“Durch die lange Garzeit schmecken Gewürze im Crockpot viel intensiver.” Ja, wenn ich’s denn schon weiß, warum halte ich mich dann nicht dran??? Feix… Am Sonntag hatte ich für die Familie dieses Gemüse-Chili geköchelt, statt zwei frischer Chilischoten allerdings zwei getrocknete verwendet, die noch in der “Mexiko-Schublade” ein Schattendasein fristeten. Ob das nun Anchos waren oder Pasillas oder Habaneros oder sonstwas – jedenfalls waren sie h-ö-l-l-e-n-s-c-h-a-r-f. Okay, ein gutes Chili muss brennen, aber gleich so? Meine Familie hat sich an der Beilage – Maisbrot – satt gegessen, ich habe mit Todesverachtung einen Teller verzehrt. Nach einigen Minuten trat in meinem Mund etwas Gewöhnung ein und der Geschmack des Chilis hinter der Schärfe hervor. Und der war durchaus gut – aber beim nächsten Male würze ich ganz bestimmt sparsamer
Wer erinnert sich noch an das quietschgrüne Ketchup, das Heinz vor einigen Jahren herausgebracht hatte? Es schmeckte exakt wie das rote, aber niemand wollte es kaufen. Grüner Ketchup auf Pommes? Nee, geht gar nicht… Ähnlich liegt der Fall bei diesem weißen Chili, einem hochgelobten Rezept von der amerikanischen Allrecipes-Seite. Es hat die typische scharfe Note, Oregano- und Kreuzkümmel-Würze, als Kontrast mildes Hühnchenfleisch und Bohnen – wirklich, nicht schlecht, eigentlich sogar sehr gut. Aber Chili? Nein, Chili muss dunkelrot und dickflüssig sein…
Kategorie : Kochen
Seit der letzten Grillparty im Sommer nahm dieses angebrochene Glas Ajvar in meinem Kühlschrank dringend anderweitig benötigten Platz weg. Höchste Zeit also, die türkische Paprikapaste aufzubrauchen – aber wie? Beim Chefkoch habe ich ein Rezept für eine Hähnchenschenkel-Pfanne gefunden, die begeisterte Kritiken bekommen hatte. Zu Recht, kann ich jetzt sagen, nachdem ich sie nachgekocht habe…
Meine gutbürgerliche Phase scheint vorbei zu sein… Jedenfalls brodelte gestern ein dunkles, dickes Chili im Crocky sacht vor sich hin, während ich das Wohnzimmer ausgeräumt und anschließend gestrichen habe. Mit einer großen Teller von diesem TexMex-Eintopf, mit Maisbrot und Honigbutter, habe ich mich dann für die lang aufgeschobene Renovierungsaktion belohnt. Ich habe mich nur geärgert, dass ich nicht gleich die doppelte Portion zubereitet habe – der Zeitaufwänd wäre nicht höher gewesen und ich hätte gleich etwas für den TK-Vorrat gehabt.



