Beiträge mit ‘Herbst’
Aus dem Crockpot: Quarkauflauf mit Früchten
“Evolution eines Rezeptes” hatte Foodfreak es genannt, als meine schwedischen Hackbällchen aus dem Crockybuch (Gott hab es selig, seufz) zunächst bei Ulrike und dann bei ihr nachgekocht und dabei kräftig verändert wurden. Evolution eines Rezeptes ist es demzufolge auch, wenn erst Heidi einen Topfenauflauf mit Kirschen verbloggt, Jutta ihn mit Stachelbeeren nachkocht und ich ihn schließlich mit Birnen und Cranberries im Crockpot zubereite. Nach zweieinhalb Stunden auf Stufe HIGH war er gar und noch wunderbar saftig. Hmm - ein köstliches, reichhaltiges Dessert nach einer einfachen Gemüsesuppe…
Zwiebelkuchen-Essen: Diesmal a la France…
Der Hauptgang des alljährlichen Frauenclub-Herbstessens bedarf keines Gedankens: Zwiebelkuchen, was sonst? Das Drumherum erfordert jedoch einige Überlegungen: Eine von uns ist hochgradig allergisch gegen Meeresfrüchte, eine mag keine Ziegen- oder Schafsmilchprodukte essen. Fisch- und viele Käsegerichte fallen daher schon mal weg. Was bleibt, war hier bereits nachzulesen (2006, 2007, 2008) - in diesem Jahr habe ich mich für einen französischen Akzent entschieden: Als ersten Gang gab es eine rustikale Bauernterrine mit Blattsalaten, als Dessert eine zweifarbige Mousse au Chocolate mit einem Kompott aus getrockneten Aprikosen.
Aus dem Crockpot: Sauerkrautsuppe ungarisch
Da Jutta es nicht an die große Glocke hängt, dass sie wöchentlich ein Crocky-Rezept bloggen will, mache ich auch kein Aufhebens davon, dass mir ein Slowcooker-Suppenkochbuch-Projekt im Kopf herum geht. Nee, es ist reiner Zufall, dass ich vermehrt Eintöpfe und Suppen blogge - ein Zufall, der sich regelmäßig wiederholt. Übrigens zum Unwillen meiner Kinder, die gar keine Suppenfans sind und die ich dann mit einem aufwändigen Nachtisch wieder gnädig stimmen muss. So gab’s nach dieser ungarisch inspirierten Sauerkrautsuppe ein Dessert von der anderen Seite Europas, Arroz con leche, diesmal aber mit Pflaumenkompott.
Apfelkuchen, die zweite: Maple Apple Pie
Dieser Apfelkuchen ist das genaue Gegenstück zu dem von vorgestern: Voller Apfelgeschmack statt subtiler Apfelnote, fest statt locker, aufwändig statt einfach. Vor allem der Teig ist etwas kompliziert zu handhaben: Er klebt und bricht gern, darf aber keinesfalls gründlich geknetet werden. Sonst wird er zäh und nicht so knusprig-bröselig, wie die Amerikaner (und ich
) ihn schätzen. Wer die Mühe der Zubereitung auf sich nimmt, sollte auch die Geduld aufbringen, den Kuchen komplett auskühlen zu lassen. Erst dann ist die Füllung semi-fest und läuft nicht aus der Teighülle. Dieser Apple Pie schmeckt hervorragend mit einem Klecks Sahne oder einer Kugel Vanilleeis. Wer mag, kann getrocknete Cranberries (siehe Foto), Rosinen oder statt Ahornsirup einen Esslöffel Bourbon in die Füllung geben. Weiter lesen »
Apfelkuchen, die erste: Spanischer Apfelkuchen
Es ist wieder die Jahreszeit des (Apfel-)Überflusses. Wie ich hier schon beklagt habe, muss ich mich durch eimerweise Falläpfel arbeiten - da sind kleine Kuchen, wie die Hedonistin sie gerne hätte, eigentlich nicht das Mittel der Wahl, um die Mengen zu reduzieren. Es sei denn, man backt gleich vier, isst einen und verschenkt drei andere
Oder friert sie ein beziehungsweise bewahrt sie zwei, drei Tage auf, denn dieser saftige Rührkuchen hält sich ausgesprochen gut frisch. Dazu ist er simpel zuzubereiten und schmeckt großartig, vor allem, wenn man nicht am Rum spart. Die Haselnüsse des Originalrezeptes habe ich durch Mandeln ersetzt, das schien mir besser zu passen - ansonsten gab’s wirklich nichts zu verbessern. Weiter lesen »
Aus dem Crockpot: Kürbissuppe mit Krebsfleisch
Von dieser würzigen Kürbissuppe würde ich am liebsten ein ganzes Fass zubereiten und großzügig an alle Crocky-Nichtkenner oder -Skeptiker verteilen. Nach minimaler Vorbereitungszeit (geschätzte zehn Minuten) kocht sie sich selbst im Slowcooker und nach weiteren fünf Minuten Fertigstellung (pürieren, würzen, anrichten) bringt frau ein raffiniertes Herbstsüppchen auf den Tisch. Ähnlich ist es mit der Zucchinibisque aus dem Crockybuch, die Jutta hier vorstellt. Hmm, Ulrike hatte es schon mal angedacht: Vielleicht sollten wir tatsächlich ein weiteres Crockybuch nachlegen? Arbeitstitel “52 Wochen, 52 Suppen”…
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Garten-Kochevent Oktober: Quitten-Crumble
Könnte nicht mal jemand das Geruchsinternet erfinden? Dann wäre dieser Blogbeitrag vermutlich der wohlriechendste des ganzen Crockyblog (und das Roastbeef der übelriechendste
) … Den ganzen Morgen habe ich nämlich einen unerwarteten Quittensegen (danke, Kalle!) verarbeitet - zu Quittengelee nach Petras Rezept, zu einer Quitten-Karamel-Tarte von Schnuppensuppe und zum Nachtisch gab’s die Früchte in Form eines lauwarmen Quitten-Blaubeer-Crumbles. In einer Schale verbreiten zehn weitere Quitten ihr rosig-zitronig-liebliches Aroma und warten auf ihre Verwendung. Wie gut, dass sie sich eine Weile halten und dass im Gärtnerblog gerade das Oktober-Kochevent Quitte läuft: an Ideen wird’s mir danach bestimmt nicht mehr mangeln!
Kürbis, die letzte: Kürbis-Flan
Nachdem die letzten drei Rezepte allesamt Kürbisgerichte waren, erkläre ich hiermit die Kürbiswochen beim Crockyblog für beendet. Es bleibt mir auch nichts anderes übrig: Erstens murrt die Familie angesichts der Gemüseschwemme, zweitens ist inzwischen auch der letzte Hokkaido aus dem Garten verzehrt. Das daher finale Kürbisrezept ist eine Beilage, die es zu Schweinebraten mit Ahornsirup-Baconkruste gab - cremiger Kürbisflan mit dezenter Chili- und Kreuzkümmelwürze. Ich fand ihn großartig, meine Familie bevorzugte die schwedischen Ofenkartoffeln. Alles andere hätte mich auch überrascht!
Immer noch Kürbiswochen: Kürbis-Käsekuchen
Die “Kürbiswochen” in den deutschen Foodblogs gehen weiter: Nach dem ersten Gang, den Suppen (siehe hier, hier, hier, hier und hier) kommen nun Hauptgerichte wie Fisch, Risotto, Ravioli oder Lasagne auf den Tisch. Und falls jemand danach tatsächlich noch Kürbis übrig hat, dann kann er/sie den auch noch im Dessert verwenden - zum Beispiel bei Kürbismuffins oder in diesem Kürbis-Käsekuchen. Das Rezept stammt aus meinem neuen Martha-Stewart-Kochbuch und ergibt einen unglaublich cremigen und vermutlich ebenso hochkalorischen Kuchen. Ich finde ihn subtiler und leckerer als den klassischen US-Pumpkin-Pie.
“Kürbiswochen” im Crockyblog: Lachs mit Kürbiskruste
Selbst so ein mittelgroßer Hokkaido-Kürbis ist für einen 4-Personen-Haushalt (zu dem zwei Kürbishasser gehören) ganz schön viel. Also reicht er für zwei, manchmal sogar drei Mahlzeiten - erst gab’s Kürbistarte, danach diesen feinen Lachs mit Kürbiskruste und zuguterletzt sogar noch einen Pumpkie Pie Cheesecake, also einen Kürbis-Käsekuchen (Rezept folgt). Auch anderswo steht der Kürbis derzeit hoch im Kurs, vor allem als Suppe (hier, hier, hier, hier und hier), aber auch gebacken, als Pasta oder Marmelade… Wer hätte das vor drei, vier Jahren gedacht?

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