Mit einem Kuchenbuffet begeht Zorra den dritten Jahrestag der Kochtopf-Blogevents. An dieser Stelle auch von mir “Happy birthday” – aber vor allem “besten Dank” für die vielen guten Gemeinschafts-Kochideen aus dem Hause Zorra und von den vielen anderen Mitstreitern! Hmm – was stellt man denn auf die sich vermutlich biegende Kuchentafel? Ich habe mich für einen hübsches Exemplar aus meinem derzeitigen Lieblings-Backbuch entschieden, das die Aromen von Banane und Schokolade vereint. Sieht klasse aus, schmeckt überirdisch gut und es muss ja keiner wissen, dass man darin drei überreife Bananen und die von Weihnachten übrig gebliebene Zartbitter-Kuvertüre versteckt hat!
Den sehr kitschig anmutenden Namen habe ich diesen lockeren Schokoteilchen mit Bedacht verpasst. Im Original heißen sie nämlich Schokoladen-Mayonaise-Cupcakes und das ist eine Bezeichnung, die die meisten wohl sehr abschreckend finden. Auch ich habe erst eine ganze Reihe anderer Rezepte aus Cynthia Barcomi’s Backbuch nachgebacken, bevor mich das hinreißende Foto zu diesen Törtchen doch noch verleitet hat, das Experiment zu wagen. Mayo im Kuchen? Das ist übrigens gar nicht so abwegig, wie es klingt, denn gute Majonaise besteht schließlich aus kaum mehr als Öl und Eigelb. Die schlichte, vollfette sollte es für dieses Rezept allerdings schon sein, keine Salatcreme, keine Remoulade, keine mediterrane Variante mit Olivenöl und schon gar nicht – Gott bewahre! – Aioli
Die Schokoteilchen werden sehr schön locker und schmecken gar nicht nach Mayo. Das Frosting aus saurer Sahne und weißer Schokolade gefiel mir ausgesprochen gut, es ist cremig und (sehr unamerikanisch!) nicht zu süß.
Ingwer mag man – oder man mag ihn nicht. Ich mag ihn nicht und leider hat mich auch Sarah Wieners Rezept “Hähnchenwürfel mit warmer Ingwersauce” nicht vom Gegenteil überzeugen können. Der Geflügelpart war lecker und ausgesprochen kindgerecht (quasi eine Hausmacher-Version von McD Nuggets), die Sauce fand ich grässlich! Als Hauch in fernöstlichen Gerichten schmeckt mir Ingwer noch, aber wenn er so prominent daher kommt wie hier, dann endgültig nicht mehr. Mein Beitrag für das Blogevent XXX – Ingwer, diesmal ausgerichtet von Kochschlampe, bekommt also von mir selbst die Note “Sechs, setzen, Thema verfehlt”. Denn ich habe die Sauce weggeschüttet und stattdessen unsere bewährte süß-saure zubereitet
Kategorie : Backen, Kochbücher
DKduW steht für ein neues monatliches Blogevent – Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen. Die nette Idee, die dahinter steckt: Gebt all den angestaubten Exemplaren eine Chance, aus denen Ihr noch nie etwas gekocht habt oder die ihr schon lange nicht mehr in den Händen hattet. Da kommt mir direkt mein allererstes englischsprachiges Kochbuch in den Sinn, dass ich 1987 gekauft geschenkt bekommen habe: “Cooking with Mickey around our world”, ein spiralgebundenes 300-Seiten-Exemplar mit den meistgefragten Rezepten aus den Disney-World-Restaurants, heute heisst es Disney’s Cooking with Mickey & Friends. Ich glaube, ich habe es damals in einem der Souvenirshops des Freizeitparks in Florida unzählige Male in den Händen gedreht – und es dann doch nicht gekauft. $9.95 + tax waren an einem der letzten Tage einer vierwöchigen USA-Rundreise eine Menge Geld. Heimlich erstanden hat es dann meine (damalige und heutige) Freundin und Reisebegleiterin Martina, um es mir einige Wochen später zum Geburtstag zu schenken. Tolle Idee!
Der Band enthält einige sehr schöne Rezepte, vor allem die des “Polynesian Terrace”-Restaurants gefielen mir, da ich mein USA-Austauschjahr zuvor zur Hälfte in Hawaii verbracht hatte. Als erstes nachgekocht habe ich daher Fried Rice und Pua Peanut Pork, dazu Mai Tais und Pina Coladas gemixt. Die 80er waren groß in Sachen Cocktails
Mein Favorit aber waren die Chocolate Chip Cookies, die selbst ich als damals blutiger Kochanfänger gut hingekriegt habe.
Ja, ha’m wir denn schon Independence Day? Nein, ha’m wir nicht – wieso habe ich dann diesen Kuchen, den es bei mir als eingefleischtem USA-Fan gerne zu Motto-Parties oder zum 4th of July gibt, jetzt schon gebacken? Nun, weil ich fand, dass er das passende Titelmotiv für mein derzeit in Arbeit befindliches Amerika-Kochbuch abgeben könnte.
Dass er das tatsächlich tut, verdanke ich Luis Bisschops vom TLC-Fotostudio. Er bot mir an, einige Bilder beizusteuern, ohne sein sonst – verdientermaßen! – fürstliches Honorar in Rechnung zu stellen. Und so kommt “mein” Kochbuch in den Genuss einiger hochprofessioneller Food-Fotos, die ich mit meiner klein-kompakt-kastigen Digiknipse im Leben so nicht hingekriegt hätte.
Ob allerdings das TLC-Team in den Genuss meines (wirklich leckeren!) und liebevoll verzierten Flaggenkuchens gekommen ist, möchte ich mal bezweifeln. Erstens sehen die Mitarbeiter den ganzen Arbeitstag lang verlockungsvoll angerichtetes Essen, zweitens bekommt wohl keinem Kuchen das “Sonnenbad” unter grellen Studioscheinwerfern auf Dauer gut. Schaaade…
Kategorie : Backen, Kochbücher
Born to Cook II von Tim Mälzer war ein Weihnachtsgeschenk – eines das bislang recht unbeachtet im Regal stand, weil mir nach mediterraner Sommerküche und Frischfisch noch nicht so recht der Sinn stand. Jetzt habe ich das erste Gericht nachgekocht bzw. nachgebacken – den “verkehrten Birnenkuchen”, bei dem das Obst unten in der Form landet, der Teig darüber. Nette Idee, vor allem wenn man wirklich reichlich Zucker und Butter als Unterlage verwendet, so dass sich eine Karamelkruste ergibt. Aber dafür reichten zwei Esslöffel brauner Zucker nicht…



