Kinderküche: Gedrehte Pizzastangen

Pizzastangen

Die Überschrift könnte einen glauben lassen, dass bei mir noch Kindergartenkinder mit am Tisch sitzen. Weit gefehlt! Kind 1 ist inzwischen 22 und studiert auswärts. Kind 2 ist 20, absolviert eine Kochlehre und kann sich somit bestens selbst verpflegen. Doch wenn sie nach Hause kommen, wünschen sich beide stets Kinderkost: Gebratene Nudeln, Tortilla-Auflauf, Grießpudding. Als Variation der ebenfalls heiß geliebten Breadsticks habe ich jetzt Slavas “Schnelle gedrehte Pizzastangen” zubereitet – denn wie soll man bloggen, wenn man ständig nur Bewährtes kocht??? Die Pizzastangen waren jedenfalls schnell gemacht, sehr lecker und haben definitiv das Zeug, in den Favoriten-Ordner aufgenommen zu werden. Was sie von Kinderküche unterscheidet, ist lediglich die Tatsache, dass die Kinder früher ein Glas Saft zu diesem Snack bekommen hätten, heute holen sie sich ein Radler oder einen Rotwein dazu :-) Weiter lesen

Pleiten, Pech und Pannen: Donna Hays Christmas Wreath

donnahay1Wer kann so einem Magazintitel schon widerstehen? Hefeteig, saftig-rote Marmelade, eine rote Schleife, siehe unten… Mich jedenfalls überfiel ein sofortiger Nachbackreiz, als mir meine Freundin Isa das Weihnachtssonderheft der englischen “Living etc” überreichte, auf dem Cover besagter “Christmas Wreath” von Starköchin Donna Hay. Das Ergebnis erfüllte die Erwartungen leider überhaupt nicht, weder geschmacklich noch optisch. 1) passte die Ratio Marmelade:Teig nicht, so quoll das klebrige Zeug überall heraus.  2) war die Backzeit viel zu gering bemessen, so dass trotz von mir zugegebenen zehn Minuten der Kranz eher klitschig wirkte. Und 3) fand ich die Kombination Himbeermarmelade-Hefeteig zwar okay, aber geschmackliche Offenbarung geht anders.

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Nachgebacken: Schnelle Hörnchen mit Pudding

Puddinghörnchen mit HefeÜber die Facebook-Gruppe Backfreaks rollt gerade eine Lawine hinweg, eine Lawine aus schnell gebackenen Hefe-Hörnchen, die Slava hier vorgestellt hatte. Inzwischen wurden sie mit diversen Füllungen (von Salami, Lauch und Käse bis hin zu Nugat, Kirschen und Schmand) unter anderem hier, hier, hier und hier nachgebacken. Der Kombination Teilchen und Pudding konnte auch ich nicht widerstehen, wobei ich in der Füllung aber noch einen Rest Eierlikör verwendet habe. Was soll ich sagen? Großartige Teilchen mit einem ungewöhnlichen Teig, der sowohl Hefe als auch Backpulver enthält. Er muss wirklich nicht gehen und lässt sich wunderbar verarbeiten, ohne zu kleben.

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Rettet dem Hefeteilchen: Sommerliche Streuseltaler

Streuseltaler mit Heidelbeeren

Vor kurzem machte Jutta bei Facebook per Linktipp auf das Schicksal der in Vergessenheit geratenen Grillaschtorte aufmerksam. Recht hat sie! Da backen wir (ich rechne mich ausdrücklich an allererster Front mit ein!)  Cupcakes, servieren Scones, formen Cookies und vergessen darüber die Kuchenklassiker unserer Kindheit. Daher möchte ich gerne eine weitere Art auf die rote Liste setzen: Das klassische Hefeteilchen, wie man es früher tablettweise vom Bäcker holte. Der Anlass war entweder freudig (unangekündigter Besuch, Samstag, Papa in Spendierlaune) oder tieftraurig (Beerdigungskaffee). Letztere musste ich häufig als Chauffeurin meiner Oma besuchen – ein damals tiefempfundener Eingriff in meine Freizeitplanung, den die  Rosinenschnecken, Puddingbrezeln oder Streuseltaler wenigstens etwas versüßten. Weiter lesen

“Frohe Ostern” mit gebackenen Osternestern

Osternest DetailGebildbrot” ist ein sperriges Wort, aber etwas Besseres fällt mir leider auch nicht ein… Auf dem Ostertisch macht gegenständliches Gebäck (ob nun als Zopf, als Honey Bunny oder als Ostertaube) jedenfalls immer eine gute Figur. Als essbare Deko gab es diesmal Osternester aus weichem, süßem Hefeteig, in denen sich die gefärbten Ostereier hübsch präsentieren ließen. Nix spektakuläres, aber lecker… Wer wirklich aufwändiges Flechtgebäck sehen möchte, findet in diesem PDF Grundrezepte und genaue Formanleitungen. Weiter lesen

Aus dem Crockpot: Zimtschnecken-Dampfnudeln

Eigentlich bemühe ich mich gerade, einen Low-Carb-Essensplan einzuhalten. Eigentlich klappt das auch. Eigentlich wollte ich daher diese unglaublichen Zimtschnecken-Dampfnudeln von Annik Wecker, die Kochfreak Petra für den Thermomix umgemodelt hat, in den Ordner “vormerken für 2013″ legen. Nun, ganze drei Tage später bin ich schwach geworden, denn hallo? Zimtschnecken sind göttlich, Dampfnudeln sowieso – wie muss dann erst die Kombination aus beidem schmecken? Ich sage es euch – sündhaft-gut, so wie es nur leere Kohlenhydrate können. Was war das herrlich, nach Wochen der Süß-Abstinenz und ungezählter Teller voller Gemüse, Salat und Fisch mal wieder so einen pappsatt machenden Mehlspeis-Klumpen im Magen zu spüren.  Von der Erinnerung daran zehre ich jetzt noch, wo ich längst wieder Salat und Gemüse esse… Weiter lesen

Colomba di Pasqua – italienische Ostertaube, flügellahm

Italienische OstertaubeBei unserem Kurzurlaub in Bologna haben wir in vielen Geschäften große, bunte Kartons mit Fertigkuchen gesehen: Das traditionelle Ostergebäck Colomba di Pasquale soll eine Friedenstaube symbolisieren.  Weil im knappen Billigflieger-Reisegepäcklimit kein Kuchenkarton Platz hatte, habe ich jetzt kurzerhand ein deutsches Rezept gesucht und in Petras Brotkasten (wo sonst!) gefunden. Auf den Beitrag in ihrem Blog bin ich leider zu spät gestoßen – da hatte ich die Taube bereits mehr schlecht als recht per Hand geformt, mit dem Ergebnis, dass sie arg flügellahm aussieht. Der Teig jedoch ist ein Gedicht: Fluffig, aromatisch, buttrig, mit einer zuckrigen Kruste versehen. “Wie Christstollen in leicht und besser” fand meine Tochter. Damit hat sie gar nicht so unrecht: Colomba und Panettone unterscheiden sich fast nur durch die Form. Weiter lesen

Streuselkuchen auf amerikanisch: New York Crumb Cake

New York Crumb CakeStreuselkuchen ist etwas typisch Deutsches: Unten flacher Hefeteig, oben buttrige Streusel – so hat ihn  meine schlesische Oma immer gemacht. Oma war allerdings keine begnadete Bäckerin und üblicherweise musste man die Stücke in die Kaffeetasse “tunken”, weil sie zu trocken waren :-)  Gut, dass Oma nicht in die neue Welt ausgewandert ist – ihr Streuselkuchen hätte keinen Amerikaner überzeugt, wie es das Backwerk anderer deutscher Bäcker in Brooklyn oder der Bronx offensichtlich tat. Die New Yorker erklärten den Krümelkuchen kurzerhand zu ihrem “New York Style Crumb Cake“, seit Jahrzehnten ist er ein lokaler Favorit. Mit seinem Vorvater, dem deutschen Streuselkuchen, hat er inzwischen allerdings nur noch wenig gemein. Genau wie deutscher Käsekuchen und amerikanischer Cheesecake höchstens entfernt miteinander verwandt sind, besteht der amerikanische Crumb Cake aus Rühr-, nicht aus Hefeteig. Er ist unten fluffig, obendrauf gehört eine großzügige Menge knuspriger, zimtiger Streusel. Ich hab das Rezept vom Blog Piece of Cake allerdings wieder etwas re-germanisiert, indem ich den Teig nach der Rührkuchenmethode hergestellt und die Streusel mit den Händen gekrümelt habe. Im Original werden kleine Kügelchen als Topping geformt (nee, das dauert zu lange!) und trockene und flüssige Teigzutaten unzeremoniell mit dem Mixer verschlagen. Wie auch immer: Der deutsch-amerikanische Streuselkuchen schmeckte großartig, auch noch am nächsten Tag. Beim nächsten Mal würde ich die Streusel ausschließlich mit braunem Zucker herstellen, das macht sie sicher noch knuspriger.

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Naja: Brioche-Schnecken mit Dulce de Leche

Brioche-Schnecken mit Dulce de lecheWenn sich TarteletteTechnicolorKitchen und sie vor Begeisterung überschlagen, muss ein Rezept ja gut sein. Ach was, es muss sowieso gut sein, wenn Dulce de Leche drin ist! Von meinem jüngsten Barcelona-Besuch hatte ich mir so reichlich karamelisierte Kondensmilch mitgebracht, dass auch eine Portion für andere Zwecke als Käsekuchen oder Brotaufstrich abfiel. Tarteletts Briocheschnecken sahen so verlockend aus – und das taten sie letztendlich auch bei mir. Vom Geschmack allerdings hätte ich mir mehr erhofft: Die Karamelnote blieb sehr dezent, die Textur der Brioche ist mir etwas trocken geraten. Aber ich hätte wohl auch nicht mit Heißluft backen sollen. Nicht schlecht, das Rezept, aber auch nicht weltbewegend – da bevorzuge ich allemale Zimtschnecken

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BBD #22 Sweet Bread: Lemon Cheese Braid

Lemon Cheese BraidThis is a first – no, not the first sweet bread I baked (I wish it was, would have saved me lots of calories), but my first post in English. I admit: Most of the time I’m simply too lazy for translating and calculating back and forth. So I stick with grams and German – but this time it’ll be cups and English, since hostess Stefanie asked so nicely for it :-) The recipe I submit für Bread Baking Day #22 is a family favorite – the bread tastes delicious, stays fresh for quite a while and looks impressive, even though the “braiding” is a very simple  process. The cream cheese in the filling is a concession to American/English readers: I usually put 500 g of Quark in a draining device over a bowl, cover it with plastic wrap and use the “quark cheese” the next day. That makes for a much denser “Austrian” strudel type filling. Weiter lesen