Aus dem Slowcooker: Pulled Pork

Pulled Pork Sandwiches

Pulled Pork – zerzupftes Schweinefleisch – ist (hierzulande) ein Trendgericht, USA-Fans kennen es schon lange: Auf dem Smoker, im Backofen oder im Slowcooker wird ein Schweinebraten so lange in würzigem Sud gegart, bis man das Fleisch mit der Gabel in kleine Stücke rupfen kann. Vermischt mit BBQ-Sauce stapelt man das Fleisch auf ein Brötchen, gibt nach Geschmack Pickles oder Cole Slaw (Kohl-Karotten-Salat ) dazu – fertig ist ein superwürziges Fast Food mit langer Zubereitungsdauer, das man nur mit vielen Servietten unfallfrei essen kann!

Mein Pulled-Pork-Rezept orientiert sich stark an dem aus Harald Zoschkes großartigem Buch Chili Barbecue mit Rezepten fürs scharfe Grillen & Smoken. Was bei Harald allerdings Stunden dauert, reduziert sich bei mir auf sieben Stunden auf HIGH im Slowcooker: Ich reibe das Fleisch mit Cajun-Gewürzmischung ein, lagere es über Nacht, gare es am nächsten Tag in etwas Apfelsaft und Apfelessig, und vermische es dann mit meiner derzeitigen Lieblings-Barbecue-Sauce.  Schmeckt großartig und ist im Crocky absolut gelingsicher, denn das Fleisch wird nicht trocken.

Pulled Pork Sandwiches

Ergibt: 8 Portionen

Pulled Pork Sandwiches

Pulled Pork ist superwürziges, zerzupftes Schweinefleisch .- ein klassisches US-Südstaatengericht, das mit Krautsalat als Sandwich gegessen wird. Im Slowcooker gelingt es ohne große Mühe und bleibt supersaftig.

Zutaten

  • 1,2 kg Schweinenackenbraten
  • für den Cajun-Rub:
  • 1 EL geräuchertes Paprikapulver (bei den Spanienprodukten, sonst Paprika edelsüß)
  • 1 TL Chiliflocken (oder weniger, wenn Sie es nicht gerne scharf mögen)
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • 1 TL Zwiebelgranulat
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/4 TL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Salz
  • 1 EL brauner Zucker
  • zum Garen:
  • 150 ml Apfelsaft
  • 25 ml Apfelessig
  • Sonstiges:
  • 300 - 400 ml Barbecuesauce
  • 8 Baguettebrötchen
  • Pickles oder Cole Slaw

Zubereitung

  1. Bitte beachten: Zubereitung beginnt am Vortag!
  2. Alle Zutaten für den Gewürz-Rub gut vermengen und das Fleisch damit gründlich einreiben. In einen Plastikbeutel geben, diesen gut verschließen und über Nacht im Kühlschrank lagern.
  3. Am nächsten Tag Apfelsaft und Apfelessig in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben, das Fleisch aus dem Plastikbeutel nehmen und dazu legen. Etwa sieben Stunden auf Stufe HIGH garen (dabei idealerweise einmal wenden), bis das Fleisch ganz weich ist.
  4. Fleisch aus dem Sud nehmen, eine halbe Stunde in Alufolie schlagen und ziehen lassen. Dann mit der Gabel zerzupfen und mit Barbecuesauce vermengen.
  5. Brötchen aufbacken, durchschneiden und mit Fleisch belegen sowie Pickles oder Cole Slaw obenauf geben. Sofort servieren.

Notizen:

Wer keinen Slowcooker hat, gart das Fleisch etwa 4 Stunden pro Kilo im Backofen bei 110 Grad Ober- und Unterhitze. Die Königsdisziplin ist natürlich die Zubereitung auf dem Smoker, aber so ein Gerät besitze ich leider nicht. Übrigens kann man gut auch gleich die doppelte Menge zubereiten - das Fleisch lässt sich prima einfrieren und später in BBQ-Sauce erhitzen.

Aus dem Slowcooker: Bärlauchsüppchen

Bärlauchsüppchen

Bärlauch ist alles andere als ein seltenes Kraut, aber in der Küche meiner Kindheit und Jugend spielte er keine Rolle – obwohl das nichts heisst, denn eigentlich nutzen Oma und Mama eh nur krause Petersilie, Schnittlauch und vielleicht noch Majoran und Bohnenkraut :-)  Entdeckt habe ich das Zwiebelgewächs, das nach Knoblauch riecht, aber bekanntlich keine “Fahne” macht, erst vor sechs, sieben Jahren auf dem Wochenmarkt. Seitdem gehört Bärlauch zu meinen absoluten Frühjahrsfavoriten. Ich finde, es gibt kaum etwas, das besser schmeckt als gesalzene Bärlauchbutter zu frisch gebackenem Brot! Zu Ostern habe ich den Bärlauchüberfluss aus dem Garten zu einem köstlichen Bärlauchsüppchen verkocht – auch das wird ein “Keeper” im Rezeptefundus. Weiter lesen

Für den Crockpot: Hühnchen in Lauchcreme

Huhn in Lauchcreme

Dass ich vor zwei Jahren aus dem Homeoffice zurück in eine angestellte Tätigkeit gewechselt bin, hat meine Kochgewohnheiten ganz schön durcheinander gewürfelt. Früher war mein Arbeitplatz eine Flurlänge vom Herd entfernt, jetzt sind es 17 km. Früher habe ich bevorzugt morgens das Essen vorbereitet, es auf HIGH im Slowcooker gegart und um 2 Uhr, wenn alle aus der Schule zurück kehrten, wurde gegessen. Heute kommt vor vier, fünf Uhr keiner nach Hause – also bin ich vom HIGH- zum LOW-Garer geworden. Während Schweine- und Rindfleisch sowie Hülsenfrüchten die niedrige Temperatur gut tut, bevorzuge ich bei Geflügel immer noch HIGH – ich habe den Eindruck, es bleibt dann saftiger. Also habe ich mir eine externe Zeitschaltuhr angeschafft, die dem Topf nach drei oder vier Stunden den Strom abstellt – das funktionierte auch bei diesem Hühnchen-Lauch-Gericht wunderbar! Weiter lesen

Aus dem Slow Cooker: Cinnamon Apple Butter

Applebutter aus dem Crockpot

Keine Sorge: Apple Butter enthält kein Fett. Vielmehr handelt es sich dabei um den us-amerikanischen Ausdruck für dickes, würziges Apfelmus. Das isst man pur, zu Pfannkuchen, über Eis oder schichtet es – mein Favorit! – mit Keksen und einer sahnigen Quarkcreme als superleckeres Dessert in Portionsgläschen. Im Slowcooker bereitet man Apple Butter ohne Anbrennen und Aufpassen zu – wichtig für den Erfolg ist allerdings, dass Sie die richtigen Apfelsorten verwenden. Boskoop oder andere säuerliche Äpfel sind am besten geeignet, auch in einer Mischung verschiedener Sorten.

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Aus dem Crockpot: Indisches Butter-Huhn

Indisches Butter Chicken

Mit indischer Küche habe ich keine Erfahrung – den einmaligen Besuch in einer indischen Imbissbude in London, wo selbst das Beilagen-Brot Chilistückchen enthielt, zähle ich jetzt mal nicht. Mein Mund brennt heute noch in Erinnerung daran… Also kann ich nichts dazu sagen, wie authentisch indisch dieses”Butter Chicken” nun schmeckt. Mir jedenfalls schmeckt es unglaublich gut! Es enthält eine Fülle von Aromen und ist nicht zu scharf, allerdings habe ich bei der Chilipaste auch die Mindestmenge verwendet und beim Currypulver eine milde Variante gewählt. Dieses Hühnchengericht ist superschnell vorbereitet und kocht sich im Slowcooker wirklich von ganz allein. Es wäre damit sicherlich auch passend für @work-Zubereitung.

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Aus dem Crockpot: Massaman Curry mit Erdnüssen

Massaman-Curry

“Beim Thailänder” sind süß-scharf-nussige Saucen mein absoluter Favorit. Und wenn dann noch Koriander  und Kokos dazu kommen, bin ich im Curryhimmel – wie bei diesem Massaman-Curry, für das Sie einen kleinen Trip in den nächsten Asia-Laden einlegen sollten. Besorgen Sie sich dort Fischsauce, Kokosmilch, Erdnussbutter, Koriander und fertige Massaman-Currypaste, um die typische Geschmacksnote hinzubekommen. Der Einkaufstrip ist auch schon das mühsamste des ganzen Unterfangens, denn den Rest erledigen Sie bequem im Slowcooker mit Anbratfunktion (AMAZON-LINK).
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Aus dem Crockpot: Potage Crécy oder Karotten-Lauch-Suppe

Möhren-Lauch-Suppe

Die französische Landküche lässt mich im Moment nicht los. Und genauso wenig mein neuer Test-Slowcooker, der Sear & Stew von Morphy Richards (AMAZON-LINK). Gestern habe ich darin eine herzhaft-winterliche Möhren-Lauch-Suppe zubereitet, die in Frankreich Potage Crécy heisst, da aus der Gegend von Crécy in Nordfrankreich offenbar ausgezeichnete Karotten stammen. Eigentlich mag ich gekochte Möhren nicht so gern (sind mir zu süßlich), aber hier werden sie mit reichlich Lauch kombiniert. Da ich außerdem kräftigen (natürlich im Crocky selbst gekochten) Gemüsefond verwendet habe, fand ich das Ergebnis sehr lecker  – mein Gemüse meist verschmähender und fleischliebender Ehemann hat sogar vier Teller verzehrt! Der Sear & Stew-Einsatz des Crockpots hat die Anbrataufgabe gut erledigt, aber dabei hat sich bestätigt, was mir Leser Harry geschrieben hat: Der metallene Innentopf (leider nicht induktionsgeeignet) ist relativ leicht und wenn man mit einer Hand darin rührt, muss man ihn mit der anderen festhalten. Eigentlich ja kein Problem, aber wenn man – wie Harry – nur mit einer Hand gut greifen kann, dann kommt so ein Brummkreisel auf dem Herd nicht gut :-)

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Le Crock: Daube de boeuf (Rindfleisch in Rotwein)

Daube de boeuf (Rindfleisch in Rotwein)

Mit französischer cuisine raffinée habe ich noch keine großen Erfahrungen, wohl aber ein paar mit französischer Landküche. Und nachdem mich die seinerzeit sehr begeistert hat, habe ich mir gleich das passende Kochbuch zugelegt: Trish Deseine: Meine französische Landküche (amazon-Link). Daraus habe ich schon vieles erfolgreich nachgekocht, zum Beispiel eine göttliche Zwiebelmarmelade (noch nicht verbloggt) oder hauchdünne Apfeltarte. Auch Trishs “Boeuf de Carottes”, geschmortes Rindfleisch in Rotweinsauce mit Karotten lockte mich, das Rezept für den Slowcooker abzuwandeln. Die 1,5  Liter Rotwein, die dort in der Sauce landeten, schreckten mich allerdings gehörig: Schließlich kocht im Crocky nichts ein und was, wenn die Sauce nachher penetrant alkoholisch-säuerlich schmeckt? Schade um das schöne Bio-Rindfleisch… Weiter lesen

Aus dem Crockpot für den Vorrat: Shrimp Marinara

Shrimp Marinara

Wir nennen zwar 3500 Quadratmeter Garten unser Eigen, aber (zu meiner Schande) muss ich gestehen, dass das ein reiner Ziergarten ist. Außer ein paar Kräutern aus einer Ecke ernte ich nichts – aber warum sollte ich auch? Schließlich habe ich eine Mutter, die sich um den Vitaminhaushalt der Familie Sorgen macht, und von Mai bis Oktober den Überschuss aus ihrem Garten vorbei bringt. Im Moment landen kistenweise Tomaten, Falläpfel, Zucchini und Gurken bei mir. Die  Tomaten – eine seltsame, aber sehr wohlschmeckende längliche Sorte – habe ich verwendet, um im Crockpot tolle Tomatensauce zu kochen. Einen Teil habe ich gleich eingefroren, im anderen Teil Shrimps heiß werden lassen – hmm, Shrimp Marinara, eine Köstlichkeit über frischer Pasta.

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Sommers wie winters: Skandinavische Fruchtsuppe

Skandinavische Fruchtsuppe aus dem Slowcooker

Keine Lust zu kochen bei dieser Hitze? Keinen Appetit auf deftige, warme Speisen? Also keine Wetterlage für den Slowcooker? Doch. Diese skandinadische Crockpot-Fruchtsuppe mit Trockenobst und Beeren schmeckt säuerlich-süß-würzig. Im Winter essen wir sie warm mit Spekulatiusbröseln obenauf, im Sommer eisgekühlt mit einem Klecks saurer Sahne. Vanilleeis geht natürlich auch! Übrigens, so finde ich, hat Slowcooker-Kochen auch im Sommer große Vorteile: Obwohl der Topf stundenlang vor sich hinschmurgelt, heizt er die Küche nicht auf – ganz anders als ein Backofen. Zudem müssen Sie beim Kochen nicht dabei stehen bleiben – gehen Sie doch einfach in den Garten, legen Sie sich auf die Freibadwiese oder trinken Sie im Schatten eine Limonade :-) Ihr Essen wird trotzdem fertig… Weiter lesen