“Aperol Spritz” als Dessert: Ricotta-Orangen-Mousse mit Aperolspiegel

Ricotta-Creme mit Aperolspiegel

Es gibt Kinderdesserts – Schokopudding, Vanillevla (jetzt bei Ulrike auch in der Dubbel-Version!), Grießflammeri. Und es gibt Erwachsenendesserts – alkoholisch, herb, säuerlich. Dieses Dessert im Glas gehört zur letzteren Gattung und ist so ziemlich das genaue Gegenteil von cremig-süß. Das macht es ungeignet für unsere klassischen Familienmenüs, aber zur ersten Wahl, wenn man seine Mit-Sprachlernenden der Altersgruppe 40+ zu Gast hat. Die zarte Creme mit dem orangig-bitteren Aperolspiegel ist recht aufwändig zuzubereiten, lässt sich aber wunderbar schon am Vortag zubereiten.

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Das Weihnachtsdessert: Bratapfelparfait

bratapfelparfait

Vorbereitung ist alles, wenn um (Weihnachts-)Menüs geht, finde ich. Denn wie sonst soll man stressfrei 14 Personen bewirten? Also koche ich im Prinzip schon seit gestern für das Festessen, bei dem am Freitag ein 12-Kilo-Truthahn auf den Tisch kommt. Die Cranberry-Sauce ist fertig, der Riesenvogel taut im Kühlschrank auf, die Suppenbasis (ohne Fischeinlage) wird morgen aufgesetzt und gerade ist das Dessert in den Tiefkühler gewandert. So erledige ich immer mal wieder ein bisschen, so dass ich am Freitag im Prinzip nur noch den Truthahn brate, Bohnenauflauf und Herzoginkartoffeln fertig backe. Jaja, “nur noch” ist relativ – aber für mich ist das stressfrei ;-) Und damit es so bleibt, habe ich ein Dessert gewählt, das im Tiefkühler auf seinen Auftritt wartet. Das Bratäpfelparfait (im Original vom Chefkoch) ist ein echter Keeper! Auf dem Foto oben habe ich Karamelläpfel, Mini-Marzipankartoffeln und gesalzene Karamellsauce dazu gegeben, Sahne und Eierlikör schmecken aber auch hervorragend! Weiter lesen

Großmutters Lieblingsrezepte: Oma Friedas Quarkauflauf

Quarkauflauf auf edle Art

Wer auch immer diese Oma Frieda zu seinen Verwandten zählte: Herzlichen Glückwunsch! Meine Oma hieß Selma, war sehr lieb, aber konnte leider nicht gut kochen. Sie piesackte uns Kinder mit bretthartem Mohnkuchen, schlesischem Wellfleisch (schwabbeliger, gekochter Bauchspeck) und zweimal wöchentlich Sauerkraut. Was hätten wir uns über so eine fluffig-süße Mehlspeise wie Oma Friedas Quarkauflauf gefreut – wobei Oma Selma dazu vermutlich kein Kompott, sondern Mohn-Butterbrösel serviert hätte, schauder… Kurzum: Zu Be Reggies Blogevent “Großmutters Lieblingsrezepte” kann ich somit nur das Lieblingsrezept einer fremden Großmutter einreichen, das zum Favoriten meiner Familie geworden ist. Für “alle Tage” backe ich die leichte Quarkmasse in einer Auflaufform, wenn es feiner zugeht, in gebutterten Timbale-Förmchen, siehe Foto. Dazu gab es Karamelbirnen und einige Tropfen Schokosauce – köstlich sind aber auch Blaubeeren.

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Honig-Rosmarin-Parfait mit Blaubeersauce

Honigparfait

Wer schreibt/redigiert und lektoriert solche Rezepte? Lecker.de empfiehlt ein Honig-Rosmarin-Parfait a la Christian Rach, in dem 4 Eigelb, zwei Eier, 250 g Honig und 500 g Sahne verwendet werden, für 4 Personen. Denen dürfte hinterher kotzübel sein, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Honig mit acht ganzen Rosmarinzweigen (nicht Nadeln!) aromatisiert wird – Hustensaft lässt grüßen. Auf dem Lecker-Foodfoto wiederum wird das Halbgefrorene nicht mit – wie im Rezept angegeben – vier weiteren Rosmarin-, sondern mit Thymianzweigen dekoriert. Ganz großes Kino!

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Werthers Echte in cremig: Gesalzener Karamelpudding

Gesalzener Karamelpudding

Warnung: Dieser Pudding ist süß. Ich mache mich normalerweise vor Baklava nicht bange, mag Honig, türkischen Honig, Quittenpaste und Kandiertes aller Art – aber hier brauchte sogar ich eine Menge von Erdbeerscheibchen, um die Balance süß-säuerlich wieder herzustellen. Dabei hatte ich die Zuckermenge des Originals (insgesamt 230 g auf 700 ml Flüssigkeit!) schon halbiert. Aber auch das war noch zuviel – das Rezept unten spiegelt das mit einer nochmals reduzierten Mengenangabe wider. Was man außer süß bei diesem Pudding jedoch heraus schmecken konnte, war großartig – wie Werthers Echte in cremig, mit einer ganz leichten Salznote. Wird es wieder geben… Weiter lesen

Resteverwertung: Erdbeer-Sahne-Gugelhupf

Erdbeer-Sahne-Gugelhupf

Einmal im Jahr starte ich die Aktion “Esset den Tiefkühler leer”. Denn es ist schon erstaunlich, was sich da hinter anderen Paketen, unter Stapeln von Plastikbehältern oder in dritter Reihe in den Türfächern noch so an gefrosteten Schätzen verbirgt: Einige Jakobsmuscheln, ein Beutel mit Geflügelfond (Verwendung siehe hier), eine halbe Packung Cranberries, Brösel-Fleisch vom Weihnachtstruthahn, und und und… Irgendwann muss man das aufbrauchen, bevor es es gar nicht mehr brauchbar ist. Beim Sortieren sind mir gestern auch einige TK-Erdbeeren vom letzten Sommer in die Hände gefallen, die püriert und kurz gegart ihren Weg in ein sehr ansehnliches Dessert fanden – einen Erdbeer-Sahne-Gugelhupf. Obwohl politisch unkorrekt auf mindestens drei Arten konnte ich allerdings einigen frischen Flugerdbeeren als Dekoration nicht widerstehen :-) Weiter lesen

Kochen ohne Tüte: Schokopudding hell & dunkel

Zweifarbiger Schokoladenpudding

Bei all dem Hinterhecheln hinter Back- und Kochtrends vergisst man (okay, ich)  manchmal, dass es ein (Küchen-)Leben jenseits von Cake Pops, Cupcakes und TexMex gibt. Und mit Erstaunen stellt man (okay, ich)  fest, wie gut eigentlich so ein simples Gulasch mit Knödeln schmeckt. Und zum Nachtisch braucht es dann auch keine Cremes mit Fruchtsößchen oder Tonkabohnen-Aroma, sondern man (naja, die Familie) erfreut sich an schnödem Schokoladenpudding.

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Im nächsten Leben… – werde ich Partyservice!

Das Dessertbuffet zur Silberhochzeit

“Du bist doch §$%&?#…” Ganz entgegen des Anlasses (unsere Silberhochzeit) gab mir mein Mann eher uncharmant zu verstehen, was er von meinem Plan hielt,  90 Gäste selbst zu bekochen. Ich finde es zwar herrlich, mehrgängige Menüs und Häppchen in rauhen Mengen zuzubereiten – aber okay, Essen für 90 Personen ist schon eine Herausforderung, wenn man keine Profiküche mit Kühlhaus zur Verfügung hat. Also kamen Antipasti und Grillbuffet vom Partyservice – aber wenigstens das Dessertbuffet zum Fest stammte von mir! Schließlich esse ich seit Jahren aufopferungsvoll Emmi-Joghurts, Rewe-Feine-Welt-Cremes und französische Vanille-Joghurts, um an die hübsche Umverpackung (die Gläschen) zu gelangen. Knapp 100 habe ich bislang gesammelt und drei weitere Dutzend Mini-Weckgläschen gab’s gerade im Angebot bei Lieferello.

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Resteverwertung: Kleine Zitronen-Cheesecakes im Glas

Mini-Käsekuchen im Glas

Mini-Käsekuchen im Glas

Weil die Familie nur aus Käse- und Aufschnitt-Frühstückern besteht, gelingt es mir als einzigem Süßschnabel kaum, Herr bzw. Frau der Brotaufstrich-Vorräte zu werden. Im Kühlschrank warten also regelmäßig halbleer gegessene Marmeladengläser darauf, verwertet zu werden – so auch dieser Zitruscurd, den ich  aus der Schale und dem Saft von Wintergarten-Orangen und Zitronen gerührt hatte. Nach einer Anregung von Küchenzaubereien habe ich die herbe Zitronencreme für kleine, im Glas gebackene Cheesecakes verwendet, die sich als sehr lecker erwiesen. Sehen Desserts in Gläschen (siehe hier, hier, hier, hier und hier) nicht immer viel schöner als als große Portionen? Weiter lesen

Resteverwertung: Orangencreme mit Orangen-Karamel-Sauce

Orangencreme

Für welches Rezept sie ursprünglich brauchte,  weiß ich nicht einmal mehr – nur dass ich an dem 2-kg-Netz ungespritzter “Valencia Late”-Orangen irgendwie nicht vorbei gekommen war. Und da lagen sie nun im Obstkorb, die übrig gebliebenen sechs Früchte, zu schade zum schnöden Auspressen. Als Resteverwertung deluxe habe ich sie zu einer fluffig-cremigen Orangencreme mit Schmand verarbeitet. Zur milden Creme passt hervorragend die leicht herbe Sauce – wer wenig Zeit (oder weniger Orangen) hat, kann das Dessert natürlich auch pur  servieren und es vieleicht mit einigen Schokospänen oder einem Minzeblatt garnieren. Weiter lesen