Kartoffel-Schinken-Zopf (Beilagenbrot)

Schinkenzopf

Übrig gebliebenes Kartoffelpüree gibt es bei mir zuhause nicht. Nicht, weil meine Familie das immer restlos aufisst – nein, im Gegenteil. Ich koche mit Absicht immer so viel, dass auf jeden Fall etwas übrig bleibt – denn übrig gebliebenes KaPü ist das „Wundermittel“ für jeden Hefeteig. Die Stärke darin macht Brote oder sogar süßes Gebäck wunderbar fluffig – und das bisschen Salz und Muskat schmeckt man überhaupt nicht, siehe Zimtschnecken oder auch Mini-Hörnchen.

Gleich Resteverwertung mal zwei ist der Kartoffel-Schinken-Zopf auf dem Bild oben: Hier habe ich KaPü und einige Scheiben leicht eingetrockneten Frühstücksspeck aufgebraucht – boah, Kinners, könnt ihr die Packung nicht mal ordentlich verschließen, wenn ihr was raus genommen habt??? Sei’s drum – hier in diesem Beilagenbrot zum Grillen machen sich die salzigen Stückchen wunderbar. Und zwar so gut, dass man wieder aufpassen muss, dass das lauwarme Brot nicht schon mit Salzbutter verzehrt ist, bevor das erste Grillfleisch auf dem Tisch landet…

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Blogevent Herbst: Russischer Birnenkuchen

Russischer Birnenkuchen

Blog-Event CIII - Quintessenz des Herbsts (Einsendeschluss 25. November 2014)Was diesen Kuchen wohl zu einem russischen Birnenkuchen macht? Vermutlich gar nix, außer dass er ein bisschen aussieht wie ein russischer Zupfkuchen (der aber auch mit Russland nix zu tun hat). Egal – jedenfalls ist er lecker! In einen Schoko-Nussboden werden in Rum gedünstete Birnen eingebacken, obenauf kommen vanillige Streusel. Nicht der unaufwändigste Kuchen, aber ein tolles Backwerk für den Herbst. Denn Birnen sind nun mal in dieser Jahreszeit am allerbesten – weich, süß, saftig. Und reichlich. So reichlich, dass meine Multer mir eimerweise Fallobst bringt, wie ich hier und hier schon beklagt habe. Was nicht in der Birnenkonfitüre mit Wein und Zimt landet, kommt in Birnenkuchen, den ich hiermit zum Blogevent „Quintessenz des Herbstes“ melde. Schönes Thema hast du ausgesucht, Cristina!

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Kinderküche: Gedrehte Pizzastangen

Pizzastangen

Die Überschrift könnte einen glauben lassen, dass bei mir noch Kindergartenkinder mit am Tisch sitzen. Weit gefehlt! Kind 1 ist inzwischen 22 und studiert auswärts. Kind 2 ist 20, absolviert eine Kochlehre und kann sich somit bestens selbst verpflegen. Doch wenn sie nach Hause kommen, wünschen sich beide stets Kinderkost: Gebratene Nudeln, Tortilla-Auflauf, Grießpudding. Als Variation der ebenfalls heiß geliebten Breadsticks habe ich jetzt Slavas „Schnelle gedrehte Pizzastangen“ zubereitet – denn wie soll man bloggen, wenn man ständig nur Bewährtes kocht??? Die Pizzastangen waren jedenfalls schnell gemacht, sehr lecker und haben definitiv das Zeug, in den Favoriten-Ordner aufgenommen zu werden. Was sie von Kinderküche unterscheidet, ist lediglich die Tatsache, dass die Kinder früher ein Glas Saft zu diesem Snack bekommen hätten, heute holen sie sich ein Radler oder einen Rotwein dazu 🙂 Weiter lesen

BBD #59, Bread for company: Parmesan-Tomaten-Brot

medibrot„Bread for company – Brot als Begleiter“ hat Ninivepisces als Motto für das fortlaufende Blogevent Bread Baking Day gewählt. Während sie damit meint, welches Brot eine Speise besonders gut ergänzt, hatte ich den Titel beim schnellen Überfliegen ganz anders interpretiert: „Bread for company – Brot für Gäste“! Oops, damit habe ich das Thema wohl verfehlt – denn dieses mediterran angehauchte Backwerk braucht gar keine Begleitung. Mit etwas gesalzener Butter, einigen Oliven oder gerösteten Gemüsen hat man die passenden Häppchen parat, wenn sich überraschend Leute zu einem gemütlichen Abend bei einer Flasche Rotwein angesagt haben. Wenn man mehr Zeit für Vorbereitungen hat, passen auch Käse-Dips (Rezeptideen siehe hier) wunderbar dazu. Weiter lesen

Blogevent perfekter Käsekuchen: Russischer Zupfkuchen

Russischer ZupfkuchenAm Käsekuchen scheiden sich häufig die Geister. Alle mögen ihn, aber in jeweils anderen Ausprägungen: Die einen wollen ihn locker-luftig, ob nun mit oder ohne (Rum-)Rosinen. Andere stehen auf super-cremige Cheesecakes us-amerikanischer Prägung, mit Frucht- oder auch Karamelsauce. Bodenständige bevorzugen Hefeteigboden oder die Kombination mit Mohn. Und ich? Ich liebe jede Art von Käsekuchen und finde, die Qualität dieses vermeintlich simplen Kuchens zeigt, ob jemand backen kann – oder ob eine Bäckerei auf Pülverchen zurückgreift, um Stand und (künstliches) Aroma in die Masse zu bringen. „Käsekuchenhilfe“ und Backmischungen braucht kein Mensch – Speisestärke tut’s auch und trockene Zutaten mischen kann doch jeder selbst! Insofern bedanke ich mich zwar bei Dr. Oetker für die Marketinginitiative, die den köstliche Schoko-Käsekuchen seinerzeit in Deutschland bekannt gemacht hat, aber ich verschmähe die dazugehörige Backmischung und habe das Nachbackrezept verschlankt und vereinfacht. Das kommt meinem perfekten Käsekuchen verdammt nahe – danke, Alice, für das tolle Blogevent!  Ich freue mich schon auf möglichst zahlreiche andere perfekte Käsekuchen…

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„Frohe Ostern“ mit gebackenen Osternestern

Osternest DetailGebildbrot“ ist ein sperriges Wort, aber etwas Besseres fällt mir leider auch nicht ein… Auf dem Ostertisch macht gegenständliches Gebäck (ob nun als Zopf, als Honey Bunny oder als Ostertaube) jedenfalls immer eine gute Figur. Als essbare Deko gab es diesmal Osternester aus weichem, süßem Hefeteig, in denen sich die gefärbten Ostereier hübsch präsentieren ließen. Nix spektakuläres, aber lecker… Wer wirklich aufwändiges Flechtgebäck sehen möchte, findet in diesem PDF Grundrezepte und genaue Formanleitungen. Weiter lesen

Jemand am Wochenende bei Zimt & Sterne?

Unter dem Motto „Backen, Naschen, Dekorieren“ steht die Ausstellung Zimt & Sterne, die am kommenden Wochenende in der Halle Münsterland stattfindet. Ich liebe Backen, ich nasche leidenschaftlich gerne und die neue Küche möchte auch noch an dieser oder jeder Ecke gern dekoriert werden. Also fahre ich hin – und vielleicht treffe ich da ja auch noch die/den einen oder anderen Co-BloggerIn aus dem nordwestdeutschen Raum ? Ist jemand von Euch am Sonntag in Münster? Vielleicht könnte man gemeinsam ein paar Dominosteine verzehren, einige Mandelsplitter knabbern oder zusehen, wie Tortenkunstwerke entstehen…

Nachgebacken: Kokosflockenkuchen vom Blech

Kokoskuchen vom BlechJutta kam mit nichts außer zwei Kuchenrezepten von ihrem Zahnarztbesuch wieder. Ich als bekennende Zahnarztphobikerin komme eigentlich immer mit schweißnassen Achseln, blutleer gepressten Händen und völlig verspanntem Rücken heim. Abgesehen davon sehe ich im Zahnarztstuhl üblicherweise grässliche Gerätschaften, unvorhergesehene Komplikationen und peinigende Prozeduren vor meinem geistigen Auge, aber bestimmt keine Backrezepte! Dieser Blechkuchen von Juttas Zahnarzt hat allerdings das Potential, das zu ändern: Superlecker, schnell gemacht – ob ich meinen Zahnarzt auch mal nach seinem Lieblingskuchen-Rezept fragen sollte? Ach nee, dafür müsste ich ja hingehen – lassen wir das…

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World Bread Day 3: Wildreis-Honig-Brot

Wildreis-Honig-Brot„Iiiih, gruselig – ist schon Halloween?“ Wildreis als Beilage kam bei meinen Kindern gar nicht gut an. Wie also die nicht gerade günstige Spezialität (Wildreis ist der Samen einer nordamerikanischen Grasart) verwerten? Ein Teil kam in die Hühnchen-Wildreis-Suppe, für einen weiteren habe ich in der „Bread Bible“ von Beth Hensperger ein passendes Brotrezept gefunden: „Wild Rice Molasses Bread“. Melasse, ein Abfallprodukt der Zuckerherstellung aus Zuckerrohr, ist hierzulande schwer zu bekommen, mein Zuckerrübensirup war gerade aus. Daher habe ich Honig verwendet. Das Brot schmeckte sehr gut, nussig-mild und hielt sich lange frisch. Daher habe ich keine Skrupel, diese „Resteverwertung“ als meinen Beitrag zur dritten Auflage des World Bread Day zu melden. Danke, Zorra, für das schöne Event, dem ich viele Back-Anregungen verdanke!

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