48 kg abgenommen – mit der “Slowcookerdiät”!

Jörg & SlowcookerEs klingt wie eine dieser Werbeanzeigen in der Facebook-Seitenleiste:  “Jörg R.: Ich habe 48 kg abgenommen mit der Slowcooker-Diät!” Naja, ein bisschen vereinfacht ist das natürlich schon – aber Jörg (38) aus Herford hat tatsächlich 48 Kilo in 18 Monaten abgenommen und der Slowcooker hat dabei auch eine Rolle gespielt. Nachdem mir Jörg auf der Crockpot-Facebook-Seite über seine Abnehmerfolge berichtet hatte, habe ich ein Interview mit ihm geführt, da ich das Thema Diät &  Crockpot hochinteressant finde. Weiter lesen

Slowcooker & Demographie – mein Mini-Crocky ist da!

Mini Crockpot

Isser nicht niedlich? Slowcooker Nummer sechs (okay, drei sind fast immer als Demogeräte im Bekanntenkreis unterwegs) hat bei mir Einzug gehalten. In das 1,5-l-Töpfchen passt Essen für höchstens zwei Personen – aber das ist auch die Menge, die wir neuerdings benötigen. Die Kinder sind aus dem Haus, mein Mann und ich nehmen mittags Brote mit – da wird zukünftig dieses Teil das warme Abendessen schmurgeln. Weil auch Co-Autorin Küchen Latein, mit der ich gerade im Schlussspurt für das vegetarische Kochbuch liege, demografisch in exakt die Schiene passt wie ich, haben wir schon mal weitergedacht:  “Slowcooker für zwei” wäre doch auch ein schönes Projekt und sei es nur als Vorwand, sich zu Arbeitsessen zu treffen :-)

Übrigens: Den kleinen Topf gibt es in Deutschland nicht zu kaufen, nur bei Lakeland UK oder bei Amazon UK, mit unterschiedlichen Versandgebühren (zwischen acht und 18 Euro). Wie man auf dem Foto unten rechts erkennt, benötigt man zusätzlich einen Stecker-Adapter.

 

Kulinarische Brandzeichen: Apfelstrudel goes America

Apfelstrudel

“Kulinarische Brandzeichen” – also Kindheitsrezepte, kulinarische Erinnerungen, Küchengeplauder  – sucht Barbara zum Geburtstag ihres Blogs “Ein Topf Heimat“. Eine schöne Idee, finde ich – denn interessanter als das x-te Cupcake-Rezept oder die y-te Quiche sind oft die Geschichten und Geschichtchen rund ums Kochen und Essen. Barbara beschrieb in ihrem Intro zum Blogevent “den ersten Bissen eines Hühnchen Panang während meines Studienjahres in Fullerton bei Los Angeles”. Was für Barbara Thaifood in Kalifornien war, waren für mich Mehlspeisen im Mittelwesten und das erzähle ich immer wieder gerne :-) Weiter lesen

Kochbuchpräsentation in “Freddy Leck seine Waschküche”

Freddy Leck sein Waschsalon

Ja, das sind die Momente im Leben, wo man merkt, dass man auf dem Dorf so einiges verpasst:  Die Stiftung Warentest hat zur Kochbuchpräsentation nach Berlin geladen und statt fand das Ganze in “Freddy Leck sein Waschsalon” in Berlin-Moabit. Bei uns in Westfalen gibt es keine Waschsalons (da hat man selbst eine Maschine oder bringt die Wäsche zur Mama, die üblicherweise drei Straßen weiter wohnt) und schon gar keine im kultigen 60er Jahre Ambiente mit  großgemusterten Tapeten und reichlich Nippes. Nebendran befindet sich praktischerweise die ebenso dekorierte “Waschküche“, in der  Guido Vinci für uns Gäste einen italienisches Gourmet-Dinner kochte.

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Zum Wohl! Besuch bei der Prowein

Inder Frankreich-Weinhalle

Hier trifft sich die Branche auf ein Gläschen: Die Prowein in den Düsseldorfer Messehallen war am vergangenen Wochenende Ziel für mehr als 45 000 Fachbesucher, die sich bei 4700 Ausstellern durch Weine und Spirituosen aus 50 Ländern kosten können. Ich denke mal, ich habe vielleicht sechs Länder geschafft und das reichte mir dann auch – 30 Teelöffelchen Wein, diverse Schlucke Schampus und ein paar Kostpröbchen edler Brände sind mehr als genug, um einen seeehr zu entspannen… Und schon nach kurzer Zeit weiß man es zu schätzen, dass im Tagesticket die kostenlose Anreise per Regionalzug enthalten ist! Weiter lesen

Audi Genussrallye: Von Pferdestärken und Pfifferlingen

genussrallye11360, 312, 170, 200 – nein, das sind weder Grammzahlen noch Kalorienangaben. Stattdessen handelt es sich um die Pferdestärken, die die Teilnehmer der Audi Genussrallye in Düsseldorf “erfahren” durften. So sehr ich mich darüber gefreut hatte, einen der exklusiven Plätze beim “Stories Aktuell”-Blog gewonnen zu haben, so sehr schoß mein Blutdruck in die Höhe, als mein netter Rallyepartner den Schlüssel für einen brandneuen TT RS Roadster vor meiner Nase baumeln liess: “Hier, fahren Sie doch die erste Strecke…” Ich habe ihm dann NICHT erzählt, dass sich meine Autoerfahrung auf Kleinstwagen beschränkt und 360 PS das 6-fache dessen sind, was ich derzeit mein Eigen nenne. Vermutlich wundert er sich immer noch über mein zaghaftes Gas-Geben und über meine spätere dankende Ablehnung, den Audi Q5 oder einen A7 (für mich gefühlte Straßenkreuzer!) durch den Kölner Stadtverkehr zur Kaffeerösterei Schamong oder zum Frischeparadies in Hürth zu lenken. Weiter lesen

Gar nicht fabelhaft: Fab.de

fabKüchengedöns jeglicher Art ist meine Achillesferse. Schönes Besteck, witziges Geschirr, originelle Sets, Läufer, Vasen – you name it, I want it. Das macht mich zur idealen Zielperson (oder auch Opfer) für Shoppingclubs wie Westwing (eher gediegen & edel) oder Fab (jünger & trendig), die einem allmorgendlich Geschirr- und Deko-Schnäppchen unter die Nase reiben. 70 Prozent reduziert! Restposten! Halber Preis! Sonderauflage! Buy 2, get 3! Trendfarben! Limitiert!

Bei beiden ärgert mich allerdings, dass die Produktpräsentation fast immer unter der stylischen Reduktion leidet: Schon mal versucht, weißes Porzellan zu beurteilen, wenn man pro Artikel gerade mal eine Draufsicht bekommt (siehe unten)? Ist das jetzt dünn oder dick, mit gewölbtem oder glattem Rand? Ist es glänzend, matt, strukturiert? Da wird der Einkauf zum Glücksspiel – zum misslungenen, wie im Falle meines Premierenkaufes bei Fab.

Weißes Porzellan

Im Überschwang der Gefühle hatte ich dort das schlichte, weiße Porzellan, das zu meinem neuen Küchenstandard werden sollte, gleich für 12 Personen bestellt.  Als es nach fast drei Wochen (eher schnell für solche Clubs, die erst Bestellungen sammeln, bevor sie ordern) eintraf, stellte mir mein freundlicher DHL-Postbote eine einzige, dafür aber 27 Kilo schwere Kiste in die Garage. Als ich die endlich in die Wohnung gehievt und ausgepackt hatte, kam die Ernüchterung: Das schlichte, weiße Porzellan war – beige. Alle fünf bestellten Sets. Nein, nicht gebrochen weiß, nicht creme, sondern beige. Mochte ich nicht, wollte ich nicht, musste ich also zurückschicken, obwohl mich der Gedanke grauste, die Monsterbox zur Post schaffen zu müssen.

Doch halt – so weit sind wir noch nicht. Zunächst suchte ich nämlich auf der Bestellseite bei Fab vergeblich nach einem Link “Zurücksenden” oder Hinweisen, wie man vorgehen muss. Nach nur zehn Minuten Warteschleife in der Fab-Servicehotline geriet ich jedoch an einen freundlichen jungen Herrn, der sich auch nicht erklären konnte, wieso der Umtauschen-Button ausgerechnet in meinem Konto fehlte. Immerhin schickte er mir prompt einen Retourenschein. Den klebte ich aufs Geschirrpaket, packte das und eine Sackkarre ins Auto (übrigens: Ich fahre Polo und musste für die Box die Rückbank umklappen). Vor der Postfiliale hievte ich mit Hilfe eines netten Passanten das Paket aus dem Kofferraum auf die Sackkarre, um es in die Filiale zu rollen und aufzugeben.

Und nun passierte – nichts. Auf meine Nachfrage nach zehn Tagen, ob die Retoure eingetroffen sei und ob man für eine Rückzahlung meine Kontonummer benötige, meldete sich der Fab Support mit dem wohlmeinenden Hinweis: “Möchtest du alle Artikel zurückschicken? Selbstverständlich kannst du dies kostenlos tun. Dazu gehe bitte in dein Fab-Konto unter “Meine Bestellungen” und…” Der hippe “Crackerjack”  (so nennen sich da die Support-Mitarbeiter) hatte nicht mal den ersten Satz meiner Mail zu Ende gelesen…

Also noch eine Mail. Und diesmal kam eine weniger hippe, aber dafür ordentliche Antwort:  “Wir prüfen, ob die Retoure im Lager ist und werden den Betrag schnellstmöglich erstatten.” Hey, schnellstmöglich war dann wirklich schnell: Schon am nächsten Tag kam die Bestätigung über die Rückerstattung, über… ähem, über drei Sets, wo ich doch fünf Geschirr-Packungen bestellt und sämtliche wieder zurück geschickt hatte. Also noch eine Mail – und bislang keine Antwort.  Ich warte – übrigens auch auf die nächste Geschirrlieferung von der Konkurrenz, von der ich hoffe, dass schlicht und weiß dort tatsächlich schlicht und weiß ist :-)

Nachtrag: Zwei Mails, zwei Hotline-Anrufe und zwei Tage später habe ich jetzt auch den restlichen Betrag zurückerstattet bekommen…

Das Auge isst mit: Ziegenkäsetaler & Forellenmousse-Happen

Hatte ich schon erwähnt, das Küchenzierrat mit Glashaube und/oder auf Fuß meine große Schwäche ist? Ein Blick auf meinen Geschirrschrank (Foto unten) lässt es erahnen. Und dann gibt es da auch noch den halbhohen Schrank mit Backofen/Mikrowelle und den amerikanischen Kühlschrank und die Fensterbank und die andere Fensterbank… Prachtstück meiner Sammlung ist ein Geburtstagsgeschenk meiner Freundin Isa, das sie in einem niedlichen Lädchen im benachbarten Winterswijk (“Dot” an der Spoorstraat, keine Homepage, leider!) entdeckt hat: Eine Etagere, zusammengesetzt aus elfenbeinfarbenem Shabby-Chic-Porzellan. Zuckersüß – und genau richtig, um darauf Petit Fours zu präsentieren.
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Loire: Zehn Schlösser in fünf Tagen

Ein unglaublich aufwendiger Garten, mit 52 km Buchsbaumhecke!

24 Jahre hat es gedauert, bis ich Frankreich eine zweite Chance gegeben habe. Nachdem ich mir bei meinem ersten (und bis dato letzten) Frankreichurlaub 1987 vorkam wie ein unkultivierter Wurm  (und zum Teil auch so behandelt wurde), habe ich bewusst-unbewusst andere Reiseziele bevorzugt. Woanders in Europa fühlte ich mich willkommener – auch wenn ich außer “danke” und “bitte” nur einige Brocken der Landessprache beherrschte und mich ansonsten der “Krücken” Englisch, Spanisch oder Niederländisch bedienen musste. Insofern war ich innerlich skeptisch, als meine Freundin mich zu einem Herbst-Kurzurlaub an der Loire überredete. Weiter lesen

Entdeckungen: Erfurt und Eisenach

Bistro MundlandungThüringen war bislang ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Deutschland-Karte. Irgendwie lag die Region immer nur neben dem Weg von A nach B – ein echtes Versäumnis, habe ich jetzt gemerkt. Vor allem die Landeshauptstadt Erfurt hat mich begeistert: Wo ich vor meinem geistigen Auge einen Mix aus austauschbarer Zweck-Architektur der Post-Wende-Ära, übrig gebliebenen Plattenbauten und Günstig-Kaufhäusern gesehen hatte, wartet stattdessen eine liebevoll restaurierte Altstadt, sauber, gepflegt, fast ohne Leerstände – dafür mit vielen charmanten kleinen Läden und Restaurants.  Selbst die Hauptgeschäftsstraße, der Anger, wirkt trotz der allgegenwärtigen Zaras, H&Ms, Douglas, Mangos fast kleinteilig und schön altmodisch.

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