Wie viele Variationen von Grünspargel, Bleichspargel und Erdbeeren kann man in einem Frühlingsmenü eigentlich unterbringen? Eine ganze Menge
Seit 2007 dokumentiere ich auf diesem Blog das alljährliche Spargelmenü für meinen Frauen-Stammtisch und jedes Jahr auf’s Neue gab es die rot-weiß-grüne Kombination. Mal auf italienisch, mal aus dem Repertoire von Starköchen, mal mit asiatischem Einschlag. In diesem Jahr lautete das Motto “Hopplahopp” oder “auf die Schnelle”: Da ich wenig Zeit zum Kochen hatte, gab es vor der traditionellen Kombi Spargel, Kartoffeln& Schinken eine Blitz-Vorspeise. Die Bruschetti mit grünem Spargel und Tomaten habe ich unverändert von der Chefkoch-Webseite zubereitet, allerdings noch einige würzige Parmesanspäne obenauf gegeben. Das Dessert – eine Buttermilchmousse mit Erdbeeren und Minz-Cashew-Pesto – lässt sich ausgesprochen gut schon am Vortag vorbereiten, naja, zumindest der Mousse- und Pesto-Part. Die Erdbeeren habe ich kurz vor dem Servieren gewaschen, geschnitten und mit etwas Orangenlikör und Puderzucker aromatisiert.
In den vergangenen beiden Sommern war Aperol Sprizz häufig das Getränk meiner Wahl. Inzwischen habe ich Hugo entdeckt – leicht, minzig, erfrischend, unbedingt ausprobieren! Man braucht dafür Prosecco, Eis, Minze, Mineralwasser – und Holunderblütensirup. Im Supermarktregal, selbst beim Feinkosthändler habe ich den noch nirgendwo gesehen. Da hilft nur selber machen – und dann gleich ein bisschen mehr, dann hat man einige Flaschen zum Verschenken. Damit es hübsch aussieht, binde ich immer ein Stück rund ausgeschnittene Serviette mit einem bunten Band über den Deckel – ein nett gemusterter Stoff ist natürlich noch besser. Für dieses Jahr ist die Holunderblütensaison inzwischen vorbei, aber für’s nächste Jahr vielleicht das Rezept vormerken – die Zubereitung ist kinderleicht und die Kosten mehr als überschaubar. Via Ulrike (ihre Version für Holunderblütensirup steht hier) gefunden: Flaschen zum Abfüllen gibt es gut und günstig bei Flaschenland.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Holunderblütensirup
Kategorien: Einkochen
Menge: 8 Flaschen zu 375 ml
40 Holunderblüten-Dolden
1 1/2 Ltr. Wasser
2 kg Zucker
40 Gramm Zitronensäure (aus der Apotheke)
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.oetker.de/oetker/rezepte/
einmachen/gelees/holunderbluetensirup.html
– Erfasst *RK* 15.06.2011 von
– Gabriele Frankemölle
Blütendolden im kalten Wasser schwenken (nicht unter fließendem
Wasser!) und gut auf Küchenpapier abtropfen lassen. Von 40
Blütendolden die Stiele mit einer Schere abschneiden.
Wasser mit Zucker aufkochen und 2 Min. sprudelnd kochen lassen. Topf
vom Herd nehmen, die Zitronensäure und Einmachhilfe einrühren.
Blütendolden in einen verschließbaren Plastikbehälter (Inhalt etwa 4
l) geben und mit der Zuckerlösung aufgießen. Diese Zubereitung 4
Tage dunkel und kühl (am besten im Kühlschrank) mit Deckel ziehen
lassen.
Plastiksieb mit Küchenpapier auslegen. Die Flüssigkeit durch das
vorbereitete Plastiksieb gießen. Die aufgefangene Flüssigkeit
nochmals aufkochen, vom Herd nehmen und sofort randvoll in
vorbereitete Flaschen füllen und mit Schraubdeckeln verschließen.
Hinweis: Auf die Verwendung von Plastikgeräten achten, da es sonst
zu geschmacklichen Einbußen kommen kann.
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Ich fand’s lecker, meine Mitesser weniger: Spargel auf Bärlauchschaum. “Zu scharf”, “überdeckt das Spargelaroma” sagten sie. Ich dagegen mochte die herbe, pfefferige und intensive Kräuternote zum milden Frühlingsgemüse. Nach Mehrheitsbeschluss wird das Rezept des Allgäuer Restaurants Engelkeller (nette Internetseite!) leider in den Tiefen des Rezeptarchivs verschwinden. Stattdessen gibt’s Spargel wieder in der Folie gegart und klassisch mit Hollandaise.
4 Jahre Kochtopf-Blogevents: Chapeau, Zorra, für Ideen & Durchhaltevermögen! Gerade letzteres finde ich (derzeit mit akuter Arbeitsüberlastung und gesteigerter Kochunlust kämpfend) außergewöhnlich – eine tolle Leistung, sich über einen so langen Zeitraum immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen! Mich als Süßschnabel spricht das Jubiläums-Thema Dessertbuffet natürlich sehr an und ich beteilige mich mit einem Eierlikör-Parfait, das sich gut vorbereiten lässt. Aktuell passen Erdbeeren perfekt dazu, im Herbst ein Pflaumenkompott und im Winter Krokant wie im Original.
Deutscher Spargel war es leider noch nicht, den es zum Osterbraten (Hähnchen mit Speckkruste, Übersetzung folgt noch) gab. Aber meine Gier auf ein optisch und geschmacklich frisches Gemüsegericht ließ sich nicht unterdrücken und so habe ich aus importiertem Grün- und Bleichspargel ein Spargelragout mit Bärlauch gekocht. Das ökologische Gewissen litt, die Geschmacksnerven zeigten sich unbeeindruckt und immerhin stammte zumindest der Bärlauch aus heimischen Gefilden…
Ich seh sie schon vor mir, die enttäuschten Blicke all der Beerensammler, die im Herbst den Wirtschaftsweg an unserem Hof heimsuchen, um die Holunderbüsche zu plündern. Die Plünderung hat diesmal bereits im Frühjahr stattgefunden
Ich habe Dutzende von Dolden zu Holunderblüten-Rieslinggelee verarbeitet, außerdem gab’s inzwischen schon zweimal eine fein aromatisierte Panna Cotta. Angeregt dazu hat mich Barbaras Rahmsülze mit Holunderblüten und Beeren – schnittfeste “Sülze” erinnert mich allerdings immer ein wenig an Gummi und das Mundgefühl mag ich irgendwie nicht. Für Panna Cotta wird weniger Gelantine verwendet und nur Sahne statt eines Sahne-Milch-Gemisches. Das macht das Dessert etwas cremiger, aber natürlich auch kalorienreicher – was soll’s, das Ergebnis war es wert!
Durch die Foodblogs zieht derzeit der zarte Duft von Holunderblütendolden: Barbara serviert Holunderblüten-Rahmsülze, eine Art Edel-Panna-Cotta, die ich gleich morgen als Dessert zu einem Spargelmenü ausprobieren werde. Hungrig in San Francisco backt Hollerküchlein (und mag sie), Schnuppschnüss backt sie ebenfalls (und mag sie nicht). Titi Laflora hat Holunderblütensirup angesetzt, Kochsinn einen originellen Likör. Bei der Hedonistin gibt’s Holunderblütengelee auf’s Brot – und auch bei mir. Ihre Version ist allerdings wesentlich zuckerärmer als meine, die dafür noch etwas Weinwürze mitbringt. Ich glaube im nächsten Jahr probier ich mal ihr “Einkochen light” …











