Den Geruch im Paradies stelle ich mir so vor wie heute das Aroma in meiner Küche: Ein bisschen Honig, Zitrus, Orange, auf leckerste Art süß-säuerlich-würzig. Der Grund: Ich habe den ganzen Tag Quittenrezepte zubereitet. Mein Schwager hatte mir aus seinem hessischen Zweit-Heimatort einen riesigen Papiersack mit Birnen- und Apfelquitten mitgebracht. Zweimal habe ich den großen Dampfentsafter befüllt und Saft für Quitten-Vanille-Gelee gewonnen. In sechs großen Zwei-Liter-Einmachgläsern habe ich Quittenlikör angesetzt, zusätzlich angereichert mit Zimtstange und Orangenschale. 12 kleine Weckgläser wurden mit Pfälzer Cognacquitten mit Honig befüllt – und es waren immer noch Früchte übrig! Die habe ich dann für’s Dessert verwendet und eine Quitten-Creme daraus zubereitet. Hmmm – zur Nachahmung unbedingt empfohlen! Als echte Fundgrube für Quittenrezepte jeder Art möchte ich im übrigens diese PDF-Datei nennen – eine 90-seitige, umfassende Sammlung von Getränken über Gelees bis hin zu Konfekt und pikanten Gerichten.
Mögen Sie Grießbrei, Milchreis oder rote Grütze mit Sago? Dann wird Ihnen auch die Textur von Tapioka-Pudding zusagen – glibberige, weiche Kügelchen in einer süß-cremigen Puddingmasse. Tapioka-Pudding ist in den USA ein ganz typisches, wenn auch altmodisches Dessert, das es oft in Diners gibt – dann mit süßen Karamel- oder Schokosaucen. Ich bevorzuge frische Fruchtsaucen, wie pürierte Erdbeeren und Blaubeerkompott. Wer Tapioka-Pudding einen asiatischen Touch verleihen möchte, gart die geschmacksneutralen Stärkeperlen in halb Milch, halb Kokosmilch und zieht am Ende frische Mangowürfel unter.
Tapioka wird aus der bearbeiteten und getrockneten Maniokwurzel (Kassava) hergestellt. Unter dem Namen Tapioka habe ich die Kügelchen noch nirgendwo (außer bei Spezialhändern) gefunden – aber genauso gut können Sie im Supermarkt Sago kaufen. Vermutlich ist in der Sago-Packung eh Tapioka drin – ursprünglich wurde Sago nur aus dem Mark der Sagopalme gewonnen, heute auch aus Wurzelknollen anderer tropischer Pflanzen wie Maniok. Und damit sind Sie wieder bei Tapioka…
Der neue Flavour Savour von Morphy Richards auf dem Prüfstand: Alice (hier ihr Bericht) und Ute haben außer mir das Gerät getestet. Hier der zweite Abschnitt und das Fazit von Ute (Teil 1):
“Trotzdem habe ich heute noch ein zweites Rezept ausprobiert: in der Anleitung ist beschrieben, dass man im Flavour Savour auch Pudding in der Wasserbadform kochen kann. Eine solche habe ich von meiner Mutter bekommen, weil diese sie seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt hat, und auch bei mir stand sie ewig im Keller. Hier noch kurz das Rezept :
Quarkpudding
100g Butter
125 g Zucker
2 Eigelb
500 g Magerquark
75 g Hartweizengrieß
2 EL Zitronensaft
1 P Vanillepuddingpulver
2 Eiweiß
Eiweiß zu Schnee schlagen. Butter, Zucker, Eigelb schaumig schlagen, Quark, Grieß, Puddingpulver und Zitronensaft unterrühren. Zum Schluss das Eiweiß unterrühren und die Masse in die gut ausgefettete, mit Semmelmehl ausgestreute Puddingform geben und diese mit dem Deckel fest verschließen.
Form in den Flavour Savour setzen. Dann ca. 1,5 l kochendes Wasser zugeben, so dass die Form etwa bis zur Hälfte im Wasser steht. 1,5 h auf Schnellgarstufe garen. Form aus dem Wasser heben, etwa 5 Minuten abkühlen lassen, Deckel aufmachen und vorsichtig stürzen. Leider hatte ich nicht genug gefettet und ausgestreut….
Schmeckt wie ein etwas kompakter Käsekuchen und kann bereits lauwarm verzehrt werden.
Mein Fazit zum Gerät:
Es könnte interessant sein, den Flavour Savour z.B. in den Urlaub mitzunehmen, wenn die Ferienwohnung nicht besonders gut ausgestattet ist. In der Puddingform lassen sich durchaus kuchenähnliche Puddings herstellen, oder der Topf kann separat benutzt werden, die Qualität ist wirklich hochwertig. Die Schnellgarfunktion hat beim Testen einwandfrei funktioniert und ist wohl für alle Gerichte einsetzbar, die eine Garzeit von 1,5h haben. Der Topf ist ausreichend groß um Fleisch zu bräunen, ohne dass man x-mal alles rein- und rausheben muss. Bis jetzt findet man im Internet allerdings so gut wie keine Rezepte für diesen neuen Topf, kann aber sicher die normalen Crockpot Rezepte adaptieren.
Ich habe die Schongarfunktion noch nicht getestet, werde dies aber bald nachholen.
Leider hat der Flavour Savour einen sehr viel höheren Stromverbrauch als mein anderer Morphy: Laut Typenschild 672/800 W im Vergleich zu 156/170 W. Da wird das 8h Schongaren dann schon fast teuer…
Manche kaufen Schuhe, um zu entspannen, buddeln im Garten, gehen mit dem Hund, lesen, stricken, telefonieren. Ich backe. Am liebsten Brot. Teig kneten und formen ist meine Form von Chill-Out, dazu ein preiswertes und produktives Hobby. Nichts duftet besser als frischgebackenes Brot – außer vielleicht ein zimtig-vanilliger Apfelkuchen oder diese hübschen kleinen mandeligen Pfirsich-Buckles. Solche Obstdesserts mit Teigschicht gibt es in der britischen und US-Küche unendlich viele: Als Crumbles (mit Streuseln), als Brown Bettys (mit Brotbröseln), als Cobbler (mit festeren Teig-”Klößen”) oder eben als Buckle (mit lockerer Teigschicht). Ich finde diese gebackenen Desserts toll nach einem leichten Mittagessen (Suppe oder Salat) und schnell gemacht sind sie auch. Je nach Jahreszeit lassen sich auch Beeren, Äpfel, Pflaumen und natürlich auch jegliche TK-Früchte verwenden.
Dieser Kuchen ist (fast) alles, was ich an Kuchen NICHT mag. Ad 1 – er ist unglaublich mächtig und sahnig. Ad 2 – er ist schokoladig. Ad 3 – er hat diesen blöden Keksboden. Ad 4 – er gehört zur Gattung der ungebackenen “Kühlschranktorten”, wenn er glücklicherweise auch ohne Keksriegel und Dr-Ö-Helfer auskommt. Zusammenfassung von Punkt 1 bis 4: Dieser Kuchen dürfte mir nicht schmecken. Doch er tut es!!! Cremig, nicht übersüß und diese unvergleichliche Kombination von Schokolade und Erdnuss – wie Reeses Peanut Butter Cups in edel. Allerdings würde ich den Pie aus Martha Stewart: The New Classics nicht zum Kaffee servieren, sondern nur in homöopathischer Dosierung als Dessert, quasi als Trüffelpralinchen. Warum ich ihn kontraproduktiv nenne? Weil er Gift ist für den Fastenzeitgedanken und meinen aktuellen Gewichtsstatus…
So wie es in Deutschland einen Weißwurstäquator gibt, existieren vermutlich auch die Labskauslinie (irgendwo bei Bremen) oder die Rübenkraut-Region. Wo sich letztere befindet, lässt sich ganz leicht ermitteln: Erscheint Ihnen die Vorstellung von süßem Sirup auf Speckpfannkuchen , über Grützwurst oder Kartoffelreibeplätzchen eklig, wohnen Sie jenseits davon. Im Rheinland und in Westfalen ist Grafschafter Goldsaft dagegen Standard im Küchenschrank – als Brotaufstrich und als besagter süßer Kontrapunkt zu pikanten Pfannengerichten. Auch beim Backen ist er unverzichtbar – er macht das Schwarzbrot schön süßlich und ersetzt in amerikanischen Rezepten den Charakter, den dort der braune Zucker bringt. Genau wie Jutta huldige also auch ich beim aktuellen Blogevent Kulinarische Reise durch das Rheinland dem dunklen Zuckerzeugs. Ich habe in der Rheinischen Post ein Rezept für ein Rübenkrauteis gefunden, das mit gleich einer zweiten rheinischen Spezialität gepaart wird: Püfferkes, kleinen Hefepfannkuchen. Ein tolle Kombination und vermutlich der optimale Abschluss für ein rheinisches Sauerbratenmenü…
Draußen fühlte es sich heute bei sechs Grad und Sonne zaghaft nach Frühling an und drinnen schlummern noch die letzten Winterdesserts im Kälteschlaf. Der Frühjahrputz im Tiefkühler begann mit diesen kleinen Schokotörtchen, die als Nachtisch das bescheidene Suppen-Mittagessen aufputzten. Das besondere an ihnen: Sie wandern gefrostet in den Backofen und behalten auch nach dem Backen einen halbflüssigen Kern. Das schmeckt genial zu einem guten Vanilleeis oder frischen Beeren. Nicht zu vergessen: Die Soufflees lassen sich wunderbar vorbereiten, so dass man auch viele Gäste damit bewirten kann. Nur für’s Anrichten sollte man sich Hilfe holen, damit die Küchlein heiß bleiben und das Eis nicht schmilzt.
Wie viele Fotos kann man in drei Wochen Urlaub eigentlich schießen? Sehr, sehr, sehr viele… Wo mich zu analogen Fototagen noch die Kosten einer Rolle Film bremsten, gibt es im digitalen Zeitalter von 8-Gigabyte-Speicherkarten kein Halten mehr. Mit Augenrollen quittierten meine Kinder die x-te Orchideen-, Wellen-, Wolken- und Landschaftsaufnahme oder die wiederholte Aufforderung, sich bitte mit Person A, B respektive C (ach nee, lieber mit A, B UND C – nein, nicht so herum, andersherum!) zum Foto zu gruppieren. Das Gemurre setzt sich fort, wenn ich Anstalten unternehme, die Urlaubsfotos zu zeigen – naja, 800+ Motive sind selbst für überdurchschnittlich interessierte Freunde arg viel. Also habe ich mit meinem Lieblings-Grafikprogramm 150 der besten Bilder zu einer vertonten Diashow montiert, zu deren Vorführung ich dann noch die passenden Speisen reiche. Es gab Empanadas mit Fleisch- und Tunfisch-Füllung und zum Nachtisch einen Flan mit Orangenkaramel. Ob’s nun das Essen war, die Qualität meiner Fotos, die Musikuntermalung (Miami und Ecuador) oder die Höflichkeit der Zuschauer – jedenfalls habe ich keine Unmutsäußerungen gehört
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Flan de coco con caramelo de naranja
Kategorien: Dessert, Südamerika
Menge: 12 Portionen
================= FÜR DIE ORANGEN-KARAMEL-SAUCE =================
200 Gramm Zucker
8 Essl. Frisch gepresster Orangensaft
====================== FÜR DIE KOKOSCREME ======================
400 ml Kokosmilch aus der Dose
100 ml Sahne
250 ml Milch
100-150 Gramm Zucker (nach Geschmack)
Abger. Orangenschale
6 Eier
=========================== SONSTIGES ===========================
2-3 Orangen
Himbeeren
Kokosflocken
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://laylita.com/recipes/2008/02/12/
coconut-flan-with-orange-caramel/
– Erfasst *RK* 07.02.2011 von
– Gabriele Frankemölle
Von einer der (unbehandelten) Orangen die Schale abreiben, Abrieb
beiseite stellen. Orangen mit einem scharfen Messer schälen und
filetieren. Dabei den Saft auffangen, die Filets in eine Schüssel
geben, abdecken und kühlen. 12 kleine Timbale- oder Souffleeförmchen
(es funktioniert auch mit geraden feuerfesten Tassen) leicht mit Öl
ausreiben.
Für das Orangenkaramel den Zucker und den Orangensaft in einen
schweren Topf geben und bei großer Hitze zu hellbraunem Karamel
kochen – gut acht geben, sobald sich der Zucker verfärbt, von jetzt
ab geht es superschnell bis zum Verbrennen! Das Karamel in die
Förmchen verteilen, jeweils etwa einen halben Esslöffel.
Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
In dem Karameltopf Kokosmilch, Sahne und Milch mit dem übrigen
Zucker erhitzen, bis sich alles gelöst hat. Etwa 1/2 Tl abger.
Orangenschale unterrühren. In einer großen Schüssel die Eier
verrühren, die heiße Milch nach und nach vorsichtig dazurühren – es
sollte sich kein Schaum ergeben. Eiermilch durch ein Sieb in die
Förmchen auf das erstarrte Karamel gießen.
Die Förmchen in eine große Auflaufform oder die Fettpfanne des
Backofens geben. So viel heißes Wasser angießen, dass die Förmchen
bis zur Hälfte im Wasser stehen. 40 bis 50 Minuten auf der mittleren
Schiene garen, bis die Masse gestockt ist.
Nach dem Garen die Förmchen aus dem Wasser nehmen und gründlich
durchkühlen, am besten über Nacht.
Vor dem Servieren mit einem Messer um den Rand der Förmchen fahren
und diese auf einen Dessertteller stürzen. Mit Orangenfilets,
Himbeeren und Kokosflocken garnieren.
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Alle Jahre wieder… Die Frage, was ich Weihnachten auf den Tisch bringe, beschäftigt mich schon seit Wochen. Da sich sowohl junge Mäkler als auch erwachsene abstinente Gourmets und bodenständige Senioren, die Krustentiere und exotische Zutaten nicht mögen, um den Tisch versammeln, kommen viele Rezepte per se nicht in Frage. In Sachen Vorspeise (Räucherforellen-Mousse? Rosenkohl-Cremesüppchen? Kleine Birnentartes mit Gorgonzola?) schwanke ich noch, als Hauptgang hat sich die Mehrheit inzwischen Pute gewünscht – und das Dessert steht seit einem Probekochen letzte Woche fest: Bratapfel-Tiramisu. Diese Schichtspeise lässt sich super vorbereiten, sieht ausgesprochen hübsch aus und passt mit seinem apfel-vanillig-zimtigem Aroma wunderbar in die Jahreszeit. Das Originalrezept enthält drei Sorten Alkohol (Eierlikör, Weißwein, Kaffeelikör) – selbst ich als Nicht-Abstinenzler finde das arg durcheinander. Selbst wenn ich mit Alkohol kochen könnte, würde ich den Kaffeelikör allemal weglassen und die Kekse lieber dem Saft des Bratapfelkompotts tränken.
Dass ich eigentliche keine solo-funktionalen Küchen-Kleingeräte mag, hatte ich hier schon mal ausgeführt: Können wenig und nehmen viel Platz weg. Ausnahmen von der Regel sind mein Eisbereiter und – neuerdings – ein Crème-Brûlée-Brenner. Nachdem ich mir schon -zig mal die Finger an den Schlangen des Ofengrills verbrannt habe oder die Finger in Karamel badete, beschloß ich, 25 Euro in Arbeitsschutz zu investieren und ärgere mich, dass ich das noch nicht früher getan habe: Mit dem kleinen Brenner ist es ein Klacks, die knackige Zuckerkruste zu produzieren. Die Ankündigung “Zum Nachtisch gibt es Crème Brûlée” hat damit viel von ihrer einstigen Dramatik verloren und das köstliche Dessert kommt jetzt viel häufiger auf den Tisch.
So gerne ich Desserts mag, so ungern esse ich “fertige” Fruchtjoghurts. Meine Familie verzehrt sie palettenweise als Snack, auf der Arbeit, in der Schule – mir sind sie entweder zu wässrig, zu kalorienhaltig, zu süß, zu sauer, zu künstlich oder zu stückig. Eine Ausnahme gibt es: Der göttlich-cremige Mangojoghurt von Emmi. Er hat keine Stückchen, keine zugesetzte Chemie und schmeckt richtig nach reifer Mango – kein einfaches Unterfangen, denn manchmal schmecken nicht mal reife Supermarkt-Mangos nach Mango
Weiterer Bonus des schweizerischen Produktes: Die hübschen Gläschen, die sich wunderbar wieder befüllen lassen (Grüße an die Friends of Glass!) – zum Beispiel mit einer schnellen Schichtspeise aus Kuchenresten, Mascarponecreme und Frucht. Das sieht auch auf einem Buffet hervorragend aus – und ich glaube, ich habe inzwischen genügend Gläschen gesammelt (und damit Emmi-Joghurt gegessen), dass ich problemlos auch das Buffet zum Aktionärstreffen einer schweizerischen Bank bestücken könnte…
Erinnert sich außer mir noch jemand an Schlagfit, die “Ersatzsahne” der 70er Jahre? Meine Ma mochte Schlagfit (“Gerinnt wenigstens nie!”) und servierte großzügige Mengen des fluffig-süßen Zeugs zum sonntäglichen tortengussglibbernden Pfirsich-Mandarinen-Obstboden. Ich mochte weder Schlagfit noch besagten Obstboden und hätte eigentlich gedacht, dass ich dem Pulver nie wieder begegne, doch – Schlagfit lebt! Es heisst allerdings nicht mehr Schlagfit (auch nicht R..a Cr…fine), sondern Diamant Eiszauber und der Hersteller verspricht cremiges Eis-Erlebnis auch ohne Eismaschine. Pulver mit Milch aufschlagen, weitere Geschmackszutaten hinzugeben, einfrieren – fertig. So einfach geht das?





