Meinem Sohn habe ich die USA-Begeisterung wohl doch mehr oder minder in die Wiege gelegt. Jedenfalls schwärmt er für New York, Hummer-SUVs, die verrückten Motorräder von OCC, Hollywood-Actionfilme, CSI. Essenstechnisch haben es ihm Pizza Hut, Kentucky Fried Chicken, Erdnussbutter angetan – und Oreo Cookies. Die gibt es inzwischen glücklicherweise auch im heimischen Supermarkt zu kaufen, so war für seine Geburtstags-Cupcakes keine Bestellung beim Spezialshop notwendig. Das Rezept für die zuckersüßen Törtchen (tscha, amerikanisches Rezept, wir reden von Zucker- und Fett-Exzessen!) findet sich auf -zig US-Webseiten (zum Beispiel hier), aber ich habe es bequemerweise von Kerstin übernommen, die mir damit die Übersetzungsarbeit abgenommen hat – danke! Zum oftmals nachgefragten Unterschied von Cupcakes und Muffins…
Larissatoday ist ein deutsches Foodblog, das ich vor zwei Wochen erst entdeckt habe – und seitdem schon zweimal für Nachkoch-Ideen zu Rate gezogen habe, erfolgreich
Das Hähnchenschenkel-Kartoffelblech wurde bei uns ein Hühnerbrust-am-Knochen-Kartoffelblech und kam sehr gut an, nur das Fotografieren habe ich leider vergessen. Gestern gab’s für 12 Gäste zum Abendessen die Spätzlepfanne, allerdings mit selbstgemachten Spätzle. Das Gericht war ein voller Erfolg: Deftig-kräftig, massengeschmack-tauglich und kindgerecht. Dazu gab es Feldsalat mit Kartoffeldressing und den köstlichen Trollinger mit Lemberger, den mir meine Freundin aus dem Ländle mitgebracht hat.
Wenn ich viele Gäste am Tisch sitzen habe, greife ich als Dessert gerne auf Custard- oder Flanrezepte zurück. Die lassen sich am Tag vorher zubereiten und machen optisch richtig etwas her, wenn man sie mit Fruchtsauce, frischem Obst oder einigen Gebäckstäbchen aufpeppt. Eine neue, eher winterliche Version der gestockten Sahne-Masse habe ich vergangene Woche zum Amerika-Abend ausprobiert: Coffee Custards, ein Rezept von der Martha Stewart-Webseite. Sehr lecker und vor allem eine herrlich-cremige Textur. Gibt’s bestimmt noch einmal! Weiter lesen
Die Anschaffung von Küchenkleinkrams mit eingeschränktem Einsatzbereich a la Melonenkugelausstecher oder Limettenpresse vermeide ich weitgehend. Liegt die meiste Zeit nur rum und braucht Platz
Insofern hätte ich Smokerbags vermutlich nicht bestellt – aber als kostenloses Testexemplar des Herstellers kamen sie mir zum Blogevent XLI Räuchern gestattet gerade recht. Die speziellen Einmal-Alubeutel enthalten unter einer schützenden Membran Erlenholzspäne und Sirup. Das soll geruchsarmes Indoor-Räuchervergnügen ermöglichen, dabei aber Speisen einen milden Rauchgeschmack verleihen. Klingt gut – und war’s auch! Die Handhabung ist simpel, Backofen und Küche blieben (weitgehend) qualmfrei. Der Fisch war saftig und dezent rauch-parfümiert, was dem sonst eher faden Wildlachs Pfiff verlieh. Zum Konservieren – also zum echten Räuchern – reicht das Garen im Beutel keinesfalls aus und ganz so unmerklich bleibt der Rauchgeruch drinnen auch nicht. Insofern bewahre ich mir den zweiten Beutel für die sommerliche Grillsaison auf und probiere dann ein Rippchen-Rezept. Ob das Raucharoma bei Fleisch in kräftiger Marinade noch zum Tragen kommt, bleibt abzuwarten – der Testbericht vom Herrenzimmer lässt nicht allzuviel erhoffen.
Mit Süßkartoffeln konnte ich nie viel anfangen – genausowenig wie mit gekochten Möhren, die ich seit meiner Kindheit hasse. Irgendwie aromalos-widerlich, irgendwie texturlos-matschig, irgendwie Babybrei. Vielleicht hat mir aber auch nur das passende Rezept gefehlt – zumindest für Süßkartoffeln habe ich ein überzeugendes gefunden. Die ungeschälten Süßkartoffelecken werden in einem Würzöl (ruhig ordentlich scharf machen!) gewendet und im Ofen gebacken. Dazu kommt ein frischer Dip mit Nüssen und viel Koriander, zwei Aromen, die ich eh sehr mag. Das Ergebnis fand ich so lecker, dass ich das Rezept in den Rezeptkalender USA kulinarisch aufgenommen habe, der ganz aktuell bei Pressel (Wien) erschienen ist. Weiter lesen
Ich hab’s schon wieder getan – ein Dessert zubereitet, das in seiner Reichhaltigkeit selbst den vorhergehenden Entenbraten meiner Ma in den Schatten stellte. Aber nachdem mich Kulinaria Katastrophalia jüngst tröstete, dass es “erst ab zwei Litern Sahne kritisch wird” und Jutta daran erinnerte, “dass es unmöglich ist, von so etwas Klitzekleinem wie einer Kalorie zuzunehmen”, habe ich mich gegen Obstsalat entschieden und stattdessen die verlockend klingende Marzipan-Mousse auf Punschkirschen zubereitet. Obwohl ich selbst kein Mega-Marzipan-Fan bin, fand ich den Nachtisch überzeugend: Nicht widerlich süß, schöne Marzipannote, cremige Konsistenz und leckere Kirschsauce mit feinen Gewürzanklängen. Weil ein Abstinenzler mit am Tisch saß, habe ich auf Alkohol verzichtet – kann mir aber gut vorstellen, dass Amaretto in der Mousse und Rum in der Sauce hervorragend schmecken.
Schande auf mein Haupt: Ich habe gelogen geschönt. Das Dessert, das ich gestern zum Weihnachtsessen meines Frauen-Stammtisches mitgebracht hatte, enthielt gar nicht drei Becher Sahne – es waren fünf. Und so etwas als Abschluss eines alles andere als fettarmen Raclette-Essens? Sorry für die geschönte Wahrheit, Mädels – aber verflixt, der Nachtisch war’s doch wert, oder? Essen wir heute und morgen nur den Gemüsepart des Mittagessens, lassen wir Kekse und Schokolade für den Rest der Woche weg, vergessen wir für ein paar Tage, dass es sowas wie Frühstück und Abendessen gibt, dann haben wir die paar Kalorien zuviel schon wieder raus…
Zu spät für’s Blogevent XL: Turkey Day, zu früh für den eigentlichen Thanksgiving-Tag am Donnerstag, 27. November. Egal – gestern beim Metzger fiel mir eine schöne Putenbrust ins Auge und gleichzeitig ein, dass das angepeilte Crockpot-Kochbuch ein entsprechendes Rezept gut vertragen könnte. Fündig wurde ich in “175 Slow Cooker Classics”, einem Kochbuch, das glücklicherweise auf Suppenpulver und Konservendosen weitgehend verzichtet. Was ich hier schlicht Truthahnbrust genannt habe, hieß im Buch “Best ever Turkey Breast” – keinesfalls zu unrecht. Die Sauce schmeckte delikat, leicht nach Speck und das Fleisch, das Fleisch – so saftig kriegt man Putenbrust wohl nur im Slowcooker hin. An alle Crockys da draußen: Ausprobieren!
Mit dem Thema Thanksgiving hat Femnerd beim Blogevent XL voll und ganz meinen Nerv getroffen. Als bekennender USA-Fan habe ich natürlich schon mal mit einem Riesen-Truthahn die Maximalkapazität meines Backofens getestet. Im Moment fehlen mir allerdings Zeit und Esser, um ein kleines oder großes Festmenü aufzutischen – das gibt’s erst Weihnachten wieder! Insofern melde ich als meinen Beitrag zum Turkey Day keinen Turkey, sondern einen herbstlichen, gebackenen Nachtisch, eine Cranberry-Eggnog-Tarte. Die schmeckt hier allen besser als der klassische Pumpkin Pie, der sonst typischerweise den Abschluss des Thanksgiving-Essens bildet.






