Aus dem Slowcooker: Westfälisches Möhrengemüse

moehrengemuese

Sowas nennt man antizyklisches Kochen: Im Sommer Wintergerichte kochen. Aber erstens war der Sommer kein wirklicher, zweitens brauche ich das Rezeptfoto dringend für die Neuauflage von Langsam kocht besser und drittens ist Möhrengemüse immer lecker. Sagt jedenfalls mein Mann, während ich eine tiefempfundene Abneigung gegen gekochte Möhren hege und nur ein Gäbelchen probiert habe. Aber okay, die Textur sah passend aus, es roch gut und meine Mutter versicherte mir, es hätte genau richtig geschmeckt. Das wird dann ja wohl stimmen :-)

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Gerätetest Russell Hobbs-Multikocher & Safrankartoffeln

Russell Hobbs Multikocher

Dass ich keine Freundin von Multikochern bin, habe ich ja nun schon häufig betont. Vor allem stört mich daran der Mehrpreis für Zusatzfunktionen, die ich gar nicht nutze und die komplizierte Bedienung. Punkt eins kann ich jetzt von meiner Liste streichen: Der Russell Hobbs Cook@Home Multicooker* kostet gerade mal 70 Euro und zu meinem großen Erstaunen habe ich mich dabei erwischt, dass ich ihn tatsächlich zum Reiskochen, Anbraten und anschließendem Schongaren sowie zum „normalen“ Suppenkochen benutzt habe. Die Bedienung (und die zentimeterdicke Gebrauchsanleitung) halte ich zwar für gewöhnungsbedürftig (um nicht zu sagen schlecht), aber der Hersteller hat mir versichert, dass die gerade überarbeitet und verbessert wird.

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Aus dem Slowcooker: Bauerntopf mit Hack

Bauerntopf mit Hack

Wer braucht schon Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel und irgendwelche E-Farbstoffe, wenn er/sie frisches Gemüse zur Verfügung hat? Und wieso einen knappen Euro für eine Fixtüte ausgeben, wenn man die entsprechende Würze vermutlich sowieso im Vorrat hat? Insofern stimmt ich Küchenlatein (Motto: Kochen ohne Tüte) und den Feinkostpunks (Fix ohne Fix) rundum zu: Das Zeugs ist überflüssig. Erst recht, wenn man einen Slowcooker besitzt, in dem allein durch das langsame Garen Aroma entsteht.

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Pleiten, Pech & Pannen: Sellerie-Kartoffelpüree aus dem Slowcooker

Sellerie-Kartoffelpüree

Gut, ich bin Perfektionistin. Insofern würde manche(r) dieses Sellerie-Kartoffelpüree aus dem Slowcooker gar nicht als Misserfolg bezeichnen – vor allem, wenn der/die sonst sein KaPü aus Fertigflocken anrührt. Ich aber lege Wert auf schneeweisses, ganz glattes Püree – und hier stören mich dunkle Flöckchen (die Milch setzt am Rand an) und winzigkleine Klümpchen, die vermutlich daher rühren, dass manche Kartoffelstückchen eben doch nicht so weich waren wie andere. Das gibt Abzüge in der B-Note, wogegen die A-Note (der Geschmack) uneingeschränkt positiv ausfiel. Damit hätte ich gar nicht gerechnet, weil die Milch während des Kochens auch noch ausflockte, aber glücklicherweise nicht sauer wurde. Fazit: Lecker war’s schon, dieses milde Püree – aber ich glaube, ich bereite das weiterhin lieber auf dem Herd zu.

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Leserrezept von Diana: Kartoffelschalenbrühe

Kartoffelschalenbrühe aus dem SlowcookerBrühe aus Kartoffelschalen – knirscht einem da nicht der Sand zwischen den Zähnen? Und wie schmeckt das überhaupt? Sehr aromatisch und fein, sagt Diana, die mir dieses Rezept geschickt hat. Sie hat es aus einem vegetarischen Kochbuch von Anna Thomas – einer Autorin, die sich schon Mitte der 70er mit dem Thema Vegetarismus beschäftigt hat, lange bevor es „Trend“ wurde!

Bio-Kartoffeln – und zwar super-sauber geschrubbte – sollten es für dieses Rezept schon sein, sagt Diana. Dann aber kann man die vermeintlichen „Reste“ noch einer sinnvollen Verwendung zuführen. Die resultierende Brühe ist ziemlich klar, hellbraun und schmeckt relativ kräftig. Die Autorin schreibt dazu, dass man das Ganze, gut gewürzt, als Vorsuppe servieren kann, man könne auch das Gemüse durch ein Sieb streichen und sie cremig servieren. „Ich habe lieber einen Fond daraus gemacht, der sich prima auch als Saucengrundlage ereignet. Schmeckt übrigens hervorragend zum Putenbrustrezept vom Crockyblog!“

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Aus dem Mini-Slowcooker: Rosmarin-Kartoffeln

Rosmarinkartoffeln aus dem Crockpot

Mini-Slowcooker Nummer zwei (von Andrew James), dieselben Probleme wie mit Mini-Slowcooker Nummer eins (Lakeland): Herrjeh, das Ding wird superheiß?! Zumindest viel heißer als jeder 3,5-l- oder 6,5-l-Topf, mit denen ich sonst ständig umgehe. Hmm, liegt ja eigentlich auf der Hand: Die beheizte Fläche (der seitliche Rand) ist im Vergleich zum Gesamtinhalt viel größer als bei den „großen“ Schwestern.

Für mich bedeutet das allerdings Umdenken: Während ich sonst in Vier-Stunden-Intervallen rechne (die meisten Rezepte sind in vier Stunden HIGH gar oder eben acht Stunden LOW), war meine Erbsensuppe im Mini nach fünf Stunden LOW gut und Rosmarinkartoffeln nach drei Stunden HIGH. An sich ja nicht schlimm – aber bei 6+ stündiger Abwesenheit von zuhause bedarf es dann zwingend einer Zeitschaltuhr, die den Topf erst später anstellt. Muss ich noch mal genauer austesten – aber zumindest geschmacklich haben die Rosmarinkartoffeln aus dem Slowcooker den Test bestanden. Superlecker, sehr aromatisch und machen fast keine Arbeit! Weiter lesen

Aus dem Crockpot: Massaman Curry mit Erdnüssen

Massaman-Curry

„Beim Thailänder“ sind süß-scharf-nussige Saucen mein absoluter Favorit. Und wenn dann noch Koriander  und Kokos dazu kommen, bin ich im Curryhimmel – wie bei diesem Massaman-Curry, für das Sie einen kleinen Trip in den nächsten Asia-Laden einlegen sollten. Besorgen Sie sich dort Fischsauce, Kokosmilch, Erdnussbutter, Koriander und fertige Massaman-Currypaste, um die typische Geschmacksnote hinzubekommen. Der Einkaufstrip ist auch schon das mühsamste des ganzen Unterfangens, denn den Rest erledigen Sie bequem im Slowcooker mit Anbratfunktion (AMAZON-LINK).
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Rezepte für Sieger: Hokkaido-Kürbissuppe mit Ingwer

Kuerbissuppe mit Ingwer

Wenn ich schon mal künstlerisch tätig werden will… Zu Zorras 8. Bloggeburtstag und dem begleitenden Event „Rezepte für Sieger“ habe ich meine persönliche Sieger-Kürbissuppe gekocht. Ich hätte allerdings nicht versuchen sollen, mit Aceto Balsamico und flüssiger Sahne ein Muster aufzumalen. Statt hübscher Linien habe ich ein Spinnennetz erschaffen – ja, ist denn schon Halloween? Wenn Sie kein Gruselfood, sondern Herbstküche servieren wollen, klecksen Sie lieber nur einige Punkte auf die Suppe, die sich sehr angenehm von den üblichen (und oft faden) Kürbissuppen abhebt. Ingwer und Chili sorgen für die Schärfe, Hokkaido-Kürbis für die großartige Farbe und Arbeitsersparnis: Er muss nicht geschält werden. Weiter lesen

Gerätetest: Taugt der Intellichef als Slowcooker?

KartoffeltopfDass man in ihm anbraten, schmoren und backen kann, hatte der Intellichef (hier und hier) ja schon bewiesen. Entscheidend für mich ist aber: Taugt er etwas als Slowcooker? Kann ich ihn sich selbst überlassen, ohne Sorge zu haben, dass etwas bei den voreingestellten Zeiten anbrennt oder dass die gesamte Flüssigkeit verkocht? Bei meinem ersten Versuch kann ich das uneingeschränkt mit „ja“ beantworten: Der fleischlose Kartoffeltopf mit getrockneten Tomaten gelang genauso gut wie im „normalen“ Crockpot. Die Garstufe des Multigarers scheint dabei in etwa dem MEDIUM meines Slowcookers zu entsprechen. Das werde ich aber nochmals überprüfen – indem ich die Zeitautomatik des Intellichef einsetze, und teste, ob ein Crockygericht wirklich zur vorgegebenen Zeit fertig wird. Weiter lesen

Aus dem Crockpot: Spanische Bohnensuppe

Spanische BohnensuppeMit Hülsenfrüchen aus dem Slowcooker stehe ich ein bisschen auf dem Kriegsfuß. Der Grund: Die Kochzeiten aus meinen USA-Crocky-Kochbüchern stimmen selten und Kichererbsen oder Schwarzbohnen „al dente“ schmecken wirklich nicht :-( Bei Rezepten mit Bohne, Erbse & Co. hänge ich inzwischen immer ein, zwei Stündchen dran – aber das ist dann wieder zu lange, falls andere Gemüse mitgekocht werden. Bei „gemischten Gerichten“ wie dieser spanischen Bohnensuppe bin ich daher dazu übergangen, getrocknete Hülsenfrüchte im konventionellen Topf fünf bis zehn Minuten vorzukochen und über Nacht im abkühlenden Wasser „ziehen“ zu lassen. Gibt’s die Bohnen pur (zum Beispiel als gebackene Bohnen, Refried Beans oder als Vorrat für spätere Verwendung) weiche ich sie nur 10 bis 12 Stunden in kaltem Wasser ein und lasse sie dann acht bis zwölf Stunden auf LOW schmurgeln.

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