Beiträge mit ‘Äpfel’
Schneller kleiner Kuchen: Apfel-Bauern-Tarte
Anders als bei Claudia fällt bei mir der Rechen-Groschen auch nicht, wenn es sich um Backmathematik handelt. R x R x 3,14 = Fläche? Geh mir wech - ich bin mit der Umrechnung von Volumina in Backformengrößen leider überfordert. In der Konsequenz backe ich demnach oft zwei kleine Kuchen, wenn ich am Blogevent Kleine Kuchen der Hedonistin teilnehme. Ich bereite schlichtweg die Originalmenge zu, fülle die Hälfte (2/3, 3/5 oder eben pi mal Daumen) in eine 18er Backform und den Rest in Muffinformen, Brownieformen, gefettete Tassen - was gerade passend erscheint. Im Hinblick auf passend berechnete Kleinkuchenrezepturen ist das natürlich “Thema verfehlt”, aber in der Praxis habe ich einen Kuchen zum Sofort-Essen und einen zum einfrieren oder verschenken. Oder es werden dann doch gleich zwei kleine Kuchen gleich verzehrt, wenn sie so lecker-saftig sind wie diese schnell gemachte vanillige Apfeltarte!
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Apfelkuchen, die zweite: Maple Apple Pie
Dieser Apfelkuchen ist das genaue Gegenstück zu dem von vorgestern: Voller Apfelgeschmack statt subtiler Apfelnote, fest statt locker, aufwändig statt einfach. Vor allem der Teig ist etwas kompliziert zu handhaben: Er klebt und bricht gern, darf aber keinesfalls gründlich geknetet werden. Sonst wird er zäh und nicht so knusprig-bröselig, wie die Amerikaner (und ich
) ihn schätzen. Wer die Mühe der Zubereitung auf sich nimmt, sollte auch die Geduld aufbringen, den Kuchen komplett auskühlen zu lassen. Erst dann ist die Füllung semi-fest und läuft nicht aus der Teighülle. Dieser Apple Pie schmeckt hervorragend mit einem Klecks Sahne oder einer Kugel Vanilleeis. Wer mag, kann getrocknete Cranberries (siehe Foto), Rosinen oder statt Ahornsirup einen Esslöffel Bourbon in die Füllung geben. Weiter lesen »
Apfelkuchen, die erste: Spanischer Apfelkuchen
Es ist wieder die Jahreszeit des (Apfel-)Überflusses. Wie ich hier schon beklagt habe, muss ich mich durch eimerweise Falläpfel arbeiten - da sind kleine Kuchen, wie die Hedonistin sie gerne hätte, eigentlich nicht das Mittel der Wahl, um die Mengen zu reduzieren. Es sei denn, man backt gleich vier, isst einen und verschenkt drei andere
Oder friert sie ein beziehungsweise bewahrt sie zwei, drei Tage auf, denn dieser saftige Rührkuchen hält sich ausgesprochen gut frisch. Dazu ist er simpel zuzubereiten und schmeckt großartig, vor allem, wenn man nicht am Rum spart. Die Haselnüsse des Originalrezeptes habe ich durch Mandeln ersetzt, das schien mir besser zu passen - ansonsten gab’s wirklich nichts zu verbessern. Weiter lesen »
Pleiten, Pech & Pannen: Eierlikör-Apfeltaschen
Die Hedonistin behauptet von sich , sie sei pizzadoof. Nun, dann bin ich vermutlich so etwas wie apfeltaschenblöde. Denn genausowenig wie ihr der perfekte Pizzaboden gelingen mag, so wenig schaffe ich es, Apfeltaschen zuzubereiten, die NICHT auslaufen. Ich habe schon Hefeteig versucht, Quark-Öl-Teig, fertigen und selbst gemachten Blätterteig. Ich habe Kreise, Halbkreise und Quadrate geformt. Ich habe den Rand mit der Hand zugeknifft, mit der Gabel zugedrückt, einen Maultaschen-Falt-Assistenten (wie heißen die Dinger wirklich?) benutzt. Ich habe wahlweise Eiweiß oder Dosenmilch als “Kleber” benutzt. Ergebnis: Mit schönster Regelmäßigkeit gehen mindestens 75 Prozent aller Apfeltaschen auf - wenn nicht vorne am “Verschluss”, dann hinten, weil ich den Teig zu stark gedehnt hatte. Endresultat: Große Sauerei auf dem Backblech und hoch aufgeblähte Teigtaschen gefüllt mit - fast nichts.
Der “unmögliche Apfelkuchen” - wieso eigentlich?
Es ist wieder diese Zeit des Jahres - meine Ma lädt eimerweise Falläpfel bei uns ab. Die kleinen, angeschlagenen gehen zu Nancy, von der mittleren Sortierung koche ich Apple Jam oder Apple Crumble und für die schönsten suchte ich am Sonntag ein Rezept für einen möglichst schnell gemachten Apfelkuchen. Beim Chefkoch fand ich den “unmöglichen Apfelkuchen” - unmöglich, weil es unmöglich sein soll, ihn stehen zu lassen. Stimmt - vor allem superfrisch vom Blech schmeckt der Kuchen mit Mandelkruste großartig. Und ratzfatz gebacken war er auch: Die Kitchen Aid schlug den Teig aus Sahne, Eiern und Zucker, während ich die Äpfel schälte und in Scheiben schnitt. Weil auch die Backzeit nur 30 Minuten betrug, verging von “Ich könnte ja noch einen Apfelkuchen backen” bis zum fertigen Blechkuchen wirklich nur eine Stunde.
Urlaubs-Mitbringsel: Applesauce Coffee Cake
Neben zwei Pfund zusätzlich auf den Hüften (sein Urlaubsland muss man sich schließlich auch er-essen!) gehört üblicherweise ein Kochbuch zu meinen Reisemitbringseln. Diesmal ist es das “The Martha Stewart Living Cookbook: The New Classics”, 672 Seiten stark und - bis auf eine kurze Introsektion mit Food-Fotos - unbebildert. So hat die erstaunliche Zahl von 1200 Rezepten darin Platz. Das sind alles Gerichte, die seit dem Jahre 2000 im Living-Magazin der (allzu) geschäftstüchtigen Über-Hausfrau Martha Stewart erschienen sind. “New Classics” trifft es: Amerikanische Standards wie Meatloaf, Sandwich, Pies werden in Richtung Asien oder Italien aufgepeppt. In den Zutatenlisten finden sich also reichlich Pak Choi, Sojasauce, Pesto, Balsamico, Rucola. Sehr verlockend lasen sich die Wrap-Rezepte, von denen ich den arabisch gewürzten “Roasted Eggplant, Zucchini and Chickpea Wrap” bereits ausprobiert, aber nicht fotografiert habe. Er schmeckte großartig, aber das Wrap-Brot bröselte so unansehnlich
Als erste Kostprobe gibt’s hier stattdessen den Applesauce-Coffee-Cake, für den ich mich entschieden habe, weil ich dringend noch etwas Apfelmus aufbrauchen musste…
Last Minute: Winterdessert mit Apfel und Zimt
Ein Dessert hatte es heute mittag eigentlich nicht geben sollen - schließlich ist das Festmenü vor morgen vorgesehen. Aber so ganz ohne süßen Abschluß? Ein Blick in den Kühlschrank gab Aufschluß: Nix wirklich spektakuläres und sich-als Dessert-aufdrängendes mehr drin, außer vielleicht einem nicht anderweitig verplanten Becher Mascarpone. Aus dem und weiteren Zutaten aus dem Vorrat habe ich schnell diese Schichtspeise gerührt. Das Ergebnis schmeckte sehr lecker und mit dem Apfel- und Zimtaroma typisch nach Winter. Die Spekulatiusbrösel und Orangenscheiben taten ihr Übriges. Soviel zum Thema konsequent bleiben und “kein Dessert heute”
Zum Apple Day: Apfelkonfitüre mit Ahornsirup
Manche mögen keine Bananen, andere keine Birnen, wieder andere haben’s nicht mit Johannisbeeren. Aber Äpfel - Äpfel mag eigentlich jeder. Der Apfel ist die am meisten gegessene Frucht in der Schweiz, verkündet der Schweizerische Obstverband zum heutigen Apple Day, der gleichzeitig ein Kochtopf-Blogevent ist.
Was im großen für die Schweiz gilt, trifft im kleinen auf meine Familie zu: Der Apfel ist die meist gegessene Frucht. Meine Mäkelkinder verzehren Apfelmus wagenladungsweise, der Duft von Apfelpfannkuchen lockt den Ehemann sogar vom samstäglichen Autowaschen weg. Und ich? Ich liebe Apfelkuchen - am liebsten mit knusperdünnem Teig und viiieeel Frucht. Oder als Brotbelag: Nämlich in Form dieser Apfelkonfitüre mit Ahornsirup, ein Rezept, das ich aus den USA mitgebracht habe. Dafür verwende ich oft unansehnliche Falläpfel, die als “Essäpfel” garantiert verschmäht würden. Ich mische immer mehrere Sorten, weiche und festere, süßere und sauere - das ergibt eine schöne Konsistenz und ein tolles Aroma.
Fallobstverwertung: Tarte aux pommes normande
Unser Garten ist zwar 3500 Quadratmeter groß, aber außer einem Kräuterbeet gibt es darin keine “Nutzfläche”. Wozu auch? Meine Mutter versorgt die ganze Familie mit Zucchini, Spinat, Grünkohl, Obst - üblicherweise waschwannen- oder zumindest eimerweise angeliefert. Derzeit wirft es die Klaräpfel in größeren Mengen vom Baum. Diese frühe, sehr säuerliche Sorte wird beim Backen wunderbar weich und ist in meinen Augen ideales Apfelkuchen-Ausgangsmaterial. Nachdem ich sonst blechweise eher rustikalen Hefekuchen gebacken hatte, war mir diesmal nach etwas chicerem. Da kam das Rezept für eine hauchdünne Tarte mit Mandelmasse (Frangipane) gerade recht. Das Ergebnis war köstlich: Ein knusprig-dünner Teig, mandelige Zwischenschicht und viel Frucht. Ich glaube, allein für diesen Kuchen lohnt sich die Anschaffung eines guten Calvados…
Sonntagsdessert: Apfeltrifle
Mich hat das Trifle-Fieber gepackt: Aus den drei übrig gebliebenen Low-Fat-Cupcakes von vorgestern, zwei Äpfeln und einer Packung Sahnepudding habe ich dieses sonntägliche Dessert geschichtet. Im Ergebnis ist es natürlich alles andere als Low-Fat, ähem, irgendwie das genaue Gegenteil. Aber in meiner Lieblings-Schüssel (eigentlich eine Glas-Backform für Brioche von Arcoroc) sieht es hinreißend aus und geschmeckt hat es sogar den Mäkel-Kids. Im Winter kann ich mir diese Trifle-Version auch gut mit Lebkuchenresten und etwas Rum zum Tränken vorstellen.

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