Rohlíki heißen sie bei Nina (Bread around the World) und im Plötzblog – ich habe dieses tschechische Weißgebäck umbenannt in Butterhörnchen, denn genau so heißen sie beim lokalen Bäcker und außerdem bringe ich es eh nie zustande, dieses “i” mit Haken drauf auf der Tastatur zu finden… Aber egal, wie man sie auch betitelt: Die Hörnchen erhalten meine absolute Nachbackempfehlungen. Sie sind fluffig, mit feiner, nur ganz leicht knuspriger Kruste. Der Teig reift über Nacht im Kühlschrank, das macht es leicht, die Hörnchen zum Frühstück frisch auf den Tisch zu bringen. Ich habe mich an Lutz’ Rezept gehalten und einen Milk Roux verwendet – allerdings die Menge gleich verdoppelt. Was soll ich mit vier (allerdings recht großen) Hörnchen – die inhaliert allein schon mein Sohn
“Ran an den Speck” fordert Chef Hansen beim aktuellen Blogevent auf Zorras Kochtopf. Mich muss er nicht großartig bitten – ich liiieeebe Speck, zumindest den geräucherten, dünn geschnittenen Bacon aka Frühstücksspeck, den ich in den 80igern in meinem US-Austauschjahr kennengelernt habe. Als traditionell “süße Frühstücker” reagierte meine Familie mit Entsetzen darauf, dass ich nach meiner Rückkehr statt Marmeladenbrot morgens Rührei wollte oder French Toast zubereitete, diesen in Ahornsirup ertränkte und ein paar salzige Speckscheiben obenauf legte. Meinen “Nachbau” des damals in den USA schon lange erhältlichen Frühstücks-Burgers mit Speck, Käse und Ei mochten sie jedoch – allerdings als kleinen Snack zum Abendbrot. Als solcher gehört er seit inzwischen 20 Jahren zu meinem Kochrepertoire – keine hohe Küchenkunst, aber lecker!
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Manche Dinge erledigen sich von selbst. So meine geplante Recherche zum Thema Bircher Müsli, das ich jüngst zu einem Sonntagsfrühstück serviert habe. Bevor ich “mein” Rezept (ein abgewandeltes von der Hüttenhilfe) bloggen konnte, hatte Claudia alles Wissenswerte bereits in diesem Artikel erläutert. Sie mischt frische Himbeeren unter, mir schmeckt die Kombination aus säuerlichen geriebenen Apfeln, süßen Weintrauben und knackigen Haselnüssen am besten.
Dass ich eine Anhängerin amerikanischer Esskultur bin (jawoll, die gibt es!) habe ich schon oft erzählt. Vor allem bin ich eine Anhängerin des amerikanischen Frühstücks, von fluffigen Pfannkuchen, zimtigen Hefeschnecken, käsigen Stratas, Eiergerichten und Speck. Oder von French Toast, der US-Version des armen Ritters und das allererste US-Gericht, dass ich damals nach Rückkehr von meinem US-Stipendium für meine Familie zubereitet habe. Supereinfach und superlecker: Weißbrotscheiben in einer Eiermilch (4 Eier, 225 ml Milch oder Sahne, etw. Vanillezucker, Prise Salz) weichen lassen, in Butter hellbraun braten und mit reichlich Ahornsirup und einigen knusprigen Baconscheiben (jawoll, süß und salzig geht!) servieren. Besonders gut wird der French Toast, wenn nicht einfacher Sandwich-Toast, sondern dieses Cinnamon-Swirl-Bread als Grundlage dient. Ich backe es oft am Samstag und esse die ersten Scheiben frisch mit Butter und Honig, den Rest gibt’s dann am Sonntag als French Toast. Weiter lesen
Wenn’s schnelle Brötchen geben soll, bringe ich meist Biscuits nach US- oder Scones auf englische Art auf den Tisch. Doch auch Hefebrötchen lassen sich ruck-zuck backen – wenn man denn am Abend vorher etwas vorarbeitet. Am nächsten Morgen müssen die im Kühlschrank aufgegangenen Teiglinge nur noch in den nicht mal vorgeheizten Ofen geschoben werden, fertig. So wenig Mühe für so leckere frische Brötchen – das ist mir die Meldung zum 4ten World Bread Day auf alle Fälle wert!
This is a first – no, not the first sweet bread I baked (I wish it was, would have saved me lots of calories), but my first post in English. I admit: Most of the time I’m simply too lazy for translating and calculating back and forth. So I stick with grams and German – but this time it’ll be cups and English, since hostess Stefanie asked so nicely for it
The recipe I submit für Bread Baking Day #22 is a family favorite – the bread tastes delicious, stays fresh for quite a while and looks impressive, even though the “braiding” is a very simple process. The cream cheese in the filling is a concession to American/English readers: I usually put 500 g of Quark in a draining device over a bowl, cover it with plastic wrap and use the “quark cheese” the next day. That makes for a much denser “Austrian” strudel type filling. Weiter lesen
Brot ist sch…teuer geworden, findet Dandu von Tomatengrün. Stimmt! Als kostensenkende Maßnahme – und weil Selbstgebacken nun mal besser schmeckt – hat er in seinem Blog ein Rezept für ein Grießbrot veröffentlicht. Das klang so, als ob es meiner mäkligen Familie (bitte keine groben Körner oder gar Sauerteig!) schmecken würde. Und das tat es – und wie! Ein ganz einfach zuzubereitendes Brot, aber schön feucht und sehr dezent im Geschmack. Das passt zu Marmelade genau wie zu Käse.
Inzwischen bin ich beim vierten Grießbrot angelangt und habe das Rezept für uns feingetunt: Statt Dinkelmehl verwende ich Weizenvollkornmehl, um noch ein paar Ballaststoffe mehr unterzubringen. Der Geschmack von Brotgewürz kommt hier nicht gut an, stattdessen habe ich etwas Zucker zum Teig gegeben. Mit der zunächst angegebenen Mehlmenge kam ich nicht klar, ich brauchte satte 100 Gramm mehr, damit es nicht mehr klebte. So aber wird es eines unserer Standardbrote – neben dem Haferflockenbrot, das ursprünglich von Zorra stammt, und dem schnellen Heidebrot von Petra.
Besten Dank für den Tipp! Zorra hatte mich beim Zimtschnecken-Rezept mit Kartoffelpüree auf ihre Mini-Cornetti aufmerksam gemacht. Auch deren Teig wird mit gekochter Kartoffel angereichert, was ihn feucht halten soll, aber vor allem wunderbar fluffig-leicht macht. Dank Zorras Hinweisen hat mich die Teigkonsistenz nicht verunsichert: Anfangs ist die Masse krümelig, später sieht sie klebrig-nass aus, lässt sich aber trotzdem prima ausrollen – vor allem nach einer Nacht Ruhe im Kühlschrank.
Meine einzige Kritik an diesem Rezept: Die Hörnchen sind viel zu lecker, um eine so kleine Menge (es sind gerade einmal 16 Mini-Hörnchen geworden) herzustellen. Wir waren nur sechs Personen zum Frühstück und es gab außerdem noch “normale” Brötchen. Die blieben dann weitgehend unbeachtet liegen, stattdessen stürzte sich alles auf die duftenden, noch lauwarmen Cornetti. Also ruhig gleich die doppelte Menge Teig zubereiten! Das macht kaum mehr Arbeit, erhöht aber die Chance festzustellen, wie die Dinger abgekühlt schmecken
Was Zimtschnecken angeht, betrachte ich mich – ganz unbescheiden – als Expertin. Ich scanne jede Bäckertheke danach, ich folge jedem Zimtaroma, sobald ich es wittere, ich backe die Kringel oft, viel zu oft – manchmal sogar schon zum Sonntagsfrühstück. Mein bisheriges Standardrezept stammt von Allrecipes und ist ein “Nachbau” der berühmt-fluffigen Cinnabon-Zimtschnecken, die es in den USA gibt. Lässt sich das noch toppen? Ja, ich denke schon – durch die neue Zimtschnecken-Variation, die ich aus Cynthia Barcomis Backbuch habe. Der Teig ist superweich und luftig, die Füllung enthielt zwar keine Nüsse (dafür Rosinen), aber sowas lässt sich ja leicht den eigenen Zimtschnecken-Vorstellungen anpassen. “Geheime Zutat” des Teiges ist ein ordentlicher Klecks übrig gebliebenes Kartoffelpüree, das einfache aus Kartoffeln, Milch, etwas Salz und Butter. Wer das gerade nicht übrig hat, kocht eine große Kartoffel und zerdrückt sie. Genau wie bei den Schoko-Mayo-Cupcakes schmeckt man die “geheime Zutat” überhaupt nicht – ehrlich!
Nachdem ich den ersten Versuch mit dem “Artisan Bread” erfolgreich hinter mich gebracht habe, stieß ich bei Petra und bei Steamy Kitchen auf süße Grundteige, die nach der 5-Minuten-Methode ohne Kneten auskommen und im Kühlschrank “reifen”. Petra hat Challah daraus gebacken, bei Steamy Kitchen wurden es karameltriefende, nusskrustige Sticky Buns. Die dazugehörigen Fotos sahen jeweils so verlockend aus, dass ich nicht widerstehen konnte: Der Diätvorsatz wurde (erneut) in den Sand, dafür eine Schüssel Grundteig angesetzt – als Endprodukt hatte ich mich jedoch für Zimtschnecken entschieden, die es zum Sonntagsbrunch geben sollte.
Die Bread Bible von Beth Hensperger war eigentlich ein Fehlkauf – ich hatte das gleichnamige Exemplar von Rose Levy Beranbaum haben wollen. Andererseits enthält der 480-seitige Band zwar wenig Grundlageninformationen, aber dennoch sehr schöne Rezepte, so zum Beispiel das für die Sweet Vanilla Challah, ein Hefebrot nach jüdischer Art. Es wird mit sehr vielen Eiern gebacken, die Krume ist zart, kuchenartig und goldgelb. Die Menge ergibt zwei interessant geformte “Turbane”, einer zum Sofort-Essen mit Butter und Marmelade, der andere zum Einfrieren. Im Originalrezept wird Vanilleessenz verwendet, ich habe selbst gemachten Vanillezucker benutzt – von ausgeschabten Vanillestangen, die ich einfach eine Weile in Haushaltszucker lege.


Statt eines kulinarischen Länderabends, mit dem wir uns üblicherweise nach dem Urlaub bei den zahlreichen Haus-, Garten- und Haustiersittern unseres “Anwesens” bedanken, gab’s diesmal ein Länderfrühstück – denn die amerikanische Küche hat vor allem, was 

