Zum Valentinstag: Himbeer-Mascarpone-Torte

Himbeer-Mascarpone-TorteSie ist NICHT herzförmig, hat KEINE Herzchen-Verzierung und die Farbe Rosa kommt auch NICHT vor. Was diese Torte zur Valentinstags-Torte macht, ist schlichtweg die Tatsache, dass sie am Valentinstag serviert und verzehrt wurde. Und zwar weil meine Mutter seit Jahr und Tag – genau 75 davon,  Jahre natürlich, nicht Tage! – am Valentinstag Geburtstag hat. Das macht den Besuch im Blumenladen zeitraubend und die Blumensträuße teuer. Als Kind und Jugendliche hat mich das mehr gestört als heute (da musste ich die Blumen noch vom knappen Taschengeld zahlen)  – aber trotzdem schenke ich lieber eine Torte als überteuerte und überlagerte Gebinde. Die gibt es dann zwei Wochen später, zum besseren Kurs und wenn die ersten Geburtstags-Blumensträuße verblüht sind :-)

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Aus dem Slowcooker: Wiener Saftgulasch

Wiener Saftgulasch

Es ist schon komisch: Ich habe Staaten wie Ecuador, Estland, Ägypten oder Indonesien bereist. Im Nachbarland Österreich war ich bislang aber nur ein einziges Mal – wie ich hier schon beschrieben habe. Wieso eigentlich? Die Landschaften sprechen mich an, die Küche spricht mich an, die Sprache spreche ich – aber vermutlich hebe ich mir die “Nachbarschaft” unbewusst für spätere Zeiten auf, wenn vier Wochen Asien mit dem Rucksack (äh, Reisetasche auf Rollen) zu anstrengend werden sollten. Weiter lesen

Blogevent “Typisch Österreich”: Marillenknödel

Marillenknoedel

Blog-Event CV - Typisch Österreich - Typisch Salzburg (Einsendeschluss 15. Februar 2015)Es ist sehr anmaßend von mir, etwas “typisch Österreich” zu nennen – ich habe das Nachbarland genau einmal in meinem Leben betreten (ich war drei Tage in Wien). Woher soll also ausgerechnet ICH wissen, was typisch Österreich oder erst recht typisch Salzburg (so heisst das Motto von Zorras neuestem Blogevent, ausgerichtet von den Mädels von Salt and the City) ist? Was ich aber genau weiß: Ich liebe warme, süße Hauptgerichte – es gibt im Winter (ach, eigentlich immer) nichts besseres als irgendetwas Hefiges, Buttriges, Cremiges, Fruchtig-Teigiges, das  einem den Magen mit einem wohligen Klumpen total unnützer Kohlehydrate füllt. Typisch österreichische Mehlspeisen eben.

Um diese auch 1000 Kilometer nordwestlich von Wien genießen zu können, habe ich mir schon vor Jahren den goldenen Plachutta (AMAZON-LINK) zugelegt, dem meine Familie außer diversen Strudeln auch ein göttliches Saftgulaschrezept verdankt. Und Marillenknödel bereite ich seit Jahren nach einem Kombi-Rezept zweier österreichischer Foodbloggerinnen (Katharina Seiser und Titi Laflora) zu, das wiederum auf Plachutta basiert.

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Leserrezept von Diana: Kartoffelschalenbrühe

Kartoffelschalenbrühe aus dem SlowcookerBrühe aus Kartoffelschalen – knirscht einem da nicht der Sand zwischen den Zähnen? Und wie schmeckt das überhaupt? Sehr aromatisch und fein, sagt Diana, die mir dieses Rezept geschickt hat. Sie hat es aus einem vegetarischen Kochbuch von Anna Thomas – einer Autorin, die sich schon Mitte der 70er mit dem Thema Vegetarismus beschäftigt hat, lange bevor es “Trend” wurde!

Bio-Kartoffeln – und zwar super-sauber geschrubbte – sollten es für dieses Rezept schon sein, sagt Diana. Dann aber kann man die vermeintlichen “Reste” noch einer sinnvollen Verwendung zuführen. Die resultierende Brühe ist ziemlich klar, hellbraun und schmeckt relativ kräftig. Die Autorin schreibt dazu, dass man das Ganze, gut gewürzt, als Vorsuppe servieren kann, man könne auch das Gemüse durch ein Sieb streichen und sie cremig servieren. “Ich habe lieber einen Fond daraus gemacht, der sich prima auch als Saucengrundlage ereignet. Schmeckt übrigens hervorragend zum Putenbrustrezept vom Crockyblog!”

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Aus dem Mini-Slowcooker: Rosmarin-Kartoffeln

Rosmarinkartoffeln aus dem Crockpot

Mini-Slowcooker Nummer zwei (von Andrew James), dieselben Probleme wie mit Mini-Slowcooker Nummer eins (Lakeland): Herrjeh, das Ding wird superheiß?! Zumindest viel heißer als jeder 3,5-l- oder 6,5-l-Topf, mit denen ich sonst ständig umgehe. Hmm, liegt ja eigentlich auf der Hand: Die beheizte Fläche (der seitliche Rand) ist im Vergleich zum Gesamtinhalt viel größer als bei den “großen” Schwestern.

Für mich bedeutet das allerdings Umdenken: Während ich sonst in Vier-Stunden-Intervallen rechne (die meisten Rezepte sind in vier Stunden HIGH gar oder eben acht Stunden LOW), war meine Erbsensuppe im Mini nach fünf Stunden LOW gut und Rosmarinkartoffeln nach drei Stunden HIGH. An sich ja nicht schlimm – aber bei 6+ stündiger Abwesenheit von zuhause bedarf es dann zwingend einer Zeitschaltuhr, die den Topf erst später anstellt. Muss ich noch mal genauer austesten – aber zumindest geschmacklich haben die Rosmarinkartoffeln aus dem Slowcooker den Test bestanden. Superlecker, sehr aromatisch und machen fast keine Arbeit! Weiter lesen

“Aperol Spritz” als Dessert: Ricotta-Orangen-Mousse mit Aperolspiegel

Ricotta-Creme mit Aperolspiegel

Es gibt Kinderdesserts – Schokopudding, Vanillevla (jetzt bei Ulrike auch in der Dubbel-Version!), Grießflammeri. Und es gibt Erwachsenendesserts – alkoholisch, herb, säuerlich. Dieses Dessert im Glas gehört zur letzteren Gattung und ist so ziemlich das genaue Gegenteil von cremig-süß. Das macht es ungeignet für unsere klassischen Familienmenüs, aber zur ersten Wahl, wenn man seine Mit-Sprachlernenden der Altersgruppe 40+ zu Gast hat. Die zarte Creme mit dem orangig-bitteren Aperolspiegel ist recht aufwändig zuzubereiten, lässt sich aber wunderbar schon am Vortag zubereiten.

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10 Fragen: Ist Crockpot-Kochen etwas für mich?

twitterNach jahrelangem Schattendasein scheint der Slowcooker jetzt einen (kleinen) Siegeszug zu starten: Es gibt ihn beim Discounter zu kaufen (Tchibo & Lidl), neue Hersteller (Andrew James, Lakeland) gesellen sich zu Morphy Richards und Rival, die Facebook-Crockpot-Gruppen (siehe hier) wachsen enorm. Unter die Begeisterung, die sich bei vielen breit macht, mischt sich vereinzelt auch Enttäuschung. Deswegen möchte ich in diesem Artikel nochmals genau darlegen, für welche “Kochcharaktere” der Crockpot geeignet ist. Die Stärken und Schwächen des Gerätes hatte ich ja schon früher einmal erklärt. Weiter lesen

Aus dem Slowcooker: General Tsos Hühnchen

generaltso

General Tso, mache Meldung zur aktuellen Gefechtslage: Sie haben den Crockpot erobert. Seit langem huldigt man Ihnen in den Chinarestaurants der Welt als machtvolle Persönlichkeit der kulinarischen Weltgeschichte. Man mariniert, fritiert und röstet in stählernen Woks, damit sich in Ihrem Namen zartes Huhn mit einer überaus köstlichen süß-sauer-salzig-scharfen Sauce verbindet. Doch nun sind Sie siegreich auch in meine Küche eingezogen, in der es gar keinen Wok gibt – dafür einen Slowcooker. Nach einem perfiden Angriff Ihrer Adjutantin Tiffany von Creme De la Crumb, die mich mit einem Sperrfeuer unwiderstehlicher Foodfotos belegte, ergab ich mich und bereitete – gegen innere Überzeugung – ein Schnellgericht im Langsamkocher zu. Das Ergebnis war die bedingungslose Kapitulation meiner Zweifel und der grandiose Sieg von “General Tso’s Slow Cooker Chicken”. General, ich übergebe Ihnen hiermit die Herrschaft über meinen Crockpot – auf dass Sie häufig hier zu Gast sein mögen! Weiter lesen

New! Improved!! Die eBooks zum Thema Slowcooker

eBook TitelansichtErinnert sich hier noch jemand an die Zeiten, als Webseiten quasi dreimal gebaut werden mussten – für Netscape, für den Internet Explorer und für Opera? Glücklicherweise ist bei den Browsern die Zeit der eigenen Spezifikationen-Süppchen weitgehend vorbei. Seine Wiedergeburt feiert der Formatwirrwarr bei eBooks. Amazon will nur .mobi, ach nee, die neueren Kindles nehmen auch .azw oder .kf8. Tolino Shine kann auch PDF anzeigen, für Apple-Geräte und andere Reader liefert man am besten ein .ePub. Das erstellt, formatiert und bebildert man in einem Programm wie Sigil – und freut sich einen Wolf, wie einfach das geht und wie gut es aussieht. Diese Freude hält genauso lange, bis man den Entwurf tatsächlich mal auf einen eBook-Reader lädt. Die nette “Kreideschrift” der Headlines – verschwunden. Das schöne Grün, die Punktelinien? Weg. Die grau unterlegten Kästen mit Symbol-Bildchen – nett anzusehen im Vorschaufenster des Programms, auf dem Kindle? Fehlanzeige. Im iPad sind sie da, allerdings so vergrößert, dass die Zeilenumbrüche sind mehr hinhauen.

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Nachlese: Das Weihnachtsmenü 2014 in Bildern

http://www.chefkoch.de/rezepte/1540431260282175/Joghurt-Bombe.html

“Wir nehmen nächstes Jahr wieder einen!” Im Überschwang der Gefühle, endlich einen freilaufenden XXL-Truthahn als Weihnachtsbraten ergattert zu haben, hatte ich im Dezember 2013 dem Biobauern gleich für 2014 zugesagt. Das war, bevor ich wusste, was es mit sich bringt, einen Riesenvogel zuzubereiten. Nun, aus der Nummer kam ich nicht mehr raus – also gab es in diesem Jahr wieder Truthahn, zur Freude der Mitesser, für mich mit den bereits geschilderten logistischen Herausforderungen. Die erheblichste: An einem Feiertag um sechs (!) Uhr aufstehen, damit der Vogel um sieben in den Ofen wandern konnte. Die Ära XXL-Pute (diesmal hatte sie 12 Kilo) findet damit definitiv ihren Abschluss. Im nächsten Jahr gibt’s was handlicheres – Medaillons vom Schwein,  Shrimps auf Pasta, Zürcher Geschnetzeltes. Hauptsache, die Garzeit überschreitet keine 15 Minuten :-)

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