Frühlingsgefühle: Rhabarbersirup selbst gemacht

Rhabarbersirup selbst gemacht

Gibt es etwas Schöneres, als sich an einem der ersten richtig schönen Tage in den Garten zu setzen und genüsslich etwas Leckeres zu trinken? Das “Leckere” ändert sich dabei ab und an: Nach Aperol Sprizz und Hugo mit selbst angesetztem Holunderblütensirup bevorzuge ich im Moment trockenen Sekt mit einem ordentlichen Schuß Rhabarbersirup. Dass man den auch ganz einfach selbst machen kann, habe ich bei Julianes “Schönertagnochgelesen und gleich ausprobiert. Ein lohnendes Projekt: Der Sirup ist superlecker, recht schnell gemacht und kostet nur Pfennige, wenn man den Garten seiner Eltern räubern kann :-)  Weiter lesen

Aus dem Slowcooker: Bärlauchsüppchen

Bärlauchsüppchen

Bärlauch ist alles andere als ein seltenes Kraut, aber in der Küche meiner Kindheit und Jugend spielte er keine Rolle – obwohl das nichts heisst, denn eigentlich nutzen Oma und Mama eh nur krause Petersilie, Schnittlauch und vielleicht noch Majoran und Bohnenkraut :-)  Entdeckt habe ich das Zwiebelgewächs, das nach Knoblauch riecht, aber bekanntlich keine “Fahne” macht, erst vor sechs, sieben Jahren auf dem Wochenmarkt. Seitdem gehört Bärlauch zu meinen absoluten Frühjahrsfavoriten. Ich finde, es gibt kaum etwas, das besser schmeckt als gesalzene Bärlauchbutter zu frisch gebackenem Brot! Zu Ostern habe ich den Bärlauchüberfluss aus dem Garten zu einem köstlichen Bärlauchsüppchen verkocht – auch das wird ein “Keeper” im Rezeptefundus. Weiter lesen

Resteverwertung: Erdbeer-Sahne-Gugelhupf

Erdbeer-Sahne-Gugelhupf

Einmal im Jahr starte ich die Aktion “Esset den Tiefkühler leer”. Denn es ist schon erstaunlich, was sich da hinter anderen Paketen, unter Stapeln von Plastikbehältern oder in dritter Reihe in den Türfächern noch so an gefrosteten Schätzen verbirgt: Einige Jakobsmuscheln, ein Beutel mit Geflügelfond (Verwendung siehe hier), eine halbe Packung Cranberries, Brösel-Fleisch vom Weihnachtstruthahn, und und und… Irgendwann muss man das aufbrauchen, bevor es es gar nicht mehr brauchbar ist. Beim Sortieren sind mir gestern auch einige TK-Erdbeeren vom letzten Sommer in die Hände gefallen, die püriert und kurz gegart ihren Weg in ein sehr ansehnliches Dessert fanden – einen Erdbeer-Sahne-Gugelhupf. Obwohl politisch unkorrekt auf mindestens drei Arten konnte ich allerdings einigen frischen Flugerdbeeren als Dekoration nicht widerstehen :-) Weiter lesen

Spargelmenü 2013: Drei Gänge auf die Schnelle

spargel2013_vorspeise  spagel2013_tisch

Wie viele Variationen von Grünspargel, Bleichspargel und Erdbeeren kann man in einem Frühlingsmenü eigentlich unterbringen? Eine ganze Menge ;-)  Seit 2007 dokumentiere ich auf diesem Blog das alljährliche Spargelmenü für meinen Frauen-Stammtisch und jedes Jahr auf’s Neue gab es die rot-weiß-grüne Kombination. Mal auf italienisch, mal aus dem Repertoire von Starköchen, mal mit asiatischem Einschlag. In diesem Jahr lautete das Motto “Hopplahopp” oder “auf die Schnelle”: Da ich wenig Zeit zum Kochen hatte, gab es vor der traditionellen Kombi Spargel, Kartoffeln& Schinken eine Blitz-Vorspeise. Die Bruschetti mit grünem Spargel und Tomaten habe ich unverändert von der Chefkoch-Webseite zubereitet, allerdings noch einige würzige Parmesanspäne obenauf gegeben. Das Dessert – eine Buttermilchmousse mit Erdbeeren und Minz-Cashew-Pesto – lässt sich ausgesprochen gut schon am Vortag vorbereiten, naja, zumindest der Mousse- und Pesto-Part. Die Erdbeeren habe ich kurz vor dem Servieren gewaschen, geschnitten und mit etwas Orangenlikör und Puderzucker aromatisiert.

Weiter lesen

Geschenke aus der Küche: Holunderblütensirup

Holunderblüten-SirupIn den vergangenen beiden Sommern war Aperol Sprizz häufig das Getränk meiner Wahl. Inzwischen habe ich Hugo entdeckt – leicht, minzig, erfrischend, unbedingt ausprobieren! Man braucht dafür Prosecco, Eis, Minze, Mineralwasser – und Holunderblütensirup. Im Supermarktregal, selbst beim Feinkosthändler habe ich den noch nirgendwo gesehen. Da hilft nur selber machen – und dann gleich ein bisschen mehr, dann hat man einige Flaschen zum Verschenken. Damit es hübsch aussieht, binde ich immer ein Stück rund ausgeschnittene Serviette mit einem bunten Band über den Deckel – ein nett gemusterter Stoff ist natürlich noch besser. Für dieses Jahr ist die Holunderblütensaison inzwischen vorbei, aber für’s nächste Jahr vielleicht das Rezept vormerken – die Zubereitung ist kinderleicht und die Kosten mehr als überschaubar. Via Ulrike (ihre Version für Holunderblütensirup steht hier) gefunden: Flaschen zum Abfüllen gibt es gut und günstig bei Flaschenland. Weiter lesen

Rhabarbertarte: Einmal top, einmal Flop

RhabarbertarteAllerorten wird derzeit Rhabarber verbloggt (siehe hier, hier, hier oder hier). Obwohl Rhabarber bestimmt nicht mein Lieblingsobst ist (naja, botanisch eher Gemüse), backe auch ich gerne Rhabarberkuchen – quasi als Frühling in der Küche, nach einem langen Winter voller Apfel-, Käse-, Nuss- und Schokoladenkuchen. Da ich keinen Baiser mag, der saure Rhabarber aber definitiv einen süßen Kontrapunkt braucht, entschied ich mich für einen Rhubarb-Custard-Pie – Zimtstreusel auf Rhabarber-Pudding-Creme, der Boden angeblich eine “idiotensichere” Pie-Crust nach us-amerikanischer Art. Nee, aber genau der schmeckte irgendwie gar nicht, laff, charakterlos. Da lobe ich mir doch den Mürbeteig von Lea Linster , deren Rezept für Rhabarbertarte (Foto links) Eva Deichrunner hier vorgestellt hatte: Einfach zu verarbeiten, knusprig-süß. Dazu ein mandeliger Sahne-Ei-Guss – hmm, köstlich! Dagegen war der Rhabarber-Pie (Foto unten) dann doch eher ein Flop…

Weiter lesen

Von einer, die auszog, eine Spargelsuppe zu kochen…

Spargelsuppe nach PolettoDigitales Satellitenfernsehen ist schon etwas Feines – ich kann seit kurzem EinsPlus empfangen und habe den Montag zu meinem persönlichen Kochshow-Abend erklärt. Der hat allerdings Höhen und Tiefen: Mir gefällt die unaufgeregte Art von Lea Linster und Vincent Klink, Tim Mälzer finde ich einfach nur chaotisch (schon mal mal gesehen, was für ihn “schön braun” und eine “kleine Prise” sind?) und Cornelia Poletto kommt in ihrer Kochschule immer irgendwie – hmm, zickig rüber.  Ihre Spargel-Sendung fiel allerdings auf fruchtbaren Boden: So eine wirklich gute Spargelsuppe fehlt mir noch in meinem Repertoire und die mit Brunnenkresse und pochiertem Ei sah verlockend aus.

Weiter lesen

Spargelmenü 2010 – semi-klassisch

Spargel-FritattaHmm, so lange blogge ich schon??? Drei Spargelmenüs habe ich im Crockyblog bereits vorgestellt – naja, eigentlich nur jeweils Vor- und Hauptspeise, denn beim Hauptgang ändert sich nix: Spargel mit Schinken und Hollandaise, dazu neue Kartoffeln. Genauso hätte es auch in diesem Jahr sein sollen, wenn ich nicht zwei Stunden, bevor meine Stammtisch-Frauen eintrafen, festgestellt hätte, dass mein großer Spargeltopf nicht da war – verliehen! Wie also den Spargel kochen? Gar nicht – denn mir kam Ilkas und Ullis Rezept für Spargel in der Folie in den Sinn. Eine ideale Zubereitungsweise für Gäste: Die Herdplatte bleibt frei für anderes und die Portionspäckchen lassen sich wirkungsvoll servieren. Zum Auftakt gab es diesmal Frittata mit Grünspargel auf Rucolasalat, das Dessert bildete die bereits verbloggte Rhabarbermousse.

Weiter lesen

Naja: Spargel mit Bärlauchschaum

Ich fand’s lecker, meine Mitesser weniger: Spargel auf Bärlauchschaum. “Zu scharf”, “überdeckt das Spargelaroma” sagten sie. Ich dagegen mochte die herbe, pfefferige und intensive Kräuternote zum milden Frühlingsgemüse. Nach Mehrheitsbeschluss wird das Rezept des Allgäuer Restaurants Engelkeller (nette Internetseite!) leider in den Tiefen des Rezeptarchivs verschwinden. Stattdessen gibt’s Spargel wieder in der Folie gegart und klassisch mit Hollandaise.

Frühlingsdessert: Luftige Rharbarbermousse

Rhabarber-MousseDass es Frühling wird, merkt man weniger an den aktuellen Temperaturen als an der Rezeptauswahl der Foodblogs: Allerorten werden Spargel, Bärlauch oder Rhabarber zubereitet – oder alles auf einmal: Bei uns gab es gestern nach Spargel auf Bärlauchschaum (Rezept folgt) eine locker-cremige Rhabarbermousse. Das Original vom Chefkoch habe ich fast unverändert gelassen – allerdings brauchte unser supersaurer Rhabarber wesentlich mehr Zucker, den Zitronensaft habe deswegen auch weggelassen. Ich habe die Förmchen gestürzt und marinierte Erdbeeren dazu serviert – die Familie war begeistert. Vor allem, da die Mousse so schön glatt war und keine Rhabarberfäden enthielt, was den verwöhnten Nachwuchs beim Crumble immer so stört…

Weiter lesen