BBD #59, Bread for company: Parmesan-Tomaten-Brot

medibrot“Bread for company – Brot als Begleiter” hat Ninivepisces als Motto für das fortlaufende Blogevent Bread Baking Day gewählt. Während sie damit meint, welches Brot eine Speise besonders gut ergänzt, hatte ich den Titel beim schnellen Überfliegen ganz anders interpretiert: “Bread for company – Brot für Gäste”! Oops, damit habe ich das Thema wohl verfehlt – denn dieses mediterran angehauchte Backwerk braucht gar keine Begleitung. Mit etwas gesalzener Butter, einigen Oliven oder gerösteten Gemüsen hat man die passenden Häppchen parat, wenn sich überraschend Leute zu einem gemütlichen Abend bei einer Flasche Rotwein angesagt haben. Wenn man mehr Zeit für Vorbereitungen hat, passen auch Käse-Dips (Rezeptideen siehe hier) wunderbar dazu. Weiter lesen

Sonntagsessen: Rinderrouladen mit getrockneten Tomaten

Rouladen mit getrockneten Tomaten

Ich bin kein großer Fan von Fernsehköchen. Auch Tim Mälzer halte ich tatsächlich eher für “Küchenbulle” als für “Küchengott”, aber er hat etwas nett-verschmitztes, wenn er sich (wieder einmal) dabei erwischt, allzu lässig mit Chilischoten umgegangen zu sein: “Ich lerne es nie!”  Chili kommt in diesem Mälzer-Rezept für mediterran gewürzte Rinderrouladen zwar nicht vor, ich fand es allerdings auf andere Art überwürzt: Mit dem vorgeschlagenen Teelöffel Fenchelsamen hätte das Gericht nach der langen Garzeit im Slowcooker vermutlich an Hustensaft erinnert – mit einigen Krümeln Fenchelsamen fand ich die Würze dagegen toll. Die Rouladen werden im Slowcooker butterzart, machen aber eine Menge Arbeit – wer einen großen 6,5-l-Slowcooker sein Eigen nennt, kann gleich die doppelte Menge zubereiten. Apropos Menge:  Wir sind keine ausgesprochenen Fleischesser, daher sechs Portionen – bei anderen Familien reicht es vermutlich nur für vier. Was Slowcooker-Nichtkenner oder -Neulinge vermutlich nicht glauben: Nach zehn Stunden im Crockpot  sind die Tomaten (siehe Foto) noch nicht einmal bis zur Unkenntlichkeit zerkocht! Weiter lesen

Zum Blogevent-Geburtstag: Pesto-Schnecken

Pesto-SchneckenZum sechsten Geburtstag der Blogevents im Kochtopf lautet das Motto “Kochen aus dem Archiv“. Dass viele dafür abgestimmt haben und die Beiträge jetzt trotzdem nur langsam eintrudeln, ist gar nicht so paradox: Wahrscheinlich werden viele (genau wie ich) begeistert die Zusammenfassungen lesen, Dutzende und Aberdutzende von Rezepten auf “nachkochen” legen, irgendwann ausprobieren und vielleicht sogar zum Klassiker erklären. Aber wer weiß nach drei, vier oder fünf Jahren noch, dass Auberginenröllchen, Kürbistarte oder Spargelrisotto ursprünglich von einem Blogevent her stammen? Ich jedenfalls nicht… Ich konnte mich nur dumpf erinnern und musste googeln, um die Pesto-Schnecken zurückzuverfolgen zum Suppenkasper, der sie im Oktober 2009 zum Blogevent Olivenöl gemeldet hatte. Das selbstgemachte rote Pesto ist weltklasse und viel zu schade, um es komplett für das Brot zu verbrauchen – so kommt  nur eine Hälfte auf die Schnecken (der Rest auf Pasta), die anderen Hälfte des Teiges würze ich mit Butter und Zwiebeln wie hier angegeben. Die Schnecken passen wunderbar als Beilage zum Grillen, auch wenn sie (durch die Pestoherstellung) etwas Arbeit machen. Beim Brotpart finde ich übrigens erstaunlich, mit wie wenig Hefe man auskommen kann! Weiter lesen

Aus dem Crockpot: Ribollita a la Vialla

Ribollita - toskanische GemüsesuppeBitteschön, Bioproduzenten und Direktvermarkter, so wird es gemacht: Die Fattoria La Vialla verkauft nicht nur Weine, Olivenöl und Feinkost, sondern toskanisches Lebensgefühl. Webseite, Kataloge, selbst die Produktverpackungen vermitteln Atmosphäre und hochwertigen Eindruck weitab von Beliebigkeit oder Fabrikproduktion. Und dann schmecken die Erzeugnisse auch noch großartig – so zum Beispiel das Olivenöl und die Cantuccini, die ich bislang aus dem Sortiment probiert habe. Im neusten Katalog wird Ribollita vorgestellt – ein typisch toskanischer Eintopf aus Bohnen und Kohl, der typischerweise aufgewärmt und über Brot serviert wird. Das schien mir ein typischer Fall für den Crocky zu sein und ich habe mir aus mehreren Rezepten (hier und hier) ein eigenes gebastelt. Schmeckte wirklich lecker, aber mit der Fattoria-Originalversion werde ich sie nicht vergleichen können – man müsste gleich vier Gläser bestellen und das möchte ich dann doch nicht. Lieber ne Flasche Olivenöl mehr ;-)

Weiter lesen

Pflaumen-Amaretto-Kuchen und Blogschelte-Schelte

Pflaumen-Amaretto-Kuchen“Kochseiten sind wie Internetpornos, hässlich und geschmacklos,” befindet Grischa Rodust hier bei Welt online. Hmm, hässlich und geschmacklos finde ich vor allem Pauschalurteile! Kochbücher und Kochseiten im Web gegeneinander zu stellen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das eine ist Genuss, Muße, Luxus – das andere ist Gebrauchswert, Schnelligkeit und Vielfalt. Es gibt grottige Kochseiten, jawohl – aber es gibt auch grottige Kochbücher, bei denen ich mich frage, wer die wohl lektoriert hat. Und für die habe ich dann vielleicht sogar noch Geld ausgegeben, während ich unansehnliche, nutzlose Kochseiten im Web ohne finanziellen Schaden per Mausklick schließe. Auch wenn Rodust den Chefkoch schrecklich findet – die Seite gehört zu meinen Favoriten, denn zu jeder Zutat, zu jeder Zubereitungsart findet sich schnell das passende Rezept. Auf der jahreszeitlichen Suche nach “Pflaumen” und “Grieß” stieß ich zum Beispiel auf diesen hevorragenden  Zwetschgen-Amaretti-Kuchen mit vielen positiven Kommentaren. Tja, Herr Rodust, das kann ein Kochbuch nicht: Mir Hinweise geben, wie das Rezept bei -zig anderen angekommen ist, was die geändert und eventuell verbessert haben! Das findet übrigens auch ein anderer Welt-Autor, Holger Kreitling: Vergesst Kochdarsteller! Nutzt Rezepte aus dem Netz!

Weiter lesen

Zum Grillen: Schrats Schmortomaten & Knoblauchpilze

Antipastiplatte mit SchmortomatenMit seinen Rezepten und Beiträgen belegt Schrat beim Chefkoch Platz 1 der Mitglieder-Rangliste.  Das hat er auch verdient, finde ich – denn anders als andere Titelaspiranten liefert er nicht nur Masse, sondern Klasse. Seine Forumsbeiträge bestehen nicht nur aus “finde ich auch” und seine Rezepte sind durchweg pfiffig und kommen ohne Tüte aus. Auch seine Schmortomaten haben mich nicht enttäuscht: Eigentlich supersimpel, aber hocharomatisch, irgendwie Italien im Miniformat. Die Antipasti-Platte zum Grillen wurde komplettiert von Rikes Knoblauch-Champignons, schon länger ein Sommer-Standard bei uns, und marinierten Zucchini-Scheiben.

Weiter lesen

Spargelmenü 2010 – semi-klassisch

Spargel-FritattaHmm, so lange blogge ich schon??? Drei Spargelmenüs habe ich im Crockyblog bereits vorgestellt – naja, eigentlich nur jeweils Vor- und Hauptspeise, denn beim Hauptgang ändert sich nix: Spargel mit Schinken und Hollandaise, dazu neue Kartoffeln. Genauso hätte es auch in diesem Jahr sein sollen, wenn ich nicht zwei Stunden, bevor meine Stammtisch-Frauen eintrafen, festgestellt hätte, dass mein großer Spargeltopf nicht da war – verliehen! Wie also den Spargel kochen? Gar nicht – denn mir kam Ilkas und Ullis Rezept für Spargel in der Folie in den Sinn. Eine ideale Zubereitungsweise für Gäste: Die Herdplatte bleibt frei für anderes und die Portionspäckchen lassen sich wirkungsvoll servieren. Zum Auftakt gab es diesmal Frittata mit Grünspargel auf Rucolasalat, das Dessert bildete die bereits verbloggte Rhabarbermousse.

Weiter lesen

Die Entdeckung der Grillsaison: Grillgemüse-Salat

Grillgemüse-SalatDer Titel dieses Beitrages ist eine Mogelpackung. In Ermangelung zweistelliger Außentemperaturen hat die Grillsaison bei uns nämlich noch gar nicht begonnen :-) Aber wenn es so weit ist, wird es diesen Salat garantiert sehr oft geben… Die Schnippelei, das Rösten und Wenden machen zwar ein wenig Arbeit, aber die Aromen sind großartig und erinnern an die (kostspieligen) italienische Antipasti oder mediterranen Häppchen in den Feinkost-Theken. Wir haben den lauwarmen Grillgemüse-Salat mit frischem Ciabatta als Abendessen verzehrt, noch besser passt er vermutlich zu Lammkoteletts oder Fisch vom Grill. Ja, wenn man denn endlich mal grillen könnte!

Weiter lesen

Colomba di Pasqua – italienische Ostertaube, flügellahm

Italienische OstertaubeBei unserem Kurzurlaub in Bologna haben wir in vielen Geschäften große, bunte Kartons mit Fertigkuchen gesehen: Das traditionelle Ostergebäck Colomba di Pasquale soll eine Friedenstaube symbolisieren.  Weil im knappen Billigflieger-Reisegepäcklimit kein Kuchenkarton Platz hatte, habe ich jetzt kurzerhand ein deutsches Rezept gesucht und in Petras Brotkasten (wo sonst!) gefunden. Auf den Beitrag in ihrem Blog bin ich leider zu spät gestoßen – da hatte ich die Taube bereits mehr schlecht als recht per Hand geformt, mit dem Ergebnis, dass sie arg flügellahm aussieht. Der Teig jedoch ist ein Gedicht: Fluffig, aromatisch, buttrig, mit einer zuckrigen Kruste versehen. “Wie Christstollen in leicht und besser” fand meine Tochter. Damit hat sie gar nicht so unrecht: Colomba und Panettone unterscheiden sich fast nur durch die Form. Weiter lesen

Emilia Romagna: Wo der Himmel voller Schinken hängt

Wurststand auf dem Markt von ModenaFür einen “Foodie” oder eine genießerisches Grüppchen jeder Couleur ist die Emilia Romagna ein ideales Ziel. Schon die Städtenamen dieser italienischen Region verraten es: Die Kunststädte Bologna, Parma, Reggio, Modena sind Heimat von Ragu all Bolognese, Tortellini, Mortadella (siehe links), Parma-Schinken, Parmigiano Reggiano und Aceto Balsamico. Zudem werden hervorragende Weine produziert – zum Beispiel süffig-sprudeliger Lambrusco. Er wird in Trattorias oder Osterias zum erfreulichen Literpreis von acht bis 12 Euro serviert und hat mit dem Billigwein, den man in Deutschland unter diesem Namen bekommt, wenig zu tun – glücklicherweise! Auch hausgemachte Pasta gibt es gut und günstig unter den Arkadengängen der mittelalterlichen Altstadt. Mehr Impressionen von einem Wochenend-Trip…

Weiter lesen