Dabei hatte mich das Thema so gereizt: Beim Blogevent “Ohne” rief Seelensturm dazu auf, ohne bestimmte Zutaten auszukommen. Das führte zu so originellen Beiträgen wie Wurstsuppe ohne Wurst oder Sushi ohne Reis, siehe Zusammenfassung. Bei mir gab’s jetzt einen fleischlosen Tapas-Teller, zu spät für’s Blogevent, aber trotzdem lecker. Fleischlos übrigens rein zufällig und weil Truhe und Kühlschrank nichts passendes hergaben, als wir Samstag abend plötzlich Lust auf mediterrane Häppchen hatten. Stattdessen gab es scharfe Kartoffelecken mit Aioli, gegrillte Auberginen, Tortilla mit Zwiebeln und Kartoffeln und köstliche, knoblauchduftende Riesenchampignon-Köpfe – Rezept unten.
Kategorie : Kochen
“Nie kochst du für uns (beliebiges Traditionsgericht einsetzen)…” scheint eine verbreitete Beschwerde in FoodbloggerInnen-Familien zu sein. Das hatte Ulrike zu Recht als Punkt 11 der “Zehn Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Sie FoodbloggerIn sind” angeführt. Was dieses Gericht angeht, wird mir eine solche Klage wohl nie zu Ohren kommen. Ich fand das orientalisch mit Zimt, Kurkuma und Kreuzkümmel gewürzte Lamm-Ragout köstlich, mein Mann verschmähte die Auberginen. Kind 1, eine Gelegenheitsvegetarierin, mochte keine niedlichen Mini-Schäfchen essen und verzehrte Couscous mit etwas Sauce. Kind zwei wiederum mag generell nichts “Sauciges”, spießte sich mit der Gabel zwei Stück Fleisch heraus und legte diese säuberlich neben seinen Couscous. Dort blieben sie dann auch liegen, es war doch noch zuviel Sauce dran… Eine halbe Stunde nach dem Essen begannen die ersten, im Kühlschrank nach Joghurts zu suchen, der Große kramte im Schrank nach Brot: “Nie kochst du uns mal was Leckeres!”
Jahreszeitenküche hin, saisonale Produkte her: Angesichts eines wirklich zum Wegsterben schlechten Wetters am Totensonntag und einer gerade überstandenen Plätzchenback-Orgie mit wabernden Zimt- und Zuckerdüften im ganzen Haus, war mir gestern kein Stück nach schwerer Winterküche. Mehr nach irgendetwas Leichtem mit Knofel-Tomaten-Aroma… Da leider keine Auberginen mehr da waren, dafür aber eine große Packung Jumbo-Muschelnudeln aufgebraucht werden musste, habe ich die “Stuffed Manicotti Florentine” von Nigella Lawson zubereitet. Das Rezept aus dem Buch Verführung zum Kochen klang verführerisch – Spinat-Ricotta-Füllung, Pasta, Tomatensoße mit Kräutern. Und es schmeckte auch so! Viel Arbeit zwar, das Ganze – aber ich habe gleich die doppelte Menge zubereitet und einen Teil der gefüllten Nudeln auf einem Backblech eingefroren und dann portionsweise ein Tüten verpackt. Wenn mir dann wieder mal nach Sommer ist, setze ich sie einfach in Tomatensoße und überbacke sie nur schnell…
Sonntags koche ich nicht gern. Weil während der ganzen Woche das Essen superpünktlich auf dem Tisch stehen muss (minutengenau bemessene Mittagspausen
, will ich nicht auch am Wochenende auf die Uhr sehen. Also wird selten gekocht (und wenn, dann mit dem Crockpot), stattdessen ausgiebig gefrühstückt oder eben gebacken. Damit außer der Kuchen- auch die Gemüsequote erfüllt wird, gab’s diesmal eine Tarte mit Auberginen, Zucchini, Paprika und Tomaten. Die machte zwar etwas (Vorbereitungs-)Arbeit, schmeckte aber ausgezeichnet – auch noch kalt.




