Beiträge mit ‘Geflügel’
Kinderküche: Hähnchen-Tortilla-Rollen
Was unseren Kindern anno 2008 beim USA-Urlaub gut gefallen hat, waren die Business Loops - die Ansammlung von Malls, Motels und (Fast Food) Restaurants in den Einfallszonen größerer Städte. Mein Plädoyer für Diversität, Kauf- und Esskultur interessierte sie wenig angesichts steter Erreichbarkeit eines Dunkin Donuts, Waffle House, Pizza Hut oder Taco Bell. Sowas hat unser Wohnort natürlich nicht zu bieten, auch in den Nachbarstädten gibt’s nur die üblichen Burgerbuden. Wenn den Kiddies also nach Pizza Hut Breadsticks oder TexMex ist, heisst es “selber machen”. Wie zum Beispiel diese gefüllten und überbackenen Tortilla-Rollen, die beim Mexikaner vermutlich als Käse-Enchiladas firmierten. Das Original stammt von der Chefkoch-Webseite, ich habe es etwas texmexisiert, die Pilze durch Bohnen ersetzt und die Sauce mit reichlich Salsa abgeschmeckt. Die Kinder fanden’s großartig - “das kannst du öfter machen!” Werde ich tun, auch wenn es sich hier definitiv nicht um Fast Food handelt, sondern die würzigen Rollen ziemlich viel (Vorbereitungs-)Arbeit machten.
Schnelle Langsamküche: Salsa-Huhn
Grundsätzlich stimme ich Ulrike und FoodFreak zu: Würzen geht auch ohne Fix-Produkt und Kochkultur ohne Tüte ist erstrebenswert. Trotzdem habe ich eine Schublade voll Konserven, Fertig- und Halbfertigprodukten für die faulen, uninspirierten Momente des Hausfrauendaseins. Einer solchen Phase ist dieses Salsa-Huhn entsprungen, für das ich Hühnerbrustfilets in fertiger TexMex-Sauce geschmort habe. Dank Slowcooker wurde das Fleisch superweich und blieb trotzdem saftig. Ganz gewiss keine kulinarische Großtat - aber zusammen mit Reis und einem frischen Salat eine vernünftige Mahlzeit mit vielleicht zehn Minuten Arbeitsaufwand. Weiter lesen »
Pseudo-Spanisch: Huhn mit Mandeln (Pollo en Pepitoria)
Von der Weihnachtsbäckerei hatte ich fast eine ganze Tüte Mandelkerne übrig, die drohten, ranzig zu werden. Bis mir das Buch Spanien - kulinarische Streifzüge wieder in die Hand fiel… Es stammt noch aus der Zeit, als ich als Tageszeitungsredakteurin für die heimischen Stadtwerke ein VIP war und jährlich mit einem Band der Reihe Sigloch Edition bedacht wurde. Die Zeiten sind leider vorbei, aber im Regal füllen die Bücher (u.a. Hessen, Thüringen, Schwaben, Österreich, Provence, Türkei, USA, Mexiko) fast ein ganzes Brett. Alles sehr hübsche und durch ihren Ledereinband und das feste Papier auch gebrauchstaugliche Exemplare, in die ich gerne hinein schaue, wenn ich regionale Kücheninfos brauche. Eigentlich suchte ich nach einem Dessertrezept, aber dann entdeckte ich das Mandelhuhn, das ich als Grundlage für eine Eigenkreation nahm - denn auf langwieriges stückweises Anbraten sowie ständiges Angießen und Schmurgeln hatte ich keine Lust. Mein Huhn blieb also ganz, die Sauce gab’s separat - aber das Ergebnis war sehr lecker. Und das Sigloch-Kochbuch ist eine schöne Wiederentdeckung für das Blogevent DKduW!
Aus dem Crockpot: Thai-Putenröllchen
Würde ich den Slowcooker als Küchengerät für alle Zwecke und jede Lebenslage empfehlen, wäre das eine Lüge. Nee, genau wie beim Schnellkochtopf oder Brotbackautomaten ist sein Einsatzzweck scharf umrissen. Wer sich zur Spezies der kreativen Schnellköchinnen zählt, kann sich die Anschaffung sparen - denn “mal eben” funktioniert beim Crocky nicht. Ideal ist das Gerät dagegen für berufstätige Mütter, große Familien oder diejenigen, die sich gerne organisieren und im Voraus planen. In so einer organisierten Phase befinde ich mich derzeit auch - ohne Planung kriegt man Artikel-Abgabetermine und Weihnachtsvorbereitungen nicht unter einen Hut. Also investiere ich zehn zusätzliche Minuten am Vorabend für die Essensplanung, taue Fleisch auf, schnippele Gemüse und belade am nächsten Morgen den Slowcooker. Vier, fünf, sechs Stunden später ist das Essen fertig - und ich habe keine fünf Minuten am Herd gestanden, weil diese leicht scharfen Putenröllchen extrem unaufwändig zuzubereiten sind. Zubinden und anbraten entfallen, einrollen und Sauce darüber geben reicht. Ein Rezept für absolute Crocky-Neulinge, hier kann wirklich nix schief geben… Weiter lesen »
Entdeckung der Grillsaison: Pinchos mit Senf-Honig-Marinade
Süß-scharf ist eine Geschmacksnote, die ich total gerne mag - ob nun bei Fleischgerichten, Saucen oder sogar bei Desserts. Zu meinen absoluten Favoriten gehören demnach auch die Hähnchenspieße beim Lieblingsspanier, die mit einer Senf-Honig-Sauce serviert werden. Dieses Gericht habe ich für unseren eigenen Tapas-Abend nachempfunden und jetzt schon zweimal zum Grillen zubereitet. Wenig Aufwand, großartiges Ergebnis - das ist die Entdeckung der Grillsaison… Weiter lesen »
Cajun calls: Amerika-Menü jenseits von Fastfood
“Amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist wirklich mehr als Hamburger und Hot Dogs” - ja, ich weiss, dass ich das gelegentlich gebetsmühlenartig wiederhole
Gestern abend habe ich statt Worten Taten sprechen lassen und eine Frauenrunde zum Amerika-Menü nach Südstaaten-, genauer gesagt Cajun-Art, eingeladen. Einige Rezepte habe ich von USA kulinarisch, die restlichen von der Webseite von Emeril Lagasse, einem berühmten US-Fernsehkoch. Er begann seine Kochkarriere im berühmten Commander’s Palace in New Orleans und führt jetzt die Kette Emeril’s. Es gab also:
- Warm Nut Encrusted Goat Cheese Salad with Bacon Lardons (Salat mit warmem Ziegenkäse und Speck)
- Bourbon Chicken mit Rice Pilaf, Maple Carrots und Spinach Gratin
- Coffee Custard and Cinnamon Plums
Aus dem Crockpot: Hühnerfrikassee
Fast wie im Märchen: Ich äußere Wünsche und sie werden erfüllt! Im zweiten Crocky-Rundbrief an die Testköche/innen des geplanten Crockybuches habe ich ein paar Gerichte gelistet, die noch probegekocht werden müssten. Vor allem Lamm und Ente - denn das mag ich selber gar nicht gern. Was soll ich sagen? Dank Elke (siehe Frikassee-Rezept weiter unten), Anja, Jutta und Ulrike hat sich die Liste innerhalb eines Wochenendes schon gewaltig verkürzt. Besten Dank! Nun brauche ich nur noch mildtätige Seelen für ein Polenta-, Marmeladen- und Chutney-Rezepte. Freiwillige vor
Nachlese: Weihnachtsmenü 2008 in Bildern
Ein Weihnachtsmenü für unsere Familie zusammenzustellen, erfordert weit mehr Diplomatie und Langmut als Kochkunst. Bitte nichts exotisches, halbgar gebratenes, krustentieriges, prominent käsiges oder bitteres. Bitte Saucen und Dressings immer separat (einer von uns isst nur trocken), bitte keinerlei Alkohol im Essen (einer von uns ist trocken). Ich bemühe mich, die Einschränkungen als Herausforderung zu sehen und habe nach ausgiebigem Stöbern vor allem auf der Essen&Trinken-Webseite folgende Zusammenstellung gewählt:
- Wintersalate mit Kartoffeldressing und Lachsbonbons
- Putenbrust mit Steinpilzfüllung, Speckbohnen, Möhren mit Ahornsirup und Prinzessinkartoffeln
- Orangen-Panna-Cotta mit Mango-Minzsalat
Zu spät / zu früh: Truthahnbrust aus dem Crockpot
Zu spät für’s Blogevent XL: Turkey Day, zu früh für den eigentlichen Thanksgiving-Tag am Donnerstag, 27. November. Egal - gestern beim Metzger fiel mir eine schöne Putenbrust ins Auge und gleichzeitig ein, dass das angepeilte Crockpot-Kochbuch ein entsprechendes Rezept gut vertragen könnte. Fündig wurde ich in “175 Slow Cooker Classics”, einem Kochbuch, das glücklicherweise auf Suppenpulver und Konservendosen weitgehend verzichtet. Was ich hier schlicht Truthahnbrust genannt habe, hieß im Buch “Best ever Turkey Breast” - keinesfalls zu unrecht. Die Sauce schmeckte delikat, leicht nach Speck und das Fleisch, das Fleisch - so saftig kriegt man Putenbrust wohl nur im Slowcooker hin. An alle Crockys da draußen: Ausprobieren!
Aus dem Crockpot: Tex-Mex-Burritos
Der Kauf zweiter vermeintlicher “Slowcooker-Kochbücher” bei eBay hat mich wieder in meiner Auffassung bestärkt: Es gibt (noch) kein deutsches Slowcooker-Kochbuch. Was ich bisher in die Hände bekam, waren mehr oder minder schlecht formatierte Machwerke, entweder 1:1 aus dem Amerikanischen übertragen (inklusive Cup-Maßen und hierzulande nicht erhältlicher Zutaten) oder dreist von Webseiten abgekupfert, ob nun vom Wunderkessel oder meiner eigenen hier. Es nutzt nix - ich muss wohl doch eines selbst schreiben
Inhaltskonzept und Rezeptliste sind immerhin schon fertig, Schreiben und Nachkochen werden aber wohl noch einige Monate in Anspruch nehmen. In die geplante Rubrik “Schnelles Langsamkochen” - nämlich mit Fertigprodukten - habe ich diese mexikanisch angehauchte Hühnchenfüllung einsortiert. Mit warmen Weizentortillas und etwas frischer Garnitur schmeckt sie ganz hervorragend.

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