99 Euro für drei Tage 4*Sterne-Hotel direkt an der Ostsee, inklusive Wellness, Massage und einem Abendessen? So einer günstigen Winter-Auszeit konnten wir nicht widerstehen und da spielte es auch keine Rolle, dass der Kühlungsborner Strand nach einer Sturmflut verschwand und ein eisiger Wind wehte… Wir aalten uns stattdessen in der Sauna, nahmen abends im Restaurant “Seaside” Platz und ließen uns großartige Fischgerichte schmecken. Mir hatte es vor allem die Kombination “Birnen, Bohnen und Zander” angetan – und zwar so sehr, dass ich das seitdem schon zweimal zuhause nachgekocht habe. Es schmeckt toll, ist relativ schnell gemacht und passt wunderbar in mein derzeitiges Low-Carb-Essschema, mit dem ich schon einige Pfunde verloren habe…
Kategorie : Kochen
Mohn ist eine Zutat, die ich vor kurzem erst entdeckt habe – genau wie Anchovies, Oliven, Blauschimmelkäse. Ob das etwas damit zu tun hat, dass “im Alter” (naja, ich werde bald 49) die Geschmacksknospen unempfindlicher werden und man daher auch starke Aromen eher mag? Egal – jedenfalls hätte ich noch vor fünf Jahren diesen Kuchen nicht gebacken, jetzt bin ich froh, dass ich es getan habe. Die milden Birnen harmonieren sehr gut mit dem kräftigen Mohn, obenauf dann noch eine cremige Käsekuchenschicht – uneingeschränkt zu empfehlen. Ich habe den Kuchen in einer hohen 32er-Tarteform gebacken. Wer lediglich eine 26er-Springform füllen möchte, nimmt 2/3 der jeweiligen Mengen.
Manchen Rezepten kann man einfach nicht widerstehen. Bei mir sind das die mit Schoko und Minze (obwohl mich das Ergebnis oft enttäuscht hat) oder welche, in denen Karamel eine Rolle spielt. Karamel in Kombination mit Käsekuchen, Birnen und Mandeln? Ein definitives Must-Make von der Chefkoch-Webseite… Aber genau wie bei den Schoko-Minz-Desastern war auch hier die Erwartung höher als ein Ergebnis jemals sein könnte: Der Kuchen war okay, fällt aber keinesfalls in die Kategorie “Lieblingskuchen”. Die Birnen harmonieren zwar prima mit den Amaretti, aber die Bienenstich-Decke wirkt irgendwie deplaziert, bröselt beim Schneiden und die Käsemasse des Dulce-de-Leche-Cheesecake ist ungleich cremiger. Aus dem must-make wurde also kein must-make-again
“Evolution eines Rezeptes” hatte Foodfreak es genannt, als meine schwedischen Hackbällchen aus dem Crockybuch (Gott hab es selig, seufz) zunächst bei Ulrike und dann bei ihr nachgekocht und dabei kräftig verändert wurden. Evolution eines Rezeptes ist es demzufolge auch, wenn erst Heidi einen Topfenauflauf mit Kirschen verbloggt, Jutta ihn mit Stachelbeeren nachkocht und ich ihn schließlich mit Birnen und Cranberries im Crockpot zubereite. Nach zweieinhalb Stunden auf Stufe HIGH war er gar und noch wunderbar saftig. Hmm – ein köstliches, reichhaltiges Dessert nach einer einfachen Gemüsesuppe…
Fallobst-Zeit. Wer meine Mutter kennt, weiss, dass das eimerweise Gaben von Birnen, Äpfeln und Pflaumen bedeutet. Peu a peu füllt sich der Vorratsschrank mit Pflaumenmus, Apfelgelee und weinwürziger Birnenkonfitüre. Um auch die letzten übrig gebliebenen fünf Birnen zu verwerten, habe ich Dolces Schokoladenbrownies mit Birnen nachgebacken und kann ihr nur uneingeschränkt zustimmen: “Ein echter Keeper, dieses Rezept!” Ich habe allerdings nur die halbe Menge zubereitet – das reichte für eine kleine eckige Backform von 20 mal 26 cm, die Teigschicht war allerdings auch noch eher flach. Ich glaube, für ein ganzes Backblech würde ich die eineinhalbfach Menge des Originalrezeptes verwenden.
Kategorie : Backen, Kochbücher
Born to Cook II von Tim Mälzer war ein Weihnachtsgeschenk – eines das bislang recht unbeachtet im Regal stand, weil mir nach mediterraner Sommerküche und Frischfisch noch nicht so recht der Sinn stand. Jetzt habe ich das erste Gericht nachgekocht bzw. nachgebacken – den “verkehrten Birnenkuchen”, bei dem das Obst unten in der Form landet, der Teig darüber. Nette Idee, vor allem wenn man wirklich reichlich Zucker und Butter als Unterlage verwendet, so dass sich eine Karamelkruste ergibt. Aber dafür reichten zwei Esslöffel brauner Zucker nicht…
Birnen esse ich fürchterlich gerne – aber schön fest müssen sie sein und nicht zu süß. Auf die sechs Exemplare, die da etwas vergessen in der Obstschale lagen, traf das allerdings nicht mehr zu. Die hatten ihren Zenit schon einige Tage überschritten. Was tun mit den überreifen Früchten? Ich habe sie kurzerhand zum Sonntagkuchen “resteverwertet” und zwar in Kombination mit tiefgefrorenen Cranberries. Deren herber Geschmack glich die Süße der Birnen mehr als aus und die knusprigen, leicht zimtigen Streusel passten prima dazu.
Kategorie : Crockpot allgemein, Desserts, für Slowcooker
Dass ich kein Freund von platzraubenden Elektro-Kleingeräten mit sehr beschränkten Einsatzmöglichkeiten bin, hatte ich schon früher mal gestanden. Ausnahme: Der Slowcooker, mit dessen Hilfe Suppen, Schmorgerichte, Ragouts wirklich genial gut werden. Selbst Obstdesserts, Breie, Müslis sollen bestens gelingen – das auszuprobieren steht für die nächste Zeit auf meinem Kochprogramm. Den Anfang machen Birnen in Ahornsirup – und weckten gewisse Zweifel an der Aussage “Crockpot – nicht nur für Fleisch!”
Kategorie : Desserts
Haben Sie auch reichlich Fallobst im Garten? Verwenden Sie es doch einmal für einen süßen Auflauf – Cobbler heisst dieses unkomplizierte Gebäck in den USA. Bei uns gab es ihn heute lauwarm mit etwas Vanilleeis als Dessert nach einem schlichten Bohneneintopf.










