Bei Durchsicht aller Suppenrezepte für das geplante Slowcooker-Suppenbuch (eine unendliche Geschichte
spüre ich derzeit den Lücken nach: Welches Gemüse habe ich denn noch nicht verbraten , ähem, verkocht? Die deutschen Klassiker Kohl und Kartoffeln finden reichlich Verwendung, auch mediterrane Kombinationen aus Tomaten plus X sind mehrfach abgedeckt genau wie Hülsenfrüchte aller Couleur, wortwörtlich. Rote Bohnen, weiße Bohnen, schwarze Bohnen, grüne Bohnen… Auf webweiter Recherche fiel mir im australischen Taste-Portal eine “moroccan sweet potato, carrot and chickpea soup” ins Auge – gut, sowohl Süßkartoffeln als auch Möhren und Kichererbsen habe ich noch nicht oft verwendet. Das Rezept ließ sich sehr gut für den Slowcooker umwandeln, das Ergebnis war ein leckere, orientalisch gewürzte Suppe, die sehr wenig Arbeit machte. Gut dazu schmeckt Knoblauchbrot.
Wer gefüllte Paprikaschoten mag, wird diese Suppe lieben: Der Paprikatopf mit Hack enthält dieselben Zutaten und Geschmacksnoten – Hackfleisch, Paprika, Reis und Tomaten. Die Zubereitung ist extrem unaufwändig, das Ergebnis extrem lecker und dabei fettarm, wenn Sie das ausgebratene Fett weggießen. Bei der angegebenen Flüssigkeitsmenge ergubt sich ein eher dicker Eintopf, wer es gerne supppiger mag, gibt mehr passierte Tomaten und/oder Fleischbrühe hinzu.
Lemon Curd ist ein typisch englischer Brotaufstrich: Eine herbe Creme aus Zitronen, Zucker, Butter und Eiern, die ganz langsam über dem Wasserbad gerührt werden muss, damit sie nicht gerinnt. Dieser Gefahr entgehen Sie, wenn Sie Lemon Curd im Slowcooker zubereiten (danke für die Anregung, Reiner!) Das dauert zwar viermal so lange wie auf dem Herd, gestaltet sich aber total stressfrei: Während Sie zum Beispiel das eigentliche Essen kochen, simmert die Curd-Masse im Schongarer vor sich hin. Alle halbe Stunde schauen Sie nach, rühren kurz um und sobald die Creme andickt, füllen Sie sie in Gläser. “Nebenbei” entsteht so köstliche Zitronencreme, die hervorragend auf Scones oder Toast schmeckt und auch eine prima Kuchenfüllung abgibt.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Lemon Curd aus dem Crockot
Kategorien: Slowcooker
Menge: 4 kl. Gläser
3 Zitronen (Bio)
300 Gramm Zucker
125 Gramm Butter
3 Eier
2 Eigelb
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 26.03.2011 von
– Gabriele Frankemölle
Die Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen. Die Butter in
Würfel teilen. Zuerst heißes Wasser etwa 5 cm hoch in den Slowcooker
füllen. Gerät auf “High” schalten.
Die Zitronenschale, den Saft, die Butter und den Zucker in ein
hitzebeständiges Gefäß geben (Gabi: Arcoroc-Glasmeßbecher). Das
Gefäß in den Slowcooker stellen und noch soviel heißes Wasser in den
Slowcooker füllen, dass das Gefäß bis zur Hälfte von Wasser umgeben
ist. Diese Mischung etwa 30 Minuten erhitzen, bis der Zucker und die
Butter aufgelöst sind.
Das Gefäß aus dem Slowcooker nehmen, Inhalt gut durchrühren und
einige Minuten abkühlen lassen. Den Slowcooker auf “Low” schalten.
Die Eier und das Eigelb verquirlen und durch ein Sieb langsam unter
die erhitzte Mischung rühren. Das Gefäß wieder in den Slowcooker
geben und alle 30 Minuten kurz durchrühren. Solange kochen, bis eine
cremige, dickliche Masse entsteht – etwa eine bis maximal zwei
Stunden.
Lemon Curd in erwärmte, sterilisierte Schraubdeckel-Gläser füllen.
Die Haltbarkeit in kühlen dunklen Räumen beträgt etwa drei Monate.
Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.
:Vorbereitungszeit: 5 Minuten
:Garzeit: 1 – 2 Std.
:Slow Cooker Größe: 3,5 l
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Knapp daneben ist auch vorbei: “Kulinarische Reise durch das Rheinland” lautet das Thema, das Chef, der Metzger hat gesagt für das aktuelle Food-Blog-Event ausgesucht hat. Hmm, das Rheinland ist zwar nur 20 km von hier entfernt, aber das Gericht, das es am Sonntag bei uns gab, hat keine rheinischen Einflüsse, sondern ist pur westfälisch. Gekochtes Rindfleisch mit heller Zwiebelsauce bildet tradionell den zweiten Gang des “Hochzeitsessens”, das in gutbürgerlichen Gaststätten serviert wird. Zum Auftakt gibt es die Rinderbrühe mit Einlage, es folgen Schmorbraten mit Sauce und Kartoffeln, den Abschluß bilden Herrencreme und/oder Welfencreme. Für einen normalen Sonntag ist das natürlich ganz schön viel Aufwand – ich habe also das Fleisch im Slowcooker schmurgeln lassen, bin mit meinem Mann wandern gegangen und habe abends nur noch die Sauce zubereitet. Wird das Rindfleisch als Vorspeise serviert, gibt es als Beilagen nur Silberzwiebeln und Gewürzgurken. Ich habe noch einige Salzkartoffeln dazu gekocht und einen Gurkensalat zubereitet – ich glaube, den Rheinländern vom anderen Ufer hätte das auch geschmeckt
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rindfleisch mit Zwiebelsauce, westfälische Art
Kategorien: Crockpot, Vorspeise
Menge: 8 Portionen
1 1/2 kg Rindfleisch, z.B. hohe Rippe, Brust oder
– Vorderkeule)
2 Ltr. Wasser
Salz, Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
1 Bund Suppengemüse (Porree, Petersilie, 1 Möhre,
– Sellerie)
1 Zwiebel, halbiert, Schnittflächen in der Pfanne
– braun geröstet
===================== FÜR DIE ZWIEBELSAUCE =====================
500 Gramm Zwiebeln
80 Gramm Butter oder abgeschöpftes Fett der Brühe
2 Essl. Mehl
1-2 Teel. Senf
1-2 Essl. Essig, weiß
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
1 Eigelb, nach Belieben
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 21.03.2011 von
– Gabriele Frankemölle
Das Suppengemüse klein hacken und in den Keramikeinsatz des
Slowcookers legen, obenauf das Fleisch geben. Wasser angießen,
Zwiebel, Lorbeerblatt und Pfefferkörner einlegen und mit Salz (1 – 2
TL) würzen.
Eine Stunde auf HIGH ankochen, dann etwa zehn bis 11 Stunden auf LOW
fertig garen, das Fleisch muss sehr weich sein.
Für die Zwiebelsauce die fein gehackten Zwiebeln in einem Topf im
Fett fünf bis zehn Minuten glasig andünsten, sie sollen nicht braun
werden. Das Mehl hinzufügen und anschwitzen. Mit ca. 1/2 Liter der
Fleischbrühe auffüllen. Mit Salz, Senf, Essig und Zucker abschmecken,
einige Minuten köcheln lassen. Wer mag, kann zur Verfeinerung mit
einem Eigelb legieren.
Die Soße heiß zum in dünne Scheiben geschnittene Fleisch servieren.
Dazu gehören traditionell Gewürzgurken und Silberzwiebeln.
Tipp: Restlichen Fond erkalten lassen, durchseihen und portionsweise
einfrieren – oder als Rindfleischsuppe zubereiten.
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Wer einen Crockpot kaufen wollte, wurde bislang nur in Großmärkten oder online fündig. Ein wirklich großes Publikum dürfte dagegen der Tchibo-Katalog erreichen, der ab dem 15. März (für Privat-Card-Kunden) und ab 22. März (für jedermann/frau) einen 3,5-l-Schongarer listet. Ob sich die Geräte so ganz ohne Erläuterung, was sie können oder auch nicht, verkaufen wie geschnitten Brot, möchte ich fast bezweifeln. Die beiliegende Gebrauchsanleitung beantwortet vermutlich auch nur einige Fragen – aber für den Rest gibt’s ja das Forum hier oder beim Wunderkessel! Neuen Slowcooker-Köchinnen würde ich ans Herz legen, nicht gleich mit den Kuchen, Dampfnudeln oder Müslis zu beginnen, sondern zunächst Rezepte auszuwählen, bei denen es auf eine Stunde Garzeit mehr oder weniger nicht ankommt und bei denen es wenig vorzubereiten gibt. Ein Beispiel für einfaches Schongaren ist dieser gerollte Hackbraten mit griechischen Zutaten und Gewürzen. Er bleibt schön saftig, egal ob nun knapp vier Stunden auf Stufe HIGH, sechs auf MEDIUM oder acht auf LOW gart. Ebenfalls bestens geeignet für Einsteiger: Das afrikanische Hühnchen, die gefüllten Paprikaschoten und als Dessert schokoladige Pots du Creme.
Kategorie : für Slowcooker
Was die Erbsensuppe für Benelux und Deutschland ist, ist Borschtsch für Osteuropa. Für den säuerlichen, rustikalen Eintopf gibt es zwischen Polen und der Wolga hunderte von Rezepten und Rote Bete ist darin – anders als landläufig angenommen - kein Muss. Der Ur-Borschtsch war vermutlich sogar grün, weil er Bärenklau (altslawisch bortschewik genannt) enthielt. Mehr dazu wissen Petra Foede von Kaffeeklatsch oder Krusenstern. Ich dagegen weiß nur, dass sich die rote Variante sehr arbeitssparend im Crockpot zubereiten lässt. Die sättigende Wintersuppe gart ganz ohne Aufsicht und schmeckte meinen Eltern (gebürtige Schlesier) hervorragend – ich fand sie etwas intensiv, denn Rote Bete ist nicht so mein Fall… Weiter lesen
Was das Anbraten von Fleisch und Gemüse vor dem Schmoren im Crocky angeht, so ist sich die Crockpot-Gemeinde uneins: Die einen sagen, es sei geschmacklich nicht nötig und es hebe eine mögliche Zeitersparnis wieder auf. Die anderen sagen, es sei geschmacklich vielleicht nicht nötig, aber es sorge für viel ansprechendere Optik und Sauce. Ich bin eindeutiger Anhänger der zweiten Faktion – siehe hier. Ein etwas “gekochtes” Aussehen des Fleisches und blasse Saucen gefallen mir nicht – ich mags lieber krustig und braun wie bei diesem köstlichen Altbierbraten. Die Sauce war wirklich ein Gedicht, da brauchte es kaum das zarte, saftige Fleisch. Stattdessen reichte es, einen Miniknödel nach dem anderen durch die zwiebelige Tunke zu schwenken
Wie schon hier beim Bircher Müesli, erledigte sich auch der Grundsatzartikel über Topinambur von selbst: Die Herdhelden schrieben Wissenwertes dazu, das Lebensmittellexikon, der Gärtnerblog und Wikipedia wissen es eh schon. Blieb mir also nur noch das Kochen des Gemüses, das ich zuvor noch nie gekauft und zubereitet hatte. Letzteres ging superschnell: Knollen schrubben, grob zerteilen – fertig. Genauso wenig Arbeit macht das Kochen, denn ich habe ein Rezept vom Marburger Suppenfest für den Crockpot abgewandelt. Das Ergebnis schmeckte mir ausgesprochen gut – ein feines Süppchen mit leichter nussiger Currynote und dezenter Schärfe.
Eine Seite aus dem Buch der Essklischees, aber wahr: Wenn ich meinen Männern eine Freude machen möchte, dann bringe ich ein ordentliches Stück Fleisch auf den Tisch. Kartoffeln dazu und reichlich Sauce – und sie sind glücklich. Unglücklich schaut dann allerdings meine Tochter aus der Wäsche, die kaum Fleisch isst – und wenn, dann nur fast verkohlten Bauchspeck vom Grill oder von Oma geschmorte Rinderrouladen. Ihre seltsame Art von Vegetariertum erstreckte sich leider auch auf diesen Hackbraten, der im Slowcooker wunderbar saftig geriet. Wichtig ist nur, ihn nicht zu lange zu garen. Auf Stufe Medium oder LOW gelingt er besser als auf HIGH.
Die Küchenplanung ist abgeschlossen, der Umbau hat begonnen und wir setzen einen neuen Wohntrend – “rumänischer Landhausstil”, wie Melanie das Campen im Wohnzimmer in diesem Thread so nett umschrieb. In meiner vormaligen Leseecke wich der Schaukelstuhl einem alten Kühlschrank, daneben Toaster, Kaffeemaschine, Mikrowelle, darunter die Abwaschschüssel für schmutziges Geschirr und eine Kiste mit Lebensmitteln. Camper oder Wohnmobilisten wissen mit so einer Minimal-Austattung umzugehen – ich weiß es nicht und krame ständig in den Umzugskisten im Keller nach ausgelagertem Küchengut. Herrjeh – was kocht man eigentlich ohne Küche und wenn weder Herd noch Backofen oder Grill zur Verfügung stehen? Ich habe mir eine Reihe Slowcooker-Rezepte der simplen Art (kein Anbraten, kaum Vorbereitungen, viele Fertigprodukte) für die kommenden zwei Umbauwochen heraus gesucht – kein großes Küchen-Kino, aber wenigstens ne warme Mahlzeit pro Tag…
Bitteschön, Bioproduzenten und Direktvermarkter, so wird es gemacht: Die Fattoria La Vialla verkauft nicht nur Weine, Olivenöl und Feinkost, sondern toskanisches Lebensgefühl. Webseite, Kataloge, selbst die Produktverpackungen vermitteln Atmosphäre und hochwertigen Eindruck weitab von Beliebigkeit oder Fabrikproduktion. Und dann schmecken die Erzeugnisse auch noch großartig – so zum Beispiel das Olivenöl und die Cantuccini, die ich bislang aus dem Sortiment probiert habe. Im neusten Katalog wird Ribollita vorgestellt – ein typisch toskanischer Eintopf aus Bohnen und Kohl, der typischerweise aufgewärmt und über Brot serviert wird. Das schien mir ein typischer Fall für den Crocky zu sein und ich habe mir aus mehreren Rezepten (hier und hier) ein eigenes gebastelt. Schmeckte wirklich lecker, aber mit der Fattoria-Originalversion werde ich sie nicht vergleichen können – man müsste gleich vier Gläser bestellen und das möchte ich dann doch nicht. Lieber ne Flasche Olivenöl mehr
Gulaschsuppe im Sommer? Tja, eigentlich wäre das wohl ein Beitrag für die Reihe antizyklisches Kochen, aber bei 12 Grad Außentemperatur und Nieselregen kann von Sommer keine Rede sein. Leider auch keine davon, die geplante Wanderung um den Halterner Stausee zu unternehmen. Stattdessen gab’s wärmende Gulaschsuppe und ich werde den Nachmitag mit einem guten Buch auf dem Sofa verbringen. Vielleicht sollten wir nachher noch einen leckeren Tee kochen und Waffeln dazu backen…



