“Nie kochst du für uns (beliebiges Traditionsgericht einsetzen)…” scheint eine verbreitete Beschwerde in FoodbloggerInnen-Familien zu sein. Das hatte Ulrike zu Recht als Punkt 11 der “Zehn Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Sie FoodbloggerIn sind” angeführt. Was dieses Gericht angeht, wird mir eine solche Klage wohl nie zu Ohren kommen. Ich fand das orientalisch mit Zimt, Kurkuma und Kreuzkümmel gewürzte Lamm-Ragout köstlich, mein Mann verschmähte die Auberginen. Kind 1, eine Gelegenheitsvegetarierin, mochte keine niedlichen Mini-Schäfchen essen und verzehrte Couscous mit etwas Sauce. Kind zwei wiederum mag generell nichts “Sauciges”, spießte sich mit der Gabel zwei Stück Fleisch heraus und legte diese säuberlich neben seinen Couscous. Dort blieben sie dann auch liegen, es war doch noch zuviel Sauce dran… Eine halbe Stunde nach dem Essen begannen die ersten, im Kühlschrank nach Joghurts zu suchen, der Große kramte im Schrank nach Brot: “Nie kochst du uns mal was Leckeres!”
Es wird Zeit, dass der Crockyblog seinem Namen Ehre macht statt zum Backyblog zu mutieren. Also habe ich mal wieder den Crockpot angeworfen und mich dabei gefragt, wieso ich das eigentlich nicht öfter tue. Denn es ist wirklich erstaunlich, mit wie wenig Arbeit man ganz hervorragende Schmorgerichte hinbekommt.
Allerdings kann man nicht immer nur Schmorgerichte essen. Außerdem heisst wenig Arbeit nicht gleichzeitig wenig Aufwand – zumindest der gedankliche ist nicht ohne. An Tagen, an denen ich morgens um sieben schon weiss, was es mittags um eins geben soll, leistet mir der Slowcooker allerbeste Dienste. Aber manchmal weiss ich erst mittags um halb eins, was es um eins gibt, oder ich mag vor dem Frühstück noch keine Zwiebeln schmoren oder Fonds abschmecken. Die Lösung – in meinem Fall zumindest: Der Slowcooker schmurgelt unser (abendliches) Sonntagsessen. Dann muss ich erst nach dem Frühstück den Keramikeinsatz füllen, kann den ganzen Tag etwas mit der Familie etwas unternehmen und abends kehren wir alle heim in eine Küche voll verlockender Schmordüfte.
Huch, kurz vor knapp: Morgen endet der “Blog-Event XXIII – Antipasti, Tapas, Mezze: Kleine Happen rund um’s Mittelmeer“. Seit zwei Jahren gibt es den Kochwettbewerb für deutschsprachige (Food-)Blogger, seit einem halben Jahr den Crockyblog – wird also Zeit, dass ich auch einmal mitkoche ![]()
“Meine” Mittelmeer-Häppchen stammen aus dem Libanon, aber gekostet habe ich sie im allertiefsten Westfalen, Luftlinie 300 m von hier, bei der Präsentation unseres Stadt-Kochbuches “Rhede kocht”. Eine sehr nette Dame aus dem Libanon hatte dabei das “Schaukochen” übernommen und faltete mit atemberaubender Geschwindigkeit die Fatayer-Päckchen.
Kategorie : für Slowcooker
Naja, eigentlich gab’s heute mittag nicht Couscous a la Casablaca (denn da gehören außer Huhn auch Lamm und Rind rein), sondern Couscous a la Gabi. Und selbstverständlich brauch ich meinen Kindern *nicht* mit Rosinen in der Soße zu kommen oder gar gedämpftem Bulgur als Unterlage. Es gab also (mal wieder) Nudeln dazu…






