Für den Crockpot: Hühnchen in Lauchcreme

Huhn in Lauchcreme

Dass ich vor zwei Jahren aus dem Homeoffice zurück in eine angestellte Tätigkeit gewechselt bin, hat meine Kochgewohnheiten ganz schön durcheinander gewürfelt. Früher war mein Arbeitplatz eine Flurlänge vom Herd entfernt, jetzt sind es 17 km. Früher habe ich bevorzugt morgens das Essen vorbereitet, es auf HIGH im Slowcooker gegart und um 2 Uhr, wenn alle aus der Schule zurück kehrten, wurde gegessen. Heute kommt vor vier, fünf Uhr keiner nach Hause – also bin ich vom HIGH- zum LOW-Garer geworden. Während Schweine- und Rindfleisch sowie Hülsenfrüchten die niedrige Temperatur gut tut, bevorzuge ich bei Geflügel immer noch HIGH – ich habe den Eindruck, es bleibt dann saftiger. Also habe ich mir eine externe Zeitschaltuhr angeschafft, die dem Topf nach drei oder vier Stunden den Strom abstellt – das funktionierte auch bei diesem Hühnchen-Lauch-Gericht wunderbar! Weiter lesen

Solo-Sonntagsessen: Hühnchen mit Spinat-Gorgonzola-Sauce

Huhn mit Spinat und Gorgonzola

Gabi allein zu Haus: Sorry, liebe Familie, aber nach 25+ Ehejahren und 20+ Jahren mit Kindern um mich herum, genieße ich es, wenn ihr alle mal ausgeflogen seid. Niemand fragt morgens, ob und wann Brötchen geholt werden, niemand meldet Ansprüche auf Bad- oder Autobenutzungszeiten, die einzigen Essenswünsche, die geäußert werden, sind meine eigenen. Also gab es von Freitag bis Sonntag ausschließlich mehrheits-unfähige Gerichte wie Tabbouleh, Hummus, gebratene Auberginen, Fischtacos mit Guacamole und zuguterletzt gestern mit Spinat (Kind 1: “Iiih, grün!”) und Gorgonzola (Kind 2: “Baah, viel zu streng!”) überbackene Hähnchenbrust (Ehemann: “Wäre mit Schweinefilet bestimmt nicht schlecht!”). Ich fands auch so total lecker! Weiter lesen

Sonntagsessen: Hähnchenbrust mit Spinat und Gorgonzola-Kruste

Hähnchenbrust mit Spinat und GorgonzolaEigentlich ist mir dieses Low-Carb-Prinzip ja suspekt: So ein Gericht mit Sahne und Käse soll sich mit dem Abnehm-Gedanken vertragen? Komisch – tut es aber, wenn man es als frühes Abendessen serviert und auf die Beilage verzichtet. Obwohl ich zwischendurch auch sündige (ganz ohne Kuchen – siehe hier –  geht’s eben nicht), sind mit sehr moderatem Low-Carb in sieben Monaten sieben Kilo geschmolzen. Three more to go, yeah! Weiter lesen

Slowcooker @ work: Putenröllchen Kreta

Putenröllchen KretaMeine missionarische Ader, das Lob des Slowcookers zu verkünden, geht meinen Kollegen im Büro vermutlich manches Mal auf den Geist. Verständlich: Da sitzen sie um 12 vor Stulle und Joghurtbecher und ich erzähle, dass auf mich um 1 zuhause Chili oder Schweinebraten warten. Irgendwie unfair… Kurzerhand habe ich also die Aktion “slowcooker @ work” gestartet – alle zwei Wochen wird der befüllte Crockpot im Abstellraum neben dem Papierschredder platziert und brodelt dort vor sich hin. Weil so viele Slowcooker-Rezepte ohne Andicken, Ergänzen, Verfeinern funktionieren, ist ohne weiteres Zutun mittags das Essen fertig – zum Beispiel Hackbraten (zu mitgebrachtem Kartoffelsalat), Latin Chicken zu vorgegartem Reis oder heute diese mit Blattspinat gefüllten Putenröllchen. Die werden es sicherlich in mein Standard-Slowcooker-Repertoire schaffen: Sie sind schnell gemacht, würzig-lecker und dabei fettarm.  Nicht dass das für eine(n) von uns wichtig wäre :-) Weiter lesen

Aus dem Slowcooker: Huhn mit schwarzen Bohnen

Latin Chicken“Slow Cooker Latin Chicken” heisst dieses Rezept im Original und die Rezeptautorin hat es in die Kategorie “Fat Burning Recipes” eingeordnet. Na, wenn das kein gutes Omen ist??? Egal ob nun Fat Burning oder nicht – das würzige Hühnchengericht ist fettarm, macht satt und schmeckt köstlich. Die milden Schwarzbohnen und Süßkartoffeln harmonieren gut mit der scharfen Sauce. Allerdings hätte ich meine eigenen Warnungen, bei Slowcooker-Gerichten zunächst vorsichtig mit der Würze umzugehen, besser beherzigen sollen: Ich habe das Hühnchen wohl arg reichlich mit der Chilimühle bedacht, so wurde das Latin Chicken ganz schön scharf…

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Nachlese: Das Weihnachtsmenü 2010 in Bildern

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Weil wir übermorgen zu unserer dreiwöchigen Ecuador-Reise starten, fielen sowohl Weihnachtsdekoration als auch Weihnachtsvorbereitungen im Hause Frankemölle spärlich aus: Kein Baum, nur vier Plätzchensorten, keine “süßen Teller”, keine Lichterketten draußen. An aufwändiger Tischdeko und am Feiertags-Familien-Menü wollten wir jedoch nicht knapsen. Auf der Tafel (nach dieser Inspiration rotweiß geschmückt) landeten also folgende Gerichte: Als Vorspeise kleine Birnen-Gorgonzola-Tartes auf Rucola, als Hauptgang “der perfekt gebratene Truthahn” mit einer Maronen-Brot-Füllung, als Beilagen Kartoffel-Kürbis-Gratin, Wirsing mit Pfifferlingen und karamelisierte Zwiebeln.  Den Nachtisch bildete das bereits vorgestellte Bratapfel-Tiramisu. Weiter lesen

Pyrolyse-Prüfung: Hähnchen auf Wurzelgemüse

Brathuhn mit WurzelgemüseAus Budgetgründen sind bei meiner neuen Küche einige Extras dem Rotstift zum Opfer gefallen – die Granit-Arbeitsplatte und der Induktionsherd zum Beispiel. Nicht verzichten wollte ich auf den XL-Kühlschrank und auf einen Herd mit Pyrolyse – denn gar wundertätige Dinge hatten mir Bekannte davon berichtet und gar schröcklich finde ich das Putzen des  Garraumes. Gestern habe ich die Funktion nun zum ersten Mal getestet, nachdem ich den Ofen mit einem auf Wintergemüse gerösteten Brathuhn ordentlich versudelt hatte. Was soll ich sagen? Fantastisch! Alle Spritzer, Flecken restlos verschwunden, nicht mal Asche zum Auswischen blieb übrig. Ach ja – das Huhn selbst war lecker-saftig und lohnt die Zubereitung bestimmt  auch, wenn man den Ofen hinterher von Hand säubern muss…

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Geschichten aus dem Pfingstlager oder Tapas-Party für 30

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Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus heisst der Buchtitel, in dem US-Autorin Cris Evett die Unterschiede der Geschlechter im Alltagsleben auf die Schippe nimmt. Ich habe auch ein Beispiel beizutragen: Kochen für viele. Man(n) fährt ins Pfingstlager und nimmt einen Anhänger voll Technik mit, nämlich einen überdimensionierten Gas-Grill, der schon beim Verladen für Rücken- und Leistenprobleme bei mindestens drei Helfern sorgt. Frau fährt in dasselbe Pfingstlager und packt eine Klappkiste: exotische Gewürze, das Lieblings-Gemüsemesser, die Knoblauchpresse und diverse Backformen. Mann ist für’s Abendessen zuständig und kalkuliert für 30 Personen (darunter 10 unter 18 Jahren) 21 Hähnchen bzw. 15 kg Spießbraten: Ein Pfund Fleisch pro Person darf’s ja wohl sein, oder nicht? Frau plant Abendessen und kauft für 30 Personen 3 Kilo Fleisch (zur Hälfte Hack und Hähnchenbrust) ein, aber 12 Kilo diverser Gemüsesorten. Einig waren sich beide Geschlechter bei der Kalkulation von Fladenbrot (je mehr, desto besser) und darin, dass sowieso alles superlecker schmeckt, nachdem man sich den ganzen Tag bei bestem Wetter am Strand in Renesse getummelt hat. Und wem die Rezeptauswahl des Tapasabends (siehe nächste Seite) zu gemüselastig war, der konnte ja immer noch die vom Vortag übrig gebliebenen Hähnchen verzehren…

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Aus dem Crockpot: Hühnchen im Speckmantel

Hühnchen im SpeckmantelCoq au vin für Faule – so könnte man dieses Gericht auch bezeichnen. Wer gern die Geschmacksnoten des klassischen französischen Schmorgerichtes mag, aber für’s Schmoren, Angießen, Wenden keine Zeit hat, der ist mit der Slowcooker-Version gut bedient. Die Vorbereitungsarbeit ist kurz, danach gart das Gericht ohne weiteres Zutun. Crocky-typisch bleibt das magere Fleisch saftig, mit Kroketten ergab es ein feines Sonntagsessen mit delikater Sauce. Das Original von der MyRecipes-Seite verwendet Hühnchenteile mit Knochen. Die kommen bei uns erfahrungsgemäß nicht gut an – daher werde ich das Gericht mit Hühnerbrustfilets in unsere Slowcooker-Standardsammlung aufnehmen.

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Jamie Olivers “Chicken on Chickpeas”

Kichererbsen mit HuhnDiesen Kichererbsentopf listet Jamie Oliver in seinem Amerika-Kochbuch im Abschnitt Los Angeles.  Wieso er das tut, ist mir allerdings schleierhaft – das Gericht hat nordafrikanische und Latino-Einschläge, aber wird es dadurch zu amerikanischer/kalifornischer Küche? Auch der knappe Einleitungstext gibt keinerlei Hinweise, wieso es im Kochbuch gelandet ist: “Dieser Kichererbseneintopf mit Huhn lässt selbst erklärte Gegner der Hülsenfrüchte schwach werden.” Damit hat Jamie allerdings recht: Selbst mein Mann mochte ihn und hat nicht einmal gemerkt, wieviel Knoblauch enthalten war. Das Vorab-Garen der Zehen macht das Aroma wirklich viel milder.

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