“Zaubern Sie sich mit diesen Cakes ein Provence-Feeling herbei und genießen Sie die außergewöhnliche Kombination an Aromen”, lockt der Begleittext zu diesem Küchengötter-Rezept. (“Pseudo-Provencefeeling für Touris”, sagt Bolli dazu
) Aber welch traumhaftes Foodfoto: Rosefarbene Sahnetuffs auf appetitlich-braunen Törtchen, zartlila Lavendelblüten als Deko – wer kann da schon wiederstehen? Ich jedenfalls nicht und habe das Rezept nachgebacken. Der Törtchenteil gelang auch ausgesprochen gut, aber auf die Lavendelsahne werde ich das nächste Mal verzichten. Mit den vorgeschlagenen 2 Teelöffeln getrockneter Blüten wurde das Aroma viel zu intensiv und der Biss ins Törtchen kam mir vor wie der in ein Wäschesäckchen. Also entweder viel weniger Lavendelblüten verwenden oder gleich mit Amaretto abschmecken. Ich bevorzuge letzteres – damit habe ich ja wohl ein bisschen das Thema verfehlt, wenn ich dieses Rezept als Beitrag für das Juni-Event “Essbare Blüten” beim Gärtnerblog melde. Obwohl: Selbst wenn ich auf das Lavendelaroma in der Sahne verzichte, sind ausgezupfte winzige Lavendelblüten als Gebäckschmuck in jedem Fall schön!
Ein grellroter Schokokuchen? Klar geht das – man gebe in den Rührteig neben Kakaopulver, Buttermilch, Mehl, Zucker, Butter und Eiern noch reichlich rote Speisefarbe. So bekommt der in den US-Südstaaten bekannte und beliebte Red Velvet Cake seine Knallfarbe. Vermutlich muss man aber US-Amerikaner sein, um derart hemmungslos mit künstlichen Ingredienzen umzugehen – ich habe mich nur getraut, einen Teelöffel Farbpaste hinzuzufügen. Der optische Effekt war demzufolge kaum wahrnehmbar – aber geschmacklich haben mich die Küchlein überzeugt: Tatsächlich eine samtige Textur, dazu ein “Boiled Frosting”, eine Buttercreme mit weißer Schokolade. Die schmeckt mir eh besser als das klassische Red-Velvet-Frosting, megasüß mit Frischkäse. Nebeneinander in eine Plastikdose gestellt, vertragen die Cupcakes gut einen längeren Transport per Rad oder Auto (zum Beispiel zum Pfingstlager, siehe hier). Daher nenne ich sie als meinen Beitrag zum Blogevent Essen für unterwegs. Und vielleicht versuche ich irgendwann mal, das Rot ohne künstliche Farbstoffe hinzubekommen…
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In unseren Breiten (Westfalen) ist der Schnee inzwischen grauem Nieselregen gewichen. Die Sichtweite beträgt um 50 Meter, Wolken schweben quasi direkt über dem Erdboden. Da verbietet sich der Gedanke an ein Picknick eigentlich von selbst, aber genau das kam mir in den Kopf, als ich diese Tunfisch-Tramezzini für das Blogevent “Weiß wie der Schnee” zubereitet habe. Klar schmeckten diese italienischen Sandwiches auch jetzt als Abendessen, aber perfekt wären sie vermutlich im Juni/Juli – zusammen mit einem Rucola-Parmesansalat, Schüsselchen mit Antipasti, frischem Ciabatta, einem leckeren Rotwein. Irgendwo auf einer einer karierten Decke im lichten Schatten sitzend, Pause machend nach einer 30-Kilometer-Radtour entlang unseres Flüsschens Bocholter Aa… Man wird ja schon mal träumen dürfen
Senf, Majonaise, Grapefruits: Einige Zutaten, die ich früher verschmähte, esse ich inzwischen ausgesprochen gerne. So auch Hülsenfrüchte: Ihre mehlige Textur ließ mich als Kind würgen, heute empfinde ich den sämig-magenfüllenden Effekt als “Wärme von Innen” – also Soulfood im besten Sinne des aktuellen Blogevents im Kochtopf. Als meinen Beitrag melde ich daher diese Schwarzbohnen-Suppe, die einem Gericht der US-Restaurantkette TGI Friday’s nachempfunden ist. TGIF setzt auf typisch amerikanische Küche (Sandwiches, Burger, Steaks, Seafood) und peppt diese zeitgemäßig-trendig auf. Mir gefällt die Speisekarte – aber nachdem das einzige deutsche TGIF in Berlin geschlossen wurde (es war mit seinem eingeschränkten Angebot eh ein besseres McD), bleibt nur selbst kochen. Das Copycat-Rezept für die Black Bean Soup, ein Klassiker aus den Südstaaten, stammt von der Recipezaar-Seite. Ich habe es für den Crockpot umgewandelt, denn gerade getrocknete Bohnen lassen sich prima im Slowcooker garen. Wer keine schwarzen Bohnen bekommt (TIpp: türkischer Gemüsehändler), kann auch Kidneybohnen verwenden.
Kategorie : Persönliches
… oder dass Sie einfach schon zu lange bloggen! Katharinas Anfrage, in einem Interview mit Ulrike meine seinerzeitige Liste abdrucken zu dürfen, hat mich (wie Ulrike) merken lassen, dass vieles auf mich inzwischen nicht mehr zutrifft. Nach mehr als drei Jahren Bloggen fehlen manchmal Inspiration oder Idee, manchmal bin ich einfach schreibfaul, weil ich beruflich ja schließlich auch noch tippe. Aus den 10 Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Sie FoodbloggerIn sind wurden also “10 Tatsachen, an denen Sie erkennen, dass Ihre besten Tage als FoodbloggerIn vorbei sind”…
Börek, Pierogi, Strudel, Pie, Samosa, Pasty – fast jede Küche der Welt kennt gefüllte Teigtaschen. Empanadas heißen sie im spanischen/lateinamerikanischen Umfeld und kommen in genauso vielen Varianten wie es Nationen gibt. Je nach Gusto enthalten sie Fleisch, Fisch oder Gemüse, werden gebacken oder frititiert, sind höllenscharf oder mild. Die ecuadorianische Variante mit Fleisch und Mürbeteig hatte ich hier schon vorgestellt, im Urlaub an der Costa Dorada haben wir eine andere Version gekostet – aus Hefeteig, mit Thunfisch sowie reichlich Zwiebeln und Paprika. Weil diese Empanada im Großformat daherkommt, ist sie ungleich schneller fertig – einfach zwei Kreise ausrollen, den unteren mit der Füllung bestreichen, den oberen auflegen, Kanten einrollen, fertig. Ergänzt mit einem frischen Salat ist das ein sehr leckeres Mittagessen – und mein Beitrag zu Tobias’ mediterranem Kochevent. Auch wenn ich ansonsten wie viele andere auch eher Kochevent-Müdigkeit verspüre…
Als Journalistin bin ich sozusagen von Berufs wegen neugierig – naja, rein vom Charakter her vermutlich auch
Jedenfalls lasse ich keine “Über mich”-Seite auf Webseiten aus und finde persönliche Ein- und Aussichten in Blogs sehr spannend – eben sowas wie die Küchenfenster-Idee von Barbara. Da wohnen einige höchst idyllisch, einige blicken in den Großstadtdschungel und andere auf schöne oder weniger schöne Nachbargärten. Mein Blick aus der Küche geht nur in den eigenen Garten (der nächste Nachbar ist 400 m Luftlinie entfernt) nach Norden und Osten und jeweils ins Grüne:
Natur pur? Von wegen, feix – so können Fotos täuschen. Erstens weht vom Schweinestall gegenüber (Foto oben) häufig Landluft hinein. Zweitens bildet unser Grund und Boden das Verkehrskreuz Rhede-Süd und wir sind auf vier Seiten von Schnell-, Bundes- und Landstraße umgeben. Egal, woher der Wind kommt – das Motoren-Hintergrundrauschen ist stets präsent, wenn auch optisch immerhin durch Wallhecken verborgen. Klingt schlimmer, als es ist – “man gewöhnt sich an allem”, wie der Westfale sagt…
Am schönsten ist der Ausblick jedenfalls im April/Mai, wenn der große Zierkirschbaum vor dem Nordfenster blüht:
Wenn’s schnelle Brötchen geben soll, bringe ich meist Biscuits nach US- oder Scones auf englische Art auf den Tisch. Doch auch Hefebrötchen lassen sich ruck-zuck backen – wenn man denn am Abend vorher etwas vorarbeitet. Am nächsten Morgen müssen die im Kühlschrank aufgegangenen Teiglinge nur noch in den nicht mal vorgeheizten Ofen geschoben werden, fertig. So wenig Mühe für so leckere frische Brötchen – das ist mir die Meldung zum 4ten World Bread Day auf alle Fälle wert!
Es ist wieder die Jahreszeit des (Apfel-)Überflusses. Wie ich hier schon beklagt habe, muss ich mich durch eimerweise Falläpfel arbeiten – da sind kleine Kuchen, wie die Hedonistin sie gerne hätte, eigentlich nicht das Mittel der Wahl, um die Mengen zu reduzieren. Es sei denn, man backt gleich vier, isst einen und verschenkt drei andere
Oder friert sie ein beziehungsweise bewahrt sie zwei, drei Tage auf, denn dieser saftige Rührkuchen hält sich ausgesprochen gut frisch. Dazu ist er simpel zuzubereiten und schmeckt großartig, vor allem, wenn man nicht am Rum spart. Die Haselnüsse des Originalrezeptes habe ich durch Mandeln ersetzt, das schien mir besser zu passen – ansonsten gab’s wirklich nichts zu verbessern. Weiter lesen
Fideua – wie spricht man das eigentlich aus? Keine Ahnung – in den Fischrestaurants in L’Ametlla de Mar hat es im August gereicht, auf die Karte zu deuten, um unseren Urlaubsfavoriten zu bestellen – Paella mit Nudeln statt mit Reis. Die Aromen von Paella und Fideua sind weitgehend identisch, die Textur der Nudelvariante ist allerdings weicher, irgendwie sanfter. Und sie steht viel schneller auf dem Tisch als Paella, weil die sehr feinen Fadennudeln nur sehr kurz gekocht werden müssen. Urlaubsstimmung in 20 Minuten? Mit diesem Rezept ist’s möglich und daher nenne ich es gerne als meinen Beitrag zum Blogevent XLIV mit Wettbewerb – Ferienküche. Für Fideua gibt’s übrigens zahlreiche Zubereitungsarten – auch im Backofen gegarte und welche, bei der zunächst der Fischfond gekocht wird. Diese hier von cuisine.at ist eine schnelle, aber trotzdem sehr leckere.









