Dieser Apfelkuchen ist das genaue Gegenstück zu dem von vorgestern: Voller Apfelgeschmack statt subtiler Apfelnote, fest statt locker, aufwändig statt einfach. Vor allem der Teig ist etwas kompliziert zu handhaben: Er klebt und bricht gern, darf aber keinesfalls gründlich geknetet werden. Sonst wird er zäh und nicht so knusprig-bröselig, wie die Amerikaner (und ich
) ihn schätzen. Wer die Mühe der Zubereitung auf sich nimmt, sollte auch die Geduld aufbringen, den Kuchen komplett auskühlen zu lassen. Erst dann ist die Füllung semi-fest und läuft nicht aus der Teighülle. Dieser Apple Pie schmeckt hervorragend mit einem Klecks Sahne oder einer Kugel Vanilleeis. Wer mag, kann getrocknete Cranberries (siehe Foto), Rosinen oder statt Ahornsirup einen Esslöffel Bourbon in die Füllung geben. Weiter lesen
Immer am vierten Donnerstag im November feiern die US-Amerikaner Thanksgiving – das traditionelle Erntedankfest, das in der “Feiertagsordnung” einen noch höheren Rang einnimmt als Weihnachten. Traditionell kommt dabei eine ganze, gefüllte Pute auf den Festtags-Tisch. Brutzelt also heute so ein Vogel im Frankemöllschen Backofen? No way
So weit geht meine Amerika-Begeisterung nicht, dass ich an einem ganz normalen Wochentag für vier Personen einen derartigen Aufwand treibe. Den großen Puten-Festbraten hebe ich mir zu Weihnachten auf und Erntedank haben wir kurzerhand vorverlegt, weil ich für das neue Thanksgiving-Kochbuch eine Menge Gerichte gekocht und fotografiert habe. Highlight dabei: Die nach der Niedertemperatur-Methode gegarte Putenbrust mit Ahornsirup-Kruste, wunderbar saftig, würzig und mengenmäßig auch etwas für die Kleinfamilie.
Manche mögen keine Bananen, andere keine Birnen, wieder andere haben’s nicht mit Johannisbeeren. Aber Äpfel – Äpfel mag eigentlich jeder. Der Apfel ist die am meisten gegessene Frucht in der Schweiz, verkündet der Schweizerische Obstverband zum heutigen Apple Day, der gleichzeitig ein Kochtopf-Blogevent ist.
Was im großen für die Schweiz gilt, trifft im kleinen auf meine Familie zu: Der Apfel ist die meist gegessene Frucht. Meine Mäkelkinder verzehren Apfelmus wagenladungsweise, der Duft von Apfelpfannkuchen lockt den Ehemann sogar vom samstäglichen Autowaschen weg. Und ich? Ich liebe Apfelkuchen – am liebsten mit knusperdünnem Teig und viiieeel Frucht. Oder als Brotbelag: Nämlich in Form dieser Apfelkonfitüre mit Ahornsirup, ein Rezept, das ich aus den USA mitgebracht habe. Dafür verwende ich oft unansehnliche Falläpfel, die als “Essäpfel” garantiert verschmäht würden. Ich mische immer mehrere Sorten, weiche und festere, süßere und sauere – das ergibt eine schöne Konsistenz und ein tolles Aroma.
Kategorie : Crockpot allgemein, Desserts, für Slowcooker
Dass ich kein Freund von platzraubenden Elektro-Kleingeräten mit sehr beschränkten Einsatzmöglichkeiten bin, hatte ich schon früher mal gestanden. Ausnahme: Der Slowcooker, mit dessen Hilfe Suppen, Schmorgerichte, Ragouts wirklich genial gut werden. Selbst Obstdesserts, Breie, Müslis sollen bestens gelingen – das auszuprobieren steht für die nächste Zeit auf meinem Kochprogramm. Den Anfang machen Birnen in Ahornsirup – und weckten gewisse Zweifel an der Aussage “Crockpot – nicht nur für Fleisch!”




