Wie, Erdbeeren können Reste sein? Ja, das können sie – wenn es die mißgestalteten, nicht gerade superreifen Exemplare sind, die bei der Zubereitung des Erdbeer-Tiramisu übrig blieben. Meine erste Idee, Erdbeer-Käsekuchen-Eis, konnte ich gleich verwerfen – der Gefrierbehälter der Eismaschine stand in der Vorratskammer, nicht in der Kühltruhe
Also etwas backen? In einem meiner älteren Backbücher (Süße und pikante Muffins) wurde ich fündig: Muffins, in denen ich bequemerweise auch den fast abgelaufenen Becher Erdbeer-Joghurt unterbringen konnte. Die Familie verschlang die ersten Muffins noch lauwarm – und so schmeckten sie mir auch am besten, ganz frisch mit einer Tasse Kaffee. Huch, gerade gesehen – Petra hat heute etwas ähnliches gebacken, nur feiner: Erdbeer-Financiers!
Wenn’s um die Aufgabenverteilung bei Grillfesten/Familienfeiern/Picknicks geht, bin ich fast immer “der Nachtisch”. Zum einem, weil mir Fleisch nicht so gut liegt und das Schnippeln für Salate so einen Haufen Arbeit macht. Zum anderen, weil ich so fürchterlich gerne Desserts esse und davon auch nach dem opulentesten Mahl immer noch ein Tellerchen verdrücken kann. Oder sogar zwei, wie von diesem Erdbeer-Tiramisu – leider eine Kalorienbombe sondergleichen. Das ist jedoch der einzige Negativpunkt dieser leckeren Süßspeise… Auf der Habenseite verbucht sie köstlich-cremige Textur, fruchtige Erdbeernote und extrem unaufwändige Zubereitung. Dessert für 16 Personen ist in zehn Minuten zubereitet und die Auflaufformen lassen sich prima vorbereiten, aufbewahren und transportieren.
4 Jahre Kochtopf-Blogevents: Chapeau, Zorra, für Ideen & Durchhaltevermögen! Gerade letzteres finde ich (derzeit mit akuter Arbeitsüberlastung und gesteigerter Kochunlust kämpfend) außergewöhnlich – eine tolle Leistung, sich über einen so langen Zeitraum immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen! Mich als Süßschnabel spricht das Jubiläums-Thema Dessertbuffet natürlich sehr an und ich beteilige mich mit einem Eierlikör-Parfait, das sich gut vorbereiten lässt. Aktuell passen Erdbeeren perfekt dazu, im Herbst ein Pflaumenkompott und im Winter Krokant wie im Original.
Milchreis ist zwar lecker, aber ein bisschen “geradezu”, wie meine Mutter sagen würde – also geschmacklich nicht gerade aufregend. Wesentlich interessanter als die deutsche Version mit Zimt und Zucker fand ich den spanischen Arroz con leche, den ich in der Vorspeisenplatte gefunden habe. Er wird mit Zitronen- und Orangenschale sowie Zimtstange aromatisiert und ist nicht ganz so pappig-dick. Ich habe ihn im Slowcooker gekocht – so entfällt das Rühren und er gart ohne Aufsicht und ohne Anbrennen.
Eigentlich bin ich ein erklärter Feind von Küchen-Kleingeräten. Eierkocher, Sandwichtoaster etc. versauen einem nur Freiraum auf der Arbeitsplatte, verwandeln Schränke in ein Puzzle aus Strippen und lassen sich durch herkömmlichen Topf/Pfanne bestens ersetzen. Ausnahme: Mein Eisbereiter. Leider kein Modell mit Kompressor, wie sie es benutzt, sondern ein 5-Euro-Gebraucht-Schnäppchen von Ebay, bei dem man die (leider recht kleinen) TK-Behälter erst mal einige Stunden ins Kühlfach legen muss. Funktioniert aber ganz gut und produziert leckeres Eis, wenn man die richtige Grundmasse gefunden hat!
Das ist bei mir meist die Sweet Cream Base aus dem Ben & Jerry’s Ice Cream Book, supercremig, no-fuss und gut abwandelbar. Möchte ich gelegentlich Kalorien sparen, bereite ich Frozen Yoghurt zu. Nun habe ich einen dritten Favoriten: Das Erdbeer-Käsekuchen-Eis von Joy of Baking, etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber köstlich, vor allem wenn die Erdbeeren richtig schön reif waren…
Ja, ha’m wir denn schon Independence Day? Nein, ha’m wir nicht – wieso habe ich dann diesen Kuchen, den es bei mir als eingefleischtem USA-Fan gerne zu Motto-Parties oder zum 4th of July gibt, jetzt schon gebacken? Nun, weil ich fand, dass er das passende Titelmotiv für mein derzeit in Arbeit befindliches Amerika-Kochbuch abgeben könnte.
Dass er das tatsächlich tut, verdanke ich Luis Bisschops vom TLC-Fotostudio. Er bot mir an, einige Bilder beizusteuern, ohne sein sonst – verdientermaßen! – fürstliches Honorar in Rechnung zu stellen. Und so kommt “mein” Kochbuch in den Genuss einiger hochprofessioneller Food-Fotos, die ich mit meiner klein-kompakt-kastigen Digiknipse im Leben so nicht hingekriegt hätte.
Ob allerdings das TLC-Team in den Genuss meines (wirklich leckeren!) und liebevoll verzierten Flaggenkuchens gekommen ist, möchte ich mal bezweifeln. Erstens sehen die Mitarbeiter den ganzen Arbeitstag lang verlockungsvoll angerichtetes Essen, zweitens bekommt wohl keinem Kuchen das “Sonnenbad” unter grellen Studioscheinwerfern auf Dauer gut. Schaaade…







