Männeressen: Schichtfleisch aus dem Dutch Oven

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Die Männer dieser Familie führen (ihrer Meinung nach) ein bedauernswertes Dasein: Weil ich gerade am Kochbuch “Slowcooker vegetarisch” arbeite, hat der Anteil der Fleischmahlzeiten drastisch abgenommen. Statt Schnitzel gibt es Seitan süß-sauer,  die Bolognese wird (unbemerkt!) mit zerbröseltem Tofu zubereitet und in der Erbsensuppe fehlen Würstchen und Speck. Mit Wohlgefallen werden von diesem Hintergrund Familienfeste aufgenommen, an denen der neue Dutch Oven zum Einsatz kommt und 3,5 Kilo Nackensteak als Schichtfleisch zubereitet werden. Das Rezept der  Fire Eaters erwies sich schon bei der Zubereitung als Attraktion (beim Verzehr sowieso): Zweieinhalb Stunden scharten sich die Herren ums Feuer, bewachten mit Argusaugen den Topf, hörten voller Vorfreude das Blubbern darin und schlugen zuguterletzt mit Heißhunger zu. “Bei uns gabs schon eeewig kein Fleisch mehr!” Weiter lesen

Blogevent Pimp my lunchbox: Couscous-Salat a la Katie

Couscoussalat mit halbgetrockneten Tomaten

Nach 15 Jahren Selbständigkeit im Home-Office bin ich vor drei Jahren zurück in eine klassische Angestelltentätigkeit im Büro gewechselt. Damit feierten im Hause Frankemölle die Tupper- und Brotdosen ein Revival.  Im Crocky gekocht wird nach wie vor – jetzt aber bevorzugt auf LOW (um meine Abwesenheit auszunutzen) und in doppelter Menge, denn Curry, Suppe & Co. lassen sich hervorragend im Weckglas mitnehmen und aufwärmen, wie Ulrike Küchenlatein es hier vormacht. Was aber, wenn man – wie Tina Lunch for one – keine Möglichkeit hat, etwas aufzuwärmen? Weiter lesen

Solo-Sonntagsessen: Hühnchen mit Spinat-Gorgonzola-Sauce

Huhn mit Spinat und Gorgonzola

Gabi allein zu Haus: Sorry, liebe Familie, aber nach 25+ Ehejahren und 20+ Jahren mit Kindern um mich herum, genieße ich es, wenn ihr alle mal ausgeflogen seid. Niemand fragt morgens, ob und wann Brötchen geholt werden, niemand meldet Ansprüche auf Bad- oder Autobenutzungszeiten, die einzigen Essenswünsche, die geäußert werden, sind meine eigenen. Also gab es von Freitag bis Sonntag ausschließlich mehrheits-unfähige Gerichte wie Tabbouleh, Hummus, gebratene Auberginen, Fischtacos mit Guacamole und zuguterletzt gestern mit Spinat (Kind 1: “Iiih, grün!”) und Gorgonzola (Kind 2: “Baah, viel zu streng!”) überbackene Hähnchenbrust (Ehemann: “Wäre mit Schweinefilet bestimmt nicht schlecht!”). Ich fands auch so total lecker! Weiter lesen

Schweinefilet in Paprikarahm

Paprikafilet

Im Moment habe ich eine etwas unorganisierte Phase. Arbeit im Büro, Tapezierer im Haus, meterhohes Unkraut im Garten, Fertigstellung eines eBooks und Vorbereitungen für die Ankunft unseres Gastschülers stressen schon ziemlich. So habe ich oft meine Gedanken nicht genügend beieinander, um am Abend zuvor das Slowcooker-Gericht des nächsten Tages zu planen. Stattdessen überlege ich mir um halb vier, was es denn um halb fünf  (wenn bei uns alle von der Arbeit kommen) zu Essen geben könnte. Dieses Gericht hier war auch so ein Schnellschuss (40 Minuten von der Vorbereitung bis zum Servieren)  – aber ein sehr gelungener. Das Fleisch ist butterzart, die Sauce sehr würzig. Weiter lesen

Sonntagsessen: Hähnchenbrust mit Spinat und Gorgonzola-Kruste

Hähnchenbrust mit Spinat und GorgonzolaEigentlich ist mir dieses Low-Carb-Prinzip ja suspekt: So ein Gericht mit Sahne und Käse soll sich mit dem Abnehm-Gedanken vertragen? Komisch – tut es aber, wenn man es als frühes Abendessen serviert und auf die Beilage verzichtet. Obwohl ich zwischendurch auch sündige (ganz ohne Kuchen – siehe hier –  geht’s eben nicht), sind mit sehr moderatem Low-Carb in sieben Monaten sieben Kilo geschmolzen. Three more to go, yeah! Weiter lesen

Low-Carb: Birnen, Bohnen und Zander

Birnen. Bohnen und Zander99 Euro für drei Tage 4*Sterne-Hotel direkt an der Ostsee, inklusive Wellness, Massage und einem Abendessen? So einer günstigen Winter-Auszeit konnten wir nicht widerstehen und da spielte es auch keine Rolle, dass der Kühlungsborner Strand nach einer Sturmflut verschwand und ein eisiger Wind wehte… Wir aalten uns stattdessen in der Sauna, nahmen abends im Restaurant “Seaside” Platz und ließen uns großartige Fischgerichte schmecken. Mir hatte es vor allem die Kombination “Birnen, Bohnen und Zander” angetan – und zwar so sehr, dass ich das seitdem schon zweimal zuhause nachgekocht habe. Es schmeckt toll, ist relativ schnell gemacht und passt wunderbar in mein derzeitiges Low-Carb-Essschema, mit dem ich schon einige Pfunde verloren habe…

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Blogger-Bashing oder: Käsekörbchen mit Bärlauch

Käsekörbchen

Wieso können eigentlich nur die “Nordlichter” Blogger(innen)treffen auf die Beine stellen? Hier an Rhein und Ruhr sind wir auch eine Handvoll, aber irgendwie hat sich noch nie jemand gefunden, der organisieren mag. Ich fass da durchaus auch an meine eigene Nase :-) Jedenfalls ist mir gerade aufgefallen, dass Kitchencowboy quasi in der Nachbarschaft (Düsseldorf) schreiben – nicht so sehr oft, aber immer zum Nachkochen anregend und mit tollen Foodfotos garniert. Ihre Käsekörbchen mit Oregano-Tomaten habe ich etwas “eingedeutscht” und als Vorspeise zu einem kleinen Menü für meine Arbeitskollegen serviert. Kam supergut an, ein kräftiges “yihaa” für die Cowboys! Weiter lesen

Knödel meets Spätzle: Kräuter-Knöpfle

Kräuter-Knöpfle

Mit Knödeln kann ich meine Familie (zu meinem Leidwesen) jagen. Was ein echt Westfale ist, der isst Salzkartoffeln, aber nicht “diese Gummibälle”. Dabei halte ich Knödel für die allerbeste Beilage zu supersaucigen Braten und Gulasch… Zu Weihnachten habe ich nun einen neuen Überzeugungsversuch gestartet und zum NT-Schweinsbraten mit Senf-Honigkruste Kräuter-Knöpfle zubereitet – ein Zwischending aus Semmelknödeln und Spätzle. Der feste Nudelteig wird angereichert mit vielen Zwiebeln, Kräutern und eingeweichtem Weißbrot. Im Ergebnis sind das lockere, kleine Nocken mit viel Geschmack – meilenweit entfernt von “Gummibällen”. Die Familie war begeistert – und auch ich, denn die Beilage lässt sich wunderbar vorbereiten. Ich habe den Tag bereits am Abend vorher hergestellt und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Und auch die fertig gegarten Nocken vertrugen es bestens, erst wieder abzukühlen und direkt vor dem Servieren in etwas Butter angebraten und aufgewärmt zu werden. Dieses Rezept wird in die “Klassiker”-Abteilung der Rezeptbox eingeordnet! Weiter lesen

Diät, die erste: Griechische Frittata

FrittataIch habe in meinem ganzen Leben noch nie Diät gehalten. Trotz Koch- und Backleidenschaft reichten üblicherweise ein paar Tage bewussteres Essen, um das Gefühl “Die Hose kneift” loszuwerden  und wieder in Hosengröße 38 bis 40 (je nach Hersteller und aktuellem Wohlfühlgewicht) zu passen. Tscha – mit zunehmendem Alter funktioniert das mit den “paar Tagen bewußtem Essen” leider nicht mehr. Die paar Tage dehnen sich in gefühlte Wochen, aber die Hose passt immer noch nicht wieder – im Gegenteil.  Also halte ich nun doch Diät – naja, ich spare ganz bewusst tagsüber an Kohlehydraten und ab 17 Uhr gibt es nur noch Fisch, mageres Fleisch, Salat und/oder Gemüse. Damit purzeln zwar keine Pfunde, aber ich bekomme keinen Hunger und das Gewicht sinkt langsam, aber stetig.  Weil die Kombi Hühnchen/Fisch/Salat doch irgendwann langweilig wird, habe ich letztens zum Picknick diese mediterran angehauchte Fritatta gemacht – sehr lecker und auch low-carb.

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Blogevent Ran an den Speck: Almost Egg McMuffins

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“Ran an den Speck” fordert Chef Hansen beim aktuellen Blogevent auf Zorras Kochtopf.  Mich muss er nicht großartig bitten – ich liiieeebe Speck, zumindest den geräucherten, dünn geschnittenen Bacon aka Frühstücksspeck, den ich in den 80igern in meinem US-Austauschjahr kennengelernt habe. Als traditionell “süße Frühstücker” reagierte meine Familie mit Entsetzen darauf, dass ich nach meiner Rückkehr statt Marmeladenbrot morgens Rührei wollte oder French Toast zubereitete, diesen in Ahornsirup ertränkte und ein paar salzige Speckscheiben obenauf legte. Meinen “Nachbau” des damals in den USA schon lange erhältlichen Frühstücks-Burgers mit Speck, Käse und Ei mochten sie jedoch – allerdings als kleinen Snack zum Abendbrot. Als solcher gehört er seit inzwischen 20 Jahren zu meinem Kochrepertoire – keine hohe Küchenkunst, aber lecker!
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