Wenn bei Rezepten 50 Gramm von irgendetwas benötigt werden, das es nur in 200- oder 500-Gramm-Gebinden zu kaufen gibt, ärgert mich das. Denn dann führt ein Rezept zum nächsten (nur zum Reste-Aufbrauchen natürlich) und dann wieder zum nächsten… Zumindest bei diesen Brownies habe ich den Teufelskreis durchbrochen, indem ich statt der vorgeschlagenen Schoko-Ganache die restliche Mascarpone als Frosting verwendet habe. Das schmeckte sehr lecker vanillig-schokoladig und sah am ersten Tag aus wie auf dem Foto – am zweiten hatte sich die Glasur etwas verfestigt und die Feuchtigkeit war in den Schokoteig gezogen. Das sah zwar nicht mehr ganz so schön aus, aber es schmeckte eher noch besser. Dieses Brownie-Rezept kommt definitiv in den Ordner “Familienfavoriten”!
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Hatte sie was von süß gesagt? Nee, hatte sie nicht – nur “gefragt sind erprobte Rezepte für kleine Kuchen, Torten, Pies & Co – unter Verwendung runder Formen bis 20 cm, kleiner Kastenformen oder halber Backbleche”. Nun denn: Rund und klein waren die Formen, die ich verwendet habe (Tortelettförmchen von 9 cm Durchmesser) und ich ordne mein pikantes Backwerk unter “& Co” ein. Damit dürfte ich die Kriterien der Hedonistin hoffentlich erfüllt haben! Hiermit melde ich meine Mini-Tomaten-Tartes also zum Blogevent kleine Kuchen und freue mich, dass ich (anders als er) nicht mal irgendwelche Mengen mit pi mal irgendwas umrechnen musste
Stattdessen habe ich ein Rezept von ihm mit einigen Zutaten aus dem Vorrat kombiniert und mich in Sachen Foto von ihm inspirieren lassen. Die Bilder habe ich – selbstredend – nicht so hingekriegt, aber die Tartes waren verflixt lecker!
Es soll ja Haushalte geben, bei denen besteht Sauce Bolognese aus Hackfleisch und Ketchup. Ich gestehe: Am Anfang meiner “Kochkarriere” habe ich das auch so gemacht. Danach habe ich fleißig gebraten, gerührt, geköchelt, abgeschmeckt, wieder gerührt – sehr zeitaufwändig, aber auch sehr lecker. Weniger zeitaufwändig und (mindestens) genauso lecker gelingt Ragù alla bolognese im Crockpot: Nach kurzem Anbraten schmurgelt die Sauce selbsttätig zur Perfektion. Das akkurat ausgewogene Rezept (ich arbeite bei Bolognese sonst immer “frei Schnauze”) hat mir Ulrike für das Crockybuch zur Verfügung gestellt. Was soll ich sagen? Grandios, ich habe das neue Standard-Fleischsaucen-Rezept der Familie gefunden, nachdem ich den Rotwein-Anteil etwas reduziert und eine Knoblauchzehe hinzugefügt habe.
Beim allerersten BBD – dem Brotbacktag des Kochtopf – war ich auch schon dabei und habe Herbed Bubble Bread gebacken. Nach lang andauerndem Back-Durchhänger will ich mich nun zur 20. Ausgabe, einer Pizzaparty, nicht lumpen lassen und beteilige mich mit Pizzaschnecken. Die sind superschnell gebacken und ideales, kleckerfreies Finger Food für Picknick, Strandbad, Ausflug. Das Originalrezept vom Chefkoch habe ich etwas verfeinert, indem ich getrocknete Tomaten und frisches Basilikum hinzugefügt habe, die eigentliche Füllung war mir etwas zu “wurstig”. Wer mag, kann natürlich auch Thunfisch, Paprika oder sonstige Lieblings-Pizza-Toppings einrollen…
Mit Kartoffeln in Hefeteig habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht: Sowohl Zimtschnecken als auch Mini-Cornetti wurden superlocker und blieben lange feucht. Und auch beim Rosmarin-Focaccia von der Chefkoch-Webseite funktionierte es – obwohl ich zum Thema “feucht bleiben” eigentlich nichts sagen kann. Das luftige Brot wurde beim Grillen nämlich so schnell verzehrt, dass es nicht einmal richtig kalt wurde und die würzige mediterrane Butter (ursprünglich von essen & trinken) darauf schmolz… Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen!
Zwischen Artikelabgabe-Terminen, Geschenkekauf und einer größeren Wohnungs-Umräumaktion bleibt mir im Moment wenig Zeit in der Küche. Weder für aufwändige dekorierte Plätzchen (siehe Lamento hier) noch für halbstündiges kontinuierliches Rühren am Herd. Weil mir der Sinn aber sooo danach stand, habe ich meinem amerikanischen Slowcookerbuch vertraut und im Crockpot sozusagen unbgerührtes Risotto zubereitet. Wie’s geworden ist? Lecker, wenn die Konsistenz auch etwas zu wünschen übrig ließ. Man muss schon etwas genauer einschätzen können, ob der eigene Topf eher über- oder unterdurchschnittlich heizt, um den perfekten Garpunkt für’s Risotto zu erwischen. Beim ersten Versuch (vier Stunden LOW) gab’s Reisbrei, der zweite (2,5 Stunden LOW) hatte den Namen Risotto knapp verdient. Mehr als die Reisbeilage haben mich jedoch die Pesto-Fischpäckchen in Alufolie begeistert, eine Idee von Crocky-Testköchin Carin. Super-unkompliziert, dabei lecker und saftig – die gibt’s bestimmt wieder.
Schande auf mein Haupt: Ich habe gelogen geschönt. Das Dessert, das ich gestern zum Weihnachtsessen meines Frauen-Stammtisches mitgebracht hatte, enthielt gar nicht drei Becher Sahne – es waren fünf. Und so etwas als Abschluss eines alles andere als fettarmen Raclette-Essens? Sorry für die geschönte Wahrheit, Mädels – aber verflixt, der Nachtisch war’s doch wert, oder? Essen wir heute und morgen nur den Gemüsepart des Mittagessens, lassen wir Kekse und Schokolade für den Rest der Woche weg, vergessen wir für ein paar Tage, dass es sowas wie Frühstück und Abendessen gibt, dann haben wir die paar Kalorien zuviel schon wieder raus…
“Was, schon wieder Spargel?” Genau. Als taktische Maßnahme bringe ich das königliche Gemüse derzeit zweimal pro Woche auf den Tisch – erstens schmeckt es (mir), zweitens tritt langsam eine gewisse Übersättigung ein. Das erleichtert nächste Woche den Abschied von der Spargelzeit
Als größte Entdeckung dieser Spargelsaison möchte ich Ilkas Spargel in der Folie gegart feiern. Diese Garmethode hatte ich bislang noch nicht ausprobiert, und es hat mich überrascht, wie aromatisch der Spargel wurde und wie kinderleicht er zuzubereiten war. Auf Platz zwei folgt dieses Risotto, das eine optisch und geschmacklich akttraktive Vorspeise für acht Personen abgibt.
Mit unserem Verwandtenbesuch aus dem brandenburgischen Turnow sind wir bei dem guten Wetter der vergangenen Tage per Rad auf Sightseeing-Tour gegangen. Die üblichen (ess-affinen) Ziele: Der Wochenmarkt im benachbarten Winterswijk, der “Käsebauer” in Woold, die Pralinenmanufactur, die Brennerei Böckenhoff und als krönender Abschluss Adelheids Spargelhaus. Die wunderhübsch dekorierte westfälische Scheune ist zwar nicht nur zur Spargelzeit einen Besuch wert, trotzdem kommen wir meist nur im Mai oder Juni einmal hin. Natürlich wegen der Spargelkarte mit vielen einfallsreichen Gerichten! Die sind zwar nicht billig, aber ihren Preis definitiv wert – so auch das Pastagericht, das ich bestellt hatte und dass mir ausgezeichnet schmeckte: Bandnudeln mit gebratenem Grünspargel, getrockneten Tomaten, Rucola und Parmesan, kräuter- und knobiwürzig und garniert mit einem Riesengarnelenspieß. Das Rezept unten ist mein Versuch eines Nachbaus…
Ein Dessert hatte es heute mittag eigentlich nicht geben sollen – schließlich ist das Festmenü vor morgen vorgesehen. Aber so ganz ohne süßen Abschluß? Ein Blick in den Kühlschrank gab Aufschluß: Nix wirklich spektakuläres und sich-als Dessert-aufdrängendes mehr drin, außer vielleicht einem nicht anderweitig verplanten Becher Mascarpone. Aus dem und weiteren Zutaten aus dem Vorrat habe ich schnell diese Schichtspeise gerührt. Das Ergebnis schmeckte sehr lecker und mit dem Apfel- und Zimtaroma typisch nach Winter. Die Spekulatiusbrösel und Orangenscheiben taten ihr Übriges. Soviel zum Thema konsequent bleiben und “kein Dessert heute”
Jahreszeitenküche hin, saisonale Produkte her: Angesichts eines wirklich zum Wegsterben schlechten Wetters am Totensonntag und einer gerade überstandenen Plätzchenback-Orgie mit wabernden Zimt- und Zuckerdüften im ganzen Haus, war mir gestern kein Stück nach schwerer Winterküche. Mehr nach irgendetwas Leichtem mit Knofel-Tomaten-Aroma… Da leider keine Auberginen mehr da waren, dafür aber eine große Packung Jumbo-Muschelnudeln aufgebraucht werden musste, habe ich die “Stuffed Manicotti Florentine” von Nigella Lawson zubereitet. Das Rezept aus dem Buch Verführung zum Kochen klang verführerisch – Spinat-Ricotta-Füllung, Pasta, Tomatensoße mit Kräutern. Und es schmeckte auch so! Viel Arbeit zwar, das Ganze – aber ich habe gleich die doppelte Menge zubereitet und einen Teil der gefüllten Nudeln auf einem Backblech eingefroren und dann portionsweise ein Tüten verpackt. Wenn mir dann wieder mal nach Sommer ist, setze ich sie einfach in Tomatensoße und überbacke sie nur schnell…




