Warum Bewährtes ändern? Was den Plätzchenteller angeht, so besteht für mich keine Notwendigkeit, besondere Kreativität an den Tag zu legen. Sohnemann möchte Husarenkrapfen, Töchterchen Muskatzonen, der Ehemann Nuss-Schoko-Plätzchen und ich esse gern Zimtsterne. Und weil fast jeder nur zu seinen Favoriten greift, sind Plätzchen-Premieren selten von Erfolg gekrönt – sei es, weil das Rezept tatsächlich nicht schmeckt (siehe hier) oder schlicht den Aufwand nicht wert ist. In den erlauchten Kreis der Keks-Klassiker dürften jedoch die Erdnuss-Honig-Taler aufsteigen, deren Grundidee ich von der Oetker-Webseite habe. Das Ausstechen verschiedener Formen, das Zusammenkleben, Bestreichen und Verzieren war mir allerdings zuviel Arbeit – ich habe das Rollenkeks-System angewendet. Die Familie war sich einig: Die Dinger schmecken gut, “Peanutbutter-Cookie meets Christmas”.
Es wird Zeit, dass der Crockyblog seinem Namen Ehre macht statt zum Backyblog zu mutieren. Also habe ich mal wieder den Crockpot angeworfen und mich dabei gefragt, wieso ich das eigentlich nicht öfter tue. Denn es ist wirklich erstaunlich, mit wie wenig Arbeit man ganz hervorragende Schmorgerichte hinbekommt.
Allerdings kann man nicht immer nur Schmorgerichte essen. Außerdem heisst wenig Arbeit nicht gleichzeitig wenig Aufwand – zumindest der gedankliche ist nicht ohne. An Tagen, an denen ich morgens um sieben schon weiss, was es mittags um eins geben soll, leistet mir der Slowcooker allerbeste Dienste. Aber manchmal weiss ich erst mittags um halb eins, was es um eins gibt, oder ich mag vor dem Frühstück noch keine Zwiebeln schmoren oder Fonds abschmecken. Die Lösung – in meinem Fall zumindest: Der Slowcooker schmurgelt unser (abendliches) Sonntagsessen. Dann muss ich erst nach dem Frühstück den Keramikeinsatz füllen, kann den ganzen Tag etwas mit der Familie etwas unternehmen und abends kehren wir alle heim in eine Küche voll verlockender Schmordüfte.




