Beiträge mit ‘Käse’
Aus dem Crockpot: Tomatensuppe mit Kräuterklößchen
Zu spät für das Mozzarella-Manifest der Buntköchin, aber früh genug für einen Aha-Effekt: Soviel Geschmack steckt sogar in Gartentomaten, die nach nicht allzuviel Sonne in den Gefrierschlaf gewandert waren? Das lässt für wirklich frische und reife Tomaten Gewaltiges erwarten
Die Suppe ist extrem unaufwändig zuzubereiten, da die Tomaten nicht gehäutet und die Zwiebelwürfel nicht vorgedünstet werden. Wer rustikaleres, stückiges Aussehen mag, muss sie am Ende nicht einmal pürieren - wer Kinder wie meine hat, hält allerdings den Stabmixer hinein und streicht die Suppe am Ende noch durch ein Sieb. So ist sie ganz samtig-glatt. Die Mozzarella-Kräuter-Kügelchen sind sowohl farblich als auch geschmacklich und temperaturmäßig ein wunderbarer Kontrast.
Nachgekocht: Deftiger Spätzle-Auflauf
Larissatoday ist ein deutsches Foodblog, das ich vor zwei Wochen erst entdeckt habe - und seitdem schon zweimal für Nachkoch-Ideen zu Rate gezogen habe, erfolgreich
Das Hähnchenschenkel-Kartoffelblech wurde bei uns ein Hühnerbrust-am-Knochen-Kartoffelblech und kam sehr gut an, nur das Fotografieren habe ich leider vergessen. Gestern gab’s für 12 Gäste zum Abendessen die Spätzlepfanne, allerdings mit selbstgemachten Spätzle. Das Gericht war ein voller Erfolg: Deftig-kräftig, massengeschmack-tauglich und kindgerecht. Dazu gab es Feldsalat mit Kartoffeldressing und den köstlichen Trollinger mit Lemberger, den mir meine Freundin aus dem Ländle mitgebracht hat.
Cajun calls: Amerika-Menü jenseits von Fastfood
“Amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist wirklich mehr als Hamburger und Hot Dogs” - ja, ich weiss, dass ich das gelegentlich gebetsmühlenartig wiederhole
Gestern abend habe ich statt Worten Taten sprechen lassen und eine Frauenrunde zum Amerika-Menü nach Südstaaten-, genauer gesagt Cajun-Art, eingeladen. Einige Rezepte habe ich von USA kulinarisch, die restlichen von der Webseite von Emeril Lagasse, einem berühmten US-Fernsehkoch. Er begann seine Kochkarriere im berühmten Commander’s Palace in New Orleans und führt jetzt die Kette Emeril’s. Es gab also:
- Warm Nut Encrusted Goat Cheese Salad with Bacon Lardons (Salat mit warmem Ziegenkäse und Speck)
- Bourbon Chicken mit Rice Pilaf, Maple Carrots und Spinach Gratin
- Coffee Custard and Cinnamon Plums
Aus dem Crockpot: Gebackene Kartoffeln mit Thunfischfüllung
Bisschen “fleischig”, die Rezept-Zusammenstellung für das geplante Crocky-Kochbuch - das merkten Sabine und Ulrike zu recht an, nachdem sie die Rezeptliste gesichtet hatten. Im Moment bin ich also dabei, das Verhältnis Fleischgerichte : vegetarische/fleischarme/Fischgerichte etwas ausgewogener zu gestalten. Ein Schritt in diese Richtung sind diese gefüllten Kartoffeln, die hervorragend schmeckten und kinderleicht herzustellen waren. Was Zeit- und Arbeitsersparnis angeht, so würde ich den finalen Schritt (45 Minuten auf Stufe HIGH, um die Füllung zu erhitzen und den Käse zu schmelzen) eher in fünf Minuten unter dem Backofengrill abhandeln. Der heizt vor, während man die Füllung zubereitet und bräunt zudem noch schön…
Für unterwegs: Dreierlei Mini-Quiches
Fliegen ist nicht mehr das, was es mal war. In Zeiten von Ryanair & Co. wird so ein Prag-Wochenende, wie es unser Frauen-Stammtisch jetzt unternahm, zwar zum erschwinglichen Vergnügen. Aber dafür “genießen Sie an Bord die Vorzüge freier Sitzplatzwahl” - im Klartext: Auf die Plätze, fertig, los, hineinstürmen und versuchen, einen Platz zu ergattern. Zudem kosten sparsamst belegte Baguettes fünf Euro, das Wasser dazu drei. Gegen Platznot und Wasserpreise lässt sich nix machen, aber dank mitgebrachter Mini-Quiches aus der Tupperdose mussten wir zumindest keine Labberbrötchen kaufen
Die würzigen Happen krümeln kaum und lassen sich prima aus der Hand essen. Die Füllungen waren reine Resteverwertung nach dem Motto “Was gibt der Kühlschrank noch her?” Natürlich lassen sich auch andere Gemüsesorten, Schinken- oder Wurstreste verwenden - und wer weniger Aufwand treiben möchte, bereitet eben nur eine Art Quiche und nicht gleich drei zu.
Wintereinbruch: Kartoffel-Käse-Suppe
Wintereinbruch nicht nur auf den Straßen, sondern auch in der Küche: Nachdem wir in Westfalen gestern die ersten Schneeflocken des Jahres 2008 gesehen hatten, erschien mir der zunächst geplante Auberginen-Pasta-Auflauf irgendwie unpassend. Stattdessen gab’s zum Mittag eine würzige, warme Kartoffel-Käse-Suppe mit geröstetem irischen Sodabrot vom Vortag. Auch in der Suppe selbst ließen sich Reste verstecken: Etwas trocken gewordene Cheddar- und Gruyere-Abschnitte vom Sonntag sowie drei Stangen Staudensellerie, für die ich sonst keine Verwendung mehr hatte. Hmm, klinge ich gerade sehr sparsam? Bin ich eigentlich nicht - aber wenn ich Lebensmittel so “elegant” nutzen kann statt sie wegzuwerfen, dann tu ich das gerne
Kinderküche: Spaghetti-Pizza
Mit Pizza hat dieser Nudelauflauf im Prinzip wenig zu tun - außer dass obenauf eine Schicht Tomaten und Käse zu finden ist. Der Name soll mir jedoch herzlich egal sein, solange er dafür sorgt, dass meine Kinder allein wegen des Begriffes “Pizza” das dazugehörige Gericht probieren - und erstaunt feststellen, dass sie gerade etwas Grünes (in Form von Frühlingszwiebeln und Erbsen) essen. In die Nudelmasse lassen sich nämlich wunderbar Gemüse mogeln - auch Paprika und Zucchiniwürfel passen gut. Und statt Kochschinken könnte man auch kleingeschnittene Wiener oder Bratenreste verwenden - also nicht nur Kinder- sondern auch günstige Resteküche.
California Walnut Bread mit zwei Aufstrichen
Als ich mein erstes Brotbackbuch im Internet bestellt habe, bin ich einem Irrtum aufgegessen: Statt der vielgelobten “Bread Bible” von Rose Levy Beranbaum habe ich das Werk von Beth Hensperger
erwischt, das genauso betitelt ist. Letzteres gefällt mir jedoch auch sehr gut: Ein übersichtliches Buch ohne Schnickschnack, dafür mit 300 gut geschriebenen Rezepten, die die (US-)Bandbreite von herzhaftem bis süßem Brot bis hin zu Quickbreads (Rührkuchen) abdecken. Fast alles, das ich bislang nachgebacken habe - vor allem aber die Sweet Vanilla Challah, das Oatmeal-Potato-Bread und die Cinnamon Rolls with Irish Cream Glaze - schmeckten ausgezeichnet.
Auch das California Walnut Bread - würzig, aber nicht herb - kann ich empfehlen. Ich habe es für das American Cooking Festival gebacken und mit zwei Aufstrichen (Tuna Mousse & Herbed Lemon Goat Cheese Spread) als Vorspeise serviert.
Resteverwertung: Rucola-Kräuter-Quiche
Nicht mehr taufrisch, aber auch zu schade zum Wegwerfen: Was fängt man mit leicht welkem Rucola noch an? Eigentlich hatte es ihn als Salat am Wochenende geben sollen, aber irgendwie kam es dann nicht zum Grillen und auch nicht zum Salat-Anrichten. Eine Google-Suche nach “Rucola + Ricotta + Blätterteig” (alles Restbestände aus dem Kühlschrank) brachte bei cuisine.at dieses Rezept für eine schnell zubereitete Quiche zum Vorschein. Statt Bergkäse habe ich Emmentaler verwendet - schmeckte auch gut, obwohl Bergkäse vermutlich für viel mehr Aroma sorgt.
Maccaroni and Cheese (Käse-Makkaroni)
Auf die Gefahr hin, dass ich mich (zumindest bei den Auch-Lesern von USA kulinarisch) unbeliebt mache: Wieso jemand “Mac’n'Cheese” von Kraft mag, ist mir schleierhaft. Und noch schleierhafter, wieso sich manche die Fertigpackungen aus den USA kommen lassen oder sie hier für teures Geld bei Spezialshops bestellen. Wenig Nudeln, viel zuviel überwürzte Soße, die einem förmlich den Hals verkleistert - okay, okay, ich höre schon auf! Dabei ist Mac’n'Cheese hausgemacht ein wirklich leckerer Auflauf, der als komplette Mahlzeit dienen kann. Hmmh, am besten mit ein paar Streifen knusprigem Frühstücksspeck dazu!

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