Wie viele Variationen von Grünspargel, Bleichspargel und Erdbeeren kann man in einem Frühlingsmenü eigentlich unterbringen? Eine ganze Menge
Seit 2007 dokumentiere ich auf diesem Blog das alljährliche Spargelmenü für meinen Frauen-Stammtisch und jedes Jahr auf’s Neue gab es die rot-weiß-grüne Kombination. Mal auf italienisch, mal aus dem Repertoire von Starköchen, mal mit asiatischem Einschlag. In diesem Jahr lautete das Motto “Hopplahopp” oder “auf die Schnelle”: Da ich wenig Zeit zum Kochen hatte, gab es vor der traditionellen Kombi Spargel, Kartoffeln& Schinken eine Blitz-Vorspeise. Die Bruschetti mit grünem Spargel und Tomaten habe ich unverändert von der Chefkoch-Webseite zubereitet, allerdings noch einige würzige Parmesanspäne obenauf gegeben. Das Dessert – eine Buttermilchmousse mit Erdbeeren und Minz-Cashew-Pesto – lässt sich ausgesprochen gut schon am Vortag vorbereiten, naja, zumindest der Mousse- und Pesto-Part. Die Erdbeeren habe ich kurz vor dem Servieren gewaschen, geschnitten und mit etwas Orangenlikör und Puderzucker aromatisiert.
Für welches Rezept sie ursprünglich brauchte, weiß ich nicht einmal mehr – nur dass ich an dem 2-kg-Netz ungespritzter “Valencia Late”-Orangen irgendwie nicht vorbei gekommen war. Und da lagen sie nun im Obstkorb, die übrig gebliebenen sechs Früchte, zu schade zum schnöden Auspressen. Als Resteverwertung deluxe habe ich sie zu einer fluffig-cremigen Orangencreme mit Schmand verarbeitet. Zur milden Creme passt hervorragend die leicht herbe Sauce – wer wenig Zeit (oder weniger Orangen) hat, kann das Dessert natürlich auch pur servieren und es vieleicht mit einigen Schokospänen oder einem Minzeblatt garnieren.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangencreme mit Orangen-Karamel-Sauce
Kategorien: Dessert
Menge: 8 Portionen
========================= FÜR DIE CREME =========================
6 Blätter Gelatine
200 Gramm Schmand
75 Gramm Zucker
400 ml Orangensaft (frisch gepresst)
Abger. Schale einer Bio-Orange
3 Eiweiß
200 ml Sahne
========================= FÜR DIE SAUCE =========================
Orangen-Karamel-Sauce
3 Orangen
70 Gramm Brauner Zucker
1 Schuss Orangenlikör
============================ QUELLE ============================
eigenes Rezept
– Erfasst *RK* 21.03.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Gelatine in kaltem Wasser einweichen, beiseite stellen.
Schmand mit Zucker und Orangensaft glatt rühren. Die ausgedrückte,
tropfnasse Gelatine in einem Töpfchen oder in der Mikrowelle
verflüssigen, unter die Schmand-Saft-Flüssigkeit rühren und kühl
stellen, bis die Masse etwas geliert. Währenddessen Sahne und Eiweiß
separat steif schlagen, vorsichtig unter die etwas eindickende Masse
heben. Die Creme in eine Schüssel oder in Portionsschalen geben und
einige Stunden oder über Nacht kalt stellen.
Für die Orangen-Sauce die Früchte filetieren und dabei den Saft
auffangen. Den braunen Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer
Hitze etwas karamellisieren lassen. Mit dem Saft aufgießen und zu
einem Sirup einkochen, dann die Orangenfilets und den Likör hineingeben
und alles abkühlen lassen.
Nocken der Orangencreme abstechen (oder Förmchen stürzen) und mit
etwas Orangensauce servieren.
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Der Gewürzhändler meines Vertrauens versorgt offensichtlich einen erheblichen Teil der deutschen Foodblogger-Szene mit echter Vanille – zu recht: Die Schoten sind schön feucht und sehr preiswert. Seitdem ich dort bestelle, verwende ich keinen fertigen Vanillinzucker mehr, sondern habe stattdessen ein Marmeladenglas bereit stehen, in dem ein Dutzend ausgekratzer Schoten ihr Restaroma an den Zucker abgeben. Versuchen Sie das oder den Sirup vom Kuriositätenladen mal mit den ausgetrockenen 4-Euro-pro-Stück-Stangen aus dem Glasröhrchen, dann bringen Sie sich ins Armenhaus! Bei Madavanilla wurde ich auch fündig, als mich letztens ein Konfitürenrezept (Seite 6 im PDF, Erdbeer-Rhaharber mit Tonkabohne, Honig und Pfeffer) neugierig auf Tonkabohnen machte. Zwei Euro für 25 Gramm (etwa 20 Bohnen) war mir das Ausprobieren alle Male wert. Neugierig schnupperte ich am Tütchen, als es hier eintraf, und schreckte zunächst einmal zurück: Tonkabohnen (die dunkelbraunen Samen eines südamerikanischen Baumes) riechen sehr intensiv nach einer Mischung aus Vanille, Bittermandel, Muskat und – ähem – Klostein, wenn man die Nase direkt darüber hält. Im Dessert (ich habe im Slowcooker eine Crème zubereitet und mit Zucker überkrustet) gefiel mir das Aroma jedoch sehr gut – sehr dezent (man kann gerne auch zwei Bohnen nehmen) und irgendwie mehrdimensionaler als pure Vanille. Jetzt bin ich gespannt auf die Konfitüre, die auf der Ausprobieren-Liste steht, sobald es reife Erdbeeren gibt…
Die meisten Crockys sind vermutlich unter der Woche im Einsatz und schmurgeln das Essen, während frau ihrer Erwerbstätigkeit nachgeht. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich arbeite im Home Office und habe unter der Woche die Möglichkeit (wenn auch nicht immer die Lust!) am Herd zu stehen. Am Wochenende dagegen sind wir viel unterwegs und daher bereitet der Crocky üblicherweise den Sonntagbraten/das Sonntagessen zu. So zum Beispiel diese feinen Schweinerouladen, die zwar etwas Vorbereitungsarbeit erfordern, dann aber ohne jegliche weitere Beaufsichtigung zu saftiger Perfektion garen. Ehrlich – allein fürs Rouladenschmurgeln (siehe zum Beispiel hier, hier und hier) lohnt sich die Anschaffung eines Slowcookers. Weil die Röllchen nicht angebraten werden, erscheint die Sauce etwas “grieselig” – wen das stört, der hält einfach kurz den Zauberstab in die Flüssigkeit. Bei uns gab es Rösti und Salat dazu, Bandnudeln oder Salzkartoffeln passen bestimmt auch.
Nicht dass das angedachte “52 Wochen – 52 Suppen”-Crockpotbuch schon in irgendeine konkrete Phase getreten wäre, aber *eigentlich* habe ich die Hälfte des Materials schon beisammen. Diese milde Cremesuppe ist Nummer 31 meiner privaten Suppensammlung – und gleichzeitig ein Musterbeispiel für’s Suppenkochen im Crockpot. Die Zutaten werden einfach in den Topf gegeben, garen schonend in (bevorzugt selbst gekochtem) Gemüsefond) und werden zuguterletzt schön glatt püriert. Verfeinert mit etwas Milch oder Sahne, serviert mit knusprig-würzigen Roqueforttoasts macht das delikate Selleriesüppchen echt etwas her und lässt nicht im mindesten erahnen, wie wenig Mühe das Kochen bereitet hat. Obwohl ich sonst kein Knollensellerie-Fan bin und um Staudensellerie sogar einen weiten Bogen schlage, hat mich diese Suppe überzeugt.
Dass sie sooo guuut werden würden, habe ich vorher ja nicht gewusst (dann hätte ich gleich die doppelte Menge gebacken!) – also blieb von den Super Chunk Cookies noch gesüßte Kondensmilch übrig. An sich kein Problem: Ich liebe dieses cremig-süße Zeugs und kann es auch ohne weiteres Zeremoniell aus der Dose löffeln. Da sprach allerdings das schlechte Gewissen ein Machtwort und ich habe stattdessen auf der britischen Carnation-Webseite nach weiteren Verwendungsmöglichkeiten gesucht. Ironischerweise meldete sich mein schlechtes Gewissen nicht, als ich dort das verlockende Rezept für Kaffee Creme Brulees entdeckte und schlußendlich die Kondensmilch dann noch mit Eigelb, Sahne, Milch und Vanille zusammenrührte
Die Masse stockte wunderbar im Crockpot (der Backofen geht natürlich auch) und hatte eine prima Textur – weich, cremig, sündig eben. Sowas ist wohl Resteverwertung deluxe…
Von der Weihnachtsbäckerei hatte ich fast eine ganze Tüte Mandelkerne übrig, die drohten, ranzig zu werden. Bis mir das Buch Spanien – kulinarische Streifzüge wieder in die Hand fiel… Es stammt noch aus der Zeit, als ich als Tageszeitungsredakteurin für die heimischen Stadtwerke ein VIP war und jährlich mit einem Band der Reihe Sigloch Edition bedacht wurde. Die Zeiten sind leider vorbei, aber im Regal füllen die Bücher (u.a. Hessen, Thüringen, Schwaben, Österreich, Provence, Türkei, USA, Mexiko) fast ein ganzes Brett. Alles sehr hübsche und durch ihren Ledereinband und das feste Papier auch gebrauchstaugliche Exemplare, in die ich gerne hinein schaue, wenn ich regionale Kücheninfos brauche. Eigentlich suchte ich nach einem Dessertrezept, aber dann entdeckte ich das Mandelhuhn, das ich als Grundlage für eine Eigenkreation nahm – denn auf langwieriges stückweises Anbraten sowie ständiges Angießen und Schmurgeln hatte ich keine Lust. Mein Huhn blieb also ganz, die Sauce gab’s separat – aber das Ergebnis war sehr lecker. Und das Sigloch-Kochbuch ist eine schöne Wiederentdeckung für das Blogevent DKduW!
Kategorie : Desserts
Beim weihnachtlichen Raclette-Essen unseres Stammtisches bin ich üblicherweise “der Nachtisch”, soll heißen, ich sorge für’s Dessert. Nachdem ich im vergangenen Jahr mit fünf Bechern Sahne kalorientechnisch wohl einen Rekord aufgestellt hatte, gab’s diesmal (vergleichsweise) Diätkost – in die lockere Vanille-Sekt-Creme von der Chefkoch-Webseite kamen für acht Portionen gerade mal 400 ml. Anders als klassische Weincreme schmeckte die Masse sehr subtil nach Alkohol, ein Fruchtpüree passt sehr gut dazu. Als Schuss in den Ofen erwies sich jedoch meine Idee, ein Weingelee mit Speisefarbe grün einzufärben, in einer Schale dünn auszugießen und es letztlich als Deko zu verwenden. Das Ausstechen von Sternen und Tannenbäumen klappte nicht, bzw. die Glibberformen ließen sich nicht vom Tellerboden lösen. Letztlich habe ich nur kleine Würfelchen zustande gebracht und aufgestreut- aber überzeugt hat mich das weder geschmacklich noch optisch.














