Von “Modetorten” habe ich bislang die Finger gelassen. Irgendwie widerstrebt es mir, sauteure Schokoriegel zu zerstückeln oder noch teureres Schokokonfekt zu schmelzen, um damit einen Kuchen zu verzieren. Wenn ich ein Snickers essen möchte, dann esse ich ein Snickers, aber ich backe keine Snickers-Torte. Punkt. Schwach wurde ich jetzt jedoch, als ich beim Chefkoch auf eine Rafaello-Torte stieß – hmm, weiße Schokolade, Kokos, Sahne, Pfirsiche! Die Torte machte eine Menge Arbeit, brauchte über zwei Tage hinweg reichlich Kühl- und Wartephasen. Das Ergebnis war eine schneeweiße Torten-Schönheit – die aber seltsam enttäuschend schmeckte. Kokos, weiße Schokolade, Pfirsiche ergaben ein Aroma-Einerlei ohne Höhepunkte. Noch überlege ich, ob ich es nochmal versuche und die Torte mit Kokoslikör und Mangos “pimpe” – aber vermutlich nicht, so lange der “Ausprobieren”-Ordner in der Küche so fürchterlich voll ist mit viel verlockenderen Rezepten…
Kategorie : Backen
Des Menschen Willen ist sein Himmelreich – und wenn sich der Kollege zu seinem 36sten Geburtstag (also weit entfernt von der Kindheit) einen “Spiegeleier”-Kinderkuchen gewünscht hat, dann soll er den bekommen. Aber zumindest einen formvollendeten, mit Pseudo-Spiegeleiern in Spiegeleier-Form. Also habe ich die halbe Teigmenge des Originalrezeptes in einer 26er Springform gebacken und mit einem runden, scharfen Teigausstecher für Scones/Biscuits Kreise ausgestochen, mit je einer Aprikose verziert und ins Büro mitgenommen. Die zerstückelten Reste mit den kreisrunden Kuchenlöchern sorgten währenddessen zuhause bei unserem us-amerikanischen Austauschschüler für Stirnrunzeln: So einen seltsamen Kuchen hätte er ja noch nie gesehen… Gegessen hat er ihn trotzdem!
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: “Spiegeleier”-Kuchen
Kategorien: Kinder, Geburtstag, Kuchen, Obst
Menge: 12 Stücke
========================= FÜR DEN TEIG =========================
125 Gramm Butter, weich
125 Gramm Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
135 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
==================== FÜR DIE SCHMANDSCHICHT ====================
350 ml Milch
1 Pack. Sahne-Puddingpulver
4 Essl. Zucker
200 Gramm Schmand
100 Gramm Saure Sahne
=========================== SONSTIGES ===========================
1 Dose Aprikosen
100 ml Aprikosensaft
2 Blätter Gelatine
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
137191059313529/Aprikosenkuchen-Spiegeleierkuchen.html
– Erfasst *RK* 03.04.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Eine Springform (26 oder 28 cm) fetten, beiseite stellen. Ofen auf
180 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen.
Die Butter mit Zucker, Salz und Eiern sehr schaumig schlagen, Mehl
und Backpulver kurz einarbeiten. Teig in die Form streichen und 20
Minuten backen.
Währenddessen aus Milch, Puddingpulver und Zucker einen Sahnepudding
kochen, den Schmand und die saure Sahne gründlich unterrühren.
Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen holen, Schmandmasse
aufstreichen. Kuchen weitere 15 Minuten backen, dann auf einem
Gitter abkühlen lassen.
Gelatine im aufgefangenen Aprikosensaft einweichen, dann Flüssigkeit
langsam erhitzen, bis sich alles gelöst hat, auf den Kuchen gießen
und alles mehrere Stunden (oder über Nacht) erkalten lassen.
Am nächsten Tag mit einem scharfen Ausstecher oder Glas Kreise
ausstechen, auf jede Form eine abgetropfte Aprikose setzen.
(Anm. Gabi: Kuchenreste den Kindern zm Naschen geben
=====
Dieses Rezept kombiniert den 5-Minuten-Teig-ohne-Kneten mit dem Geh- und Backvorgang im Slowcooker. Ja, der Crocky wird tatsächlich heiß genug, um Brot zu garen, die Methode funktioniert!
Aber warum eigentlich im Slowcooker backen? “Um zu beweisen, dass es geht”, lautet die naseweise Antwort. Was hiermit geschehen wäre. Aber nun mal im Ernst: Ohne nachträgliches Überkrusten finde ich das Brot wenig appetitlich, auch wenn Textur und Geschmack des Teiglings wirklich gut sind. Aber optisch spricht mich so ein blasser Hefeklops nun mal gar nicht an. Also habe ich den Backofen zum Überbräunen angeworfen – aber dann hätte ich ihn ja auch gleich zum Backen des Brotzes nutzen können…
Was mich zur Ausgangsfrage zurück bringt: Warum also im Slowcooker backen? Zwingende Argumente wollen mir nicht einfallen, aber ein paar nebensächliche: Vielleicht habe ich keinen Backofen zur Verfügung und/oder es spielt keine Rolle, ob das Brot braun ist, weil ich es zum Beispiel in die Suppe brocke. Oder ich möchte die Küche nicht aufheizen, Strom sparen, meine Küche wird gerade renoviert oder, oder, oder…
Weißbrot – ohne Kneten und ohne Backen
ergibt: 3 Brote
Vorbereitungszeit: 10 Minuten Vorbereitungszeit (Wartezeit 1 Tag)
Zubereitungszeit: 1 Std. auf HIGH, 75 Minuten auf LOW
Topfgröße: 3,5 l (Menge verdoppeln für großen Topf funktioniert NICHT)
675 ml Wasser
30 g frische Hefe
1 EL Salz
900 – 950 g Weizenmehl (möglichst Typ 550)
Das (höchstens) lauwarme Wasser in eine ausreichend große Schüssel mit Deckel geben, die Hefe hineinbröseln. Salz und Mehl dazu schütten und alles nur so lange mit einem Holzlöffel vermischen, bis sich ein grober, recht nasser Teig ergibt.
Den Deckel auf die Schüssel legen (nicht verschließen) und den Teig zwei Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er sein Volumen stark vergrößert hat und sich Blasen obenauf zeigen. Dann den Deckel verschließen und den Teig in den Kühlschrank stellen (wo er bis zu drei Tage lagern kann. Dabei fällt er in sich zusammen – das ist kein Problem!).
Am Backtag den Crockpot-Einsatz mit einem Blatt Backpapier auslegen und mit bemehlten Händen eine etwa 550 Gramm schwere Portion des Teiges abteilen und auf eine bemehlte Fläche legen – nicht kneten! Stattdessen mit den Händen die Ränder so nach oben ziehen, so dass sich ein glatter Ball formt. Die Falzkanten zusammen kniffen, den Ball umdrehen (schöne Seite nach oben) und das Brot in den Einsatz des Slowcookers legen. Deckel auflegen und 40 Minuten ruhen lassen. Dabei geht das Brot nur wenig auf, läuft u.U. sogar etwas in die Breite.
Nun den Slowcooker auf HIGH stellen und 75 bis 90 Minuten backen. Den Topf mindestens eine Stunde lang nicht öffnen! Nach 75 Minuten den Gartest machen: Beim Daraufdrücken darf es sich nicht weich und “schwammig” anfühlen.
Das Brot aus des Slowcooker nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Optional (ich finde zwingend): Den Ofengrill vorheizen und das gerade gebackene Brot fünf Minuten hellbraun überbräunen.
Die Karnevalsberliner (siehe zum Beispiel hier und hier) sind inzwischen zur Tradition in unserer Familie geworden. Knapp 40 Stück in etwa vier Stunden habe ich in diesem Jahr gebacken und mit Eierlikörcreme gefüllt – und dann mit Entsetzen festgestellt, dass vermutlich 25 Personen nach dem Karnevalszug zum Kaffee kommen werden. Was tun? Kurzentschlossen habe ich Quarkspitzenteig angerührt – nach einem Rezept meiner brandenburgischen Verwandtschaft. Die verwendet Schweineschmalz zum Ausbacken, aber bei mir war das Platten-Fritierfett von den Berlinern eh noch heiß. Die leckeren und wenig süßen Krapfen, die zudem keine zehn Minuten Arbeit gemacht hatten, waren letztendlich schneller verzehrt als die Berliner. Was sagt mir das? Darf es öfter geben…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkspitzen
Kategorien: Karneval, Friteuse
Menge: knapp 20 Stück
250 Gramm Magerquark
60 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker
2 Eier
30 ml Öl
1 Teel. Natron
1 Schuss Zitronensaft
175 Gramm Mehl
3 Essl. Rosinen (optional)
Fett zum Fritieren
Puderzucker zum Betsreuen
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
1766031286458353/Quarkspitzen.html
– Erfasst *RK* 17.02.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Quark, Zucker, Vanilezucker, Eier, Öl und Zitronensaft mit dem Mixer
sehr schaumig rühren, zuletzt das Mehl und das Natron (und die
Rosinen, falls verwendet) nur so lange einarbeiten, bis sich ein
glatter Teig ergibt.
In einem Topf das Fritierfett auf mittlerer Hitze erhitzen. Mit
einem Löffel nicht zu große Nocken abstechen und schön braun
ausbacken. Garprobe mit einem Stäbchen machen, damit die Bällchen
auch gar sind!
Beim Backen drehen sich die Quarkspitzen von selbst im Fett falls
nicht, mit der Gabel nachhelfen.
Quarkspitzen mit einem Schaumlöffel aus dem Fett heben, auf einem
Gitter gut abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Am besten
ganz frisch verzehren.
=====
Was tun, wenn man für ein Familienfest eine Torte mitzubringen hat, aber wegen zweier anderer, direkt vorausgehender Feiern keine Zeit hat, eine zu backen? Man bereitet vor. Aber welcher Kuchen schmeckt nach etwas “Ziehzeit” besser als frisch? Auftritt: Die Drei-Tage-Torte. Nach einem, zwei oder gar drei Tagen im Kühlschrank ist sie schön saftig und durchgezogen. Es gibt sicherlich luftigeres Backwerk und welches mit vielfältigeren Aromen, aber die Torte mit Schokoladen-Vanille-Rum-Note sieht sehr hübsch aus und ergänzt gut ein obstlastiges Kuchenbuffet. Sie sollten allerdings niemandem erzählen, dass die Torte schon drei Tage auf ihren Einsatz wartet: “Alter Kuchen?” Bis auf vier Stück verputzt war sie später dann doch noch ![]()
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Drei-Tage-Torte
Kategorien: Kuchen, Torte
Menge: 16 Stück
========================= FÜR DIE BÖDEN =========================
200 Gramm Margarine oder Butter
175 Gramm Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
250 Gramm Mehl
2 Teel. Backpulver
2 Essl. Kakao
======================== FÜR DIE FÜLLUNG ========================
400 ml Sahne
1 Pack. Sahnesteif
100 Gramm Zucker
1 Essl. Vanillezucker (bevorzugt selbst gemacht)
400 Gramm Schmand
2-4 Essl. Rum oder Schoko-Nuss-Likör
========================= FÜR DEN GUSS =========================
75 ml Sahne
100 Gramm ZB- Schokolade
Etwas Gebäckschmuck
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
302001110247551/3-Tage-Torte.html
– Erfasst *RK* 29.10.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Die Eier mit dem Zucker sehr schaumig rühren, nach und nach die Eier
einarbeiten. Mehl und Backpulver mischen und in den Teig rühren, bis
sich alles vermischt hat.
1/3 des Teiges abnehmen und in eine gefettete Springform (26 cm)
streichen. Bei 175 Grad etwa 15 bis 20 Minuten backen, auf einem
Gitter auskühlen lassen.
Dem restlichen Teig die 2 EL Kakao zufügen und in der 26er
Springform einen dunklen Boden backen (Backzeit etwa 25 Minuten).
Den Boden auf einem Gitter auskühlen lassen und quer halbieren, so
dass man zwei dünne Böden erhält.
Für die Füllung Sahne mit Zucker, Vanillezucker und Sahnesteif steif
schlagen, Schmand vorsichtig unterheben. Einen Tortenring um den
unteren dunklen Boden legen, Boden mit Alkohol beträufeln. Die
Hälfte der Sahne-Schmand-Masse aufstreichen, den hellen Boden
auflegen und ebenfalls mit Likör beträufeln. Restliche Sahne-Schmand-
Masse aufstreichen, zuletzt den zweiten dunklen Boden auflegen.
Für den Ganache-Guss die Sahne bis fast zum Kochen erhitzen, über
die feingehackte Schokolade gießen und rühren, bis sich alles gelöst
hat. Den Guss abkühlen lassen und dann über die Torte streichen, mit
Gebäckschmuck verzieren.
Einen, besser zwei bis drei Tage zum Durchziehen in den Kühlschrank
stellen.
=====
Vor kurzem machte Jutta bei Facebook per Linktipp auf das Schicksal der in Vergessenheit geratenen Grillaschtorte aufmerksam. Recht hat sie! Da backen wir (ich rechne mich ausdrücklich an allererster Front mit ein!) Cupcakes, servieren Scones, formen Cookies und vergessen darüber die Kuchenklassiker unserer Kindheit. Daher möchte ich gerne eine weitere Art auf die rote Liste setzen: Das klassische Hefeteilchen, wie man es früher tablettweise vom Bäcker holte. Der Anlass war entweder freudig (unangekündigter Besuch, Samstag, Papa in Spendierlaune) oder tieftraurig (Beerdigungskaffee). Letztere musste ich häufig als Chauffeurin meiner Oma besuchen – ein damals tiefempfundener Eingriff in meine Freizeitplanung, den die Rosinenschnecken, Puddingbrezeln oder Streuseltaler wenigstens etwas versüßten.
Jedenfalls stieß ich beim Chefkoch jetzt auf ein Foto mit Streuseltalern, als ich nach einer Möglichkeit suchte, eine Handvoll übrig gebliebener Heidelbeeren zu verwerten. Streuseltaler? Wohl 25 Jahre nicht gegessen und noch nie selbst gebacken, weil die so gar nicht in mein Beuteschema “Trendgebäck” passen. Was für ein Versäumnis! Locker-weicher Hefeteig-Boden, vanillig-cremige Quarkschicht, saftige Heidelbeeren und knusprig-süße Streusel – wunderbare Aromen, irgendwie pur und sowas von weit weg vom Cakepops-Frosting-Candymelts-Sprinkles-Gedöns, mit dem ich mich sonst befasse. Warum eigentlich, frage ich mich gerade, wo ich mir den dritten, kaum abgekühlten Taler zu Gemüte führe…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sommerliche Streuseltaler
Kategorien: Hefegebäck, Obst, Heidelbeeren
Menge: 12 Stück
========================= FÜR DEN TEIG =========================
125 ml Milch
300 Gramm Mehl
1/2 Würfel Hefe, frisch
40 Gramm Zucker
75 Gramm Butter
1 Prise Salz
1 Ei
===================== FÜR DIE QUARKSCHICHT =====================
250 Gramm Quark (20%)
1 Pack. Vanillezucker
1 Teel. Vanille-Puddingpulver
35 Gramm Zucker
1 Ei
======================= FÜR DIE STREUSEL =======================
150 Gramm Mehl
80 Gramm Zucker, braun
80 Gramm Butter, sehr weich
1 Prise Salz
1/4 Teel. Zimt
=========================== SONSTIGES ===========================
125-200 Gramm Heidelbeeren, frisch (altenativ: dünne
– Aprikosenscheiben)
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
757671178536565/Quark-Streuseltaler-mit-Aprikosen.html
– Erfasst *RK* 06.08.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe
hineinbröckeln, 10 g Zucker und etwas lauwarme Milch zufügen. Mit
etwas Mehl vom Rand zu einem Brei verrühren und zugedeckt etwa 15
Minuten gehen lassen.
Die Butter schmelzen, lauwarm abkühlen lassen. Restlichen Zucker,
restliche Milch, Ei, Salz und geschmolzenes Fett zum Vorteig geben,
alles gründlich glatt verkneten und etwa 30 Minuten abgedeckt an
einem warmen Ort gehen lassen.
Für den Streuselteig alle Zutaten in einer kleinen Schüssel zu
Streuseln verkneten, beiseite stellen. Für die Quarkschicht
ebenfalls alle Zutaten verrühren, beiseite stellen.
Den gegangenen Hefeteig durchkneten und in 12 Stücke teilen. Jede
Portion zu einem Ballen formen und diesen rund (etwa einen halben
Zentimeter dick) ausrollen. Je sechs Teigtaler auf ein mit
Backpapier ausgelegtes Blech legen. Quarkmasse darauf verteilen und
mit den geputzten Heidelbeeren belegen. Streusel großzügig darüber
verteilen.
Den Ofen auf 200° (Umluft 175°) vorheizen. Die Streuseltaler 15 bis
20 Minuten backen. Auf einem Rost abkühlen lassen. Am besten noch
lauwarm essen
=====
Rohlíki heißen sie bei Nina (Bread around the World) und im Plötzblog – ich habe dieses tschechische Weißgebäck umbenannt in Butterhörnchen, denn genau so heißen sie beim lokalen Bäcker und außerdem bringe ich es eh nie zustande, dieses “i” mit Haken drauf auf der Tastatur zu finden… Aber egal, wie man sie auch betitelt: Die Hörnchen erhalten meine absolute Nachbackempfehlungen. Sie sind fluffig, mit feiner, nur ganz leicht knuspriger Kruste. Der Teig reift über Nacht im Kühlschrank, das macht es leicht, die Hörnchen zum Frühstück frisch auf den Tisch zu bringen. Ich habe mich an Lutz’ Rezept gehalten und einen Milk Roux verwendet – allerdings die Menge gleich verdoppelt. Was soll ich mit vier (allerdings recht großen) Hörnchen – die inhaliert allein schon mein Sohn
Wo der Süden und Osten der Republik scheinbar seit Wochen unter schwülwarmer Hitze leiden, sieht das Münster- aus wie Irland: Grüne Insel (wegen des vielen Regens), wabernde Nebelschwaden, 18 Grad. Ich glaube, dreimal habe ich es bisher gewagt, mit bloßen Füßen in Sandalen das Haus zu verlassen, kein einziges Sommerkleidchen oder -röckchen ist schon zum Einsatz gekommen. Meidet der Sommer unsere Region, so backen wir ihn uns herbei – in Form eines gestürzten Nektarinen-Kuchens, der mit seinen kreisrund angeordneten Früchten wirklich ein bisschen wie die Sonne aussieht. Wie bei allen Kopfüber-Kuchen gilt: Eine wirklich dicht schließende Form verwenden (Glas, Silikon) oder Backpapier unterlegen – der heraustropfende Zuckersirup versaut sonst den Backofen. Ebenso wichtig: Wählen Sie ganz reife, duftende Nektarinen – die unreifen sind hart wie Holz und schmecken auch so.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gestürzter Nektarinen-Kuchen
Kategorien: Kuchen, Sommer, Nektarinen
Menge: 16 Stück
====================== FÜR DIE OBSTFÜLLUNG ======================
90 Gramm Butter
90 Gramm Zucker, braun
750 Gramm Nektarinen, reif, in nicht zu dünnen Schnitzen
========================= FÜR DEN TEIG =========================
180 Gramm Mehl
20 Gramm Maismehl
1 Prise Salz, Prise Natron
1 Teel. Backpulver
100 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker
90 Gramm Butter
3 klein. Eier
100 ml Buttermilch
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 06.07.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Eine 24er oder 26er Springform bereit stellen und leicht fetten.
Ofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Butter für die Füllung in einem Topf schmelzen und den Zucker
hineinrühren. Alles etwas köcheln (aber nicht karamelisieren) lassen,
bis er sich leicht gelöst hat. Die Butter-Zucker-Masse auf dem Boden
der Springform verteilen. Die Obststücke kreisförmig darauf
arrangieren.
Mehl, Maismehl, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel
mischen und beiseite stellen. Zucker, Vanillezucker und die Butter
mit dem Mixer schaumig rühren, nach und nach gründlich die Eier
einarbeiten. Anschließend abwechselnd Buttermilch und Mehlmischung
nur so lange unterrühren, bis sich ein glatter Teig ergibt.
Den Teig auf die Fruchtstücke streichen und alles etwa 40 bis 45
Minuten backen, bis die Oberfläche hellbraun ist. Den Kuchen 30
Minuten in der Form auskühlen lassen und erst dann auf eine Platte
stürzen. Ganz ausgekühlt mit einem Klecks Schlagsahne servieren.
=====
Am Käsekuchen scheiden sich häufig die Geister. Alle mögen ihn, aber in jeweils anderen Ausprägungen: Die einen wollen ihn locker-luftig, ob nun mit oder ohne (Rum-)Rosinen. Andere stehen auf super-cremige Cheesecakes us-amerikanischer Prägung, mit Frucht- oder auch Karamelsauce. Bodenständige bevorzugen Hefeteigboden oder die Kombination mit Mohn. Und ich? Ich liebe jede Art von Käsekuchen und finde, die Qualität dieses vermeintlich simplen Kuchens zeigt, ob jemand backen kann – oder ob eine Bäckerei auf Pülverchen zurückgreift, um Stand und (künstliches) Aroma in die Masse zu bringen. “Käsekuchenhilfe” und Backmischungen braucht kein Mensch – Speisestärke tut’s auch und trockene Zutaten mischen kann doch jeder selbst! Insofern bedanke ich mich zwar bei Dr. Oetker für die Marketinginitiative, die den köstliche Schoko-Käsekuchen seinerzeit in Deutschland bekannt gemacht hat, aber ich verschmähe die dazugehörige Backmischung und habe das Nachbackrezept verschlankt und vereinfacht. Das kommt meinem perfekten Käsekuchen verdammt nahe – danke, Alice, für das tolle Blogevent! Ich freue mich schon auf möglichst zahlreiche andere perfekte Käsekuchen…
“Gebildbrot” ist ein sperriges Wort, aber etwas Besseres fällt mir leider auch nicht ein… Auf dem Ostertisch macht gegenständliches Gebäck (ob nun als Zopf, als Honey Bunny oder als Ostertaube) jedenfalls immer eine gute Figur. Als essbare Deko gab es diesmal Osternester aus weichem, süßem Hefeteig, in denen sich die gefärbten Ostereier hübsch präsentieren ließen. Nix spektakuläres, aber lecker… Wer wirklich aufwändiges Flechtgebäck sehen möchte, findet in diesem PDF Grundrezepte und genaue Formanleitungen.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Osternester
Kategorien: Backen, Ostern, Feiertage
Menge: 10-14 Stück
============================= TEIG =============================
250 ml Milch
1 Würfel Frische Hefe (42 g)
40 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker
1 Prise Salz
abg. Schale einer Bio-Zitrone
600 Gramm Weizenmehl Type 405
1 Ei
1 Eiweiß
100 Gramm Butter, weich
Mehl zum Bearbeiten
=========================== SONSTIGES ===========================
10-14 hartgekochte Eier
1 Eigelb, mit 1 EL Wasser verquirlt
Hagelzucker zum Bestreuen
============================ QUELLE ============================
ABGEWANDELT VON http://www.lidl-rezeptideen.de/de/
rezepte.nsf/pages/
Content.r.overview.c.Osternester
– Erfasst *RK* 09.04.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Milch lauwarm erwärmen, Hefe und 2 TL Zucker darin auflösen. 15
Minuten zugedeckt gehen lassen. Mehl, übrigen Zucker, Vanillin-
Zucker, Zitronenschale, Salz, Ei und Eiweiß, weiche Butter und
Hefemilch zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt an einem
warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig etwa
verdoppelt hat.
Teig durchkneten und in Portionen zu jeweils 70 Gramm teilen. Jede
Portion halbieren und auf wenig Mehl zu gleich langen Strängen von
etwa 20 cm formen. Diese umeinander drehen, zu Kränzen biegen und an
den Enden fest zusammen kniffen. Auf ein mit Backpapier belegtes
Blech setzen, je ein hartgekochtes Ei als “Gewicht” in die Mitte
setzen und zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen.
Dann die hartgekochten Eier entnehmen und den Backofen auf 180 Grad
(Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eigelb mit dem Wasser verquirlen,
Nester damit bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen. Im heißen Ofen
(mittlere Schiene) ca. 15 bis 18 Minuten goldgelb backen. Auf einem
Rost auskühlen lassen. Nester mit hartgekochten Ostereiern oder
Schokohasen dekorieren.
=====
Und hier noch ein Eindruck von unserem Oster-Brunch-Tisch:
Mohn ist eine Zutat, die ich vor kurzem erst entdeckt habe – genau wie Anchovies, Oliven, Blauschimmelkäse. Ob das etwas damit zu tun hat, dass “im Alter” (naja, ich werde bald 49) die Geschmacksknospen unempfindlicher werden und man daher auch starke Aromen eher mag? Egal – jedenfalls hätte ich noch vor fünf Jahren diesen Kuchen nicht gebacken, jetzt bin ich froh, dass ich es getan habe. Die milden Birnen harmonieren sehr gut mit dem kräftigen Mohn, obenauf dann noch eine cremige Käsekuchenschicht – uneingeschränkt zu empfehlen. Ich habe den Kuchen in einer hohen 32er-Tarteform gebacken. Wer lediglich eine 26er-Springform füllen möchte, nimmt 2/3 der jeweiligen Mengen.










