Wir starten ein kleines Küchenquiz: Wenn Sarah Wiener in ihrem Kochbuch eine “Kichererbsensuppe mit Minz-Käse-Wantans” aus 500 Gramm getrockneten Kichererbsen (ergibt gegart etwa 1200 Gramm), 1,5 Liter Brühe und einem Liter Sahne kocht, für wie viele Personen ist das wohl berechnet?
a) 40 Portionen
b) 10 Portionen
c) 4 Portionen
Und wie lang ist die Garzeit, wobei wir die Einweichzeit der Kichererbsen NICHT berücksichtigen?
a) 2 Stunden
b) 1 Stunde
c) 15 Minuten
Hätten Sie’s gewusst? Richtig ist laut Original jeweils Antwort c – Sarah Wiener hat offensichtlich extrem hungrige Gäste. Und die sind dann noch so ungeduldig, dass sich der Koch genötigt sieht, eingeweichte, aber ungekochte Kichererbsen nach nur 15 Minuten Garzeit bereits zu pürieren. Das hätte eine schöne Sauerei gegeben, wenn ich zu dem Zeitpunkt meinen Zauberstab in den Topf gehalten hätte
Ich habe das Rezept also erheblich verändert, indem ich die Mengen stark reduziert und vorgegarte Kichererbsen verwendet habe. Dann aber hat mir das Süppchen sehr gut gefallen, noch etwas Chili für etwas mehr Pep hinzu – hmm, leichter Indien-Einschlag, aber ziemlich schwer vom Charakter her. Eher eine Wintersuppe…


Fladenbrote ist das Thema, das Petra von
Die rote Linse ist die geschälte Form einer Linsenart, die vor allem in Indien und in der Türkei angebaut wird. Da sie keine Samenschale mehr hat, kocht die rote Linse sehr schnell weich – oder eben auch langsam, wenn man den Crockpot benutzt. Ich konnte also den Slowcooker ansetzen und ihn anschließend drei Stunden lang vergessen, während ich im Garten das Unkraut beseitigt habe, das bei den derzeitigen Regenmengen besonders gut gedeiht. Komplettiert wurde das indisch angehauchte Mittagessen von Brotstangen nach Naan-Art – geschnitten aus aufgetautem Hefeteig, bepinselt mit Butter und bestreut mit Kreuzkümmel, Mohn- und Sesamsamen. So wenig Arbeit kann Kochen machen
Die fleischlastigen Schmorgerichte aus dem Crockpot sind zwar superlecker, aber nicht gerade typische Sommerküche. Daher habe ich jetzt ein mediterran anmutendes Rezept aus einem niederländischen Slowcooker-Buch (“Slowcooker – de nieuwe manier van koken”) ausprobiert. Das Reispilaw mit Huhn hat uns geschmacklich sehr gut gefallen, allerdings fand ich den Reis arg weich – beim nächsten Male versuche ich es mit einer kürzeren Garzeit. Gute Ergänzung zu diesem Gericht: Ein Rucola- oder Romana-Salat.
Als Crockpotbesitzer in Deutschland fühlt man sich fast wie ein Evangelischer in Westfalen – in der Diaspora. In den USA besitzen 79 Prozent aller Haushalte einen Crocky, hierzulande wissen garantiert mehr als 79 Prozent nicht, was das ist 

