Streuselkuchen auf amerikanisch: New York Crumb Cake

New York Crumb CakeStreuselkuchen ist etwas typisch Deutsches: Unten flacher Hefeteig, oben buttrige Streusel - so hat ihn  meine schlesische Oma immer gemacht. Oma war allerdings keine begnadete Bäckerin und üblicherweise musste man die Stücke in die Kaffeetasse “tunken”, weil sie zu trocken waren :-)  Gut, dass Oma nicht in die neue Welt ausgewandert ist - ihr Streuselkuchen hätte keinen Amerikaner überzeugt, wie es das Backwerk anderer deutscher Bäcker in Brooklyn oder der Bronx offensichtlich tat. Die New Yorker erklärten den Krümelkuchen kurzerhand zu ihrem “New York Style Crumb Cake“, seit Jahrzehnten ist er ein lokaler Favorit. Mit seinem Vorvater, dem deutschen Streuselkuchen, hat er inzwischen allerdings nur noch wenig gemein. Genau wie deutscher Käsekuchen und amerikanischer Cheesecake höchstens entfernt miteinander verwandt sind, besteht der amerikanische Crumb Cake aus Rühr-, nicht aus Hefeteig. Er ist unten fluffig, obendrauf gehört eine großzügige Menge knuspriger, zimtiger Streusel. Ich hab das Rezept vom Blog Piece of Cake allerdings wieder etwas re-germanisiert, indem ich den Teig nach der Rührkuchenmethode hergestellt und die Streusel mit den Händen gekrümelt habe. Im Original werden kleine Kügelchen als Topping geformt (nee, das dauert zu lange!) und trockene und flüssige Teigzutaten unzeremoniell mit dem Mixer verschlagen. Wie auch immer: Der deutsch-amerikanische Streuselkuchen schmeckte großartig, auch noch am nächsten Tag. Beim nächsten Mal würde ich die Streusel ausschließlich mit braunem Zucker herstellen, das macht sie sicher noch knuspriger.

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Erschienen: 11. März 2010
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Naja: Brioche-Schnecken mit Dulce de Leche

Brioche-Schnecken mit Dulce de lecheWenn sich TarteletteTechnicolorKitchen und sie vor Begeisterung überschlagen, muss ein Rezept ja gut sein. Ach was, es muss sowieso gut sein, wenn Dulce de Leche drin ist! Von meinem jüngsten Barcelona-Besuch hatte ich mir so reichlich karamelisierte Kondensmilch mitgebracht, dass auch eine Portion für andere Zwecke als Käsekuchen oder Brotaufstrich abfiel. Tarteletts Briocheschnecken sahen so verlockend aus - und das taten sie letztendlich auch bei mir. Vom Geschmack allerdings hätte ich mir mehr erhofft: Die Karamelnote blieb sehr dezent, die Textur der Brioche ist mir etwas trocken geraten. Aber ich hätte wohl auch nicht mit Heißluft backen sollen. Nicht schlecht, das Rezept, aber auch nicht weltbewegend - da bevorzuge ich allemale Zimtschnecken

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Erschienen: 13. November 2009
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BBD #22 Sweet Bread: Lemon Cheese Braid

Lemon Cheese BraidThis is a first - no, not the first sweet bread I baked (I wish it was, would have saved me lots of calories), but my first post in English. I admit: Most of the time I’m simply too lazy for translating and calculating back and forth. So I stick with grams and German - but this time it’ll be cups and English, since hostess Stefanie asked so nicely for it :-) The recipe I submit für Bread Baking Day #22 is a family favorite - the bread tastes delicious, stays fresh for quite a while and looks impressive, even though the “braiding” is a very simple  process. The cream cheese in the filling is a concession to American/English readers: I usually put 500 g of Quark in a draining device over a bowl, cover it with plastic wrap and use the “quark cheese” the next day. That makes for a much denser “Austrian” strudel type filling. Weiter lesen »


Erschienen: 24. Juli 2009
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Nachgebacken: Bäcker Süpkes Gugelhupf

GugelhupfUlrike fand den Gugelhupf der alldienstäglichen Back-Aktion Tuesday with Dorie wenig überzeugend. Da hatte ich mehr Glück mit dem Rezept von Bäcker Süpke: Dessen Exemplar gehört tatsächlich zur S-Klasse der Hefeteige, wie es der Fachmann schon prophezeite - buttrig, luftig und genau richtig süß. Ich habe allerdings nur 3/4 der Teigmenge zubereitet, da ich keine zwei kleinen Gugelhupf-Formen, sondern nur eine große füllen wollte. Die Menge der Trockenfrüchte habe ich allerdings belassen - wir mögen’s gerne, wenn man die nicht suchen muss :-)

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Erschienen: 11. November 2008
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Die schönsten Food-Fotos: “Click”

Sweet Vanilla ChallahIn den Seitenleisten anderer Food-Blogs stößt man manchmal auf echte Linkperlen: Bei ihr habe ich FoodBuzz entdeckt, bei ihr das Banner für Click. Bei diesem Event geht es nicht darum, Rezepte zu einem bestimmten Thema einzureichen, sondern Foodfotos. Die dürfen auch ruhig schon älter sein oder noch gar nicht veröffentlicht oder aus einer Nicht-Profi-Küche oder von einem Nicht-Profi-Fotografen: Hauptsache, sie treffen das Thema und wirken appetitanregend! Obwohl ich meine Fotos meist nicht sonderlich gut finde (einige Glückstreffer ausgenommen), ist mir zum aktuellen September-Thema “crusts” das Foto der Sweet Vanilla Challah eingefallen. Die schmeckt übrigens noch besser aus sie aussieht! Wer mal bei Click reinschauen möchte: Hier werden bisherige und neue Themen aufgelistet, hier stehen die schönsten Fotos der letzten Events.


Erschienen: 25. September 2008
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Nachgebacken: Grießbrot mit Weizenvollkornmehl

griessbrot_kl.jpgBrot ist sch…teuer geworden, findet Dandu von Tomatengrün. Stimmt! Als kostensenkende Maßnahme - und weil Selbstgebacken nun mal besser schmeckt - hat er in seinem Blog ein Rezept für ein Grießbrot veröffentlicht. Das klang so, als ob es meiner mäkligen Familie (bitte keine groben Körner oder gar Sauerteig!) schmecken würde. Und das tat es - und wie! Ein ganz einfach zuzubereitendes Brot, aber schön feucht und sehr dezent im Geschmack. Das passt zu Marmelade genau wie zu Käse.

Inzwischen bin ich beim vierten Grießbrot angelangt und habe das Rezept für uns feingetunt: Statt Dinkelmehl verwende ich Weizenvollkornmehl, um noch ein paar Ballaststoffe mehr unterzubringen. Der Geschmack von Brotgewürz kommt hier nicht gut an, stattdessen habe ich etwas Zucker zum Teig gegeben. Mit der zunächst angegebenen Mehlmenge kam ich nicht klar, ich brauchte satte 100 Gramm mehr, damit es nicht mehr klebte. So aber wird es eines unserer Standardbrote - neben dem Haferflockenbrot, das ursprünglich von Zorra stammt, und dem schnellen Heidebrot von Petra.

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Erschienen: 21. Juni 2008
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Nachgebacken: Mini-Cornetti zum Frühstück

cornetti_kl.jpgBesten Dank für den Tipp! Zorra hatte mich beim Zimtschnecken-Rezept mit Kartoffelpüree auf ihre Mini-Cornetti aufmerksam gemacht. Auch deren Teig wird mit gekochter Kartoffel angereichert, was ihn feucht halten soll, aber vor allem wunderbar fluffig-leicht macht. Dank Zorras Hinweisen hat mich die Teigkonsistenz nicht verunsichert: Anfangs ist die Masse krümelig, später sieht sie klebrig-nass aus, lässt sich aber trotzdem prima ausrollen - vor allem nach einer Nacht Ruhe im Kühlschrank.
Meine einzige Kritik an diesem Rezept: Die Hörnchen sind viel zu lecker, um eine so kleine Menge (es sind gerade einmal 16 Mini-Hörnchen geworden) herzustellen. Wir waren nur sechs Personen zum Frühstück und es gab außerdem noch “normale” Brötchen. Die blieben dann weitgehend unbeachtet liegen, stattdessen stürzte sich alles auf die duftenden, noch lauwarmen Cornetti. Also ruhig gleich die doppelte Menge Teig zubereiten! Das macht kaum mehr Arbeit, erhöht aber die Chance festzustellen, wie die Dinger abgekühlt schmecken :-)

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Erschienen: 17. Mai 2008
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Zur Grillsaison: Zwiebeliges Zupfbrot

zupfbrot_kl.jpgDie Wanderer-Weisheit “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung” gilt in abgewandelter Forum auch für’s Grillen. Jedes Wetter ist Grillwetter - sofern man einen passenden Standplatz für das Gerät hat und einen wind- und wetterfesten Grillmaster. Nachdem beides an unserem Reitstall vorhanden ist, ist dort die Grillsaison bereits seit Ostern wieder eröffnet. Für mich begann damit die Zupfbrot-Zeit: Dieses würzig-zwiebelige Brot, von dem man sich einfach mit den Fingern passende Stückchen abzupft, ist mein Standard-Mitbringsel zum Grillbuffet. Ganz frisch, am besten noch lauwarm, schmeckt es am besten. Es riecht so verführerisch, dass es oft schon aufgegessen ist, bevor das erste Würstchen gar wurde :-)

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Erschienen: 16. April 2008
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(Süßes) Artisan Bread in 5 Minutes: Osterhäschen

osterhase_kl.jpgZum ersten, zum zweiten, zum dritten und nun zum letzten: Die finale Portion des süßen Kein-Kneten-Hefegrundteiges ist aufgebraucht. Trotz (oder gerade wegen?) sechs Tagen Ruhephase im Kühlschrank roch und schmeckte er einwandfrei und ließ sich sehr gut verarbeiten. Ich habe ihn - passend zum anstehenden Osterfest - zu Osterhäschen geformt, die sich nach dem Backen jedoch leider als formlose Osterblubbs präsentierten. Grund war der phänomenale Ofentrieb, der typisch für diesen Teig zu sein scheint. Eine Stunde gehen lassen bei Raumtemperatur bewirkt wenig - 15 Minuten im Ofen blähen das Backwerk dann aber gewaltig auf. Also wirklich lange Ohren und eher untergewichtige Hasenkörper formen :-)

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Erschienen: 17. März 2008
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Nachgebacken: Skoleboller & Quarkteilchen aus süßem 5-Minuten-Grundteig

skole_kl.jpgIch hab’s nicht lassen können. Trotz bester Backstoppvorsätze (eine Wortschöpfung der Hedonistin, siehe hier) habe ich erneut eine Schüssel süßen 5-Minuten-Grundteig angesetzt. Barbaras norwegische Skoleboller sahen einfach zu verführerisch aus! Weil ein Teil des Puddings für den Nachtisch bleiben sollte, habe ich eine Hälfte der Gebäckstücke mit einer Quarkcreme gefüllt - hmm, beide Sorten waren wirklich lecker und superschnell gemacht. Bleiben nur zwei Fragen: Erstens - wie hält man jemals Backstoppvorsätze ein, wenn das Ergebnis der Zuwiderhandlung dermaßen überzeugt? Und zweitens: Was mache ich mit dem Rest des Teiges? Ich hätte da schon eine Idee

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Erschienen: 12. März 2008
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