Nachgebacken: Schnelle Hörnchen mit Pudding

Puddinghörnchen mit HefeÜber die Facebook-Gruppe Backfreaks rollt gerade eine Lawine hinweg, eine Lawine aus schnell gebackenen Hefe-Hörnchen, die Slava hier vorgestellt hatte. Inzwischen wurden sie mit diversen Füllungen (von Salami, Lauch und Käse bis hin zu Nugat, Kirschen und Schmand) unter anderem hier, hier, hier und hier nachgebacken. Der Kombination Teilchen und Pudding konnte auch ich nicht widerstehen, wobei ich in der Füllung aber noch einen Rest Eierlikör verwendet habe. Was soll ich sagen? Großartige Teilchen mit einem ungewöhnlichen Teig, der sowohl Hefe als auch Backpulver enthält. Er muss wirklich nicht gehen und lässt sich wunderbar verarbeiten, ohne zu kleben.

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Weihnachtsdessert: Vanille-Sekt-Creme

Vanille-Sekt-CremeBeim weihnachtlichen Raclette-Essen unseres Stammtisches bin ich üblicherweise “der Nachtisch”, soll heißen, ich sorge für’s Dessert. Nachdem ich im vergangenen Jahr mit fünf Bechern Sahne kalorientechnisch wohl einen Rekord aufgestellt hatte, gab’s diesmal (vergleichsweise) Diätkost – in die lockere Vanille-Sekt-Creme von der Chefkoch-Webseite kamen für acht Portionen gerade mal 400 ml. Anders als klassische Weincreme schmeckte die Masse sehr subtil nach Alkohol, ein Fruchtpüree passt sehr gut dazu. Als Schuss in den Ofen erwies sich jedoch meine Idee, ein Weingelee mit Speisefarbe grün einzufärben, in einer Schale dünn auszugießen und es letztlich als Deko zu verwenden. Das Ausstechen von Sternen und Tannenbäumen klappte nicht, bzw. die Glibberformen ließen sich nicht vom Tellerboden lösen. Letztlich habe ich nur kleine Würfelchen zustande gebracht und aufgestreut- aber überzeugt hat mich das weder geschmacklich noch optisch.

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Nachgebastelt: Mojito-Dessert

Mojito-DessertWeitab touristischer Pfade, in einer wenig ansehnlichen Wohnstraße des El Raval, haben wir in der vergangenen Woche in Barcelona das Restaurant Las Fernandez entdeckt. Die Gaststube ist im Original genauso grellrot wie die Webseite – aber im abendlichen Kerzenlicht durchaus erträglich. Das galizische Lokal wird von drei Schwestern geführt, die zu günstigen Preisen authentische Küche ohne Fertig- und Halbfertigprodukte auf dem Tisch bringen, nachdem sich ein netter (und höchst ansehnlicher :-) ) Kellner viel Zeit genommen hat, die Tageskarte zu erläutern. Wir haben ein sehr leckeres Fischmenü gegessen, eine Flasche akzeptablen Cava für 11 Euro dazu getrunken, aber am originellsten fand ich das Dessert: Mojito decape – der Rum-Limetten-Cocktail in Nachtisch-Form, ein säuerliches Rumgelee mit einer milden Minzsahne. Weil ich kein Rezept dafür finden konnte, habe ich mir kurzerhand eines gebastelt – und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.  Vermutlich könnte man statt Minzlikör auch frische Minze verwenden, aber wie man hier nachlesen konnte, habe ich damit bislang keine guten Erfahrungen gemacht.

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Spargelmenü 2009 – auf italienisch

Limoncello-CremeBleichspargel, Hollandaise, Kartoffeln, Schinken: Nach so-und-so-vielen Jahren habe ich mit der Tradition gebrochen und meinem Stammtisch beim alljährlichen Spargelmenü das Gemüse mal auf andere Art serviert – nämlich auf italienisch. Das Rezept für den gebratenen Grünspargel mit Pasta und Garnelenspießen ist allerdings auch schon ein persönlicher Klassiker und kommt zur Spargelzeit regelmäßig auf den Tisch, weil’s schnell geht und superlecker ist. Passend zum Hauptgang das Dessert: Eine rosmaringewürzte Limoncello-Creme mit Erdbeeren (Rezept unten). Ebenfalls zur Nachahmung wärmstens empfohlen!

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Für’s Dessertbuffet: Eierlikörparfait mit Erdbeersalat

Eierlikör-Parfait4 Jahre Kochtopf-Blogevents: Chapeau, Zorra, für Ideen & Durchhaltevermögen! Gerade letzteres finde ich (derzeit mit akuter Arbeitsüberlastung und gesteigerter Kochunlust kämpfend) außergewöhnlich – eine tolle Leistung, sich über einen so langen Zeitraum immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen! Mich als Süßschnabel spricht das Jubiläums-Thema Dessertbuffet natürlich sehr an und ich beteilige mich mit einem Eierlikör-Parfait, das sich gut vorbereiten lässt. Aktuell passen Erdbeeren perfekt dazu, im Herbst ein Pflaumenkompott und im Winter Krokant wie im Original.

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Bourbon Chicken New Orleans Style

bourbchick_kl.jpgGibt es eigentlich ein deutsches Wort für “Food Court“? Wer schon einmal eine amerikanische Mall (oder ein Mega-Einkaufszentrum wie das Centro in Oberhausen) besucht hat, weiss zumindest, was ich meine: Die Ansammlung von Fressbuden, die sich um einen bestuhlten und betischten Platz gruppiert.

Während die “Coca-Cola Oase” des Centro allein mit Fast-Food-Ketten aufwartet, ist in den US Food Courts IMHO ein ganz neue Art Küche entstanden: Mall Cuisine. Da gibt es chinesische Gerichte, von denen noch kein Chinese je etwas gehört hat, eisige Orangendrinks, die sich vor lauter Cremigkeit kaum noch trinken lassen, wagenradgroße Cookies und Zimtschnecken, die mindestens 100 Meter weit duften. Alles hochgradig künstlich, hochgradig hochkalorisch, leider auch extrem lecker – zumindest bei dem doch sehr gelegentlichen Genuss durch Besucher aus Übersee. Ein typischer Vertreter der Mall Cuisine ist das Bourbon Chicken, das es wahlweise in einer chinesischen und Cajun-Ausprägung gibt. Ich finde vor allem die zweite Variante wirklich grandios…

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Garten-Koch-Event: Würziger Cranberry-Likör

cralik_kl.jpgEin Kochevent zum Thema Cranberry? Ich glaube, vor fünf Jahren hätte man das noch nicht veranstalten können. Denn die erste Frage wäre vermutlich gewesen: “Krahnbeere? Kenn ich nicht…” Und die zweite: “Wo gibt’s die denn zu kaufen?” Inzwischen sogar beim örtlichen Rewe-Händler, wie ich erfreut bemerkt habe. Noch vor zwei Jahren musste ich dagegen zur Metro nach Essen (freundliche 60 km Anfahrt), um mir mein herbstliches Quantum Cranberries zu besorgen und im Tiefkühler zu lagern. Peu a peu wurde der Vorrat dann abgebaut – bevorzugt in us-amerikanischen Backwaren wie Cranberry-Pear-Pie oder Harvest Muffins. Toll schmeckt auch Hühnchen mit Cranberry-Senf-Sauce, eigentlich ein Enten-Rezept, aber Ente mag ich nicht… Mein Favorit (und damit Beitrag für den Gärtnerblog) ist dieser herb-süße, winterwürzige Likör. Er macht sich – in eine schöne Flasche abgefüllt – wunderbar als Geschenk. Wer ihn jetzt noch ansetzt, hat ihn zu Weihnachten genussreif!

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Blogevent Bier: Malzbiergulasch

Blog-Event XXIV - BierDas im Wunderkessel-Forum so hochgelobte Malzbiergulasch kam mir gleich in den Sinn, als ich das Thema des aktuellen Kochtopf-Blogevents las: Bier. Einmal hatte ich es bereits “nachgebaut”, allerdings mit Altbier und ungarischer Würzung. Außerdem hatte ich mich nicht getraut, den Schritt des Fleisch-Anbratens auszulassen: Braune Sauce ohne Anbräunen – wie soll das wohl gehen?
Mit dem Crockpot ging es tatsächlich, zu meinem großen Erstaunen. Alle Zutaten kamen roh in den Topf und wurden mit der Marinade übergossen. Nach sieben Stunden und einem schönen Sonntagsausflug auf dem Pferderücken erwartete uns eine mittelbraune, sehr würzige Soße, leicht süß-scharf, mit butterzarten Rindfleischstückchen. Das Gericht schmeckte wirklich großartig – auch ohne die Jägersauce, die im Originalrezept zum Binden genutzt wird. Ich habe stattdessen Mehl und Schmand verwendet.

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Dessert auf westfälisch: Lipper Pudding

lipper_kl.jpgMit den Jahren ändert sich der Geschmack doch gewaltig, stelle ich gerade fest, als ich nach langer Zeit mal wieder mein allererstes Kochbuch in die Hand nahm. Es heisst “Köstliches aus der alten Westfälischen Küche” und war ein Geschenk meiner wohlmeinenden damaligen Schwiegerma in spe. Sie wollte der seinerzeit 18-jährigen Abiturientin wohl zart bedeuten, wie man ihren Sohn ordentlich satt bekommt – mit dicken Eintöpfen, fettigen Pfannengerichten, Scheußlichkeiten wie Blutwurst oder dicken Bohnen. Nee, das hat mich damals förmlich gegruselt – aber heute mag ich Deftiges, wenn auch nur gelegentlich. Der Lipper Pudding allerdings, eine leicht-mandelige Creme mit Weißweinsoße, schmeckte mir immer schon. Er war das erste Gericht, dass ich aus dem Buch nachgekocht habe und gehört jetzt seit langem zum “Standardrepertoire”.

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Zur Fastnacht: Beschwipste Berliner

likkrapf_kl.jpgDie beschwipsten Berliner in meiner “Hausbäckerei” sind jedes Jahr im Februar eine echte Versuchung für mich. Zart-zuckrig und mit einer göttlichen Eierlikörcreme gefüllt – und zum stolzen Preis von 1,35 € pro Stück angeboten. Davon zwei Tabletts zum alljährlichen “Nach-dem-Karnevalszug- zum-Kaffee- Familientreffen” zu bestellen, hätte ein Arm und ein Bein gekostet. Insofern habe ich mich an einem Nachbau versucht. Der Gebäckpart nach einem Rezept von der Dr. Oetker-Webseite ist gut gelungen, mit der selbst ausgetüftelten Creme war ich nicht hundertprozentig zufrieden. Die hätte irgendwie noch fester, buttriger sein müssen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das beser machen könnte?

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