Kulinarische Brandzeichen: Apfelstrudel goes America

Apfelstrudel

“Kulinarische Brandzeichen” – also Kindheitsrezepte, kulinarische Erinnerungen, Küchengeplauder  – sucht Barbara zum Geburtstag ihres Blogs “Ein Topf Heimat“. Eine schöne Idee, finde ich – denn interessanter als das x-te Cupcake-Rezept oder die y-te Quiche sind oft die Geschichten und Geschichtchen rund ums Kochen und Essen. Barbara beschrieb in ihrem Intro zum Blogevent “den ersten Bissen eines Hühnchen Panang während meines Studienjahres in Fullerton bei Los Angeles”. Was für Barbara Thaifood in Kalifornien war, waren für mich Mehlspeisen im Mittelwesten und das erzähle ich immer wieder gerne :-) Weiter lesen

Frühlingsgefühle: Rhabarbersirup selbst gemacht

Rhabarbersirup selbst gemacht

Gibt es etwas Schöneres, als sich an einem der ersten richtig schönen Tage in den Garten zu setzen und genüsslich etwas Leckeres zu trinken? Das “Leckere” ändert sich dabei ab und an: Nach Aperol Sprizz und Hugo mit selbst angesetztem Holunderblütensirup bevorzuge ich im Moment trockenen Sekt mit einem ordentlichen Schuß Rhabarbersirup. Dass man den auch ganz einfach selbst machen kann, habe ich bei Julianes “Schönertagnochgelesen und gleich ausprobiert. Ein lohnendes Projekt: Der Sirup ist superlecker, recht schnell gemacht und kostet nur Pfennige, wenn man den Garten seiner Eltern räubern kann :-)  Weiter lesen

Blogevent Pimp my lunchbox: Couscous-Salat a la Katie

Couscoussalat mit halbgetrockneten Tomaten

Nach 15 Jahren Selbständigkeit im Home-Office bin ich vor drei Jahren zurück in eine klassische Angestelltentätigkeit im Büro gewechselt. Damit feierten im Hause Frankemölle die Tupper- und Brotdosen ein Revival.  Im Crocky gekocht wird nach wie vor – jetzt aber bevorzugt auf LOW (um meine Abwesenheit auszunutzen) und in doppelter Menge, denn Curry, Suppe & Co. lassen sich hervorragend im Weckglas mitnehmen und aufwärmen, wie Ulrike Küchenlatein es hier vormacht. Was aber, wenn man – wie Tina Lunch for one – keine Möglichkeit hat, etwas aufzuwärmen? Weiter lesen

Aus dem Slowcooker: Bärlauchsüppchen

Bärlauchsüppchen

Bärlauch ist alles andere als ein seltenes Kraut, aber in der Küche meiner Kindheit und Jugend spielte er keine Rolle – obwohl das nichts heisst, denn eigentlich nutzen Oma und Mama eh nur krause Petersilie, Schnittlauch und vielleicht noch Majoran und Bohnenkraut :-)  Entdeckt habe ich das Zwiebelgewächs, das nach Knoblauch riecht, aber bekanntlich keine “Fahne” macht, erst vor sechs, sieben Jahren auf dem Wochenmarkt. Seitdem gehört Bärlauch zu meinen absoluten Frühjahrsfavoriten. Ich finde, es gibt kaum etwas, das besser schmeckt als gesalzene Bärlauchbutter zu frisch gebackenem Brot! Zu Ostern habe ich den Bärlauchüberfluss aus dem Garten zu einem köstlichen Bärlauchsüppchen verkocht – auch das wird ein “Keeper” im Rezeptefundus. Weiter lesen

Werthers Echte in cremig: Gesalzener Karamelpudding

Gesalzener Karamelpudding

Warnung: Dieser Pudding ist süß. Ich mache mich normalerweise vor Baklava nicht bange, mag Honig, türkischen Honig, Quittenpaste und Kandiertes aller Art – aber hier brauchte sogar ich eine Menge von Erdbeerscheibchen, um die Balance süß-säuerlich wieder herzustellen. Dabei hatte ich die Zuckermenge des Originals (insgesamt 230 g auf 700 ml Flüssigkeit!) schon halbiert. Aber auch das war noch zuviel – das Rezept unten spiegelt das mit einer nochmals reduzierten Mengenangabe wider. Was man außer süß bei diesem Pudding jedoch heraus schmecken konnte, war großartig – wie Werthers Echte in cremig, mit einer ganz leichten Salznote. Wird es wieder geben… Weiter lesen

Für den Crockpot: Hühnchen in Lauchcreme

Huhn in Lauchcreme

Dass ich vor zwei Jahren aus dem Homeoffice zurück in eine angestellte Tätigkeit gewechselt bin, hat meine Kochgewohnheiten ganz schön durcheinander gewürfelt. Früher war mein Arbeitplatz eine Flurlänge vom Herd entfernt, jetzt sind es 17 km. Früher habe ich bevorzugt morgens das Essen vorbereitet, es auf HIGH im Slowcooker gegart und um 2 Uhr, wenn alle aus der Schule zurück kehrten, wurde gegessen. Heute kommt vor vier, fünf Uhr keiner nach Hause – also bin ich vom HIGH- zum LOW-Garer geworden. Während Schweine- und Rindfleisch sowie Hülsenfrüchten die niedrige Temperatur gut tut, bevorzuge ich bei Geflügel immer noch HIGH – ich habe den Eindruck, es bleibt dann saftiger. Also habe ich mir eine externe Zeitschaltuhr angeschafft, die dem Topf nach drei oder vier Stunden den Strom abstellt – das funktionierte auch bei diesem Hühnchen-Lauch-Gericht wunderbar! Weiter lesen

Ostermenü mit Bärlauch, Spargel und Erdbeeren

Ostermenü 2014

Das Familien-Ostermenü (im Prinzip der größte gemeinsame Teiler von 12 Essern, wie hier schon beschrieben) orientierte sich diesmal extrem am Angebot des örtlichen Direktvermarkters. Weil die “Spargelbude” außer dem dem Bleichgemüse auch noch herrliche Erdbeeren, Rhabarber und Kräuter im Angebot hatte, gab es ein Bärlauchsüppchen, bei Niedertemperatur gegartes Schweinefilet mit Kräuterkruste und als Dessert Rhabarber-Erdbeer-Crumble mit Vanilleeis.

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Schnelles Backen: Quarkspitzen mit Kartoffeln

Quarkspitzen mit Kartoffeln

Fettgebackenes ist böse. Friteusen sind die Ausgeburt des Bösen und daher besitze ich keine. Das ist reiner Selbstschutz, denn sonst würde ich ständig böse Dinge zubereiten (und essen :-) ). Die einzige Ausnahme bildet der große Topf mit Pflanzenfett, den ich alljährlich zu Karneval ansetze, um die Karnevalsberliner darin zu fritieren. Weil das Fett aber durchaus mehr als einen Backvorgang verträgt, gab es auch noch Cronuts (ein ziemlich überbewertetes Trendgebäck)  und Cinnamon Swirls (eine Art fritierte Zimtschnecke und göttlich!). Den Abschluß des Fritierfett-Lebenszyklus bildeten nun Quarkspitzen mit Kartoffeln – und die waren so köstlich, dass ich fast bedauere, dass ich doch keine Friteuse besitze…  Weiter lesen

Kochbuchpräsentation in “Freddy Leck seine Waschküche”

Freddy Leck sein Waschsalon

Ja, das sind die Momente im Leben, wo man merkt, dass man auf dem Dorf so einiges verpasst:  Die Stiftung Warentest hat zur Kochbuchpräsentation nach Berlin geladen und statt fand das Ganze in “Freddy Leck sein Waschsalon” in Berlin-Moabit. Bei uns in Westfalen gibt es keine Waschsalons (da hat man selbst eine Maschine oder bringt die Wäsche zur Mama, die üblicherweise drei Straßen weiter wohnt) und schon gar keine im kultigen 60er Jahre Ambiente mit  großgemusterten Tapeten und reichlich Nippes. Nebendran befindet sich praktischerweise die ebenso dekorierte “Waschküche“, in der  Guido Vinci für uns Gäste einen italienisches Gourmet-Dinner kochte.

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Aus dem Slow Cooker: Cinnamon Apple Butter

Applebutter aus dem Crockpot

Keine Sorge: Apple Butter enthält kein Fett. Vielmehr handelt es sich dabei um den us-amerikanischen Ausdruck für dickes, würziges Apfelmus. Das isst man pur, zu Pfannkuchen, über Eis oder schichtet es – mein Favorit! – mit Keksen und einer sahnigen Quarkcreme als superleckeres Dessert in Portionsgläschen. Im Slowcooker bereitet man Apple Butter ohne Anbrennen und Aufpassen zu – wichtig für den Erfolg ist allerdings, dass Sie die richtigen Apfelsorten verwenden. Boskoop oder andere säuerliche Äpfel sind am besten geeignet, auch in einer Mischung verschiedener Sorten.

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