autoteilen. Ohoh, Fotos??? Ohohoh, Abmahnung? Ohohohoh, hat jemand diese Bilder auf meinen Webspace geschmuggelt und will mir jetzt was? Wer wie ich wegen solcher Dinge schon fünfstellige Schadensersatz-Summen über seinem Haupte schweben hatte, der nimmt seltsame Post zur eigenen Webpräsenz nicht mehr ganz so locker. Die Recherche über UPS ergab als Absender nur einen Namen, eine Google-Suche liefert die Adresse – eine  Werbeagentur in Ostwestfalen (puuh, keine Anwälte!). Ein Anruf dort führte dann zur Bestätigung der Vermutung von Bürokochblog:  Guerilla-Marketing. Ein “bekannter Markenartikler” stünde dahinter und es gäbe bald nochmal Post, sehr angenehme. Hmmh, ich hoffe jetzt auf Geschmeide, Gratis-Kreuzfahrt, großzügige Geldzuwendung – irgendetwas, dass mich für den anfänglichen Abmahn-Schreck entschädigt :-)