Klassiker: Pflaumenkuchen mit Streuseln

pflaumenkuchenBraucht die Welt noch ein Pflaumenkuchenrezept? Vermutlich nicht. Aber ich brauche es – als Gedankenstütze für mich selbst. Denn jedes Jahr zur Pflaumensaison wiederholt sich hier dasselbe Spielchen:

  1. “Backen wir doch mal einen ganz anderen Pflaumenkuchen.”
  2. Lang dauernde Suche im Internet nach DEM Rezept.
  3. Einkauf benötigter  Spezialzutaten (Mascarpone, Grieß,  Hagelzucker, Palmin, Kokosflocken) etc.
  4. Aufwändiger, vielschrittiger Zubereitungsvorgang.
  5. Enttäuschung beim Verzehr.

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Nachgebacken & naja: Topfengitterkuchen

Topfengitterkuchen

Als würde man Wolken essen“, “fluffiger Luftikus“, “zart wie eine Wolke“, “Traum von einem Quarkschnittchen” oder “Omas Lieblingskuchen“: Wenn ein Kuchen so gelobt wird, muss er doch großartig sein, oder? Nein, nicht notwendigerweise :-)  Ich fand den österreichischen Topfengitterkuchen, bei dem schwere Quarkfüllung auf leichten Rührteig gespritzt wird (so ergibt sich das Gitter-, bei mir Spiralenmuster) – naja. Meine Mama würde “geradezu” dazu sagen, ich nenne es langweilig und geschmacksneutral… Komischerweise schmeckte das Backwerk mit herbem Aprikosenkompott aber total lecker und mit Blaubeersirup hatte ich dann tatsächlich “den Traum von einem Quarkschnittchen”. Den werde ich nochmal backen – dann allerdings mit 1,5facher Quarkmenge, so gefiel mir die Relation Teig-Füllung noch nicht so ganz. Weiter lesen

Schnelles Backen: Quarkspitzen mit Kartoffeln

Quarkspitzen mit Kartoffeln

Fettgebackenes ist böse. Friteusen sind die Ausgeburt des Bösen und daher besitze ich keine. Das ist reiner Selbstschutz, denn sonst würde ich ständig böse Dinge zubereiten (und essen :-) ). Die einzige Ausnahme bildet der große Topf mit Pflanzenfett, den ich alljährlich zu Karneval ansetze, um die Karnevalsberliner darin zu fritieren. Weil das Fett aber durchaus mehr als einen Backvorgang verträgt, gab es auch noch Cronuts (ein ziemlich überbewertetes Trendgebäck)  und Cinnamon Swirls (eine Art fritierte Zimtschnecke und göttlich!). Den Abschluß des Fritierfett-Lebenszyklus bildeten nun Quarkspitzen mit Kartoffeln – und die waren so köstlich, dass ich fast bedauere, dass ich doch keine Friteuse besitze…  Weiter lesen

Pleiten, Pech und Pannen: Donna Hays Christmas Wreath

donnahay1Wer kann so einem Magazintitel schon widerstehen? Hefeteig, saftig-rote Marmelade, eine rote Schleife, siehe unten… Mich jedenfalls überfiel ein sofortiger Nachbackreiz, als mir meine Freundin Isa das Weihnachtssonderheft der englischen “Living etc” überreichte, auf dem Cover besagter “Christmas Wreath” von Starköchin Donna Hay. Das Ergebnis erfüllte die Erwartungen leider überhaupt nicht, weder geschmacklich noch optisch. 1) passte die Ratio Marmelade:Teig nicht, so quoll das klebrige Zeug überall heraus.  2) war die Backzeit viel zu gering bemessen, so dass trotz von mir zugegebenen zehn Minuten der Kranz eher klitschig wirkte. Und 3) fand ich die Kombination Himbeermarmelade-Hefeteig zwar okay, aber geschmackliche Offenbarung geht anders.

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Nochmal Frankreich: Apfel-Tarte

Französische ApfeltarteIch freu mich: Die Teilnehmer des Blogevents “Urlaubsfeeling” haben meine französische Tarte mit Himbeeren auf den vierten Platz gewählt und dafür backt mir Sandra von Sandras Tortenträumereien jetzt keine Torte, aber Kekse nach Wunsch :-)  Die Variante Erdnuss-Crisp klingt ganz toll… Während ich auf die Cookies warte, habe ich bei akutem Kuchenhunger den Teigrest von der Himbeertarte (siehe hier) verwendet, um die wohl französischte aller Tartes zu backen – Apfeltarte. Hauchdünner Teig, sehr knusprig, darauf viele, viele hauchdünn geschnittene Äpfel (mit SChale verwendet) – ein Backwerk wie gemalt. Diese Tarte wird nicht vorgebacken, sondern sofort mit Apfelbelag in den Ofen geschoben. Die Backzeit beträgt etwa 20 Minuten bei 200 Grad auf der mittleren Schiene,  fünf weitere Minuten auf der oberen Schiene sorgen für leckere Bräune. Den noch heißen Kuchen dann am besten sofort mit erwärmtem Apfel- oder Quittengelee bestreichen, damit sie schön glänzt. Hmm – für die fronsösischen Momente des Lebens…

Urlaubsfeeling Frankreich: Tarte mit Himbeeren

Himbeertarte

Frankreich als Urlaubsland habe ich erst sehr spät entdeckt: Anno 2011 bei einer “Schlössertour” an der Loire (siehe hier). Mangels französischer Sprachkenntnisse hatte ich um das Land bis dato einen Bogen gemacht, nicht aber um Kochbücher über französische Küche, die mich schon lange faszinierte. Was ich dann vor Ort in schlichten Landgasthöfen, Table D’Hotes und Bäckereien kosten konnte, hat mich durchweg begeistert – und erstaunt: Ich hätte mehr Chichi erwartet. Stattdessen kamen die besten Backwaren und Hauptgerichte ausgesprochen schlicht daher und “lebten” durch die hohe Qualität ihrer Zutaten. Zum Beispiel: Superfrischer Zander in etwas Petersilienbutter auf Kürbispüree. Oder: Hauchdünne Tarte Tatin mit superexakt gehobelten Scheibchen karamelisierter Äpfel. Oder: Baguette-Crostini mit Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade. Weiter lesen

Nachgebacken: Schnelle Hörnchen mit Pudding

Puddinghörnchen mit HefeÜber die Facebook-Gruppe Backfreaks rollt gerade eine Lawine hinweg, eine Lawine aus schnell gebackenen Hefe-Hörnchen, die Slava hier vorgestellt hatte. Inzwischen wurden sie mit diversen Füllungen (von Salami, Lauch und Käse bis hin zu Nugat, Kirschen und Schmand) unter anderem hier, hier, hier und hier nachgebacken. Der Kombination Teilchen und Pudding konnte auch ich nicht widerstehen, wobei ich in der Füllung aber noch einen Rest Eierlikör verwendet habe. Was soll ich sagen? Großartige Teilchen mit einem ungewöhnlichen Teig, der sowohl Hefe als auch Backpulver enthält. Er muss wirklich nicht gehen und lässt sich wunderbar verarbeiten, ohne zu kleben.

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Nachgebacken: Aprikosentarte mit Mandelcreme

Aprikosentarte

Die Kochzeitschrift “Lecker” finde ich gar nicht mehr lecker – seitdem sich die Redaktion mehrfach von meinen Rezepten hat inspririeren lassen (inklusive 1:1 nachgestelltem Fotomotiv), aber sich nicht mal einen Link oder ein “Gesehen bei” herausquälen konnte. Genausowenig berücksichtige ich Rezepte von “Margots & Volkers Kochbuch” (das vor allem durch juristische Tätigkeiten bekannt wurde) oder von unübersichtlichen Mega-Monster-Seiten wie Kochbar oder Das Kochrezept. Letztendlich lande ich auf der Websuche nach brauchbaren Ideen eigentlich immer bei Koch- und Backblogs, bei denen die SchreiberInnen Klasse statt Masse präsentieren, selbst ausprobiert haben, was sie da vorstellen und das (im Idealfall) auch noch nett oder amüsant erzählen. Wenn also jemand wie Petra von Chili und Ciabatta eine “unbedingte Nachbackempfehlung” für eine Aprikosentarte mit Mandelcreme ausspricht, ist das der Ritterschlag für das Rezept und da muss ich mich nicht mehr durch seitenlange Google-Suchergebnisse klicken. Anders als Petra habe ich aber keinen fertigen Blätterteig, sondern selbstgemachten Mürbeteig a la Lea Linster geknetet und blind gebacken. Ansonsten kann ich ihr nur zustimmen: “Mich begeistert jedes Mal wieder das Zusammenspiel von süßer Mandelcreme und säuerlichen Früchten”. Also auch von mir, wenn ihr Aprikosenkuchen essen möchtet: Unbedingte Nachbackempfehlung! Weiter lesen

BBD #59, Bread for company: Parmesan-Tomaten-Brot

medibrot“Bread for company – Brot als Begleiter” hat Ninivepisces als Motto für das fortlaufende Blogevent Bread Baking Day gewählt. Während sie damit meint, welches Brot eine Speise besonders gut ergänzt, hatte ich den Titel beim schnellen Überfliegen ganz anders interpretiert: “Bread for company – Brot für Gäste”! Oops, damit habe ich das Thema wohl verfehlt – denn dieses mediterran angehauchte Backwerk braucht gar keine Begleitung. Mit etwas gesalzener Butter, einigen Oliven oder gerösteten Gemüsen hat man die passenden Häppchen parat, wenn sich überraschend Leute zu einem gemütlichen Abend bei einer Flasche Rotwein angesagt haben. Wenn man mehr Zeit für Vorbereitungen hat, passen auch Käse-Dips (Rezeptideen siehe hier) wunderbar dazu. Weiter lesen

Schneeweiße Schönheit: Raffaello-Torte

raffaellotorteVon “Modetorten” habe ich bislang die Finger gelassen. Irgendwie widerstrebt es mir, sauteure Schokoriegel zu zerstückeln oder noch teureres Schokokonfekt zu schmelzen, um damit einen Kuchen zu verzieren. Wenn ich ein Snickers essen möchte, dann esse ich ein Snickers, aber ich backe keine Snickers-Torte. Punkt. Schwach wurde ich jetzt jedoch, als ich beim Chefkoch auf eine Rafaello-Torte stieß – hmm, weiße Schokolade, Kokos, Sahne, Pfirsiche! Die Torte machte eine Menge Arbeit, brauchte über zwei Tage hinweg reichlich Kühl- und Wartephasen. Das Ergebnis war eine schneeweiße Torten-Schönheit – die aber seltsam enttäuschend schmeckte. Kokos, weiße Schokolade, Pfirsiche ergaben ein Aroma-Einerlei ohne Höhepunkte. Noch überlege ich, ob ich es nochmal versuche und die Torte mit Kokoslikör und Mangos “pimpe” – aber vermutlich nicht, so lange der “Ausprobieren”-Ordner in der Küche so fürchterlich voll ist mit viel verlockenderen Rezepten…