Archiv für ‘Desserts’ Kategorie:
Resteverwertung deluxe: Kaffee Creme Brulee
Dass sie sooo guuut werden würden, habe ich vorher ja nicht gewusst (dann hätte ich gleich die doppelte Menge gebacken!) - also blieb von den Super Chunk Cookies noch gesüßte Kondensmilch übrig. An sich kein Problem: Ich liebe dieses cremig-süße Zeugs und kann es auch ohne weiteres Zeremoniell aus der Dose löffeln. Da sprach allerdings das schlechte Gewissen ein Machtwort und ich habe stattdessen auf der britischen Carnation-Webseite nach weiteren Verwendungsmöglichkeiten gesucht. Ironischerweise meldete sich mein schlechtes Gewissen nicht, als ich dort das verlockende Rezept für Kaffee Creme Brulees entdeckte und schlußendlich die Kondensmilch dann noch mit Eigelb, Sahne, Milch und Vanille zusammenrührte
Die Masse stockte wunderbar im Crockpot (der Backofen geht natürlich auch) und hatte eine prima Textur - weich, cremig, sündig eben. Sowas ist wohl Resteverwertung deluxe…
Gefährlich für Finger & Linie: Lebkuchen Creme Caramel und Gewürzorangen
Anders als Jutta habe ich irgendwie Respekt vor Creme Brulee beziehungsweise vor der Zuckerkruste obenauf*. Einen Bunsenbrenner besitze ich nicht und an den Schlangen des Ofengrills habe ich mir vor Urzeiten mal entsetzlich die Finger verbrannt. Quasi aus Arbeitsschutzgründen wurde also die Lebkuchen Creme Brulee mit Gewürzorangen von Johann Lafer (Originalrezept leider nicht mehr online, abgewandelt hier) zu einer Lebkuchen Creme Caramel mit Gewürzorangen - und ich geriet damit vom Regen in die Traufe: Bei meinem ungeschickten Versuch einen angeklebten Zuckerklumpen vom Rand des Topfes zu lösen, spritzte mir heißer Karamel über zwei Finger und ich verbrachte den gestrigen Sonntag mit einem Kühlakku in der Hand. Das Dessert war allerdings so gut, dass es die Schmerzen fast wert war - vor allem die Gewürzorangen sind herrlich und passen bestimmt auch zu allen möglichen Parfaits, Mousses oder zu Eis.
Weihnachtsdessert: Vanille-Sekt-Creme
Beim weihnachtlichen Raclette-Essen unseres Stammtisches bin ich üblicherweise “der Nachtisch”, soll heißen, ich sorge für’s Dessert. Nachdem ich im vergangenen Jahr mit fünf Bechern Sahne kalorientechnisch wohl einen Rekord aufgestellt hatte, gab’s diesmal (vergleichsweise) Diätkost - in die lockere Vanille-Sekt-Creme von der Chefkoch-Webseite kamen für acht Portionen gerade mal 400 ml. Anders als klassische Weincreme schmeckte die Masse sehr subtil nach Alkohol, ein Fruchtpüree passt sehr gut dazu. Als Schuss in den Ofen erwies sich jedoch meine Idee, ein Weingelee mit Speisefarbe grün einzufärben, in einer Schale dünn auszugießen und es letztlich als Deko zu verwenden. Das Ausstechen von Sternen und Tannenbäumen klappte nicht, bzw. die Glibberformen ließen sich nicht vom Tellerboden lösen. Letztlich habe ich nur kleine Würfelchen zustande gebracht und aufgestreut- aber überzeugt hat mich das weder geschmacklich noch optisch.
Nachgebastelt: Mojito-Dessert
Weitab touristischer Pfade, in einer wenig ansehnlichen Wohnstraße des El Raval, haben wir in der vergangenen Woche in Barcelona das Restaurant Las Fernandez entdeckt. Die Gaststube ist im Original genauso grellrot wie die Webseite - aber im abendlichen Kerzenlicht durchaus erträglich. Das galizische Lokal wird von drei Schwestern geführt, die zu günstigen Preisen authentische Küche ohne Fertig- und Halbfertigprodukte auf dem Tisch bringen, nachdem sich ein netter (und höchst ansehnlicher
) Kellner viel Zeit genommen hat, die Tageskarte zu erläutern. Wir haben ein sehr leckeres Fischmenü gegessen, eine Flasche akzeptablen Cava für 11 Euro dazu getrunken, aber am originellsten fand ich das Dessert: Mojito decape - der Rum-Limetten-Cocktail in Nachtisch-Form, ein säuerliches Rumgelee mit einer milden Minzsahne. Weil ich kein Rezept dafür finden konnte, habe ich mir kurzerhand eines gebastelt - und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Vermutlich könnte man statt Minzlikör auch frische Minze verwenden, aber wie man hier nachlesen konnte, habe ich damit bislang keine guten Erfahrungen gemacht.
Nach der Suppe: Bananen-Pudding “Alabama”
Wenn zum Mittagessen “nur” eine Suppe auf den Tisch kommt, dann muss zumindest der Nachtisch was her machen - sagt meine wenig suppenliebende Familie. Also koch ich Suppe vor allem für mich und ein üppiges Dessert vor allem für die anderen. Nach diversen Obstaufläufen, Milchreis oder selbstgemachtem Eis gab’s diesmal einen Bananenpudding auf US-amerikanische Art - nämlich mit Keksen, Bananen, Vanillecreme und einer Baiserhaube. Wer gerne den Puddingtopf ausschleckt, wird dieses sündige Dessert lieben - am besten noch lauwarm servieren!
Blaubeeren im Doppelpack: Muffins & Eiscreme
Die 125-g-Blaubeerschälchen, die ab Mai schon in den Geschäften stehen, lasse ich üblicherweise links liegen. Was soll frau mit der therapeutisch kleinen Menge blaufarbener Wasserkügelchen schon Vernünftiges anfangen? Ein 500-Gramm-Spankörbchen Waldheidelbeeren auf dem Wochenmarkt ist dagegen eine Versuchung, der ich nicht widerstehen kann. Vor allem nicht, seitdem ich dieses Eis ausprobiert habe - leicht säuerlich und herrlich beerig. Weil weder Sahne noch Eier geschlagen werden müssen, ist es unkompliziert zuzubereiten. Die Konsistenz ist frisch aus dem Eisbereiter am besten, Lagerung lässt es leider sehr hart werden - wobei bei uns drei Esser lediglich zwei Kugeln übrig ließen. Der Rest der Blaubeeren landete in den Muffins, einem meiner ältesten Rezepte.
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Peach Cobbler - warmer Pfirsichauflauf
Um demnächst wieder entfernt in die Nähe einer Bikinifigur zu kommen, habe ich mir das Kuchenbacken untersagt. Allerdings hätte ich mir besser das Backen überhaupt untersagt, denn statt Kuchen backe ich jetzt pikante Tartes. Oder ich belohne mich und die Familie nach der Gemüsesuppe mit einem Obstauflauf. Dieser Peach Cobbler mit seiner Mandelnote und der köstlichen Teigkruste schmeckt auch mit anderen Obstsorten hervorragend: Aprikosen, Blaubeeren, Äpfel, Birnen - oder einer Mischung aus allen, gerne auch tiefgefroren. Hmm, ein großer Löffel Cobbler, lauwarm, mit einem Klecks Vanilleeis - das ist so lecker, dass sich jeder Gedanke an Bikinifiguren in Luft auflöst… Weiter lesen »
Für’s Dessertbuffet: Eierlikörparfait mit Erdbeersalat
4 Jahre Kochtopf-Blogevents: Chapeau, Zorra, für Ideen & Durchhaltevermögen! Gerade letzteres finde ich (derzeit mit akuter Arbeitsüberlastung und gesteigerter Kochunlust kämpfend) außergewöhnlich - eine tolle Leistung, sich über einen so langen Zeitraum immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen! Mich als Süßschnabel spricht das Jubiläums-Thema Dessertbuffet natürlich sehr an und ich beteilige mich mit einem Eierlikör-Parfait, das sich gut vorbereiten lässt. Aktuell passen Erdbeeren perfekt dazu, im Herbst ein Pflaumenkompott und im Winter Krokant wie im Original.
Nachgekocht (im Crockpot): Arroz con leche
Milchreis ist zwar lecker, aber ein bisschen “geradezu”, wie meine Mutter sagen würde - also geschmacklich nicht gerade aufregend. Wesentlich interessanter als die deutsche Version mit Zimt und Zucker fand ich den spanischen Arroz con leche, den ich in der Vorspeisenplatte gefunden habe. Er wird mit Zitronen- und Orangenschale sowie Zimtstange aromatisiert und ist nicht ganz so pappig-dick. Ich habe ihn im Slowcooker gekocht - so entfällt das Rühren und er gart ohne Aufsicht und ohne Anbrennen.
Himmlisch: Dulce de Leche Cheesecake
Für jemanden mit einem süßen Zahn ist Dulce de Leche eine Offenbarung: Ein sahnig-karamelliger Brotaufstrich, der in Latein- und Südamerika weit verbreitet ist. Dulce de Leche schmeckt als Füllung für Kekse, im Eis oder auf Eis, zu Obstsalat, Joghurt, zum Käsekuchen unten - oder ganz dekadent pur, direkt mit dem Löffel aus dem Glas. Der prompt einsetzende Zuckerschock ist nur noch von Claudias Karamellsauce mit gesalzener Butter zu übertreffen! In den benachbarten Niederlanden kann man Dulce de Leche in fast jedem Supermarkt kaufen, hierzulande sind französische Milchkonfitüre oder russische karamelisierte gezuckerte Kondensmilch akzeptabler Ersatz. Wer geduldig ist, kocht Dulce de Leche selbst, entweder unter Rühren, bis der Arm abfällt, oder im Wasserbad im Backofen, wie David Lebovitz es empfiehlt.
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