Archiv für ‘Backen’ Kategorie:
Streuselkuchen auf amerikanisch: New York Crumb Cake
Streuselkuchen ist etwas typisch Deutsches: Unten flacher Hefeteig, oben buttrige Streusel - so hat ihn meine schlesische Oma immer gemacht. Oma war allerdings keine begnadete Bäckerin und üblicherweise musste man die Stücke in die Kaffeetasse “tunken”, weil sie zu trocken waren :-) Gut, dass Oma nicht in die neue Welt ausgewandert ist - ihr Streuselkuchen hätte keinen Amerikaner überzeugt, wie es das Backwerk anderer deutscher Bäcker in Brooklyn oder der Bronx offensichtlich tat. Die New Yorker erklärten den Krümelkuchen kurzerhand zu ihrem “New York Style Crumb Cake“, seit Jahrzehnten ist er ein lokaler Favorit. Mit seinem Vorvater, dem deutschen Streuselkuchen, hat er inzwischen allerdings nur noch wenig gemein. Genau wie deutscher Käsekuchen und amerikanischer Cheesecake höchstens entfernt miteinander verwandt sind, besteht der amerikanische Crumb Cake aus Rühr-, nicht aus Hefeteig. Er ist unten fluffig, obendrauf gehört eine großzügige Menge knuspriger, zimtiger Streusel. Ich hab das Rezept vom Blog Piece of Cake allerdings wieder etwas re-germanisiert, indem ich den Teig nach der Rührkuchenmethode hergestellt und die Streusel mit den Händen gekrümelt habe. Im Original werden kleine Kügelchen als Topping geformt (nee, das dauert zu lange!) und trockene und flüssige Teigzutaten unzeremoniell mit dem Mixer verschlagen. Wie auch immer: Der deutsch-amerikanische Streuselkuchen schmeckte großartig, auch noch am nächsten Tag. Beim nächsten Mal würde ich die Streusel ausschließlich mit braunem Zucker herstellen, das macht sie sicher noch knuspriger.
Dekadent: Super-Chunk Cookies
“This could arguably be the best ever cookie dough you will ever make”, hieß es in der Beschreibung des Rezeptes auf der Carnation-Webseite. I’m not going to argue - das ist der beste Cookie-Teig, den ich bisher gemacht habe! “Geheime Zutat” ist eine halbe Dose gesüßte Kondensmilch, die den Teig zwar ganz schön süß macht, aber auch für eine unglaubliche Textur sorgt: Außen sind die Kekse knusprig, innen weich und “chewy”, wie die Amerikaner sagen. Damit das gelingt, dürfen die Teigportionen allerdings nicht zu klein sein und die Backzeit keinesfalls zu lang. Statt der TK-Himbeeren und weißer Schokolade habe ich als Belag gesalzene Macadamia-Nüsse, weiße Schokoladenbrocken und Stücke von Karamelbonbons gewählt - dekadent, aber so lecker, dass die Kekse nach einem Nachmittag schon verschwunden waren. Genausogut vorstellen kann ich mir Haselnüsse, Mandeln, dunkle Schokolade, getrocknete Kirschen oder Cranberries, M&M’s. Dieses Cookierezept wird mein neuer Standard! Weiter lesen »
Schneller kleiner Kuchen: Apfel-Bauern-Tarte
Anders als bei Claudia fällt bei mir der Rechen-Groschen auch nicht, wenn es sich um Backmathematik handelt. R x R x 3,14 = Fläche? Geh mir wech - ich bin mit der Umrechnung von Volumina in Backformengrößen leider überfordert. In der Konsequenz backe ich demnach oft zwei kleine Kuchen, wenn ich am Blogevent Kleine Kuchen der Hedonistin teilnehme. Ich bereite schlichtweg die Originalmenge zu, fülle die Hälfte (2/3, 3/5 oder eben pi mal Daumen) in eine 18er Backform und den Rest in Muffinformen, Brownieformen, gefettete Tassen - was gerade passend erscheint. Im Hinblick auf passend berechnete Kleinkuchenrezepturen ist das natürlich “Thema verfehlt”, aber in der Praxis habe ich einen Kuchen zum Sofort-Essen und einen zum einfrieren oder verschenken. Oder es werden dann doch gleich zwei kleine Kuchen gleich verzehrt, wenn sie so lecker-saftig sind wie diese schnell gemachte vanillige Apfeltarte!
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Naja: Birnen-Karamel-Käsekuchen
Manchen Rezepten kann man einfach nicht widerstehen. Bei mir sind das die mit Schoko und Minze (obwohl mich das Ergebnis oft enttäuscht hat) oder welche, in denen Karamel eine Rolle spielt. Karamel in Kombination mit Käsekuchen, Birnen und Mandeln? Ein definitives Must-Make von der Chefkoch-Webseite… Aber genau wie bei den Schoko-Minz-Desastern war auch hier die Erwartung höher als ein Ergebnis jemals sein könnte: Der Kuchen war okay, fällt aber keinesfalls in die Kategorie “Lieblingskuchen”. Die Birnen harmonieren zwar prima mit den Amaretti, aber die Bienenstich-Decke wirkt irgendwie deplaziert, bröselt beim Schneiden und die Käsemasse des Dulce-de-Leche-Cheesecake ist ungleich cremiger. Aus dem must-make wurde also kein must-make-again
Plätzchenteller 2009: Warum Bewährtes ändern?
Dass Variationen des Plätzchentellers in meiner Familie nicht groß gefragt sind, hatte ich hier bereits beklagt. Insofern steht auch die Weihnachtsbäckerei anno 2009 unter dem Motto “Warum Bewährtes ändern?”. Zu sehen sind im Uhrzeigersinn von unten: Husarenkrapfen gefüllt mit Holundergelee, Cream Cheese Christmas Cookies, Marzipantaler, Mohnkekse, Muskatzonen mit Schokoguss und Zimtsterne a la Demel. Auch Schnuppensuppe hat uns ihren Plätzchenteller schon gezeigt und dieser Thread beim Chefkoch erhält sehr schöne Fotolinks - falls jemand noch Inspiration braucht ![]()
Die Plätzchensaison 09 ist eröffnet: Mohn-Kekse
Genau wie die Kaltmamsell und Ulrike kaufe ich nur eine Brigitte pro Jahr - die mit dem Sonderheft Plätzchen Anfang November. In diesem Jahr hat es mich allerdings etwas enttäuscht: Lakritz- und Balsamicoaromen in Gebäck reizen mich nicht wirklich, getrocknete Frucht- bzw. Krokantmassen oder Brownies betrachte ich nicht als Plätzchen. Allein die Minz-Schoko-Tannen werde ich vielleicht noch versuchen - nach den Pleiten hier und hier muss doch Kombi doch irgendwann mal schmecken! Sonderheft 09 wird also vermutlich im Papierkorb landen, dagegen hat Ausgabe 05 einen Ehrenplatz im Regal: Hier gab es tolle Grundrezepte für Mürbe-, Rührteig und Baiser mit zahlreichen Variationen, unter anderem von Peggy Porschen und Annemarie Sackmann. Letztere lieferte ein Rezept für hübsche Mohnkekse, die ich in diesem Jahr ausprobiert habe - hmm, sehr lecker, sehr aromatisch und gar nicht so süß. Und vor allem ohne fertige Mohnback-Pampe… Weiter lesen »
Kochevent Spanien: Empanada gallega
Börek, Pierogi, Strudel, Pie, Samosa, Pasty - fast jede Küche der Welt kennt gefüllte Teigtaschen. Empanadas heißen sie im spanischen/lateinamerikanischen Umfeld und kommen in genauso vielen Varianten wie es Nationen gibt. Je nach Gusto enthalten sie Fleisch, Fisch oder Gemüse, werden gebacken oder frititiert, sind höllenscharf oder mild. Die ecuadorianische Variante mit Fleisch und Mürbeteig hatte ich hier schon vorgestellt, im Urlaub an der Costa Dorada haben wir eine andere Version gekostet - aus Hefeteig, mit Thunfisch sowie reichlich Zwiebeln und Paprika. Weil diese Empanada im Großformat daherkommt, ist sie ungleich schneller fertig - einfach zwei Kreise ausrollen, den unteren mit der Füllung bestreichen, den oberen auflegen, Kanten einrollen, fertig. Ergänzt mit einem frischen Salat ist das ein sehr leckeres Mittagessen - und mein Beitrag zu Tobias’ mediterranem Kochevent. Auch wenn ich ansonsten wie viele andere auch eher Kochevent-Müdigkeit verspüre…
Naja: Brioche-Schnecken mit Dulce de Leche
Wenn sich Tartelette, TechnicolorKitchen und sie vor Begeisterung überschlagen, muss ein Rezept ja gut sein. Ach was, es muss sowieso gut sein, wenn Dulce de Leche drin ist! Von meinem jüngsten Barcelona-Besuch hatte ich mir so reichlich karamelisierte Kondensmilch mitgebracht, dass auch eine Portion für andere Zwecke als Käsekuchen oder Brotaufstrich abfiel. Tarteletts Briocheschnecken sahen so verlockend aus - und das taten sie letztendlich auch bei mir. Vom Geschmack allerdings hätte ich mir mehr erhofft: Die Karamelnote blieb sehr dezent, die Textur der Brioche ist mir etwas trocken geraten. Aber ich hätte wohl auch nicht mit Heißluft backen sollen. Nicht schlecht, das Rezept, aber auch nicht weltbewegend - da bevorzuge ich allemale Zimtschnecken…
Hmmm: Mascarpone-Brownies
Wenn bei Rezepten 50 Gramm von irgendetwas benötigt werden, das es nur in 200- oder 500-Gramm-Gebinden zu kaufen gibt, ärgert mich das. Denn dann führt ein Rezept zum nächsten (nur zum Reste-Aufbrauchen natürlich) und dann wieder zum nächsten… Zumindest bei diesen Brownies habe ich den Teufelskreis durchbrochen, indem ich statt der vorgeschlagenen Schoko-Ganache die restliche Mascarpone als Frosting verwendet habe. Das schmeckte sehr lecker vanillig-schokoladig und sah am ersten Tag aus wie auf dem Foto - am zweiten hatte sich die Glasur etwas verfestigt und die Feuchtigkeit war in den Schokoteig gezogen. Das sah zwar nicht mehr ganz so schön aus, aber es schmeckte eher noch besser. Dieses Brownie-Rezept kommt definitiv in den Ordner “Familienfavoriten”!
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Bread Baking Day: Morgenmuffel-Brötchen
Wenn’s schnelle Brötchen geben soll, bringe ich meist Biscuits nach US- oder Scones auf englische Art auf den Tisch. Doch auch Hefebrötchen lassen sich ruck-zuck backen - wenn man denn am Abend vorher etwas vorarbeitet. Am nächsten Morgen müssen die im Kühlschrank aufgegangenen Teiglinge nur noch in den nicht mal vorgeheizten Ofen geschoben werden, fertig. So wenig Mühe für so leckere frische Brötchen - das ist mir die Meldung zum 4ten World Bread Day auf alle Fälle wert!

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